In den Vereinigten Staaten wird der Präsident nicht direkt gewählt, sondern indirekt durch das Electoral College – die Wahlmänner und Wahlfrauen. In fast allen Bundesstaaten bekommt der Kandidat, der die meisten Stimmen erhalten hat, die Stimmen aller Wahlmänner. Eine wichtige Rolle spielen deshalb die sogenannten „Swing States“.

Darum sind die Swing States so wichtig

In Oklahoma gewinnen bei den Präsidentschaftswahlen seit langem die Republikaner, in Kalifornien die Demokraten. Für Trump würde es sich deshalb zum Beispiel nicht lohnen, einen großen Teil seiner Zeit für den Wahlkampf in Kalifornien zu nutzen. Bei den Swing States ist das anders. In diesen Staaten hat keine der beiden großen US-Parteien eine strukturelle Mehrheit.
Das bedeutet: In diesen Staaten haben sowohl Donald Trump als auch Joe Biden Chancen auf den Sieg. 2016 konnte Trump die Wahl in den Swing States Pennsylvania, Florida und Ohio für sich entscheiden. Unter anderem mit diesen Stimmen gewann er gegen Hillary Clinton – obwohl insgesamt mehr Bürgerinnen und Bürger für Clinton gestimmt hatten. In aktuellen Umfragen liegt Trump in Florida und Pennsylvania hinter seinem Herausforderer Biden. In Ohio ist es umgekehrt, doch dort könnte es für den amtierenden Präsidenten eng werden.