• Das Auswärtige Amt warnt derzeit vor Reisen auf die Malediven und das RKI stuft den Inselstaat als Hochinzidenzgebiet ein.
Tiefblaues Meer, Sandstrände und Korallenriffe – das erwartet Urlauber auf den Malediven. Trotz einer sehr hohen Inzidenz auf der Inselgruppe gibt es derzeit touristische Flüge in die Hauptstadt Malé. Welche Voraussetzungen gelten für Urlauber?

Test, Quarantäne, Gesundheitserklärung: Diese Regeln gelten bei der Einreise auf die Malediven

Touristen dürfen auf die Malediven einreisen, sofern sie einen negativen und höchstens 96 Stunden alten PCR-Test vorlegen können. Außerdem müssen Einreisende innerhalb von 24 Stunden vor Reiseantritt eine elektronische Gesundheitserklärung (Online-Formular) einreichen. Zudem wird ein Nachweis einer Buchungsbestätigung eines Resorts für die gesamte Aufenthaltsdauer benötigt. Eine Quarantänepflicht besteht nicht. Seit dem 09.05.21 werden die Malediven durch das Robert Koch-Institut als Hochinzidenzgebiet eingestuft.

Gesundheitsnotstand auf den Malediven

Laut Auswärtigem Amt gilt auf den Malediven derzeit ein von der dortigen Regierung ausgerufener öffentlicher Gesundheitsnotstand. Urlauber dürfen grundsätzlich ihr gebuchtes Resort nicht verlassen. Bei geplanten Aufenthalten in mehreren Resorts kann ein sogenannter Split Stay beim maledivischen Tourismusministerium beantragt werden. Die Hauptstadt Malé und unbewohnte Inseln können von Touristen derzeit nicht besucht werden, Ausnahmen gelten für Malé für erforderliche Transitübernachtungen.

Kosten, Flugzeit, Pauschalurlaub, Wasserbungalows bei Urlaub auf den Malediven

Ein zehnstündiger Direktflug von Deutschland auf die Malediven kostet in der Regel zwischen 600 und 1100 Euro. Für die Einreise wird kein kostenpflichtiges Visum benötigt. Wie teuer die Übernachtungen sind, hängt von der Art des Hotels ab. Einen Pauschalurlaub auf den Malediven von zwei Wochen inklusive Übernachtung und Voll- oder Halbpension gibt es für 1.500 Euro. Eine Woche kostet oft gleich viel, manchmal sogar mehr. Da es auf den Malediven viele luxuriöse Hotels gibt, sind den Preisen nach oben kaum Grenzen gesetzt. Beliebt sind Wasserbungalows im Meer, die über einen Holzsteg mit der Insel verbunden sind. Auch dort werden derzeit Übernachtungen angeboten.

Ausgangssperre in der Hauptstadt

In der Inselhauptstadt Greater Malé sowie auf den Inseln Hulhumale und Villimale gilt eine Ausgangssperre zwischen 16 Uhr und 8 Uhr. Die Menschen in Greater Malé dürfen ihre Häuser in dieser Zeit nur aus triftigen Gründen verlassen und benötigen hierfür eine Bewegungserlaubnis, die von der Polizei ausgestellt wird. Ausgenommen von der Ausgangssperre sind Fracht, Lieferungen und wesentliche Dienstleistungen. In Greater Malé dürfen sich außerdem nicht mehr als fünf Personen versammeln.

Malediven: Sport, Maskenpflicht, Reisen zwischen Inseln – Diese Corona-Regeln gelten

Neben der nächtlichen Ausgangssperre in Greater Malé sind auf den Malediven weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Kraft. In öffentlichen Räumen gilt außer beim Sport eine generelle Maskenpflicht. Von Mitternacht bis 4 Uhr müssen alle Fahrzeuge stillstehen. Zwischen den Inseln darf weiterhin nur aus triftigen Gründen gereist werden. Hierfür bedarf es im Vorfeld einer Genehmigung.

Corona Fallzahlen Malediven: Sieben-Tage-Inzidenz liegt über 700

Auf den Malediven ist die Corona-Inzidenz sehr hoch. So sehen die Zahlen laut Johns Hopkins Universität aus (Stand 10.06.2021):
  • Neuinfektionen (7-Tage-Inzidenz): 558,7
  • Todesfälle: 191
  • Impfquote (Erstimpfung) 57,92 %
  • Impfquote (vollständig): 32,40 %
  • Einwohner: 540.452

Tourismus als Wirtschaftsfaktor auf den Malediven

Ein Viertel des gesamten BIP der Malediven stammt aus dem Tourismus. Doch laut der Nichtregierungsorganisation „Tourism Watch“ profitierten insgesamt nur wenige Einwohner von der Zunahme des Tourismus, während die Mehrheit der Bevölkerung im Vergleich dazu ärmer geworden sei, weil andere Wirtschaftszweige geschwächt wurden.

Rückreise nach Deutschland aus dem Ausland: Das gilt für die Einreise

Weiterhin gelten in Deutschland Einschränkungen für Reiserückkehrer. Auch wenn die Corona-Regeln für Urlauber gelockert wurden, sollte man bei der Rückreise aus dem Ausland einige Dinge beachten.

Corona Urlaub: Wie ist die Lage in diesen Ländern

In vielen europäischen Ländern ändern sich gerade die Corona-Regeln für Urlaub und Einreise. Was wo gilt:

Malediven versteigern 16 unbewohnte Inseln

Die Regierung der Malediven versteigert 16 der mehr als 1000 mehrheitlich unbewohnten Inseln. Wer den Zuschlag bekommt, pachtet das Eiland für 50 Jahre, heißt es aus dem Tourismusministerium. Eine Bedingung sei, dass die Pächterinnen und Pächter auf ihrer Insel ein Hotel mit jeweils mindestens 100 Betten bauen. Mit der Auktion wollen die Malediven ihrem Tourismus nach dem Einbruch in der Corona-Pandemie helfen, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur am Freitag.
Eine 1,2 Hektar große Insel gibt es ab 210 000 Dollar (etwa 173 000 Euro), die 10,4 Hektar große Variante ab 1,5 Millionen Dollar (etwa 1,2 Millionen Euro). Bei ihren Projekten müssen sich Pächterinnen und Pächter in dem sensiblen Ökosystem an Umweltauflagen halten - etwa mehrheitlich Strom aus erneuerbaren Quellen nutzen, und rund die Hälfte der Vegetation soll sicher stehen bleiben.
Angebote sind bis zum 10. Juni möglich. Den Zuschlag erhalten aber nicht unbedingt die Höchstbietenden. Es gibt ein Punktesystem. 60 Punkte gibt es für das höchste Angebot, 20 Punkte gibt es, wenn mindestens 70 Prozent der Angestellten einheimisch sein sollen, darunter mindestens 5 Prozent Frauen, und 10 Punkte gibt es für Geld in einen Tourismusfonds der Regierung. Das Ministerium hofft nach eigenen Angaben auf 3700 zusätzliche Betten und damit verbundene Investitionen von 370 Millionen Dollar (rund 304 Millionen Euro) in den kommenden drei Jahren.