Stars und Sternchen: 7 Promis mit Tübinger Vergangenheit – die Community Edition

Kameras gezückt und den roten Teppich ausgerollt: Hier sind sieben weitere Stars und Sternchen mit enger Beziehung zu Tübingen.
picture alliance / dpa- Sieben weitere Promis mit Tübinger Bezug stehen im Fokus – von Kultur bis Wissenschaft.
- Donnie O’Sullivan wuchs in Tübingen auf, machte Abi am Kepler-Gymnasium und streamt auf Twitch.
- Franz Rogowski wuchs in Tübingen auf, brach die Schule ab und wurde preisgekrönter Schauspieler.
- Christiane Nüsslein-Volhard studierte und forschte in Tübingen und erhielt den Nobelpreis für Medizin.
- Zudem mit Tübingen verbunden: Felix Huby, Stipe Erceg, Hans Küng und Erdal Yildiz; Honorable Mention Ronny Berger.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Kürzlich haben wir euch sieben Promis vorgestellt, von deren Tübinger Vergangenheit ihr (wahrscheinlich) nichts wusstet. Mit dabei: Thilo Kehrer, Maren Kroymann und Tiktok-Star Frau Gretel. Daraufhin habt ihr uns zurückgemeldet, welche Stars und Sternchen mit Wurzeln in der Stadt wir vergessen haben. Hier kommt also die zweite Runde (Ex-)Tübinger Promis.
1. Donnie O’Sullivan
Der erste auf der Liste hat sogar selbst unter unserem Beitrag auf Instagram kommentiert. „Das nehme ich als persönlichen Affront!“, schrieb Donnie O’Sullivan, augenscheinlich empört darüber, dass er es nicht schon im ersten Anlauf Teil unserer Auswahl gewesen ist.
O’Sullivan wuchs in Tübingen auf und machte sein Abitur am Kepler-Gymnasium, bevor es für ihn nach Berlin ging. Seit einigen Jahren streamt er erfolgreich auf Twitch, hat über 100.000 Follower auf Instagram, ist unter anderem als Podcaster tätig, und hat unter dem Alias „Donnie Dubson“ auch Musik gemacht. Die reinste Entertainment-Wundertüte also. An dieser Stelle: Donnie, wir hoffen, du bist nicht sauer auf uns, dass du es erst in der zweiten Runde auf die Liste geschafft hast.

Franz Rogowski (links) zusammen mit seinem irischen Schauspielkollegen Barry Keoghan bei den Filmfestspielen in Cannes 2024.
Loic Venance/AFP2. Franz Rogowski
Er hat sogar schon mit Saltburn-Star (und Ex-Freund von Sabrina Carpenter) Barry Keoghan geshootet: Franz Rogowski. Der Schauspieler und ehemalige Tänzer ist zwar 1986 in Freiburg im Breisgau geboren, aber dann in Tübingen aufgewachsen. Nachdem er in der 11. Klasse das Gymnasium abgebrochen hatte, fand er über das Tanzen seinen Weg ins Theater und von dort zur Schauspielerei.
Mit der Rolle des Clemens im Film „Love Steaks“ von 2013 gelang ihm dann der große Durchbruch. Inzwischen ist er mehrfach ausgezeichnet, etwa bei der Berlinale 2018 als deutscher European Shooting Star. Oder mit dem New York Film Critics Circle Award 2023 für seine Rolle im Beziehungsdrama „Passages“.

Christiane Nüsslein-Volhard, Biochemikerin und Medizinnobelpreisträgerin, in der Fischanlage im Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen.
Marijan Murat/dpa3. Christiane Nüsslein-Volhard
Tübingen hat eine Exzellenz-Uni. Wen wundert es da, dass unser Städtchen auch eine Nobelpreisträgerin hervorgebracht hat? Die Rede ist von Christiane Nüsslein-Volhard. Für ihre Entdeckungen von Genen, die die Entwicklung von Tier und Mensch steuern, sowie den Nachweis von gestaltbildenden Gradienten im Fliegenembryo hat Nüsslein-Volhard zahlreiche Auszeichnungen, Ehrendoktorate und Preise erhalten. Allen voran den Nobelpreis für Medizin. Und um das anzuerkennen, muss man auch gar nicht wissen, was es genau mit Gradienten im Fliegenembryo auf sich hat.
Die mittlerweile 83-Jährige hat ihr Diplom in Biochemie in Tübingen gemacht und hier auch promoviert, war Nachwuchsgruppenleiterin am Friedrich-Miescher-Laboratorium der Max-Planck-Gesellschaft und Direktorin am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie. Und als wäre das nicht schon genug, ist sie unter anderem Mitglied der Royal Society, der Kurie der Wissenschaft, der Académie des sciences und Vizekanzlerin des Ordens Pour Le Mérite. Kurzfassung: Sie hat akademisch so ziemlich alles erreicht, was man erreichen kann. Chapeau!
4. Felix Huby
Felix Huby, bürgerlich eigentlich Eberhard Hungerbühler, erblickte 1938 im schönen Dettenhausen das Licht der Welt und besuchte das Kepler-Gymnasium in Tübingen. Was füttern die am Keppi nur ihren Schülern, dass diese so erfolgreich werden? Donnie O’Sullivan ist dort schließlich auch zur Schule gegangen. Tatsächlich hat Huby die Schule aber ohne Abitur verlassen, weil er bei der Abi-Prüfung beim Schummeln erwischt wurde.
Danach arbeitete Huby für verschiedene Zeitungen und Magazine, war unter anderem Baden-Württemberg-Korrespondent für den Spiegel und berichtete Mitte der 70er Jahre über den RAF-Prozess in Stammheim. Wirklich bekannt geworden ist er allerdings durch seine Kriminalromane und mit seinen Drehbüchern für insgesamt 33 Tatort-Folgen. Damit führt er die Liste der Autoren des deutschen Kultkrimis noch heute an. 2022 verstarb der erfolgreiche Drehbuchautor im Alter von 83 Jahren. Rest in peace, Felix Huby!

Stipe Erceg im ARD-Film „Die Diplomatin“. Der Schauspieler kam im Alter von 4 Jahren von Kroatien nach Tübingen.
ARD Degeto/Programmplanung und P5. Stipe Erceg
Vielleicht kennt ihr Stipe Erceg aus den Vampirschwestern-Filmen. Bei der Buchverfilmung mimt Erceg den Vampir Mihai, den Vater der Halbvampir-Schwestern Silvania und Dakaria. Wir finden, das weiße geschminkte Gesicht, die Sonnenbrille und der dunkle Hut standen ihm als Transylvanier ganz fantastisch.
Was ihr aber vielleicht nicht wisst: Erceg kam im Alter von vier Jahren aus Kroatien nach Deutschland und lebte dann erst mal in Tübingen. Nach dem Abitur zog es ihn aber in die große weite Welt, aka New York. Von 1996 bis 2000 machte er dann eine Schauspielausbildung am Europäischen Theaterinstitut in Berlin und am Grotowski Zentrum in Pontedera, Italien. In Berlin lebt der Schauspieler zumindest laut Wikipedia mit seiner Familie auch heute noch, im Prenzlauer Berg. Das trifft sich gut, denn Kenner wissen, dass sich im Prenzlauer Berg die Schwaben sammeln. Ob es da auch nervige Nachbarn à la Dirk van Kombast aus dem Vampirschwestern-Universum gibt?

Hans Küng (rechts) in Begeleigtung von Kofi Annan (Mitte), dem damaligen Generalsekretär der Vereinten Nationen. Annan hielt 2003 auf Einladung von Küng in Tübingen die Dritte Weltethosrede.
Bernd_Weißbrod/dpa6. Hans Küng
Gut, eigentlich ist Hans Küng gebürtiger Schweizer. Aber er hat sich dazu entschieden, den größten Teil seines Lebens in unserem schönen Tübingen zu verbringen. Verständlich, man werfe nur einen Blick auf unsere Neckarfront, die kann ja wohl mit dem Schweizer Bergpanorama mithalten! 1960 wurde Küng jedenfalls als ordentlicher Professor an die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Tübingen berufen und lebte dann hier bis zu seinem Tod 2021. Küng galt als einer der profiliertesten Kirchenkritiker und Reformer der neueren Zeitgeschichte.
In seinem 1970 erschienenen Buch „Existiert Gott?“ stellte er das Dogma infrage, dass der Papst in Glaubensfragen unfehlbar sei, weshalb ihm der Vatikan – nach heftigen Kontroversen – die kirchliche Lehrbefugnis entzog. In den 1960er Jahren war er einer der jüngsten und einflussreichsten offiziellen Berater bei der Modernisierung der katholischen Kirche und bekam 2005 sogar eine vierstündige Privataudienz bei Papst Benedikt XVI.
7. Erdal Yildiz
Für seine wohl bekannteste Rolle im deutschen Fernsehen lieferte sich Erdal Yildiz als skrupelloser Hamburger Clanchef und Drogenbaron über mehrere Tatort-Folgen und einen Kinofilm hinweg ein Duell mit Deutschlands Kino-Größe Til Schweiger. Oder besser gesagt mit dessen Rolle als Kommissar Nick Tschiller.
Außerdem gab Yildiz den Attila – Geldeintreiber und Kumpel von Lehrer-Neuling Elyas M’Barek – in Fack ju Göhte und spielte das Oberhaupt eines Berliner Clans in der Netflix-Krimiserie Crooks (Talk about Typecasting). Dabei könnte er sicher auch einen Schwaben mimen, schließlich ist er in Tübingen aufgewachsen. Im Alter von sieben Jahren kam er mit seiner Familie aus der Türkei nach Tübingen und wuchs hier auf, bevor er 1991 nach New York auf die Schauspielschule ging.
Honorable Mention: Ronny Berger
Dieses Mal ist unsere Honorable Mention kein großer Dichter und Denker aus einem vergangenen Jahrhundert, sondern ein großer Entertainer des aktuellen. Der Twitch-Streamer, YouTuber und Content-Creator Ronny Berger ist vor allem durch seine IRL‑(In Real Life)-Streams bekannt geworden, bei denen er seine Zuschauerinnen und Zuschauer live auf seine teilweise ganz schön abenteuerlichen Reisen mitnimmt. Berger ist zwar nicht in Tübingen geboren, aufgewachsen oder hat einen großen Teil seines Lebens hier verbracht, aber er hat einige Jahre hier gelebt und Theologie an der Uni Tübingen studiert.
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