Die Energiepauschale wird bald ausgezahlt: Ab dem 1. September 2022 sollen alle Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen eine Einmalzahlung von 300 Euro erhalten. Das soll helfen, die hohen Preise durch den Ausbruch des Ukraine-Kriegs zu stemmen.
Für Personen, die im September regulär arbeiten, gibt es keine offenen Fragen: Das Geld wird einfach zusammen mit der Lohnabrechnung für den Monat ausgezahlt. Für Beschäftige, deren Arbeitsverhältnis aktuell komplizierter ist, gibt es aber viele Fragezeichen. Hier in diesem Text wollen wir Fragen zur Energiepauschale und Elternzeit beantworten.

Elternzeit und Energiegeld: Das muss beachtet werden

Grundsätzlich haben Personen, die sich zum 1. September 2022 in Elternzeit befinden, einen Anspruch auf die Energiepauschale. Mütter und Väter sollten laut Finanzministerium das Geld vom Arbeitgeber bekommen.
Um die Auszahlung vom Arbeitgeber zu bekommen, müssen Eltern dem Arbeitgeber nachweisen, dass sie Elterngeld bekommen haben.
Wer die Energiepauschale vom Arbeitgeber nicht bekommt, kann das Geld über die Steuererklärung im kommenden Jahr erhalten. Das wird bei Personen in Elternzeit der Fall sein, deren Arbeitsverhältnis im September 2022 ruht.

300 Euro und Elternzeit: Beispiele

Mütter und Väter in Elternzeit erhalten also grundsätzlich die 300 Euro Energiepauschale. Die Frage ist nur wie und wann. Hier zur Veranschaulichung drei Beispiele:

Beispiel 1

Eine Frau arbeitet bei einer Firma im Jahr 2022 und bekommt irgendwann vor dem 1. September 2022 ein Baby. Sie hat also für einen bestimmten Zeitraum vor der Geburt aktiv gearbeitet, bevor sie in Mutterschutz und dann in Elternzeit ging. Im September 2022 arbeitet diese Frau aber nicht mehr aktiv, das Arbeitsverhältnis ruht. In diesem Fall muss die Mutter die Energiepauschale über die Steuererklärung 2022 erhalten.

Beispiel 2

Ein Vater ist in der ersten Jahreshälfte in Elternzeit und beginnt ab September 2022 wieder, aktiv zu arbeiten. Für einige Zeit hat das Beschäftigungsverhältnis also geruht, er war aber natürlich noch angestellt. Wenn dieser Mann im September 2022 wieder eine reguläre Lohnabrechnung bekommt, dann sollte die Energiepauschale darin enthalten sein. Für den Zeitraum davor ist es möglich, dass der Arbeitgeber einen Nachweis über den Erhalt des Elterngeldes sehen möchte.

Beispiel 3

Eine Mutter ist für das gesamte Jahr 2022 in Elternzeit, erhält also 12 Monate dieses Jahres Elterngeld vom Staat. In dieser Zeit ruht das Beschäftigungsverhältnis und die Frau muss die Energiepauschale über die Steuererklärung bekommen.

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