Seit Beginn der Corona-Pandemie arbeiten viele Menschen im Homeoffice. Im Jahr 2020 wurde deshalb eine befristete Homeoffice-Pauschale eingeführt. Diese wird nun verlängert und erhöht. In diesem Artikel erklären wir die neuen Regeln zur Homeoffice-Pauschale ab 2023.
  • Was genau ist die Homeoffice-Pauschale?
  • Wie hoch ist die künftige Tagespauschale und was ist der Höchstbetrag ab 2023?
  • Was gilt für Menschen mit einem Arbeitszimmer zuhause?

Was ist die Homeoffice-Pauschale?

Ursprünglich wurde die Homeoffice-Pauschale während der Corona-Pandemie eingeführt, um Steuerzahler finanziell zu entlasten. Denn wer mehr Zeit im Homeoffice verbringt, bei dem fallen auch höhere Kosten an für Strom, Heizung, Wasser oder das Telefon. Die Homeoffice-Pauschale gilt sowohl für Arbeitnehmer als auch für Selbstständige und Freiberufler, die kein häusliches Arbeitszimmer von der Steuer absetzen können. Für die Jahre 2020, 2021 und 2022 konnte über die Homeoffice-Pauschale pro Kalendertag, an dem man im Homeoffice gearbeitet hat, ein pauschaler Betrag von fünf Euro in der Steuererklärung abgesetzt werden. Die Pauschale war zunächst auf maximal 120 Arbeitstage im Homeoffice begrenzt. Man konnte also maximal 600 Euro im Jahr geltend machen. Mit den neuen Regeln ab 2023 werden diese Obergrenzen angehoben.

Erhöhung der Homeoffice-Pauschale ab 2023

Eigentlich sollte die Homeoffice-Pauschale bis zum Ende des Jahres 2022 auslaufen, doch nun wurde die Maßnahme entfristet. Außerdem wird die Pauschale ab 2023 von fünf auf sechs Euro täglich angehoben. Statt 120 Tage können sich Steuerpflichtige die von zuhause arbeiten nun 210 Tage anrechnen lassen. Der maximale Betrag, den Homeoffice-Nutzer absetzen können, steigt damit im nächsten Jahr von 600 auf 1260 Euro. Die Vergünstigung für die Arbeit im Homeoffice muss aber nach wie vor mit der Werbungskostenpauschale verrechnet werden, die bislang 1200 Euro betrug.

Vorgaben für häusliches Arbeitszimmer vereinfacht

Auch die Vorgaben für ein häusliches Arbeitszimmer werden im Zuge der Verlängerung der Homeoffice-Pauschale vereinfacht. Ausgaben für ein Arbeitszimmer zuhause sollen, soweit der Mittelpunkt der Tätigkeit im Arbeitszimmer liegt, auch dann abziehbar sein, wenn ein anderer Arbeitsplatz etwa im Büro in der Firma zur Verfügung steht. Für alle, die ein Arbeitszimmer zu Hause und keinen Firmen-Arbeitsplatz haben, gibt es künftig ebenfalls eine Jahrespauschale von 1260 Euro. Damit soll den Betroffenen viel „Papierkrieg“ erspart werden.