Money, money, money
: Sieben Tipps, mit denen ihr in Tübingen so richtig sparen könnt

Sparen ist sexy, das weiß jeder Schwabe. Und mit unseren Tipps spart es sich in Tübingen noch ein Stückchen leichter.
Von
Julian Ettema,
Lotta Bürker
Tübingen
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Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) verteilt am Sonntag (10.06.2007) auf dem Stuttgarter Hauptbahnhof während der Feierlichkeiten zur Ankunft des TGV aus Paris Falschgeld an die anwesenden Schaulustigen. Die gefälschten 10 Euro-Scheine haben vorne den Aufdruck "Spiel-zeugeisenbahn-geld" und sind hinten mit einem Text gegen das milliardenschwere Bahnhofs-Projekt "Stuttgart 21" versehen. Foto: Marijan Murat dpa/lsw +++(c) dpa - Bildfunk+++

Wenn ihr unsere Tipps befolgt, dann könnt ihr bald genauso mit den Scheinchen wedeln wie Boris Palmer hier im Jahr 2007.

dpa
  • Spartipps für Tübingen: günstige Lebensmittel, gratis Angebote und Rabatte im Nahverkehr.
  • Vortagsbäcker in der Froschgasse verkauft überschüssige Ware billig – weniger Verschwendung.
  • Too Good To Go und Foodsharing: Überraschungstüten und kostenlose Fairteiler an über zehn Orten.
  • Kostenlose Alternativen zum Fitnessstudio: mehrere Calisthenics-Parks und eine Fitnessstation.
  • Samstags ist TüBus gratis – Deutschlandticket in Tübingen bezuschusst, Jugendticket noch günstiger.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ja, die Schwaben, die mögen das Sparen. So zumindest das Klischee. Wir haben einige Tipps für euch, mit denen ihr in Tübingen euren Geldbeutel schonen könnt. Insbesondere für all diejenigen, die Anfang des Monats zu oft in der „Man gönnt sich ja sonst nichts“-Stimmung waren.

1. Der Vortagsbäcker

Ob Sauerteig, Bauernbrot, oder Laugenweckle – Brot ist einfach deutsches Kulturgut. Glücklich ist, wer selbst backen kann. Doch der Rest von uns muss an die Bäckertheke, wenn die Lust nach süßem Teilchen, Schinkenseele und Co. zu groß wird. Aber was das Zeug kostet! 2,50 Euro für eine Quarktasche. 5 Euro für einen Laib Brot. Die Backwaren mögen ja schmecken, diese Preise aber absolut nicht.

Doch genug des Rants, hier der Tipp: Der Vortagsbäcker in der Froschgasse. Hier werden zu günstigen Preisen Backwaren angeboten, die ansonsten weggeworfen würden. Entweder weil sie – wie der Name vermuten lässt – vom Vortag sind, oder weil sie optische Mängel aufweisen. Man spart also nicht nur Geld, sondern tut auch noch was gegen Lebensmittelverschwendung. Franzbrötchen und ein gutes Gewissen für 1 Euro? Say no more.

2. Too Good To Go/Foodsharing

Wo wir gerade beim Thema Lebensmittelverschwendung sind: die „Too Good To Go“-App. Hier kauft man günstig überschüssige Lebensmittel in sogenannten „Überraschungstüten“ und holt sie beim jeweiligen Betrieb ab. Auch in Tübingen machen ein Haufen Cafés, Restaurants und Co. mit. Und noch ein kleiner Geheimtipp: Auch ein örtlicher Baumarkt ist dabei, bei dem ihr immer mal wieder günstig Pflanzen abstauben kann.

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Noch mehr Lebensmittel retten könnt ihr mit den Fairteilern von foodsharing Tübingen. In den Regalen könnt ihr kostenlos Nahrungsmittel abholen oder abgeben. Über zehn solcher Fairteiler gibt es in der Stadt aktuell, etwa im Rathaus, in der Eberhartskirche oder im Brechtbau.

3. „Skinny“ auch ohne „Gymi“

Habt ihr in den vergangenen Wochen auch wieder überraschend oft Shirin David aus viel zu laut eingestellten Kopfhörern gehört, die euch sagt, dass ihr „skinny“ werden und dafür ins „Gymi“ gehen sollt? Gegen ein bisschen körperliche Betätigung ist absolut nichts einzuwenden, doch mindestens 30 Euro Monatsbeitrag fürs „Gymi“ können auf Dauer ganz schön an den Ersparnissen zehren. Wie gut, dass es gerade in den Sommermonaten eine komplett kostenlose Alternative gibt.

Die Rede ist von Calisthenics-Parks, von denen es in Tübingen eine recht große Auswahl gibt:

  • in der Max-Eyth-Straße gegenüber der Hermann-Hepper-Halle
  • in der Ebertstraße beim Volkspark
  • weiteren bei der Waldhäuser Straße hinter der Geschwister-Scholl-Schule
  • Und wenn ihr noch eine kleine Jogging-Runde durch den Schönbuch mit ins Training mischen wollt, dann schaut bei der Fitnessstation Sand am Falkenweg vorbei.
Im Retour gibt es gebrauchte Möbel und andere Einrichtungsgegenstände. Der Träger, die Bruderhaus-Diakonie, will den Laden zum 30. September schließen.

Im Retour gibt es gebrauchte Möbel und andere Einrichtungsgegenstände. Aber ihr müsst schnell sein, denn der Träger, die Bruderhaus-Diakonie, will den Laden zum 30. September schließen.

Iris Simon

4. Auch ohne Westwing zur instagrammable Wohnung

Gerade in Sachen Einrichtung sind die Zu-verschenken-Ecken Gold wert. In den verschiedensten Tübinger Straßen stellen Menschen Dinge, die sie nicht mehr brauchen, auf die Straße. Die Autorin dieses Absatzes hat schon Blumentöpfe gefunden, einen Beistelltisch für den Balkon und erst vergangene Woche einen Hocker für Pflanzen so kostenlos erworben. Gut, das sind alles Dinge, von denen sie nicht wusste, dass sie sie braucht. Aber dennoch!

Und für Möbelstücke, die ihr aktiv sucht, gibt es noch eine weitere App: Kleinanzeigen. Da stehen Tübinger Einrichtungsmäusen alle Türen offen. Ansonsten verkauft das Retour von der Bruderhaus Diakonie im Loretto-Viertel auch gebrauchte Möbel, allerdings nur noch bis Ende September, der Laden für gebrauchte Haushaltswaren soll aber geöffnet bleiben.

5. Statt Netflix lieber Kino-Abo?

Wer ins Kino geht, wird inklusive Popcorn und Getränk schnell mal einen Zwanni los. Bei Sneak-Vorstellungen kostet die Kinokarte aber nur 6 Euro. Und ihr könnt euch obendrein überraschen lassen, welcher Film auf der Leinwand läuft. Classic Sneak in der Blauen Brücke ist  2. und 4. Donnerstag des Monats alte und neue Kinoklassiker zurück auf die Leinwand gebracht. Im Kino Arsenal ist jeden Montag Arsenal Sneak.

Ihr würdet am liebsten jede Woche ins Kino gehen? Studis, Azubis und FSJler aufgepasst: Statt Netflix könnt ihr in Tübingen auch ein Kino-Abo abschließen. Für 19,50 Euro im Monat könnt ihr dann so oft ins Kino, wie ihr wollt. Zusätzlich bekommt ihr zehn Prozent auf Snacks und Getränke.

6. Im Café lernen ohne Konsumzwang

Wer gerne in Cafés arbeitet, lernt oder liest, bestellt in der Regel mehr als ein Getränk. Sonst fühlt es sich ja irgendwie falsch an, den halben Tag einen Tisch zu blockieren, oder? Im Foodsharing-Café Mehrretich ist das schlechte Gewissen Vergangenheit. Denn: Hier gehört es zum Konzept, dass kein Konsumzwang herrscht. Außerdem gibt es gerettete Lebensmittel und bezahlt wird nach dem Pay-What-You-Want-Prinzip.

Von den 83 Bussen, die TüBus zu sich zählt, sind 27 Busse elektrobetrieben.

Samstags ist das Fahren mit dem Tübus kostenlos.

Stadtwerke Tübingen/Marquardt

7. Samstags mit dem Tübus durch die City cruisen

Ja, dass Busfahren in Tübingen samstags kostenlos ist, ist eigentlich ein alter Hut. Aber für alle, die kein Deutschlandticket haben, ist es dennoch ein super Spartipp, einfach alle Erledigungen auf den Samstag zu verschieben.

Wer ein Deutschlandticket hat, der sollte checken, ob er wirklich den richtigen Preis zahlt, oder ob es auch günstiger geht. (Side-Note: Wir trauern immer noch dem 9-Euro-Ticket hinterher.) Die Stadt Tübingen bezuschusst das Ticket: Wer in der Unistadt wohnt, zahlt nur 54 statt 63 Euro im Monat. Noch günstiger wird es für Schüler und Azubis. Für sie gibt es auf der Naldo-Seite das vergünstigte Deutschland-Jugend-BW-Ticket. Azubis zahlen dafür 45 Euro im Monat. Mit Wohnsitz in Tübingen sinkt der Preis sogar auf 36 Euro. Wenn das kein Schnapper ist!

Und für alle, die lieber nach der Girl-Math-Methode sparen, finden in diesem Artikel einen Trick, wie das auch in Tübingen geht.