• Trump erklärte sich zum Sieger, spricht vom Betrug durch die Demokraten und will die weitere Auszählung der Stimmen gerichtlich stoppen lassen
  • Trump twitterte nach der Wahl, die Demokraten wollten ihm den Wahlsieg „stehlen“
  • Am Samstagabend (MEZ) berichteten US-Medien, dass Joe Biden das Rennen gewonnen habe. Er wird damit der 46. Präsident der USA.
  • Die aktuellen Prognosen und Ergebnisse aus den USA in unserem Liveticker
Am Dienstag, 3.11.2020 (US-Zeit), haben die Bürgerinnen und Bürger der USA ihren nächsten Präsidenten gewählt. Der Herausforderer und Demokrat Joe Biden wird übernimmt den Chefsessel von Donald Trump. Doch der noch amtierende Präsident will seine Wahlniederlage nicht eingestehen. Auf die USA könnten schwierige Wochen und Monate zukommen. Alle News und Entwicklungen zur US-Wahl im Liveticker:

Wirbel um estnische Minister wegen Zweifel an US-Wahlergebnis

9. November 2020, 07:55 Uhr: In Estland haben Innenminister Mart Helme und Finanzminister Martin Helme mit Zweifeln an der Rechtmäßigkeit der US-Präsidentschaftswahl für Wirbel gesorgt. Präsidentin Kersti Kaljulaid verurteilte die Äußerungen der beiden Politiker der rechtspopulistischen Partei EKRE am Sonntag in Tallinn als „Angriff auf die estnische Demokratie und Sicherheit“.
Die Staatschefin des baltischen EU- und Nato-Landes kündigte an, den nationalen Sicherheitsrat einzuberufen, um das Thema zu erörtern. „Menschlich bin ich jedoch traurig und beschämt“, teilte Kaljulaid mit.
Die beiden Regierungsmitglieder hatten in ihrer Radiosendung zuvor die Legitimität der Abstimmung in den USA angezweifelt. „Meiner Meinung nach steht außer Frage, dass diese Wahlen manipuliert wurden“, sagte Finanzminister und EKRE-Chef Martin Helme. Sein Vater und Innenminister Mart Helme sagte, dass Joe Biden vom „deep state“ zum Präsidenten gewählt wurde - einem angeblichen geheimen Netzwerk etwa von Bürokraten, Geheimdienstmitarbeitern und Militärs. Er bezeichnete Biden und dessen Sohn Hunter als „korrupte Charakter“.
Regierungschef Jüri Ratas distanzierte sich von den Aussagen seiner Koalitionspartner: „Die Bemerkungen von Mart und Martin Helme zur Bewertung der US-Wahlen sind nicht ernst zu nehmen und sogar absurd“, schrieb er auf Facebook. Die Opposition kündigte ein Misstrauensvotum gegen Helme senior an.

Trump-Wahlkampfteam sammelt nach Niederlage weiter Spenden

8. November 2020, 16:25 Uhr: Trotz der Wahlniederlage von US-Präsident Donald Trump ruft das Wahlkampfteam des Republikaners Anhänger weiter zu Spenden für Prozesse gegen die Ergebnisse auf. Aus dem Kleingedruckten der Spendenaufrufe geht allerdings hervor, dass mit den Geldern auch Wahlkampfschulden abbezahlt werden sollen. In einer E-Mail des Wahlkampfteams vom Samstagnachmittag hieß es: „Der eklatante Wahlbetrug in korrupten, von Demokraten regierten Städten ist beispiellos. Die Linke hat bewiesen, dass es nichts gibt, was sie nicht tun würde, um dem amerikanischen Volk die Macht zu entreißen.“
Beim Klick auf einen Link in der im Namen von Trump verschickten Mail wird der Nutzer auf eine Internetseite geleitet, auf der es heißt, Trump stelle eine „Task Force“ zur Verteidigung der Wahl zusammen. Auf der Seite werden Spenden zwischen 5 Dollar (4,21 Euro) und 2800 Dollar vorgeschlagen, oder aber ein frei wählbarer Betrag. Wer nach unten scrollt, findet im Kleingedruckten die Information, dass 60 Prozent der Beiträge auf ein Konto fließen, mit dem Wahlkampfschulden abbezahlt werden. Trump hat bei der Wahl Betrug bemängelt, wofür es bislang keine Belege gibt. Er hat angekündigt, juristisch gegen Bidens Wahlsieg vorzugehen.

Gartenbedarf statt Luxushotel: Trump-Tweet sorgt für viel Spott

8. November 2020, 08:29 Uhr: Landschaftsgärtnerei statt Luxushotel: US-Präsident Donald Trump hat mit der Verwechslung eines Veranstaltungsortes für eine Pressekonferenz für Spott und Gelächter gesorgt. Trump kündigte am Samstag (Ortszeit) auf Twitter eine große Pressekonferenz seines Anwalts Rudy Giuliani im „Four Seasons“ in Philadelphia (Pennsylvania) an, löschte den Tweet aber später und schrieb stattdessen: „Große Pressekonferenz heute in der Four Seasons Landschaftsgärtnerei - 11.30 Uhr“, wie die „Washington Post“ berichtete.
Eine Reaktion des Luxushotels „Four Seasons“ verstärkte die Peinlichkeit: „Um es klarzustellen, Präsident Trumps Pressekonferenz wird NICHT im Four Seasons Hotel in Philadelphia stattfinden. Sie wird in der Four Seasons Landschaftsgärtnerei abgehalten - keine Verbindung zum Hotel.“
Der Veranstaltungsort in einem Industriegebiet im Nordosten von Philadelphia machte die Sache dann noch schlimmer. „Ich könnte Witze für 800 Jahre schreiben und an nichts Lustigeres denken, als dass Trump das Four Seasons für seine Pressekonferenz gebucht hat und sich dann herausstellt, dass sie auf einem Parkplatz der Four Seasons Landschaftsgärtnerei zwischen einem Dildo-Shop und einem Krematorium stattfindet“, schrieb ein Nutzer auf Twitter.
Warum die Pressekonferenz ausgerechnet auf einem Parkplatz vor einer Gärtnerei stattfand und warum Trump die Veranstaltungsorte verwechselte, ist nicht bekannt. Die Pressekonferenz sei etwa eine Stunde vor der Bekanntgabe des Wahlsiegs von Joe Biden durch die großen Sender angekündigt worden, berichteten die US-Medien. Trump spielte am Samstag Golf.
Sein Anwalt Giuliani sagte während der Pressekonferenz, die Wahlen seien bei langem nicht vorbei und der Präsident gebe das Rennen noch nicht auf. Ohne Beweise vorzulegen behauptete Giuliani, dass Hunderttausende Wahlzettel fragwürdig seien. Fernsehsender entschieden nicht über den Ausgang von Wahlen, zitierte die Zeitung „USA Today“ den Anwalt.

Freude bei Biden/Harris Anhängern, Gratulationen aus der Politik

7. November 2020, 21:15 Uhr: Nachdem der Sieg von Joe Biden bei der US-Präsidentschaftswahl verkündet wurde, gingen tausende Anhänger in US-Großstädten auf die Straßen und feierten den Wahlerfolg. Politiker aus aller Welt gratulierten Biden und seiner Vize Kamala Harris zu ihrem Sieg und hoffen, die politischen Beziehungen zu den USA wieder zu verbessern

US-Medien: Biden gewinnt US-Präsidentschaftswahl

7. November 2020, 17:40 Uhr: Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat nach Angaben von Medien die Wahl gewonnen. Die Sender CNN und NBC riefen den früheren Vizepräsidenten am Samstag zum Sieger des umkämpften Duells mit Amtsinhaber Donald Trump aus. Er wird damit der 46. Präsident der US-Geschichte.

Trump sieht sich weiter als Sieger - Warnhinweis von Twitter

7. November 2020, 17:05 Uhr: US-Präsident Donald Trump sieht sich ungeachtet des wachsenden Vorsprungs seines Herausforderers Joe Biden weiterhin als klarer Wahlsieger. „Ich habe diese Wahl gewonnen, und zwar mit großem Vorsprung“, schrieb Trump am Samstag in Großbuchstaben auf Twitter. Twitter versah die Botschaft umgehend mit einem Warnhinweis. Darin wird darauf verwiesen, dass zum Zeitpunkt der Nachricht womöglich noch kein Sieger ausgerufen worden sei.
Tatsächlich stand ein Gewinner auch vier Tage nach der Wahl noch nicht fest. Biden liegt aber deutlich vorn. Trump führt das auf „massiven Betrug“ zurück, hat für seine Vorwürfe aber keinerlei Beweise vorgelegt.

USA warten weiter auf Entscheidung - Biden baut Vorsprung aus

7. November 2020, 14 Uhr: In den USA gibt es auch drei Tage nach Schließung der letzten Wahllokale keine endgültige Entscheidung über den künftigen Präsidenten. Vieles deutet aber darauf hin, dass Präsident Donald Trump nach vier Jahren das Weiße Haus räumen muss. Der demokratische Herausforderer Joe Biden lag am Samstag in vier von fünf umkämpften Bundesstaaten in Führung. Im besonders umkämpften Staat Georgia konnte er seinen Vorsprung etwas ausbauen. Angesichts des sich abzeichnenden Sieges rief Biden seine Landsleute zu Geschlossenheit auf. „Wir mögen Gegner sein, aber wir sind keine Feinde“, sagte er.
In einer Ansprache aus seinem Hauptquartier in Wilmington sagte der 77-Jährige, nun sei es an der Zeit, den Zorn abzulegen. Zugleich gab sich Biden, der unter Barack Obama acht Jahre lang Vizepräsident war, siegesgewiss. „Wir werden dieses Rennen mit einer klaren Mehrheit und der Nation hinter uns gewinnen.“ Er verzichtete aber darauf, sich bereits zum Sieger zu erklären, wie dies Trump (74) gleich in der Wahlnacht verfrüht getan hatte. Der Republikaner spricht seither immer wieder - ohne Beweise - von Betrug. Inzwischen gibt es daran auch in der eigenen Partei Kritik.
Die Auszählung zieht sich bei der diesjährigen US-Wahl wegen der hohen Wahlbeteiligung und der Corona-Pandemie hin. Viele Bundesstaaten hatten unter anderem ihre Regeln für die Briefwahl angepasst, um die Wähler nicht einer Infektionsgefahr im Wahlbüro auszusetzen. Millionen Amerikaner machten davon Gebrauch.

Berichte: Trumps Stabschef Mark Meadows mit Coronavirus infiziert

7. November 2020, 07:58 Uhr: Einer der wichtigsten Mitarbeiter von US-Präsident Donald Trump hat sich Medienberichten zufolge mit dem Coronavirus infiziert. Trumps Stabschef Mark Meadows sei positiv auf das Virus getestet worden, berichteten die Sender CNN und CBS sowie die Zeitung „New York Times“ in der Nacht zu Samstag übereinstimmend. Das Weiße Haus wollte sich auf Anfrage nicht äußern

Kommentar: Donald Trump kämpft ein Rückzugsgefecht

6. November 2020, 18:15 Uhr: Donald Trump kämpft einen letzten Kampf. Viel spricht dafür, dass es dem US-Präsidenten gar nicht darum geht, die Stimmung hochzupeitschen. Er denkt an die nächsten Jahre. Ein Kommentar.

Knappes Ergebnis: In Georgia werden die Stimmen neu ausgezählt

6. November 2020, 17:00 Uhr: Im US-Bundesstaat Georgia werden die Stimmen nach der Präsidentschaftswahl wegen des extrem knappen Ausgangs neu ausgezählt. „Mit so einer geringen Differenz wird es in Georgia eine Neuauszählung geben“, sagte Wahlleiter Brad Raffensperger am Freitag in Georgias Hauptstadt Atlanta. Herausforderer Joe Biden liegt in dem konservativen Südstaat mit hauchdünner Mehrheit vor Amtsinhaber Donald Trump.

Biden führt in Pennsylvania

6. November 2020, 15:11 Uhr: Joe Biden führt nun auch bei der Auszählung in Pennsylvania. Er kommt derzeit auf 49,5 Prozent der Stimmen, Trump auf 49,4 Prozent. Gewinnt Biden in Pennsylvania, gewinnt er auch die Präsidentschaftswahl. Auch bei der Auszählung in Georgia liegt Biden weiter vorne.

Auszählung in Pennsylvania schreitet schnell voran

6. November 2020, 14:15 Uhr: Die Auszählung der Wahlstimmen im Schlüsselstaat Pennsylvania ist am Freitag zügig vorangekommen. Die Zahl der noch nicht erfassten Briefwahlstimmen konnte am Freitag nach Angaben der Behörden um rund die Hälfte auf 160.000 verringert werden. Darunter waren noch gut 58.000 aus der Millionenstadt Philadelphia und 36.500 aus dem Bezirk Allegheny mit der Stadt Pittsburgh. Die städtischen Regionen gelten als Hochburgen der Demokratischen Partei von Herausforderer Joe Biden. Staatssekretärin Kathy Boockvar hatte am Donnerstagabend (Ortszeit) erklärt, dass für diesen Freitag mit einem Ergebnis der Präsidentschaftswahl in diesem US-Staat zu rechnen sei. Aktuell liegt Donald Trump in Pennsylvania knapp vor Joe Biden.

Einige Republikaner kritisieren Trump

6. November 2020, 14:08 Uhr: Trump verbreitet seit Tagen haltlose Vorwürfe rund um die Wahl. Dafür bekommt er viel Kritik, mittlerweile auch aus den eigenen Reihen. „Es gibt keine Rechtfertigung für die Äußerungen des Präsidenten heute Abend, die unseren demokratischen Prozess untergraben“, kritisiert der republikanische Gouverneur von Maryland, Larry Hogan, nachdem Trump aus dem Weißen Haus schon wieder Betrugsvorwürfe äußert, ohne jedoch einen einzigen Beweis vorzulegen. „Keine Wahl oder Person ist wichtiger als unsere Demokratie.“
Der republikanische Kongressabgeordnete Adam Kinzinger fordert: „Hören Sie auf, entlarvte Falschinformationen zu verbreiten ... Das wird langsam verrückt.“ Und der Abgeordnete William Cogswell im Repräsentantenhaus von South Carolina twittert, er schäme sich für die Äußerungen des Präsidenten - auch als Republikaner, der gerade einen bisher von Demokraten gehaltenen Wahlkreis gewonnen habe.

Kopf-an-Kopf-Rennen: Biden überholt Trump in Georgia

6. November 2020, 10:38 Uhr: Jetzt ist es passiert, Biden ist in Georgia an Trump vorbeigezogen. Der Demokrat hat dort aktuell 917 Stimmen mehr als der US-Präsident, es wird aber immer noch ausgezählt. Dass Trump seinen Gegner in Georgia noch einmal einholen kann, gilt allerdings als unwahrscheinlich. Sollte Trump Georgia gewinnen, könnte das für ihn auch den Sieg der Präsidentschaftswahl bedeuten: In Georgia gibt es 16 Wahlleute zu gewinnen.

Gleichstand in Georgia – Gelingt Biden die nächste Aufholjagd?

6. November 2020, 9:12 Uhr: Fast alle Stimmen im US-Bundesstaat Georgia sind mittlerweile ausgezählt und das Rennen bleibt bis zur letzten Minute spannend. Denn mittlerweile hat Joe Biden seinen Gegner Donald Trump fast eingeholt. Aktuell kommen beide Kandidaten laut US-Medien auf 49,4 Prozent der Stimmen in Georgia. Der Vorsprung von Trump beträgt nur noch 665 Stimmen. Wenn Biden Georgia (16 Wahlleute) gewinnt, kommt er laut Fox News insgesamt auf 280 Wahlmänner und -frauen. In anderen Staaten wie Wisconsin und Michigan hat Biden bereits früh einen Rückstand aufgeholt.

Trump-Sohn ruft Vater zu „totalem Krieg“ um Wahlausgang auf

6. November 2020, 08:32 Uhr: Im Streit um den Ausgang der US-Präsidentschaftswahl hat der älteste Sohn von Amtsinhaber Donald Trump seinen Vater zum „totalen Krieg“ aufgerufen. „Das Beste für Amerikas Zukunft wäre es, wenn @realDonaldTrump über diese Wahl in den totalen Krieg zieht, um all den Betrug, das Schummeln (...) offenzulegen, das seit viel zu langem anhält“, schrieb Donald Trump Junior am Donnerstag auf Twitter.
Es sei an der Zeit, „aufzuräumen und nicht mehr auszusehen wie eine Bananenrepublik“, fügte der 42-Jährige hinzu. Twitter verbarg die Kurzbotschaft hinter dem Warnhinweis, dass der Inhalt „umstritten und möglicherweise irreführend“ sei. Der Präsidentensohn warf außerdem Parteikollegen seines Vaters vor, „nichts zu unternehmen“, sich also nicht ausreichend hinter den Präsidenten zu stellen.
Trump und sein Umfeld prangern seit Monaten angeblichen Wahlbetrug mit Briefwahlstimmen an. Der Präsident hat diese Behauptung in den Tagen seit der Wahl vom Dienstag mehrfach wiederholt, ohne Belege vorzulegen.

Stimmauszählung in Philadelphia: Polizei nimmt bewaffnete Männer fest

6. November, 8:29 Uhr: Die Polizei in Philadelphia hat in der Nähe des Kongresszentrums, wo Stimmen der US-Präsidentenwahl ausgezählt werden, zwei Männer mit Waffen in ihrem Fahrzeug festgenommen. Die Behörden äußerten sich zunächst nicht zu den Hintergründen. Der Lokalsender WPVI berichtete in der Nacht zum Freitag (Ortszeit), die Polizei habe einen Hinweis bekommen, wonach ein Angriff auf das Kongresszentrum geplant worden sein könnte. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie einer der Männer abgeführt wurde. In Philadelphia sind die Regeln zum Mitführen von Waffen etwas strenger als im Rest des Bundesstaates Pennsylvania - dafür ist eine Erlaubnis erforderlich.

US-Staat Pennsylvania erwartet Wahlergebnis noch am Donnerstag

5. November 2020, 22:04 Uhr: In Pennsylvania kann nach Auskunft der zuständigen Behörde bis Donnerstagabend (Ortszeit) mit einem Ergebnis der Präsidentschaftswahl gerechnet werden. Zurzeit seien rund 550.000 Stimmzettel noch nicht ausgezählt, sagte Staatssekretärin Kathy Boockvar dem TV-Sender CNN. Sie sei zuversichtlich, dass die meisten dieser Stimmen am Donnerstag gezählt werden könnten. Auf die Frage, ob bis zum Ende des Tages (Freitagmorgen MEZ) ein Gewinner in Pennsylvania bekanntgegeben werden könnte, antwortete sie: „Ja, das könnten wir definitiv.“
Die meisten der noch ausstehenden Stimmen kommen nach Angaben der Staatssekretärin aus städtischen Gebieten, allein 100.000 aus dem Großraum der Millionenstadt Philadelphia, die als Hochburg der Demokratischen Partei gilt. Bei einem Auszählungsstand von 92 Prozent lag der republikanische Präsident Donald Trump mit 50,2 Prozent der Stimmen knapp vor dem demokratischen Herausforderer Joe Biden mit 48,5 Prozent.
Zu den nach Schließung der Wahllokale eingetroffenen Briefwahlstimmen sagte Boockvar, sie erwarte nicht, dass diese das Ergebnis nennenswert beeinflussen könnten. Am Mittwoch seien 500 Wahlbriefe eingetroffen. In Pennsylvania sind auch Briefwahlstimmen gültig, die wegen Verspätungen im Postversand bis Freitag eintreffen.
„Wir zählen jede Stimme“, sagte die Staatssekretärin. Sie betonte, dass die Auszählung für alle transparent und offen sei. Jeder Kandidat und jede Partei habe autorisierte Vertreter benannt, um die Auszählung zu beobachten.

Biden baut Vorsprung in Nevada um wenige Tausend Stimmen aus

5. November 2020, 18:31 Uhr: Im wichtigen US-Bundesstaat Nevada hat Trump-Herausforderer Joe Biden seinen knappen Vorsprung ausgebaut. Nach langem Stillstand bei der Meldung des Auszählungsstandes kamen am Donnerstag mehrere Tausend Stimmen hinzu. Damit liegt der Demokrat nun knapp 12.000 Stimmen vor US-Präsident Donald Trump, das entspricht einem Prozentpunkt. Es wurden etwa 87 Prozent der Stimmen ausgezählt. Das Ergebnis in Nevada könnte wahlentscheidend für Biden werden.

Trump fordert sofortiges Ende der Auszählung

5. November, 15:58 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat zwei Tage nach der Wahl erneut ein sofortiges Ende der Auszählung gefordert. „Stoppt die Auszählung!“, schrieb Trump am Donnerstag auf Twitter in Großbuchstaben. In mehreren Bundesstaaten, in denen sich knappe Ergebnisse abzeichnen, werden noch Stimmen gezählt. Darunter sind Pennsylvania, Georgia, North Carolina, Arizona und Nevada. Verbleibende und rechtmäßig abgegebene Stimmen nicht mehr auszuzählen, würde gegen geltendes Recht verstoßen. Trump hatte bereits in der Wahlnacht von massivem Betrug gesprochen, ohne Beweise anzuführen. Zudem erklärte er sich vorzeitig zum Sieger. Laut Fox News kommt Donald Trump aktuell auf 214 Wahlleute, Joe Biden auf 264. Um zu gewinnen, benötigt ein Kandidat mindestens 270 Wahlleute.

Bewaffnete Trump-Anhänger versammeln sich vor Behördengebäude in Arizona

5. November, 10:00 Uhr: Vor einem Behördengebäude in Arizona, in dem Stimmen ausgezählt werden, versammelte sich in der Nacht zum Donnerstag eine große Gruppe von Trump-Anhängern. Mehrere unter ihnen hätten Waffen wie Automatikgewehre dabei gehabt, berichtete eine Korrespondentin des Nachrichtensenders CNN in einer Live-Schaltung. Auf Fernsehbildern waren mehrere Dutzend Personen auf dem Parkplatz vor dem Gebäude im Bezirk Maricopa County zu sehen, zu dem unter anderem die Stadt Phoenix gehört. In Arizona liegt Biden in der Auszählung knapp vor Trump. Auch in anderen Städten der USA, etwa in Minneapolis und New York, begleiten Proteste von Anhängerinnen und Anhängern beider Kandidaten die Auszählungen. Die Republikaner protestieren meist dafür, die Auszählung der Stimmen zu beenden – die Demokraten dafür, weiter auszuzählen.

Gelingt Biden die Wende in Pennsylvania?

5. November, 9:09 Uhr: Jetzt wird es wirklich eng für Donald Trump: Joe Biden steht kurz davor, 270 Wahlleute für sich zu gewinnen, dafür braucht er nur noch eine Mehrheit in Nevada, wo er aktuell in den Auszählungen führt. Außerdem könnte der Kandidat die Wahl in Pennsylvania (20 Wahlleute) für sich entscheiden. Biden kommt dort laut Fox News aktuell auf 48,1 Prozent der Stimmen, Trump auf 50,7 Prozent. Aber: Der New York Times zufolge werden in Pennsylvania vor allem noch Briefwahl-Stimmen ausgezählt. Für Biden ist das gut, er ist bei Briefwählern deutlich erfolgreicher als Trump und konnte deshalb in Pennsylvania schon einige Prozentpunkte aufholen. Wenn die Aufholjagd so erfolgreich weiter geht, gewinnt Biden wohl Pennsylvania – und damit die Präsidentschaftswahlen.

Biden holt Michigan - sechs Wahlleute fehlen zur Präsidentschaft

5. November 2020, 6:21 Uhr: Joe Biden hatte laut Medienbereichten nach jüngsten Auszählungen auch im Staat Michigan gewonnen. Damit hat er 264 der nötigen 270 Wahlleute – jetzt fehlen dem Herausforderer formal noch sechs Wahlleute zum Sieg und damit zur Präsidentschaft. Mit Nevada könnte Biden sich eben diese sechs fehlenden Wahlleute sichern. Doch das wird knapp, denn bisher führt Trump in den verbleibenden Staaten.

Biden siegt in Wisconsin

4. November 2020, 20:27 Uhr: Der Demokrat Joe Biden hat die Wählerstimmen des umkämpften Bundestaats Wisconsin gewonnen. Damit hat er sich zehn Wahlleute gesichert. Das meldete die Nachrichtenagentur AP am Mittwoch auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen. Um Präsident zu werden, muss sich ein Kandidat mindestens die Stimmen von 270 Wahlleuten sichern.

Trump will Neuauszählungen der Stimmen in Wisconsin verlangen

4. November 2020, 19:33 Uhr: Donald Trump will das Wahlergebnis des Bindestaats Wisconsin anfechten. Sein Wahlkampfmanager Bill Stepien sagte, Trump werde umgehend eine Neuauszählung der Stimmen verlangen. Es lägen Berichte über Unregelmäßigkeiten in mehreren Bezirken in Wisconsin vor. Es bestünden daher "ernste Zweifel an der Gültigkeit der Ergebnisse".

Trump liegt in Georgia, North Carolina und Pennsylvania vorn

4. November 2020, 17:24 Uhr: In Georgia, North Carolina und Pennsylvania liegt Trump weiterhin vorn. Diese Staaten stellen zusammen 51 Wahlleute – für einen Sieg Trumps ist das zu wenig. Laut Fox News kommt Biden derzeit auf 238, Trump auf 213 Wahlmänner und Wahlfrauen. CNN sieht Biden zurzeit bei 224 Wahlleuten und Trump bei 213.

Biden führt aktuell in Nevada, Wisconsin und Michigan

4.November 2020, 17:15 Uhr: Es ist wirklich ein extrem enges Rennen, das Joe Biden und Donald Trump sich liefern. Laut Fox News führt Biden aktuell bei den Auszählungen in Nevada, Wisconsin und Michigan. Die drei Staaten stellen zusammen 32 Wahlleute – wenn Biden hier gewinnt, hätte er die Wahl formal gewonnen. Er hätte dann die benötigten 270 Wahlleute für einen Sieg beisammen. Allerdings: Wenn sich nur ein einziger Wahlmann der Wahlvorgabe widersetzt und Biden keinen der anderen ausstehenden Staaten gewinnt, wäre er raus. Und: Bidens Führung in allen drei Bundesstaaten ist denkbar knapp. Sie beträgt aktuell zwischen 0,6 und 0,7 Prozentpunkten, könnte aber noch größer werden.

Rennen in Michigan mit leichter Tendenz für Biden

4. November 2020, 16:13 Uhr: Im knappen Rennen um den extrem wichtigen Bundesstaat Michigan zeichnet sich bei den US-Präsidentenwahlen eine leichte Tendenz zugunsten des Trump-Herausforderers Joe Biden ab. Zwischenergebnisse bei 90 Prozent der ausgezählten Stimmen sehen Biden momentan zwar nur mit 0,2 Prozentpunkten oder etwas mehr als Zehntausend Stimmen vor Präsident Donald Trump. Es wird allerdings erwartet, dass die restlichen Stimmen mehrheitlich für den Demokraten ausfallen.

Biden bei absoluter Stimmenzahl weit vor Trump

4. November 2020, 15:49 Uhr: Joe Biden hat nach vorläufigen Ergebnissen landesweit gut 2,6 Millionen Stimmen mehr erhalten als Amtsinhaber Donald Trump - diese absolute Zahl der Stimmen ist aber nicht entscheidend für das von den Mehrheiten der Einzelstaaten bestimmte Rennen um das Weiße Haus. Nach Erhebungen der Nachrichtenagentur AP und anderer Medien entfielen bis Mittwochnachmittag (MEZ) mindestens 68,9 Millionen Stimmen auf Biden und 66,3 Millionen auf Trump. Die Auszählung der Stimmen dauerte weiter an.

Kommentar zur US-Wahl: Donald Trump ist ein Revolutionär an der Staatsspitze

4. November 2020, 15:30 Uhr: Die US-Wahl hat einen eindeutigen Sieger hervorgebracht. Er stand bereits mitten in der Nacht fest, spätestens aber, als die Bundesstaaten Florida und Texas Präsident Donald Trump und den Republikanern zugesprochen wurden. Es handelt sich nicht um die Person Trump, wohlgemerkt. Nein, der Gewinner des Wahl ist vielmehr das System Trump. Ein Kommentar von Guido Bohsem.

Auf diese Staaten kommt es in den USA jetzt an

4. November 2020, 14:59 Uhr: Nach dem Wahlkrimi aus der Nacht hängt die Entscheidung über den nächsten US-Präsidenten an wenigen umkämpften Bundesstaaten. Ein Sieg von Amtsinhaber Donald Trump oder Herausforderer Joe Biden scheint nun vor allem an sechs größeren Bundesstaaten zu hängen: Pennsylvania, Michigan, Wisconsin, North Carolina, Georgia und Nevada.
Falls die Ergebnisse in einem davon extrem knapp ausfallen, könnte sich die Bekanntgabe des Resultats noch weiter verzögern. Staaten wie Pennsylvania oder North Carolina nehmen Briefwahlunterlagen noch mehrere Tage lang an - wenn sie rechtzeitig abgeschickt wurden.

Brennende US-Flaggen und Furcht vor Unruhen

4. November 2020, 13:51 Uhr: Brennende US-Flaggen, Aufrufe zum Aufstand und Nervosität bei Anhängern der Demokratischen Partei: In den USA war die Stimmung am Wahlabend vielerorts angespannt. Während vor dem Weißen Haus in der Hauptstadt Washington hunderte Unterstützer des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden bei der Stimm-Auszählung mitfieberten, zogen in der seit Wochen von Anti-Rassismus-Protesten erschütterten Westküsten-Metropole Portland teils bewaffnete Aktivisten vor das dortige Gerichtsgebäude.
Die Demonstranten in Portland skandierten Parolen gegen US-Präsident Donald Trump sowie den bei der Kommunalwahl am Dienstag erfolgreichen Bürgermeister Ted Wheeler. Gerüchte über den Ausgang der Präsidentschaftswahl machten die Runde: „Ich habe gehört, es dreht sich jetzt für Trump“, sagte Protest-Anführer Ty Ford. „Es wird einen Aufstand geben.“ Sobald das Wahlergebnis feststehe, werde es „verrückt“ werden, prognostizierte er.

Hoffnung für Biden: Kippt Wisconsin?

4. November 2020, 11:02 Uhr: Herausforderer Joe Biden kann im Kampf um das Weiße Haus plötzlich neue Hoffnung schöpfen: In Wisconsin scheint sich die Lage aktuell gegen Trump zu drehen. Wie US-Medien melden, liegt dort plötzlich Biden mit knappem Vorsprung in Führung. Auch in Michigan schrumpft Trumps Vorsprung laut aktuellen Berichten.

Slowenischer Ministerpräsident gratuliert Trump zum Wahlsieg

4. November 2020, 10:55 Uhr: Der slowenische Ministerpräsident Janez Janša hat Donald Trump bereits zu seiner angeblichen Wiederwahl gratuliert.
„Es ist ziemlich klar, dass das amerikanische Volk Donald Trump und (Vize-Präsident) Mike Pence für weitere vier Jahre gewählt hat“, schrieb der rechtsnationale Politiker am Mittwoch auf Twitter. Verzögerungen und „Faktenleugnungen“ seitens der Mainstream-Medien würden den Triumph des US-Präsidenten nur verstärken, fügte er hinzu. Zuvor hatte sich US-Präsident Donald Trump vorzeitig zum Sieger erklärt, obwohl die Auszählung der Wahlergebnisse noch nicht abgeschlossen war.

„Kritische Situation“: Kritik am Verhalten von Donald Trump

4. November 2020, 10:13 Uhr: Politiker in Deutschland haben US-Präsident Donald Trump undemokratisches Verhalten vorgeworfen. Dass Trump noch vor Auszählung aller Stimmen den Sieg bei der Präsidentschaftswahl für sich beansprucht, führe zu einer „kritischen, einer bestürzenden Situation“, sagte FDP-Chef Christian Lindner am Mittwoch im ZDF. Der Linke-Politiker Gregor Gysi hat die vorzeitige Siegeserklärung von Amtsinhaber Donald Trump bei der US-Wahl als „absolut unmöglich“ kritisiert. „Das ist auch wirklich undemokratisch. Man wartet die Auszählung ab und dann redet man über das Ergebnis“, sagte der außenpolitische Sprecher der Linke-Bundestagsfraktion. Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sieht wegen der Unsicherheit über den Wahlausgang in den USA „eine sehr explosive Situation“ dort. Es sehe so aus, „dass jetzt die Schlacht um die Legitimität des Ergebnisses, wie immer es aussehen wird, begonnen hat“, sagte die CDU-Chefin.

Biden sichert sich Sieg im umkämpften Staat Arizona - und in Maine

4. November 2020, 9:41 Uhr: Joe Biden hat bei der US-Wahl den umkämpften Staat Arizona gewonnen, der lange als sichere Bastion der Republikaner galt. Das meldete die Nachrichtenagentur AP am Mittwochmorgen (Ortszeit) auf Grundlage von Wählerbefragungen und Stimmauszählungen. Trump konnte sich den Staat damit anders als vor vier Jahren nicht sichern.
Auch in Maine hat erwartungsgemäß Biden gewonnen. In dem Bundesstaat am nordöstlichsten Zipfel der USA gehen wie in Nebraska nicht alle Wahlleute komplett an den Gewinner. AP zufolge gewann Biden mindestens drei Wahlleute.

Trump tritt vor die Presse: „Wir haben die Wahl gewonnen“

4. November 2020, 8:38 Uhr: Nach Herausforderer Joe Biden hat sich jetzt auch Donald Trump an die Öffentlichkeit gewandt. Angesichts der Verzögerung bei einem Wahlergebnis sprach er von „Betrug“. Trump kündigte am Mittwochmorgen (Ortszeit) im Weißen Haus an, vor das Oberste US-Gericht zu ziehen, um eine weitere Auszählung der Stimmen zu stoppen. Er sagte: „Wir haben eine solch großartige Nacht.“ Dann zog er einen Zettel hervor und las vor, mit wieviel Stimmen Vorsprung er wo gewonnen habe. Was aber so nicht berichtet werde. „Das ist Betrug... Ehrlicherweise: Wir haben die Wahl gewonnen“, sagte er. Fakt ist: Viele Staaten sind noch gar nicht ausgezählt, das Ergebnis der US-Wahl ist also noch offen.

Kommentar: Die nächsten Tage könnten gefährlich werden

4. November 8:35 Uhr: Das Ergebnis der US-Wahl 2020 ist noch vollkommen offen. Und so könnte der Sieg auch eines gefährliches juristischen Kampfes bedürfen, gibt unser Redakteur Guido Bohsem zu bedenken.

Dämpfer für Demokraten im Senat

4. November 2020, 8:27 Uhr: Auch die Hoffnungen der Demokraten auf eine Mehrheit im Senat erhalten einen Dämpfer: Die republikanische Senatorin Joni Ernst verteidigt - wie bereits mehrere ihrer Parteifreunde in anderen Staaten - in einem Kopf-an-Kopf-Rennen ihren Sitz. Demnach wird es nach bisherigem Stand mindestens 46 republikanische und 43 demokratische Senatoren geben.

Texas geht an Trump – Entscheidung fällt in Staaten des Mittleren Westens

4. November, 7.50 Uhr: Bei der US-Präsidentschaftswahl hat Amtsinhaber Donald Trump Fernsehsendern zufolge den wichtigen Bundesstaat Texas für sich entschieden. Die Sender Fox News und NBC riefen den Republikaner in der Nacht auf Mittwoch (Ortszeit) zum Sieger in dem konservativ geprägten Bundesstaat aus. Trumps Herausforderer Joe Biden hatte sich angesichts guter Umfragewerte Hoffnungen auf einen Erfolg in Texas gemacht - und damit auf die 38 dortigen Wahlleute.
Wie schon vor vier Jahren dürfte sich die Präsidentschaftswahl in den Staaten des Mittleren Westens entscheiden. In Pennsylvania, Michigan und Wisconsin kam es jedoch nicht zuletzt wegen unterschiedlicher Regelungen im Umgang mit Briefwahlstimmen zu Verzögerungen bei der Auszählung.

Trump: Demokraten wollen Sieg „stehlen“ - Twitter kennzeichnet Tweet

4. November, 7.25 Uhr: Im erbitterten Rennen um die US-Präsidentschaft hat Amtsinhaber Donald Trump den oppositionellen Demokraten vorgeworfen, sie wollten ihm den Wahlsieg „stehlen“. Trump schrieb am Mittwoch im Onlinedienst Twitter: „Wir sind weit vorne, aber sie versuchen, die Wahl zu stehlen.“ Trumps Herausforderer Joe Biden von den Demokraten hatte kurz zuvor gesagt, er sei „auf Kurs, diese Wahl zu gewinnen“.
Unmittelbar nach dem Tweet des Präsidenten hat der US-Onlinedienst Twitter seine Äußerung am Mittwoch mit einem Warnhinweis versehen. „Einige oder alle der Inhalte, die in diesem Tweet geteilt werden, sind umstritten und möglicherweise irreführend in Bezug auf die Beteiligung an einer Wahl oder einem anderen staatsbürgerlichen Prozess“, hieß es - auch auf deutsch - in der Twitter-Warnung.

Aktueller Stand bei den Wahlleuten: Biden vor Trump

4. November 7.15 Uhr: Aus den Hochrechnungen und den bereits feststehenden Ergebnissen aus den einzelnen Staaten errechnen US-Fernsehsender den aktuellen Stand, wie viele Wahlleute Präsident Trump und sein Herausforderer über das Erringen von Staaten bereits auf ihre Seite gezogen haben.
Fox News sieht demnach Herausforderer Biden aktuell mit 238 zu 213 Wahlleuten vorne - zum Sieg benötigt ein Kandidat 270 Wahlleute auf seiner Seite. CNN hat als Zwischenstand 219:209 pro Biden. Der Nachrichtenagentur AFP zufolge steht es 223:213 zugunsten von Herausforderer Biden. Allerdings stehen wichtige „Swing States“ wie Pennsylvania und Michigan mit 20 respektive 16 zu gewinnenden Wahlleuten noch aus.

Video US-Wahl: Knappes Rennen zwischen Trump und Biden

Zwischenstand: Das sind die bisherigen Ergebnisse der US-Wahl

4. November, 7.00 Uhr: Hier der aktuelle Zwischenstand der Präsidentschaftswahl (Quelle: CNN):

Bundesstaaten für Donald Trump

  • Indiana (11 Wahlleute)
  • Kentucky (8)
  • Oklahoma (7)
  • Tennessee (11)
  • West Virginia (5)
  • Arkansas (6)
  • South Dakota (3)
  • North Dakota (3)
  • Utah (6)
  • Kansas (6)
  • Louisiana (8)
  • Nebraska (3 von 5)
  • South Carolina (9)
  • Missouri (10)
  • Wyoming (3)
  • Mississippi (6)
  • Ohio (18)
  • Texas (38)
  • Iowa (6)
  • Idaho (4)
  • Alabama (9)
  • Montana (3)

Bundesstaaten für Joe Biden

  • Virginia (13 Wahlleute)
  • Vermont (3)
  • Delaware (3)
  • Washington D.C. (3)
  • Maryland (10)
  • Massachusetts (11)
  • New York (29)
  • New Jersey (14)
  • Connecticut (7)
  • Colorado (9)
  • New Hampshire (4)
  • Illinois (20)
  • Kalifornien (55)
  • Oregon (7)
  • Washington (12)
  • Arizona (11)
  • Hawaii (4)
  • New Mexico (5)
  • Rhode Island (4)
  • Minnesota (10)

In diesen Bundesstaaten ist das Ergebnis offen

  • Maine (2 Wahlleute)
  • Georgia (16)
  • Pennsylvania (20)
  • North Carolina (15)
  • Michigan (16)
  • Wisconsin (10)
  • Nevada (4)


Kanye West stimmt bei US-Wahl für...

4. November, 6.45 Uhr: Rapper Kanye West (43) hat bei der US-Präsidentenwahl seine Stimme abgegeben - allerdings wählte er weder den Demokraten Joe Biden noch den Republikaner Donald Trump. Er habe seinen eigenen Namen auf den Stimmzettel geschrieben, berichtete West.
„Heute stimme ich zum ersten Mal in meinem Leben für einen Präsidenten der Vereinigten Staaten und es ist für jemanden, dem ich wirklich vertraue ... mich“, schrieb West auf Twitter.

Trump gewinnt wichtigen Swing State Ohio, Biden holt Republikaner-Hochburg Arizona

4. November, 6.00 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat bei der Präsidentschaftswahl offenbar den wichtigen Bundesstaat Ohio gewonnen. Die Fernsehsender Fox News, NBC und CNN riefen den Amtsinhaber in der Nacht zum Mittwoch zum Sieger in dem Swing State aus, der 18 Wahlleute vergibt. Es ist ein wichtiger Erfolg für den Präsidenten im Rennen für eine Wiederwahl.
Laut Fox News soll Herausforderer Joe Biden indes die ehemalige Republikaner-Hochburg Arizona gewonnen haben. Hier gibt es 11 Wahlleute zu gewinnen.

Fox News verkündet Trump-Sieg in Florida

4. November, 5:37 Uhr: Der hart umkämpfte Bundesstaat Florida geht laut Fox News an Donald Trump. Die ersten Ergebnisse dort sahen gut aus für Biden, doch im Laufe der Auszählung zog der US-Präsident an seinem Herausforderer vorbei. Offenbar schnitt Trump in Florida vor allem in Bezirken mit hohem Latino-Anteil gut ab. Andere Sender hatten sich in noch nicht festgelegt.
Schon Stunden zuvor hatte Trumps Sprecherin Kayleigh McEnany auf Twitter gefordert, Trumps Sieg in Florida anzuerkennen.

Auch Stars sind gespannt auf das Wahlergebnis

4. November, 5:27 Uhr: Die Wahlnacht in den USA ist extrem spannend. So spannend, dass auch viele Prominente sehr unruhig sind: „Ich laufe ruhelos hin und her“, twitterte „Tribute von Panem“-Star Elizabeth Banks (46) in der Nacht zum Mittwoch. Auf diese Weise würde sie wenigstens die verspeiste Menge an Eiscreme wieder abbauen. „Wer heute besorgt aufwachte, ist damit nicht allein“, twitterte Rapper Common (48). Er hofft auf einen Sieg von Joe Biden.

Donald Trump führt im Popular Vote

4. November, 5:16 Uhr: Insgesamt hat Trump laut CNN nach aktuellem Auszählungsstand mehr Stimmen als Joe Biden erhalten. Der Präsident kommt demnach auf 51,1 Prozent der Stimmen, Biden auf 47,3 Prozent. Auch hier sind aber noch deutliche Änderungen möglich. Und: Am Ende kommt es in den USA nicht darauf an, wer insgesamt die meisten Stimmen holt, sondern wer auf mehr Wahlmänner und -frauen kommt. Wie das Wahlsystem in den USA funktioniert, erklären wir hier.
Anhänger von Präsident Donald Trump schwenken während einer Wahlparty eine Flagge. Trump führt aktuell im Popular Vote.
Anhänger von Präsident Donald Trump schwenken während einer Wahlparty eine Flagge. Trump führt aktuell im Popular Vote.
© Foto: Matt York/AP/dpa

Das Rennen um die Präsidentschaft wird knapper als erwartet

4. November, 5:11 Uhr: Beobachter gehen immer stärker davon aus, dass das Ergebnis der Wahl knapper wird als die Umfragen in den vergangenen Wochen nahegelegt haben. US-Präsident Donald Trump und sein Herausforderer Joe Biden liegen in wichtigen Staaten beieinander. Für die möglicherweise entscheidenden Staaten des Mittleren Westens – etwa Pennsylvania, Michigan und Wisconsin – gibt es aktuell keine verlässlichen Aussagen. 2016 hatten diese Staaten Trumps knappen Sieg gegen Hillary Clinton ermöglicht.

Wahlhelfer in Philadelphia wollen erst am Morgen weiter auszählen

4. November, 5:03 Uhr: Im wichtigen Bundesstaat Pennsylvania ist unklar, ob hunderttausende Stimmen in Philadelphia erst am Mittwochmorgen (Ortszeit) weiter ausgezählt werden. Laut US-Journalisten hatten dort Wahlhelfer erklärt, in der Nacht nur noch einen Teil der verbleibenden Stimmen vermelden zu wollen. Zurzeit sieht es nicht nach einem überwältigenden Sieg des Demokraten Biden aus. In Umfragen hatte er vorne gelgen. In den umkämpften Staaten Florida, North Carolina und Georgia zeichnen sich Vorteile für Trump ab.

Gleich beginnt die Auszählung in Kalifornien und weiteren Staaten

4. November, 4:57 Uhr: Laut Prognosen von CNN kommt Joe Biden zurzeit auf 118 Wahlleute, Trump auf 105. Gleich dürfte es neue Zahlen geben: In Kalifornien, Idaho und Washington schließen die Wahllokale in wenigen Minuten. Umfragen sahen Biden in den vergangenen Tagen in Kalifornien deutlich vor Trump. In Arizona und Minnesota führt Biden derzeit recht deutlich.

Die US-Demokraten verteidigen ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus – Missouri geht an Trump

4. November, 4:38 Uhr: In den USA findet gerade nicht nur die Präsidentschaftswahl statt, die Amerikaner stimmen auch über einen neuen Kongress ab. Stand jetzt konnten die Demokraten ihre Mehrheit im US-Repräsentantenhaus verteidigen. Sie hatten vor der Wahl eine Mehrheit von 232 der 435 Abgeordneten. Laut Fox News und ABC dürften sie vier oder fünf zusätzliche Sitze gewinnen. Donald Trump hat derweil auch im Bundesstaat Missouri den erwarteten Wahlsieg erzielt. Das meldete die Nachrichtenagentur AP am Dienstagabend (Ortszeit). Missouri gilt als sichere Bastion der Republikaner.

Warum viele Prognosen mit Vorsicht zu genießen sind

4. November, 4:31 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie haben vor allem viele Wählerinnen und Wähler der Demokraten per Briefwahl abgestimmt. In vielen Staaten dürfen diese Stimmen jetzt erst ausgezählt werden. Und weil es so viele Briefwahl-Stimmen sind, dauert ihre Auszählung länger als üblich. In anderen Staaten zeigt sich, dass Trump im Laufe der Auszählung Boden gut macht – oder wie in Florida an Joe Biden vorbeizieht. Das heißt: Während der Gewinner in einigen Staaten bereits feststeht, sagt eine Führung in anderen Regionen der USA aktuell noch wenig aus. Die Fernsehsender und Experten in den USA arbeiten gerade sehr viel mit Prognosen und Teilauswertungen. In Minnesota etwa führt Joe Biden zurzeit mit knapp 61 Prozent, Trump kommt auf 36 Prozent. Es wurde aber auch erst ein Drittel der Stimmen ausgewertet. Laut CNN kommt Joe Biden aktuell auf 94 Wahlleute, Trump auf 72. Zum Gewinnen benötigt ein Kandidat 270 Wahlmänner und Wahlfrauen.

Kansas geht wie erwartet an Donald Trump

4. November, 4:15 Uhr: Donald Trump hat wie erwartet im Bundesstaat Kansas gewonnen. Für Trump bedeutet das: Er bekommt die Stimmen von sechs weiteren Wahlleuten. Das berichtete die Nachrichtenagentur AP am Dienstagabend (Ortszeit) auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen. Auch Umfragen sahen Trump in Kansas vor seinem Herausforderer. Nochmal zu Erinnerung: Um Präsident zu werden, braucht ein Kandidat die Stimmen von 270 Wahlleuten.

Trump in Florida bei Latinos erfolgreicher als Biden

4. November, 3:58 Uhr: Laut US-Medien schneidet Trump in Florida vor allem in Bezirken mit hohem Latino-Anteil gut ab. Besonders im bevölkerungsreichen County Miami-Dade erzielt sein Herausforderer Biden weniger Stimmen, als er voraussichtlich bräuchte, um den Staat zu gewinnen. Auch in North Carolina und Georgia zeichneten sich Vorteile für Trump ab. Der Republikaner ist dringend auf diese drei Staaten angewiesen, um zu gewinnen.

Das sind die Ziele von Donald Trump und Joe Biden

4. November, 3:50 Uhr: Im hitzigen Wahlkampf haben viele den Überblick verloren, was die konkreten politischen Ziele der beiden Kandidaten angeht. Die Unterschiede sind groß: Joe Biden will den Mindestlohn auf 15 US-Dollar erhöhen und den Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen rückgängig machen. Der amtierende US-Präsident Donald Trump ist ohne ein konkretes Wahlprogramm zur Wahl angetreten.

Besiegt Joe Biden den US-Präsidenten in Ohio?

4. November, 3:41 Uhr: Biden führt in der Auszählung unter anderem in North Carolina, Ohio und Pennsylvania – im wichtigen Swing State sind aber erst knapp 11 Prozent der Stimmen ausgezählt. In Ohio führt Biden um 1,9 Prozentpunkte. Vor vier Jahren hatte Trump dort gegen Hillary Clinton gewonnen.
In Texas sind 70 Prozent der Stimmen ausgezählt und beide Kandidaten kommen dort derzeit auf 49,3 Prozent – den Republikanern dürfte das nicht gefallen, aber wie im Fall von Florida sind noch deutliche Veränderungen möglich. Im Laufe der Nacht werden wir sicherlich noch die ein oder andere Aufholjagd erleben. Trump führt unter anderem in Florida, Michigan, Virginia und Georgia.

Trump zieht in Florida an Biden vorbei – Kopf-an-Kopf-Rennen in Texas

4. November, 3:20 Uhr: Anfangs sah es in Florida gut aus für Herausforderer Joe Biden, doch das Blatt scheint sich zu wenden. Nach aktuellem Stand der Auszählung liegt Trump dort bei 51 Prozent der Stimmen, Biden bei 48 Prozent. Auch in Texas wird es extrem spannend, wie erwartet liefern sich Biden und Trump dort ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Ein Sieg des Demokraten in Texas wäre eine Sensation. Connecticut geht laut CNN an Joe Biden, Trump gewinnt dem Sender zufolge in South Dakota. Damit kommt Biden zurzeit auf 80 Wahlmänner, Trump auf 51.

Auch in Arkansas kann nicht mehr abgestimmt werden

4. November, 2:35 Uhr: Die sechs Wahlmänner-Stimmen, die Arkansas, der Heimatstaat des Ex-Präsidenten Bill Clinton, zu vergeben hat, werden mit hoher Wahrscheinlichkeit an Präsident Trump gehen. Er liegt hier in Umfragen mit über 22 Prozentpunkten vorne. Der Südstaat Arkansas ist eine republikanische Hochburg. Das war in den 1970er und 80er Jahren noch anders. Clinton war in dem Bundesstaat mit rund drei Millionen Einwohnern für insgesamt 13 Jahre Gouverneur, bevor er dann 1992 zum Präsidenten gewählt wurde.
In rund einer halben Stunde, um 3 Uhr, wird es nochmal spannender. Da schließen die Urnen in den beiden Swing States Arizona und Wisconsin sowie endgültig auch in Michigan und Texas.

In Pennsylvania werden Ergebnisse erst später erwartet

4. November 2020, 2:15 Uhr: Ein Umstand kommt den Demokraten in Pennsylvania entgegen. Der Staat hat seit 2015 einen demokratischen Gouverneur. Dessen Innenministerin ist für den fairen Ablauf der Wahl zuständig. In dem Bundesstaat hatte jeder Wahlberechtigte die Chance, per Briefwahl abzustimmen. Donald Trump selbst warnte seine Parteifreunde schon in klaren Worten davor, dass die Republikaner keine Wahl mehr gewinnen könnten, wenn das in den gesamten USA möglich wäre. Eine höhere Wahlbeteiligung, die dadurch wahrscheinlicher wird, ist in fast allen Fällen gut für die Demokraten. Auch dürfen Wahlzettel, die einen Poststempel vom heutigen Dienstag haben, noch gezählt werden, wenn sie bis zu drei Tage nach der Wahl ankommen. Allerdings dürfen in Pennsylvania nicht, wie in manchen anderen Bundesstaaten, die bereits abgegebenen Stimmen vorher gezählt werden. Kein Wunder also, dass die Innenministerin Kathy Boockvar sagte, dass die Auszählung ein paar Tage dauernd werde.

Es geht rund: Erste Ergebnisse aus 22 Staaten, darunter wichtige Swing States

4. November, 2 Uhr: Jetzt fängt die Wahlnacht an, richtig spannend zu werden. 22 Bundesstaaten, die 172 Wahlmänner vergeben (zur Erinnerung: der Sieger braucht 270), haben ihre Wahllokale geschlossen und beginnen mit der Auszählung. Darunter zwei wichtige Swing States im Mittleren Westen, Michigan und Pennsylvania, aber auch Texas, das in dieser Wahl erstmals seit 1976 wieder für einen Demokraten stimmen könnte.
Michigan, in besseren Zeiten die Autowerkstatt der USA, hat 2016 denkbar knapp für Trump gestimmt (9000 Stimmen Vorsprung, bei über 4,5 Millionen abgegebenen Stimmen), zum Schock der meisten Demokraten. Hier steht Biden in Umfragen allerdings sehr gut da, hat im Schnitt acht Prozentpunkte Vorsprung, weit über der Fehlerquote in solchen Umfragen, im Gegensatz zu 2016. Nate Silver sieht deswegen auch eine 95-prozentige Chance, dass Biden den Staat gewinnen wird.
Das alleine wird aber nicht reichen. Laut vielen Experten wird Pennsylvania der alles entscheidende Bundesstaat werden. Ohne ihn hat Trump nahezu keine Chancen auf eine Wiederwahl. Entsprechend häufig hat er in den vergangenen Tagen auch den „Keystone State“ besucht. Sein Herausforderer Joe Biden steht allerdings auch in diesem Rostgürtel-Staat gut da. Die durchschnittlichen Umfragen sehen ihn mit rund fünf Prozent vorne, Nate Silver sieht eine 84-prozentige Chance, dass der Demokrat den Staat mit den großen, historisch bedeutenden Städten Philadelphia und Pittsburgh gewinnt.

Erste Ergebnisse in Florida

4. November 2020, 1:45 Uhr: Die ersten Ergebnisse, die aus Florida gezählt werden, sehen gut aus für Herausforderer Joe Biden. Er erzielt in vielen Wahlbezirken bessere Ergebnisse als Hillary Clinton vor vier Jahren, während Präsident Donald Trump schwächer abschneidet. Bisher zählt der Bundesstaat überraschend schnell. Biden führt im Moment mit 1,5 Prozent, bei 75 Prozent der (geschätzten) ausgezählten Stimmen. Allerdings muss natürlich noch viel ausgezählt werden.

Der umkämpfte Swing State North Carolina zählt aus

4. November, 1:30 Uhr: Um 1:30 Uhr haben drei weitere Staaten die Urnen geschlossen, darunter der wichtige Staat North Carolina. Biden liegt in den durchschnittlichen Umfragen rund zwei Prozent vor Präsident Donald Trump. Nate Silver gibt dem ehemaligen Vizepräsidenten eine 64 prozentige Chance, den Staat zu gewinnen. Damit würde es Biden seinem ehemaligen Chef, dem Ex-Präsidenten Barack Obama, gleichtun, der den Staat 2008 überraschend gewann. In den darauffolgenden zwei Wahlen ging der „Tar Heel State“ allerdings wieder an die Republikaner.
Außerdem schlossen in Ohio und West Virginia die Wahllokale. Ohio war früher ein echter Swing State, wurde allerdings immer Republikanischer. Trotz der schlechten Umfragen in anderen Staaten liegt Trump hier vorne, wenn auch knapp (unter einem Prozent im Durchschnitt). West Virginia ist einer der konservativsten Bundesstaaten in den USA, Trump wird ihn voraussichtlich mit über 30 Prozent Vorsprung gewinnen.

In den ersten Swing States haben die Wahllokale geschlossen

4. November, 1:15 Uhr: Die Präsidentschaftswahl in den USA kommt langsam in die heiße Phase. Um 1 Uhr haben die Urnen im östlichen Teil von Florida und in Georgia geschlossen. Während Florida schon seit Jahrzehnten als Swing State gilt, ist der Nachbarstaat Georgia neu auf der Liste. George W. Bush hat den Staat im Jahr 2000 noch mit über 54 Prozent gegen Al Gore gewonnen (43 Prozent). Auch der überaus populäre Barack Obama verlor den Staat 2008 mit rund fünf Prozentpunkten gegen John McCain. Aber in diesem Jahr gilt Georgia als völlig offen. Der sehr angesehene Statistiker Nate Silver sieht Joe Biden mit einer Wahrscheinlichkeit von 58 Prozent als Sieger. Die durchschnittlichen Wahlumfragen in dem Staat haben den Herausforderer mit rund einem Prozent vorne.
Außerdem haben die Wahllokale in South Carolina, Virginia und Vermont geschlossen. South Carolina wird mit hoher Wahrscheinlichkeit an Trump gehen, Virginia mit ähnlich hoher Wahrscheinlichkeit an Joe Biden. Vermont, Heimatstaat von Bernie Sanders, der Gallionsfigur des linken Flügels der Demokraten, gilt nach der Hauptstadt Washington D.C. als die demokratische Hochburg schlechthin. Biden liegt hier in Umfragen mit über 37 Prozentpunkten vorne.

Ab 1 Uhr wird in Florida ausgezählt

4. November, 0:58 Uhr: Die nächsten Wahllokale schließen um 1 Uhr deutscher Zeit. Und da wird es dann auch gleich richtig spannend, denn der so wichtige Swing State Florida beginnt, auszuzählen. Zumindest der Teil des Staates in der östlichen Zeitzone. Allerdings war der südöstlichste Bundesstaat fast immer knapp, das wird auch dieses Jahr der Fall sein. Mit einem schnellen Ergebnis ist also nicht zu rechnen. Allerdings werden die großen Fernsehstationen ihre Exit Polls, also die Nachwahlumfragen, veröffentlichen. Diese muss man mit Bedacht einordnen, denn die demokratischen Wähler haben Rekorde im Early Voting, also der frühen Stimmabgabe, aufgestellt. Für viele war das die sicherste Option, mitten in der Coronavirus-Pandemie wählen zu gehen. Republikanische Wähler wollten vermehrt am Wahltag abstimmen.

Die ersten Ergebnisse der US-Wahl 2020 werden ausgezählt

4. November 2020, 0 Uhr: Es geht los! Der Moment, auf den so viele so lange gewartet haben – die US-Demokraten mutmaßlich seit genau vier Jahren – ist da. Um 0 Uhr deutscher Zeit (18 Uhr Ortszeit) haben die ersten Staaten ihre Wahllokale geschlossen. Genauer gesagt die östlichen Teile der beiden Bundesstaaten Indiana und Kentucky. Die Nachbarstaaten haben jeweils zwei Zeitzonen: Eastern Time und Central Time.
Beide Staaten werden allerdings nicht wahlentscheidend sein. Im Durchschnitt aller Wahlumfragen liegt US-Präsident Donald Trump in Indiana mit über zehn Prozentpunkten vor seinem Herausforderer Joe Biden, in Kentucky sind es sogar 18 Prozent. Indiana ist der Heimatbundesstaat von Vizepräsident Mike Pence, der dort zuvor Gouverneur und Abgeordneter war. Wenn Indiana und Kentucky knapp werden sollten, hätte der republikanische Amtsinhaber ganz andere Probleme.
In Kentucky steht neben Trump auch der Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, auf dem Wahlzettel. Aber auch wenn seine demokratische Gegenkandidatin Amy McGrath viele Spendengelder einsammeln konnte, hat sie nur äußerst geringe Chancen, den so zynischen wie machtbewussten McConnell zu besiegen. Der 78-Jährige vertritt Kentucky seit 1985 im Senat.

Mehr als 100 Millionen Frühwähler bei US-Präsidentenwahl

3. November 2020, 21:08 Uhr: Bei der US-Präsidentenwahl haben eine Rekordzahl von mehr als 100 Millionen Menschen vor dem eigentlichen Wahltag an diesem Dienstag abgestimmt. Das entspreche mehr als 73 Prozent der Stimmen, die 2016 insgesamt abgegeben wurden, berichtete das „U.S. Elections Project“ am Dienstag. Besonders stark war die Wahlbeteiligung in einer Reihe von Bundesstaaten im Süden und Westen. In Texas, Washington State, Oregon und Hawaii überstieg die Zahl der Frühwähler jeweils sogar die der 2016 insgesamt abgegebenen Stimmen.
Es wird davon ausgegangen, dass die Mehrheit der Frühwähler den demokratischen Herausforderer Joe Biden unterstützen. Republikaner Donald Trump dagegen hatte vor allem die Briefwahl immer wieder mit Betrug in Verbindung gebracht.

US-Heimatschutzminister: Ergebnis der Präsidentschaftswahl „geduldig“ abwarten

3. November 2020, 18:28 Uhr: Die Wähler in den USA sollten nach den Worten des amtierenden Heimatschutzministers Chad Wolf das Ergebnis der Präsidentschaftswahl „geduldig“ abwarten. Bis zur Bekanntgabe des Ergebnisses könne „Zeit verstreichen“, sagte Wolf am Dienstag dem US-Sender Fox News nach Öffnung der ersten Wahllokale.
In mehreren Bundesstaaten hatten die Wahlverantwortlichen bereits darauf hingewiesen, dass das Auszählen der Stimmen unter anderem wegen des hohen Anteils der per Post eingegangen Stimmen ungewöhnlich lange und möglicherweise bis zu drei Tage dauern werde. Das Wahlsystem in den USA sei „widerstandsfähig“, auch angesichts von möglichen Einmischungsversuchen etwa von Seiten des Iran oder Russlands, sagte Wolf.
Der Chef der Behörde für Cybersicherheit, Chris Krebs, sprach ebenfalls von einem gesicherten Ablauf des Wahlgangs. Zugleich warnte er davor, dass es Versuche geben könne, die Wahl zu stören oder die Technik lahm zu legen. Auch er rief zu Geduld sowie zu zu erhöhter Wachsamkeit auf: "Ich rufe alle Amerikaner auf, geduldig zu sein, alle aufsehenerregenden und unüberprüften Behauptungen mit Skepsis zu begegnen", sagte Krebs.

Trump vor Wahlnacht: „Es gibt keine Gründe, Spiele zu spielen“

3. November 2020, 17:08 Uhr: Donald Trump hat sich uneindeutig zu dem möglichen Szenario geäußert, er könnte bei der Präsidentenwahl vor der Auszählung aller Stimmen seinen Sieg verkünden. „Ich denke, wir werden siegen. Aber nur wenn es einen Sieg gibt. Es gibt keine Gründe, Spiele zu spielen“, sagte Trump am Dienstagmorgen in der TV-Sendung „Fox and Friends“. Der Präsident war telefonisch zugeschaltet. Trump hat vor der Wahl nicht zugesagt, ob er das Resultat akzeptieren wird. Trump behauptete auch bei „Fox and Friends“ wieder, dass die starke Zunahme der Abstimmung per Briefwahl zu Wahlbetrug führen könnte. Er hat dafür keine stichhaltigen Beweise angeführt.

Biden am Wahltag in Pennsylvania - Trump im Weißen Haus

3. November 2020, 15:11 Uhr: An dem mit Spannung erwarteten Wahltag in den USA will Trump-Herausforderer Joe Biden in seiner Heimatstadt im umkämpften Bundesstaat Pennsylvania ein letztes Mal um Stimmen werben. Der 77-Jährige reist am Dienstag in den Ort Scranton unweit von New York, seine Frau Jill Biden will Wähler im ebenfalls wichtigen Florida mobilisieren. Bidens Kandidatin als Vizepräsidentin, Kamala Harris, reist derweil nach Detroit in Michigan.
US-Präsident Donald Trump hat nach Angaben des Weißen Hauses nach zuletzt fünf Auftritten am Tag keinen Wahlkampftermin. Auf dem Programm steht ein Besuch des Büros der Republikanischen Partei am Vormittag. Danach will Trump ins Weiße Haus zurückkehren, wo es am Abend eine Wahlfeier mit etwa 400 Gästen geben soll.

Kretschmann wünscht sich Wechsel in US-Regierung

3. November 2020, 13:24 Uhr: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hofft auf die Wahl des demokratischen Kandidaten Joe Biden zum neuen US-Präsidenten. Auch angesichts wirtschaftlicher Beziehungen zum Südwesten wünsche er sich einen Wechsel an der Spitze bei der Wahl in den USA am Dienstag. „Natürlich wünsche ich mir das, aber mein Wunsch hat wahrscheinlich darauf keinen Einfluss“, sagte Kretschmann am Dienstag im Stuttgarter Landtag.

Die US-Wahl im deutschen Fernsehen

3. November 2020, 11:55 Uhr: So langsam steigt die Spannung. Die Wahl eines neuen Präsidenten in den USA hat begonnen. Wer die Ereignisse verfolgen möchte, hat mehrere Möglichkeiten dazu. Die deutschen Fernsehsender haben zur US-Wahl eine Reihe von Sondersendungen im Programm. Hier eine Übersicht für den Wahlabend.

In den USA hat der Wahltag begonnen

3. November 2020, 8:53 Uhr: Mit Abstimmungen in kleinen Orten im Bundesstaat New Hampshire hat der Wahltag in den USA begonnen. Der demokratische Herausforderer Joe Biden gewann in Dixville Notch mit 5 zu 0 Stimmen gegen Präsident Donald Trump.
Im Nachbarort Millsfield setzte sich der Republikaner dagegen mit 16 zu 5 Stimmen gegen Biden durch. Die Auszählung wurde live im Fernsehen gezeigt.

Der Tag der Entscheidung – Biden in Umfragen weiter vorne

3. November 2020, 8.27 Uhr: Heute wählen die US-Bürger ihren neuen Präsidenten. In Umfragen liegt Joe Biden seit Monaten vor Donald Trump: Laut FiveThirtyEight kommt er kurz vor der Wahl auf 52 Prozent der Stimmen, Trump auf 43,5 Prozent (Stand: 1. November). Der US-Präsident hat damit wieder etwas Boden gut gemacht: Mitte Oktober lag Biden mehr als zehn Prozentpunkte vor ihm, nun beträgt der Abstand noch 8,5 Prozentpunkte. Der Historiker Allan Lichtman, der seit 1984 den Ausgang fast jeder Präsidentschaftswahl korrekt prognostiziert hat, geht davon aus, dass Donald Trump die Wahl verlieren wird.
Steht die Entscheidung also schon fest? Nein. Denn wegen des komplexen US-Wahlsystems kann es ein Kopf-an-Kopf-Rennen geben. Falls es dazu kommt, könnten die afroamerikanischen Wahlberechtigten die Wahl entscheiden. Dafür müssten aber mehr von ihnen wählen gehen als vor vier Jahren: Bei der Präsidentschaftswahl 2016 gaben 60 Prozent der registrierten schwarzen Wählerinnen und Wähler ihre Stimme ab. 2012, als Barack Obama und Mitt Romney zur Wahl standen, waren es über 70 Prozent.
US-Präsident Donald Trump hat während der „Black Lives Matter“-Proteste Rassismus innerhalb der Polizei geleugnet. Trump sagte, nach seiner Wiederwahl werde er für „Recht und Ordnung“ sorgen. Konservative Werte zu stärken war eines seiner Versprechen bei der vergangenen Wahl.

Über neun Millionen Corona-Infizierte in den USA

2. November, 10.14 Uhr: Seit Beginn der Pandemie haben sich in den USA über neun Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert – darunter auch US-Präsident Donald Trump. Joe Biden kritisiert den Präsidenten für seinen laxen Umgang mit der Pandemie. Insgesamt sind in den Vereinigten Staaten knapp 230.000 Menschen an oder mit dem Virus gestorben. Alle Zahlen und Fakten zu Corona in den USA gibt es hier:

Lady Gaga wirbt auf Twitter für Joe Biden – Trump-Mitarbeiter ist empört

2. November 2020, 9.16 Uhr: Im Endspurt des US-Präsidentschaftswahlkampfs haben sich US-Popstar Lady Gaga und das Wahlkampfteam von Amtsinhaber Donald Trump eine Fehde im Online-Dienst Twitter geliefert. Auf Anschuldigungen von Trumps Wahlkampfteam, sie sei eine "Anti-Fracking-Aktivistin", reagierte Lay Gaga am Montag mit Wahlaufrufen für den Oppositionskandidaten Joe Biden von der Demokratischen Partei. "Wählt Biden" und "Was ist Fracking?" war auf Lady Gagas Twitter-Konto zu lesen.
Der Kommunikationsdirektor von Trumps Wahlkampfteam, Tim Murtough, hatte zuvor einen für Montagabend vorgesehenen gemeinsamen Auftritt von Biden und Lady Gaga in Pittsburgh im Bundesstaat Pennsylvania moniert. "Nichts stellt die Verachtung Joe Bidens für die arbeitenden Männer und Frauen von Pennsylvania derart zur Schau wie ein Wahlkampfauftritt mit der Anti-Fracking-Aktivistin Lady Gaga", twitterte Murtough.

In Texas haben schon jetzt mehr Menschen abgestimmt als 2016

30. Oktober, 17:51 Uhr: Im US-Bundesstaat Texas haben per Briefwahl und vorzeitiger Abstimmung in Wahllokalen bereits mehr Menschen gewählt als bei der Präsidentenwahl 2016. Amtliche Daten zeigten am Freitag, dass bereits mehr als neun Millionen Wähler ihre Stimme abgegeben hatten. 2016 hatten insgesamt nur 8,97 Millionen Menschen abgestimmt.
Die hohe Wahlbeteiligung lässt auf ein großes Interesse der Wähler schließen, daraus konnte aber zunächst nicht abgelesen werden, welche Partei davon profitieren würde. Der bevölkerungsreiche südliche Bundesstaat mit 38 Wahlleuten geht bei der Präsidentenwahl seit Jahrzehnten an Republikaner. US-Präsident Donald Trump liegt dort dieses Jahr in Umfragen nur sehr knapp in Führung.

Gruppe von Republikanern macht Wahlkampf gegen Trump

26. Oktober 2020, 10.47 Uhr: Der Bestseller-Schriftsteller Don Winslow organisiert einen virtuellen Feldzug gegen US-Präsident Donald Trump. Auf Youtube beschäftigt er sich mit Trumps Lügen und politischen Fehlentscheidungen. Unter den Mitgliedern seiner Partei ist der Präsident allerdings immer noch sehr beliebt: 90 Prozent der Republikaner halten zu ihm. Es gibt aber eine kleine Gruppe innerhalb der Partei, die sich gegen den Präsidenten wendet und seine Wiederwahl verhindern will. Darunter sind Colin Powell, ehemaliger US-Außenminister, und der frühere Chef des Pentagons Cuck Hagel:

Hartes, aber zivilisiertes Wortgefecht: Trump und Biden überraschen im TV-Duell

23. Oktober 2020, 11.03 Uhr: Es geht auch anders: Überraschend zivilisiert haben US-Präsident Donald Trump und sein Herausforderer Joe Biden bei ihrem zweiten Fernsehduell debattiert. Zwar lieferten sich die beiden Kontrahenten um das Präsidentenamt am Donnerstagabend (Ortszeit) erneut harte Wortgefechte, stritten aber deutlich disziplinierter als bei ihrem ersten Aufeinandertreffen. Als klarer Sieger ging keiner aus dem TV-Duell hervor. Biden kritisierte den Amtsinhaber jedoch scharf für seinen Umgang mit der Corona-Pandemie und sorgte für Aufsehen mit einem Hitler-Vergleich. „Jeder, der für so viele Tote verantwortlich ist, sollte nicht Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika bleiben.“
„Es kann sein, dass der Auftritt Trump hilft, weil bei ihm die Latte so niedrig liegt, dass er diesmal angenehm überraschte“, kommentiert unser US-Korrespondent Peter DeThier. Der Präsident bezeichnete den Kandidaten der oppositionellen Demokraten als „korrupten Politiker“. Er beschuldigte Biden zudem, in seiner Zeit als Vizepräsident von 2009 bis 2017 keine Fortschritte für das Land erreicht zu haben, auch nicht für Afroamerikaner. „Du hast nichts geschafft“, sagte Trump. „Du redest nur und tust nichts.“

US-Präsident Donald Trump bricht TV-Interview ab

21. Oktober 2020, 09.46 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat ein TV-Interview laut dem Sender CBS vorzeitig abgebrochen. Trump beschwerte sich anschließend über Twitter, das Interview mit der renommierten TV-Journalistin Lesley Stahl sei „fake“ und „parteiisch“ und er erwäge deshalb, es noch vor der geplanten Ausstrahlung am kommenden Sonntag zu veröffentlichen. Jeder solle diesen „furchtbaren Eingriff“ in die Wahl am 3. November mit Interviews vergleichen können, die mit seinem Herausforderer Joe Biden geführt worden seien.
Der Sender CNN schrieb unter Berufung auf zwei Quellen, Trump habe 45 Minuten lang mit Stahl zusammengesessen und das Interview plötzlich beendet. Als Grund habe er angegeben, dass sie genug Material für die Sendung habe.