Die 21 Millionen in Deutschland lebenden Rentnerinnen und Rentner dürfen sich 2023 auf steigende Bezüge freuen. Das bestätigte die Deutsche Rentenversicherung Bund. Allerdings fällt die Rentenerhöhung 2023 in West- und Ostdeutschland unterschiedlich aus. In diesem Artikel beantworten wir die wichtigsten Fragen zur Erhöhung der Rente 2023:
  • Rentenerhöhung: Wie stark steigt die Rente 2023?
  • Wie sind die Unterschiede in West und Ost?
  • Ab wann kommt die Rentenerhöhung 2023?

Rentenerhöhung 2023: Um wie viel Prozent steigt die Rente?

Die Deutsche Rentenversicherung Bund bestätigte, dass die Renten im Jahr 2023 um rund 3,5 Prozent im Westen und 4 Prozent im Osten steigen dürften. Angesichts der Inflation dürfte das aber vielen noch zu wenig sein – es bleibt trotzdem weniger Geld übrig.

Ab wann kommt die Rentenerhöhung 2023?

Wie die „Bild“ auf der Grundlage des neuen Rentenversicherungsberichts schreibt, sollen die Renten zum 1. Juli 2023 steigen.

Warum steigen die Rentenbezüge 2023?

Wie die Deutsche Rentenversicherung mitteilte, seien vor allem die hohen Beschäftigungszahlen für das Wachstum bei den Renten verantwortlich. In diesem Jahr liegen die Einnahmen der Rentenkasse mit voraussichtlich 356,8 Milliarden Euro um 2,1 Milliarden über den Ausgaben, erklärte die die Vorsitzende des Bundesvorstands der Rentenversicherung, Anja Piel. Auch Rentenpräsidentin Gundula Roßbach erläuterte: „Wir haben einfach eine Rekordbeschäftigung.“ Roßbach betonte, dass die Steigerung der Einnahmen durch Pflichtbeiträge aus Beschäftigung mit plus 5,4 Prozent in diesem Jahr für die Rentenkasse voraussichtlich besonders deutlich ausfalle. „Wir erwarten für dieses, kommendes und übernächstes Jahr jeweils Steigerungen der Bruttolohn- und Gehaltssumme von fünf Prozent - das ist doch recht erheblich“, sagte der Co-Vorstandsvorsitzende Alexander Gunkel. Unterm Strich dürften die Pflichtbeiträge an die Rentenkasse aus Erwerbsarbeit bis 2026 so um geschätzt 16,1 Prozent wachsen.
Doch die Arbeitsmarkt- und Lohnsituation in Deutschland ist nicht allein für den Anstieg der Rentenbezüge verantwortlich. „Hinzu kommt die erhöhte Sterblichkeit (insbesondere in Folge der Corona-Pandemie) mit geringeren Rentenausgaben“, heißt es in einem aktuellen Dokument der Regierung. Gunkel erklärte, dass die Lebenserwartung im Schnitt folglich nicht ganz so stark steigt, wie bisher gedacht. Dies wirkt sich tendenziell dämpfend auf die Ausgaben der Rentenkasse aus. Auch die steigende Zuwanderung nach Deutschland wirkt sich Gunkel zufolge positiv aus. Denn in Folge zahlen mehr Menschen in die Rentenkasse ein.
mit dpa