Im US-Bundesstaat Texas haben die Republikaner in den vergangenen 40 Jahren bei jeder Präsidentschaftswahl gewonnen. Barack Obama etwa holte in Texas bei der Wahl 2012 nur knapp 41 Prozent der Stimmen. Er verlor dort gegen seinen Kontrahenten Mitt Romney, der über 57 Prozent der Stimmen erhielt. Vier Jahre später verlor Hillary Clinton in Texas gegen Donald Trump.
Theoretisch sollte Trump im Südstaat also auch in diesem Jahr leichtes Spiel haben. Tatsächlich liefern sich Joe Biden und der amtierende US-Präsident in den Texas-Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Laut FiveThirtyEight käme Trump dort aktuell auf 48,4 Prozent aller Stimmen, Biden auf 47,0 Prozent. Damit wird Texas bei dieser Wahl zum Swing State.

US-Wahl: So will Joe Biden in Texas gewinnen

Sollte Biden bei der Präsidentschaftswahl 2020 in Texas tatsächlich besser abschneiden als Trump, wäre das eine Sensation. Dazu kommt: Wenn Biden selbst in Texas gewinnen würde, hätte Trump bei den Präsidentschaftswahlen vermutlich überhaupt keine Chance. Denn in Texas gibt es 38 Wahlmänner. Wie das System mit Wahlmännern und Wahlfrauen in den USA funktioniert, erklären wir hier.

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Die US-Demokraten machen viel dafür, damit dieser historische Sieg im Südstaat gelingt. Biden will in den letzten Wochen vor der Wahl 6,2 Millionen US-Dollar für TV-Werbung in Texas ausgeben. So viel hat dort in den vergangenen Jahrzehnten kein anderer Kandidat der Demokraten in Werbung investiert. Wieviel das bringt, werden wir am 3. November 2020 sehen.