Gute und schlechte Nachrichten für alle, die ihre Häuser und Wohnungen mit Öl, Pellets oder Holz heizen. Auch für diese Heizungsarten soll es in bestimmten Fällen einen Zuschuss vom Staat geben. Das hat der Bundestag Ende des jahres 2022 beschlossen. Am 16. Dezember gab auch der Bundesrat grünes Licht. Der Heizzuschuss ist als Ausgleich für die Bürger gedacht, die etwa von den Preisbremsen für Gas- und Stromkunden nicht in großem Umfang profitieren. Aber wer auf den Zuschuss hofft, braucht Geduld. Hier gibt es alle Infos:

Wann gibt es den Heizzuschuss für Öl, Holz und Pellets?

Nach einem Plan der Ampel-Fraktionen SPD, Grüne und FDP sollen Haushalte, die mit Heizöl, Pellets oder Flüssiggas heizen, für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 1. Dezember 2022 rückwirkend entlastet werden. Wann das Geld tatsächlich auf den Konten der Bürger landet, ist allerdings noch unklar. Details sollen in einer Bund-Länder-Vereinbarung geregelt werden. Und das kann dauern. Denn: Laut einem aktuellen Bericht des „Spiegel“ sind noch nicht einmal Grundsatzfragen geklärt. So ist zum Beispiel die Frage offen, welches Ministerium für die versprochenen Zuschüsse zuständig ist.

Wieviel Geld gibt es als Zuschuss für Holz, Pellets und Öl?

Der Rahmen für den Heizzuschuss ist allerdings schon festgelegt. Die Obergrenze soll bei 2000 Euro pro Haushalt liegen, die Untergrenze bei 100 Euro. Der Bund stellt 1,8 Milliarden Euro zu Verfügung. Die Auszahlung soll möglichst unkompliziert über die Bundesländer organisiert werden.

Wer bekommt den Heizzuschuss?

Voraussetzung für den Heizzuschuss sind Heizkosten, die mindestens das Doppelte des Vorjahres betragen. Welche Referenzpreise gelten, ist aber laut SPD noch nicht endgültig geklärt. Auch wer einen Kaminofen mit Holzscheiten oder Kohle betreibt, kann auf Unterstützung hoffen. Die Details sind allerdings noch unklar.
Grundlage für die Auszahlung ist demnach eine eidesstattliche Erklärung des Antragsstellers zu seiner Brennstoffrechnung. Bei Häusern mit Mietwohnungen soll der Vermieter die Erklärung abgeben und die Entlastung an seine Mieter weitergeben.

Kritik an Heizzuschuss für Öl, Pellets und Holz

Die geplanten Einmalzahlungen für Haushalte sind laut dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) nicht sehr zielgenau. „Große Teile der Hilfen dürften an Haushalte fließen, die die höheren Belastungen auch ohne den Staat tragen könnten“, sagte der IW-Ökonom Maximilian Stockhausen Ende Dezember.
Die geplante Einmalzahlung von bis zu 2000 Euro werde vor allem Menschen im ländlichen Raum erreichen, die mit nicht leitungsbezogenen Brennstoffen heizen, hieß es in einem IW-Bericht. Durch diese Hilfe würden besonders Haushalte adressiert, die häufiger über Wohneigentum und im Mittel über höhere Einkommen verfügten. „Die Zielgenauigkeit dieser einkommensunabhängigen Entlastung ist zumindest fragwürdig, wenngleich damit eine bestehende Gerechtigkeitslücke geschlossen wird“, erklärte Stockhausen.

Teurer oder billiger - Weitere Änderungen, die sich 2023 auf unser Geld auswirken

Durch geänderte Gesetze gibt es ab 2023 weitere Dinge, die sich auf unseren Kontostand auswirken. Hier sind die wichtigsten Neuerungen: