Wird in Deutschland das Kindergeld erhöht? Das hat zumindest Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) ins Spiel gebracht. Als Grund nannte die Politikerin die nötige Entlastung für Familien angesichts steigender Energiepreise und einer allgemeinen Teuerung.
  • Wann könnte die Erhöhung des Kindergeldes kommen?
  • Auf welche Summe soll das Kindergeld erhöht werden?
  • Wie sieht das Kindergeld in Deutschland im europäischen Vergleich aus?

Wann könnte die Erhöhung des Kindergeldes kommen?

Lisa Paus hält eine Erhöhung des Kindergeldes für ein geeignetes Mittel, um ärmere Familien in Zeiten steigender Preise zu entlasten. „Neben einer Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze wäre das ein Weg, diese Familien zielgenau zu unterstützen“, sagte Paus dem Nachrichtenportal t-online. Auf die Frage, ob das Kindergeld angesichts der Inflation steigen werde, sagte die Grünen-Politikerin: „Darauf wird es wohl hinauslaufen.“
Wann das Kindergeld erhöht werden könnte, ist bislang unklar. Die jetzigen Hilfsmaßnahmen wie Energiepauschale oder Einmalzahlung für Kindergeldempfänger sind alle für den Sommer geplant. Da die Energiepreise aber wohl weiterhin auf hohem Niveau bleiben, müsste die Kindergelderhöhung möglichst schnell beschlossen werden, um aktuell Wirkung zu haben.

Auf welche Summe soll das Kindergeld erhöht werden?

Aktuell beträgt die Höhe des Kindergeldes für das erste und zweite Kind jeweils 204 Euro im Monat. Für das dritte Kind werden 210 Euro gezahlt und ab dem vierten Kind gibt es 235 Euro. Seit 2010 ist das Kindergeld in Deutschland in moderaten Stücken gestiegen. So gab es 2010 für die ersten beiden Kinder jeweils 184 Euro pro Monat, 190 Euro für das dritte Kind und ab dem 4. Kind je 215 Euro. Um welche Summe das Kindergeld in der aktuellen Energiekrise steigen könnte, ist bislang nicht bekannt.

Wie sieht das Kindergeld in Deutschland im europäischen Vergleich aus?

Im europäischen Vergleich ist das Kindergeld in Deutschland mit am höchsten. Hier ein paar Beispiele, was andere europäische Länder an Kindergeld zahlen (Stand: 2019):
  • Belgien: ab 92,09 Euro
  • Bulgarien: ab 20 Euro
  • Estland: ab 55 Euro
  • Finnland: ab 94,88 Euro
  • Griechenland: ab 70 Euro
  • Österreich: ab 121,90 Euro
  • Polen: ab 22 Euro
  • Schweden: ab 108 Euro
  • Slowakei: ab 23,68 Euro
(mit Material von dpa)