Stars und Sternchen: 7 Promis, von deren Tübinger Vergangenheit ihr (wahrscheinlich) nicht wusstet

Boris Palmer ist der wohl bekannteste Oberbürgermeister Deutschlands – und bei weitem nicht der einzige Promi, den Tübingen hervorgebracht hat.
picture alliance/dpa; Bernd Weißbrod/dpa- Tübingen listet sieben Prominente mit regionaler Verbindung – plus zwei historische Figuren.
- Clemens Schick spielte in Andor, Tribute von Panem, Casino Royale; stammt aus Tübingen.
- Daniel Enzweiler war bei Schloss Einstein und GZSZ; geboren in Tübingen.
- Frau Gretel ist Influencerin aus Tübingen, lebt in Hamburg und zeigt sich „real“ auf Socials.
- Teddy Teclebrahn wuchs in Mössingen auf, wurde mit YouTube-Comedy bekannt und ist im TV aktiv.
- Thilo Kehrer begann bei TSG Tübingen, spielte u. a. für PSG und AS Monaco, ist Nationalspieler.
- Florian König, in Tübingen geboren, moderierte Formel 1 bei RTL und leitet den Doppelpass.
- Maren Kroymann wuchs in Tübingen auf, outete sich 1993 und hat eine ARD-Satireshow.
- Honorable Mention: Johannes Kepler studierte in Tübingen; Ottilie Wildermuth lebte dort.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Jede Stadt hat ihre Töchter und Söhne. Tübingen bildet da keine Ausnahme. Das hügelige Uni-Städtchen hat aber mehr prominente Namen hervorgebracht als nur Deutschlands wohl bekanntesten Oberbürgermeister. Ob Sport, Comedy, Fernsehen oder Film: Einige bekannte Persönlichkeiten sind in der Stadt oder der Region geboren, aufgewachsen oder haben hier einen Teil ihres Lebens verbracht.
Sieben von ihnen stellen wir vor – plus zwei historische Zugaben, deren große Zeit zwar schon etwas länger zurückliegt, deren Verbindung zur Region aber nicht weniger spannend ist.

Clemens Schick
Sebastian Christoph Gollnow/dpaClemens Schick
Den Anfang unserer Liste macht Schauspieler Clemens Schick. Dem aufmerksamen Leser von Filmcredits könnte dieser Name durchaus bekannt vorkommen, denn der gebürtige Tübinger hat schon in einigen großen Produktionen mitgespielt. Etwa bei der Star-Wars-Serie „Andor“, „Die Tribute von Panem – The Ballad Of Songbirds & Snakes“, oder in „James Bond 007 – Casino Royale“. Dort übernahm er die Rolle des Kratt, Handlanger des Filmbösewichts „Le Chiffre“, und spielte neben Hollywood-Größen Mads Mikkelsen und Daniel Craig.
Daniel Enzweiler
Unser nächster Promi wird bei vielen Ende-20-Jährigen wahrscheinlich für eine kleine Nostalgie-Klatsche sorgen. Zumindest wenn ihr „Schloss Einstein“ geschaut habt. Von Staffel drei bis Staffel zehn, also von 2001 bis 2007, spielte der in Tübingen geborene Daniel Enzweiler die Rolle des Sportlehrers Gregor Haller in der beliebten Kinderserie. Und für die Älteren unter euch: Von 1996 bis 1998 war Enzweiler auch bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ zu sehen.

Emily Gretel/ Frau Gretel
Murat AslanFrau Gretel
Über eine Million Follower auf TikTok und dann noch mal knapp eine halbe Million auf Insta. Die Rede ist von Frau Gretel (bürgerlich übrigens Emily Gretel). Mittlerweile wohnt die Tiktokerin, Podcasterin und Moderatorin in Hamburg. Geboren (in der alten Frauenklinik), aufgewachsen und zur Schule gegangen ist sie aber in Tübingen. Und wenn sie den Matheunterricht geschwänzt hat, dann war sie beim Primer Kaffee trinken. Auf den Socials zeigt sie sich „real“ abseits der Clean-Girl-Aesthetic. Wir haben sogar schon einmal mit ihr ein Interview geführt und die Frage gestellt: „Ist dir eigentlich gar nichts peinlich, Frau Gretel?“ Schließlich putzt sie sich in ihren Videos auch mal im Taxi die Zähne.
Teddy Teclebrahn
Streng genommen ist Tedros „Teddy“ Teclebrahn in Mössingen aufgewachsen, aber das ist ja immer noch im Landkreis Tübingen. Als er sieben Monate alt war, floh seine Mutter mit ihm und seinen Geschwistern aus Eritrea wegen des dortigen Unabhängigkeitskrieges nach Deutschland. Nach seinem Zivildienst studierte er später Schauspiel in Stuttgart. Seine Comedy-Videos auf YouTube wie „Umfrage zum Integrationstest (was nicht gesendet wurde)“ wurden schnell Kult. 15 Jahre später hat das Video über 47 Millionen Aufrufe. Mittlerweile ist der Comedian (und sein Alter Ego Antoine) auch im Fernsehen zu sehen, unter anderem als Gast bei der Quizsendung „Wer stiehlt mir die Show?“ oder bei der Prime-Serie „LOL – Last One Laughing“.

Thilo Kehrer im September 2024 nach einem Sieg in der Champions League gegen den FC Barcelona.
Laurent Cipriani/AP/dpaThilo Kehrer
Der 1996 in Tübingen geborene und in Pfäffingen aufgewachsene Verteidiger begann bei der TSG Tübingen mit dem Fußballspielen, ehe ihn sein Weg über den SSV Reutlingen und den VfB Stuttgart in die Nachwuchsakademie des FC Schalke 04 führte. Dort schaffte Kehrer den Sprung in die Bundesliga. 2018 wechselte er zu Paris Saint-Germain. Mit dem französischen Topklub wurde er dreimal Meister und stand 2020 im Champions-League-Finale. Für die deutsche Nationalmannschaft absolvierte Kehrer bislang 28 Länderspiele und gehörte zum Kader bei der Weltmeisterschaft 2022. 2017 wurde er mit der deutschen U21 Europameister. Seit 2024 spielt Kehrer für die AS Monaco. Im Oktober 2025 hielt er sich für kurze Zeit beim SV Unterjesingen fit.

Florian König (links) nach einem Europa-League-Spiel des SC Freiburg mit SCF-Coach Julian Schuster, dem ehemaligen Bundestrainer Joachim Löw sowie Rekordnationalspieler Lothar Matthäus.
Philipp von Ditfurth/dpaFlorian König
Auch einer der bekanntesten deutschen Sportmoderatoren wurde in Tübingen geboren: Florian König kam 1967 hier zur Welt und fing beim SV 03 Tübingen mit dem Fußballspielen an. Seine berufliche Laufbahn begann er beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart. 1994 wechselte er zu RTL, wo er vor allem als langjähriger Moderator der Formel 1 an der Seite des dreimaligen Weltmeisters Niki Lauda bekannt wurde. Seit 2021 moderiert er den kultigen Fußball-Talk „Doppelpass“ auf Sport1. Tübingen ist er bis heute verbunden: Seit 2010 ist er Schirmherr des Ronald McDonald Hauses in der Elfriede-Aulhorn-Straße.

Maren Kroymann
Felix Hörhager/dpaMaren Kroymann
Mit ihren vier älteren Brüdern und den Eltern (beide Altphilologen) ist Maren Kroymann in Tübingen groß geworden. Dort hat sie im „Chörle“ gesungen und tanzte Ballett, bevor es dann fürs Studium nach Amerika und Berlin ging. Kroymann war eine der ersten erfolgreichen Frauen im deutschen Kabarett. Gilt quasi als Pionierin der Szene. 1993 folgte dann ihr öffentliches Outing, in einer Zeit, in der es nur wenig queere Personen in der Öffentlichkeit gab. Auch heute hat die inzwischen 77-Jährige noch ihre eigene Satire-Show in der ARD. Und vor knapp einem Jahr war sie in ihrer alten Heimat zu Besuch und hat sich im Neuen Kunstmuseum interviewen lassen. Wir waren natürlich vor Ort. Hier findet ihr den Bericht.
Honorable Mention
Der erste unserer Honorable Mentions ist kein Geringerer als Johannes Kepler. Ihr wisst schon, der Astronom und Mathematiker, der bewiesen hat, dass die Planeten auf Ellipsen um die Sonne kreisen und damit für immer das Weltbild und das Verständnis des Sonnensystems der Menschen verändert hat. Zugegebenermaßen wurde er 1571 nicht im Landkreis Tübingen, sondern im Nachbarlandkreis Böblingen geboren, aber das ist ja quasi um die Ecke. Außerdem hat er in Tübingen studiert, also kann die Stadt zumindest teilweise seine Berühmtheit auch für sich beanspruchen.
Den Abschluss macht Ottilie Wildermuth. Bevor ihr fragt: Ja, das Wildermuth-Gymnasium in Tübingen ist nach ihr benannt. Sie wurde 1817 als Ottilie Rooschütz in Rottenburg am Neckar geboren und verbrachte den Großteil ihres Erwachsenenlebens in Tübingen. Neben der Namensgeberin einer Schule war Ottilie Wildermuth auch eine der bekanntesten und meistgelesenen deutschen Schriftstellerinnen und Jugendbuchautorinnen des 19. Jahrhunderts. Und hier noch ein Fun-Fact: Das Ehepaar Uhland (wie in Uhland-Gymnasium) und das Ehepaar Wildermuth waren zu Lebzeiten gut befreundet.
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