Achtung Satire!
: Wie die neuen Euroscheine aussehen könnten – in der Tübingen-Edition

Auf der Website der Europäischen Zentralbank kann über das neue Schein-Design abgestimmt werden. Wir haben uns überlegt, welche Tübinger Ereignisse wir auf die Noten gepackt hätten – ein Vogel ist auch dabei.
Von
Julian Ettema,
Lotta Bürker,
Constantin Zeyer
Tübingen
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So könnten die neuen Euroscheine aussehen, wenn Tübingen das Thema wäre (mit KI generiert)

So könnten die neuen Euroscheine aussehen, wenn Tübingen das Thema wäre. (mit KI generiert)

ChatGPT
  • Satirische Tübingen-Edition: KI-Designs für neue Euroscheine als lokale Motive.
  • Fünfer zeigt das „lebendige Windrad“ mit 1230 Menschen – Rekord kurz darauf verloren.
  • Zehner greift DTK symbolisch auf: seine Brustbehaarung statt Porträt wegen Bildrecht.
  • Zwanziger steht für Lebertran als Strafe beim Stocherkahnrennen, Verlust schmerzt ähnlich.
  • Hunderter mit Nilgans wegen lokaler Debatte, Zweihunderter mit Platanen und Platanenhusten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Alles Vogel, oder was? Das könnte man denken, wenn man die Designvorschläge der Europäischen Zentralbank (EZB) für die neuen Euronoten anschaut. Die Hälfte davon schmücken Vögel. Wir haben überlegt, was wir auf die Scheine packen würden, wenn sie Tübingen als Oberthema hätten. Aber: abseits von den üblichen Verdächtigen wie Hölderlinturm, Stocherkahn und Rathaus. Hier unsere nicht ganz so ernste Auswahl.

Achtung: Für die Darstellung unserer Ideen haben wir künstliche Intelligenz (KI) genutzt. Mithilfe von ChatGPT haben wir die Designs auf den Scheinen erstellen lassen.

Der Tübinger Fünf-Euro-Schein mit dem menschlichen Windrad. (mit KI generiert)

Der Tübinger Fünf-Euro-Schein mit dem lebendigen Windrad. (mit KI generiert)

ChatGPT

Der Fünfer: Das lebendige Windrad

Ein Weltrekord gehört auf einen Geldschein – zumindest, wenn er so ungewöhnlich ist wie das Tübinger lebendige Windrad. Im Mai 2026 stellten sich 1230 Menschen auf dem Festplatz zu einem riesigen Windrad auf und machten Tübingen damit für kurze Zeit zum Weltrekordhalter.

Dass Tübingen den Rekord noch Ende Mai an die nordrhein-westfälische Großstadt Hamm verloren hat, macht das Motiv noch passender. Der Fünfer ist schließlich der Geldschein, der am schnellsten den Besitzer wechselt. Und immerhin: Auf einem Euroschein wäre das Tübinger Windrad wohl deutlich langlebiger.

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Der Tübinger 10-Euro-Schein mit DTK’s Brustbehaarung. (mit KI generiert)

Der Tübinger Zehn-Euro-Schein mit DTK’s Brustbehaarung. (mit KI generiert)

ChatGPT

Der Zehner: Das DTK-Brusttoupet

Er ist einer der Tübinger Promis, hat inzwischen sogar einen eigenen Film, und schafft es auch im Jahr 2026 noch, dass hunderte Menschen ihre Hippie-Aufmachung für seine Konzerte aus dem hintersten Winkel des Kleiderschranks kramen. Die Rede ist natürlich von Dieter Thomas Kuhn, kurz DTK.

Vorausgesetzt, er verliert nicht gegen den Eisvogel, könnte Ludwig van Beethoven künftig den 10-Euro-Schein schmücken. Nur fair also, dass Tübingen seine eigene Musiklegende abdruckt. Wäre da nicht das kleine Problem mit dem Recht am eigenen Bild. Beethoven wird sich wohl kaum beschweren, wenn sein Gesicht in Millionen von Geldbeuteln steckt. Bei DTK könnte das allerdings anders aussehen. Darum der Vorschlag zur Güte: Er wird symbolisch dargestellt. Und womit würde das besser gehen als mit seiner ikonischen Brustbehaarung?

Der Tübinger Zwanzig-Euro-Schein mit Lebertran. (mit KI generiert)

Der Tübinger Zwanzig-Euro-Schein mit Lebertran. (mit KI generiert)

ChatGPT

Der Zwanni: Der Lebertran

Lebertran sollte den 20-Euro-Schein zieren. Denn: Auch wenn ein verlorener Zwanziger die meisten Tübingerinnen und Tübinger nicht in Existenznöte bringt, dürfte sich kaum jemand darüber freuen. Ganz ähnlich ist es beim Stocherkahnrennen: Wer dort verliert, muss bei der Siegerehrung traditionell einen halben Liter Lebertran trinken. Auch das ist kein Weltuntergang – angenehm allerdings ebenso wenig.

Der Tübinger Fünfzig-Euro-Schein mit dem wiedergefundenen Ehering. (mit KI generiert)

Der Tübinger Fünfzig-Euro-Schein mit dem wiedergefundenen Ehering. (mit KI generiert)

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Der Fuffi: Der wiedergefundene Ehering

Auch ein schönes Motiv, wenn man kein Vogel-Fan ist: europäische Mythen und Sagen. Eine Darstellung des Nibelungenlieds etwa würde sich doch super auf einem Schein machen. Und wie es der Zufall so will, hat Tübingen seine ganz eigene Version der Bergung des Nibelungengolds aus dem Rhein.

Nach fast zwei Monaten aufwendiger Suche – ziemlich genau 50 Tage, darum auch auf den Fuffi – konnte der Tübinger Jonas Hörrmann seinen Ehering aus den Fluten des Neckars bergen, nachdem er ihn beim diesjährigen Stocherkahnrennen verloren hatte. Eine Geschichte, die er wohl noch seinen Enkeln erzählen wird. Und die es wert ist, auf einem Schein verewigt zu werden.

Der Tübinger Einhundert-Euro-Schein mit der Nilgans. (mit KI generiert)

Der Tübinger Einhundert-Euro-Schein mit der Nilgans. (mit KI generiert)

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Der Hunni: Die Nilgans

Wir haben es eingangs schon erwähnt: Vögel scheinen jetzt trendy zu sein. Und da gibt es einen Vogel in Tübingen, der sich dieses Jahr hier einen Namen gemacht hat – die Nilgans. Wir finden: Sie hätte es deshalb verdient, auf einem der Scheine Platz zu finden. Alles begann damit, dass der Tübinger Bürgermeister Boris Palmer den Abschuss der Tiere forderte und eine riesige Diskussion entfachte.

Warum ausgerechnet auf den grünen Hunderter? Gans einfach: Ihr Ego passt nicht auf einen kleineren Schein, so selbstverständlich sie sich überall (insbesondere am Anlagensee) breitmacht.

Der Tübinger Zweihundert-Euro-Schein mit Plantanenhusten. (mit KI generiert)

Der Tübinger Zweihundert-Euro-Schein mit Plantanenhusten. (mit KI generiert)

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Der Zweihunderter: Der Platanenhusten

Einer unserer Autorinnen fiel im vergangenen Jahr ein kollektives Husten und Niesen unter den Zuschauern des Stocherkahnrennens auf der Neckarinsel auf, und sie recherchierte danach. Heraus kam, dass es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um Platanenhusten handelte. Anders als bei Heuschnupfen, bei dem es sich um eine allergische Reaktion auf bestimmte Pollen handelt, ist hier eine Reizung der Atemwege die Ursache. Er tritt also nicht zwingend in deren Blütezeit auf. Ausgelöst wird er durch das Ausstauben der Bäume.

Auf die 200er-Note passen die Platanen ganz wunderbar, denn ungefähr so alt sind die Bäume auf der Neckarinsel. Anders als immer von den Stadtführern erzählt, wurden sie nicht um 1819 vom letzten städtischen Scharfrichter Georg Friedrich Belthle gepflanzt. Eine Untersuchung der Uni Hohenheim schätzte nämlich das Keimjahr der Bäume auf die Zeit zwischen 1822 und 1824.