Spendenaktion in Tübingen und der Region: Achtmal Gutes tun

Weihnachtsspendenaktion Schwäbisches Tagblatt
Sepp Buchegger- Die TAGBLATT-Weihnachtsspendenaktion startet traditionell vor dem 1. Advent und dauert acht Wochen.
- Acht Projekte in Tübingen und Umgebung werden unterstützt – sie benötigen 20.000 bis 30.000 Euro.
- Projekte umfassen u. a. Hilfen für Kinder, Integration Geflüchteter und Unterstützung für Vereine.
- Spenden können gezielt an ein Projekt oder an alle verteilt werden.
- In den Vorjahren ermöglichten Spenden z. B. den Bau eines Hospizes und die Arbeit der Vesperkirche.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Sie hören es vielleicht nicht, aber ich jubel, ich tanze, ich weine gleich, das ist wahnsinnig toll“, sagt Debby Böhm am Telefon, als sie erfährt, dass ihr Projekt Teil der diesjährigen TAGBLATT-Weihnachtsspendenaktion wird. „Endlich mal eine gute Nachricht“, sagt die Ehrenamtskoordinatorin des Diakonischen Werks noch. Kurz vorher nämlich konnte sie den Mitarbeitern in der Erstaufnahmestelle noch nicht sagen, ob ihre Arbeit dort überhaupt weitergehen kann.
So geht es gerade in Tübingen vielen Projekten, Initiativen, Vereinen. Es fehlt am Geld. Um andere zu unterstützen. Um dort tätig zu werden, wo Not ist. Letztlich, um eine Stadtgesellschaft in all ihren Facetten am Laufen zu halten. Denn es sind oft auch die kleinen Projekte, die Großes bewirken können. Eine Schulbegleitung für psychisch belastete Kinder. Ein paar Tischtennisplatten, die es Menschen mit Parkinson ermöglichen, besser mit ihrer Krankheit umzugehen. Ein sicherer Ort und ein dichtes Dach für die Tiere, die keiner mehr haben wollte. Eine Tagesstruktur für Menschen, die in der Gesellschaft ihren Platz nicht finden konnten. Alle reden von Integration, die rudimentären Hilfen für die teils schwer traumatisierten Menschen, die aus ihren Ländern flüchten mussten, werden aber zu wenig finanziert.
Acht Wochen für acht Projekte
Die Liste der Projekte, die Unterstützung brauchen, ist lang. Deshalb ist die Weihnachtsspendenaktion des TAGBLATTs in diesem Jahr anders. Gleich acht Projekte sollen unterstützt werden. So viele wie nie. Es sind acht Projekte, die teils um ihr Fortbestehen kämpfen, die nur gut weitermachen können, wenn sie gefördert werden. Die zahlreiche Anträge bei anderen Förderern gestellt haben und immer die gleichen Begründungen bei der Absage zu hören bekamen: Der Bedarf ist so groß, es gibt eine Schwemme an Anträgen. Man kann nicht alle unterstützen.
Vielleicht ist das bei unserer Weihnachtsspendenaktion in diesem Jahr aber doch möglich. Freilich nicht alle. Aber immerhin diejenigen, die es besonders nötig haben. Anders als in den Vorjahren der Spendenaktion ist nämlich auch, dass der Finanzbedarf überschaubar ist. Es geht diesmal nicht um die ganz großen sechs- oder siebenstelligen Summen. Den meisten der acht Projekte reichen 20 bis 30.000 Euro aus, um ihre Arbeit weiterführen zu können. Und von fast allen hieß es dankbar am Telefon, als sie erfahren haben, dass sie Teil der Spendenaktion sind: Hauptsache überhaupt eine Förderung.
Acht Wochen dauert die TAGBLATT-Weihnachtsspendenaktion. Anders als andere Spendenaktionen läuft sie traditionell noch den ganzen Januar. Manchmal sogar bis in den Februar hinein, weil immer noch Spenden eingehen. In diesen acht Wochen werden wir pro Woche je ein Projekt intensiver vorstellen. Spenden kann man, wie immer, entweder für ein einzelnes Projekt oder auch für alle. Denn die Spenden, die keinem Projekt zugewiesen werden, werden am Ende der Aktion durch die Anzahl der Projekte geteilt.
So kamen in den vergangenen Jahren unglaubliche Summen zusammen. Durch die Spendenbereitschaft der Menschen in der Region konnte vor Jahrzehnten die Vesperkirche starten, konnten Hilfseinrichtungen weiterarbeiten, ausgebaut werden, konnte nach langer Planungsarbeit in Tübingen endlich ein Hospiz gebaut werden.
Es sind nicht allein die großen Spendenbeträge, die die Tübinger Spendenaktion so erfolgreich machen. Viele Tübinger, Rottenburger, Mössinger, so viele Menschen aus dem Landkreis spenden teils nur kleine Summen, weil sie das Geld eigentlich selbst nicht haben, aber trotzdem helfen wollen. Und diese kleinen Beträge, zusammen mit den Großspenden, konnten in der Region schon so viel bewirken.
Machen wir das auch in diesem Jahr wieder! Ermöglichen wir es acht wirklich sinnvollen Projekten, ihre Arbeit weiterführen zu können.
Alles zur Weihnachtsspendenaktion 2025/26
Das waren die Artikel zu den acht Projekten, für die das SCHWÄBISCHE TAGBLATT zwei Monate lang Spenden gesammelt hat.
- Spendenaktion in Tübingen und der Region: Achtmal Gutes tun
- Weihnachtsspendenaktion: Wir können so vielen helfen!
- Rollstuhlsport – „Kinder haben noch keine Bilder im Kopf“
- Die Eselsbrücke gibt psychisch kranken Kindern eine Stimme
- Erstaufnahmestelle: Das Leben in der Warteschleife erträglicher machen
- Der Tübinger Vesperkirche geht das Geld aus
- WP Wohnprojekt: „Das darf einfach nicht aufhören“
- Pfunzkerle: Kein gesetzlicher Anspruch auf Beratung für männliche Gewaltopfer
- Pfunzkerle: Was bedeutet vielfältiges Mannsein, Herr Krohe-Amann?
- „Man läuft bei Parkinson Gefahr, sich einzuschließen“
- Die ganze Familie im Rollstuhl unterwegs
- „Wie gut die Kinder mit Tieren umgehen“ – ein Morgen auf dem Lebenshof
- Tischtennis gegen Parkinson: Nach der Diagnose war die Welt zunächst eine andere
- Vesperkirche: Eine Gemeinschaft, die wachsen soll
