Sport ist Mord?: 10 Unisport-Angebote, von denen du vermutlich noch nie was gehört hast

Fitness, Fußball und Yoga? Langweilig! Beim Hochschulsport könnt ihr Sportarten ausprobieren, von denen ihr noch nie was gehört habt.
-/Google/dpa-tmn/dpa, Tom Weller/dpa, Clara Margais/dpa- Uni Tübingen öffnet die Anmeldung für Hochschulsport am 13. Oktober um 17 Uhr.
- Beliebte Kurse sind schnell voll – auch Externe können teilnehmen, zahlen jedoch mehr.
- Ungewöhnliche Angebote reichen von Canne de Combat und Quadball bis Ninjutsu und Jugger.
- Weitere Kurse: Vertikaltuch, Apnoe, Scottish Dancing, Eskimorolle und Capoeira.
- Einzelne Kurse mit Zeiten und Preisen genannt, viele finden in der Wilhelmstraße 124 statt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wer schon einmal versucht hat, sich beim Hochschulsport der Uni Tübingen anzumelden, der weiß: Die Plätze für einige Angebote sind heiß begehrt. Deshalb lohnt es sich schon mal, einen Wecker auf Dienstag, 13. Oktober, um 17 Uhr zu stellen. Trotzdem kann es sein, dass man oder frau nicht schnell genug war. Was also tun, wenn es mit der Anmeldung für Fußball, Yoga oder Klettern nicht geklappt hat? Ganz einfach, etwas völlig Neues ausprobieren.
Übrigens: Nicht nur Studis können sich beim Hochschulsport anmelden, auch Externe dürfen mitmachen, zahlen aber mehr.
1. Canne de Combat
Alle, die ihren inneren 19.‑Jahrhundert-Gentleman (oder Gentlewoman) channeln wollen, sollten mal einen Blick auf Canne de Combat werfen – Fechten mit dem Gehstock. Statt mit Degen und Säbel wird sich hier mit einem etwa 90 Zentimeter langen, daumendicken Stück Holz duelliert. Im Prinzip besteht Canne de Combat nur aus sechs verschiedenen Schlägen, aber um die halbwegs zu meistern und im Kampf anwenden zu können, müsst ihr locker ein Semester lang üben. Denn die Techniken sind ganz schön tricky. Woher wir das wissen? Wir habens schon mal ausprobiert.
- Freitags 20 bis 22 Uhr in der Turnhalle Wilhelmstraße 124. Studierende kostet der Kurs 42 Euro, Externe 98 Euro.

Benedikt Duckworth-Mothes demonstriert im Kampf, wie es richtig geht. Beim Canne de Combat steht nicht Kraft im Vordergrund, sondern Dynamik.
Julian Ettema2. Quadball
Harry-Potter-Fans aufgepasst: Quadball ist quasi Quidditch im echten Leben! Wie in der Zauberwelt haben die Spielerinnen und Spieler einen Besen zwischen den Beinen. Gut, durch die Lüfte fliegen wie Harry, Draco und Co. können sie damit natürlich nicht – aber ansonsten ist das Spiel ganz ähnlich aufgebaut. Es gibt Chaser, Beater, Seeker und Keeper. Während die einen versuchen, Bälle durch die Torringe zu werfen, werfen die anderen ihre Gegner ab. Gleichzeitig versucht der oder die Seeker, die Flagge („Snitch“) zu fangen. Gar nicht so nischig: Deutschlandweit gibt es über 50 Teams, eigene Ligen sowie nationale und internationale Meisterschaften!
3. Ba Bu Jin Gang Chang Shou Gong
Ok, der Name hört sich schon mal denkbar kompliziert an. Es handelt sich um eine daoistische Übungspraxis mit Fokus auf bestimmte Körperbewegungen. Im Workshop lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die grundlegenden Bewegungsabläufe des Ba Bu Jin Gang Chang Shou Gong, die den sogenannten Qi-Fluss im ganzen Körper anregen sollen. Das Zusammenspiel von Bewegung und Ruhe nach dem Yin-und-Yang-Prinzip soll die eigene Körperwahrnehmung stärken.
- Samstags und sonntags jeweils von 10.15 bis 12.15 Uhr in der Turnhalle Wilhelmstraße 124. Studierende kostet der Kurs 20 Euro, Externe 40 Euro.
4. Vertikaltuch-Workshop
Kennt ihr diese beeindruckenden Videos von Cirque du Soleil, bei denen hoch oben eine Artistin an zwei langen Stoffbahnen hängt und Figuren und Saltos raushaut? Das ist die luftartistische Disziplin des Vertikaltuchs. Aber keine Sorge, ihr hängt nicht in 10 Metern Höhe unter einer Zirkuskuppel, sondern ein paar Zentimeter über einer Weichbodenmatte. Das Ganze ist zwar ziemlich anstrengend, aber auch totale Anfänger bekommen mit ein wenig Übung ein paar ansehnliche Figuren hin.
- Samstags und sonntags jeweils von 12 bis 14.30 Uhr in der Turnhalle Wilhelmstraße 124. Studierende kostet der Kurs 90 Euro, Externe 120 Euro.

Das Ganze ist sogar noch schwieriger, als es aussieht. Unter der Anleitung und dem wachsamen Blick von Ella Hafner aus der "On Air"-Gruppe der Tübinger Luftartistik hat sich unser Autor Julian Ettema mal an einigen Figuren ausprobiert.
Iris Simon5. Apnoe
Wer im Urlaub gerne Meerjungfrau spielt (wir waren doch alle mal H2O‑Ultras), kann hier seine Atemtechnik üben. Beim Apnoe atmet der Taucher oder die Taucherin vor dem Abtauchen ein und benutzt für den gesamten Tauchvorgang nur diesen einen Atemzug. Der Zeitraum des Luftanhaltens wird dann als Apnoe bezeichnet. Achtung: Der Kurs scheint nichts für Anfänger zu sein, man sollte mindestens 40 Meter Streckentauchen schaffen können.
- Freitags von 20 bis 21.30 Uhr in der Schwimmhalle Wilhelmstraße 124. Studierende kostet der Kurs 33 Euro, Externe 66 Euro.
6. Ninjutsu
Für diejenigen, die in ihrer Kindheit – oder auch heute noch, we don’t judge – zu viel Naruto geschaut haben, könnte der Ninjutsu-Kurs interessant sein. Dabei gibt’s Einblicke in die Selbstverteidigungstechniken der japanischen Samurai und Ninjas. Und man lernt, mit einem Samurai-Schwert und anderen Ninja-Waffen zu kämpfen. Auch die geistige Philosophie der Ninja ist Thema. Schattendoppelgänger und Rasengan habt ihr danach zwar wahrscheinlich nicht drauf, aber Spaß macht’s sicher trotzdem.
- Dienstag von 18 bis 20 Uhr und Donnerstag von 17.30 bis 19.30 Uhr im Ki‑Dojo (Lorettoplatz 2). Für den Kurs wird ein monatlicher Beitrag in Höhe von 40 Euro fällig.
7. Jugger
Okay, um diesen Mannschaftssport zu verstehen, schaut man sich am besten ein Video an. Wir versuchen es trotzdem kurz: Beim Jugger spielen fünf gegen fünf. Ziel ist es, den Ball – hier „Jugg“ – so oft wie möglich im Tor, dem „Mal“, zu platzieren. Der Clou: Nur eine Person pro Team darf den Jugg berühren und damit punkten. Die restlichen vier sind mit sogenannten „Pompfen“ ausgestattet, die ein bisschen an Poolnudeln erinnern. Damit können sie ihre Gegnerinnen und Gegner durch Antippen für kurze Zeit aus dem Spiel nehmen und so den Weg zum Tor freimachen.
- Montags von 18 bis 20 Uhr auf dem Hartplatz 8. Studis zahlen 30 Euro, Externe 70 Euro.
8. Scottish Dancing
Ob dabei wohl auch Kilts getragen werden? Bei der Scottish-Ceilidh- und Country-Dancing-Gruppe dreht sich alles um schwungvolle schottische Musik und traditionelle Set- und Paartänze. Zum Semesterbeginn geht’s erst mal gemütlich los: mit einfachen Tänzen und den wichtigsten Grundschritten. Vorkenntnisse sind also nicht nötig!
- Der Kurs findet dienstags um 20 Uhr im Seminargebäude des Ambrosianums in der Brunsstraße 19 statt.
9. Eskimotieren
Nein, hier lernt ihr nicht, wie ihr in der Kälte überlebt. Eskimotieren ist die Kunst, sich nach dem „Umfallen“ im Kajak wieder aufzurichten. Im Kurs wird die Technik der Eskimorolle Schritt für Schritt vermittelt. Also Augen und Nase zu und durch!
- Dienstags 18.30 bis 20 Uhr in der Schwimmhalle (Wilhelmstraße 124). Studierende kostet der Kurs 52,50 Euro, Externe 94,50 Euro.

Eskimotieren ist die Kunst, sich nach dem „Umfallen“ im Kajak wieder aufzurichten.
IMAGO/Klaus Rainer Krieger
10. Capoeira
Wer die Enttarnung der ehemaligen RAF-Terroristin Daniela Klette verfolgt hat, weiß vermutlich schon, was Capoeira ist. Für alle anderen: Capoeira ist eine afrobrasilianische Kampf- und Bewegungskunst, die während der Kolonialzeit in Brasilien entstand. Sie verbindet Tanz, Akrobatik und Kampf. Gespielt wird in einem Kreis, der sogenannten Roda, meist unter Anleitung eines Mestre (Capoeira-Meisters) und begleitet von Livemusik der Bateria.
- Montags von 19 bis 21 Uhr in der Hepperhalle. Studierende zahlen 60 Euro, Externe 108 Euro.
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