• Die Inzidenz auf Mallorca steigt seit Tagen wieder deutlich an
  • Mallorca und die anderen balearischen Inseln Menorca, Ibiza und Formentera gelten als beliebte Ziele für Urlaub und Reisen
  • Doch die Delta-Variante des Coronavirus und die Inzidenz von über 300 in Spanien bereitet Sorge
  • Auf den Balearen liegt die Inzidenz aktuell bei über 200
  • Die Bundesregierung stuft ganz Spanien als Risikogebiet ein
„Malle ist nur einmal im Jahr“ – lautet ein beliebter deutscher Partyhit – und Urlaubstraum. In diesem Sommer könnte er für viele Deutsche wieder wahr werden. Niedrige Inzidenz, Lockerungen und die jüngst gekippte Ausgangssperre machten die spanischen Inseln für viele Urlauber zuletzt attraktiv. Doch seit Tagen steigen die Corona-Zahlen und die Inzidenzen auf Mallorca wieder deutlich an - – und nun gilt ganz Spanien, und damit auch die Balearen, dank der neuen Liste des RKI, als Risikogebiet. Urlauber fragen sich daher:
  • Was ist bei einem Urlaub auf Mallorca zu beachten?
  • Welche Corona-Regeln gelten aktuell?
  • Wie läuft die Einreise ab, wie die Rückreise?
  • Wie hoch ist die 7-Tage-Inzidenz auf den Balearen?
  • Alle wichtigen Infos, um den Urlaub auf Mallorca geregelt organisieren zu können, gibt es hier im Überblick.

Mallorca ist wieder Risikogebiet: Was müssen Urlauber beachten?

Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung von Sonntag, 10. Juli, an ganz Spanien und damit auch Mallorca und die Kanaren als Risikogebiet ein. Das gab das Robert Koch-Institut am Freitag (09.07.) bekannt. Das bedeutet, dass das Auswärtige Amt mitten in den Sommerferien wieder von touristischen Reisen in das beliebteste Urlaubsland der Deutschen abraten wird. Praktische Folgen ergeben sich für Urlauber aber kaum: Wer mit dem Flugzeug aus Spanien nach Deutschland zurückkehrt, muss wie bisher einen negativen Test oder einen Nachweis über eine vollständige Impfung oder Genesung dabeihaben. Damit entfällt dann die Quarantänepflicht.

Stark steigende Zahlen: Party-Bremse auf Mallorca

Angesichts stark steigender Corona-Zahlen werden auf der beliebten Urlaubsinsel Mallorca voraussichtlich wieder schärfere Einschränkungen ergriffen. Um Partys und Trinkgelage vor allem junger Leute unter freiem Himmel zu bekämpfen, sollen Strände und Parks künftig von 22 Uhr bis 6 Uhr geschlossen werden. Die Justiz muss den Plänen noch zustimmen, wie die „Mallorca Zeitung“ am Montagabend berichtete.

Party auf Mallorca: Wann drohen Bußgelder?

Teilnehmern solcher Partys drohen demnach künftig saftige Bußgelder in Höhe von 1000 Euro. Wenn ein Partygast mit seiner Teilnahme gegen eine Quarantäne verstößt, soll sich das Bußgeld auf 2000 Euro erhöhen. Wenn der Teilnehmer positiv auf Corona getestet wurde, werden sogar 5000 Euro fällig. Den Organisatoren illegaler Parties drohen Strafen von bis zu 100 000 Euro.
Auch Gaststätten müssen künftig wohl wieder etwas früher schließen, und zwar um 1 Uhr statt um 2 Uhr. Maximal dürfen im Innenbereich von Gaststätten dann noch Gruppen von vier Personen an einem Tisch sitzen, im Außenbereich acht. Von 1 Uhr bis 6 Uhr dürfen sich der Zeitung zufolge nur noch Personen treffen, die im selben Haushalt leben. Gemeinsam eingecheckte Hotel- oder Fincagäste sollen dabei als ein Haushalt gelten.

Kommt die Maskenpflicht im Freien auf Mallorca wieder?

Auf die eigentlich geplante Wiedereinführung der erst vor knapp einem Monat abgeschafften Maskenpflicht auch im Freien verzichtete die Regionalregierung nach Gesprächen mit Unternehmern und Gewerkschaften, wie die Zeitung berichtete. Allerdings werde dringend geraten, freiwillig einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Kann ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu Fremden nicht eingehalten werden, ist die Maske auch im Freien wieder Pflicht, in allen öffentlichen Innenräumen und in Bussen und Bahnen sowieso.

Corona-Zahlen und Inzidenz auf Mallorca und den anderen Baleareninseln

Wie die Mallorca Zeitung berichtet, hat die hohe Anzahl an Neuinfektionen die 7-Tage-Inzidenz stark anziehen lassen. Am Montag (19.7.) lag die Inzidenz auf Mallorca laut der balearischen Gesundheitsbehörde bei 411.
  • Mallorca: 391 Neuinfektionen
  • Menorca: 11 Neuinfektionen
  • Ibiza: 90 Neuinfektionen
  • Formentera: 1 Neuinfektion

Was ist ein Risikogebiet?

Als Risikogebiete werden Länder und Regionen eingestuft, in denen die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) über 50 liegen. Inzwischen liegt die Inzidenz auf den Balearen, zu denen auch Menorca, Ibiza und Formentera gehören, im Schnitt schon bei 153. Bei einer Inzidenz über 200 droht die Einstufung als Hochinzidenzgebiet mit Quarantänepflicht. Die Stufe „einfaches Risikogebiet“ ist die niedrigste von drei Risikostufen. Welche Regeln gelten bei der Rückreise aus einem Hochinzidenzgebiet?

Tourismusbranche in Mallorca kritisiert Hochstufung

Die Präsidentin des Verbandes der Hoteldirektoren auf den Balearen (AEDH), Alicia Reina sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass man natürlich beunruhigt sei. „Aber man muss auch deutlich sagen, dass die Inzidenz der Neuansteckungen nicht mehr so relevant ist, wenn die Intensivstationen leer und die Todesrate niedrig ist.“ „Die deutschen Touristen sind klug und können das einschätzen“, hofft sie.
Richtig schlimm wäre es aus Reinas Sicht aber, wenn Deutschland die Balearen wegen steigender Inzidenz zum Hochinzidenzgebiet erklären würde. Das passiert normalerweise bei einer Inzidenz von über 200. Dann müssten Rückkehrer, die nicht vollständig geimpft sind, für mindestens fünf Tage in eine Zwangsquarantäne. Der Wert von 200 wurde auf den Balearen laut einer spanischen Internetseite am Freitag aber schon überschritten: Die 7-Tage-Inzidenz lag demnach bei 205.
Einige Vertreter der Tourismusbranche reagierten gereizter. „Verdammt, das sind äußerst schlechte Nachrichten“, sagte etwa Alfonso Robledo, Präsident des Unternehmerverbandes Caeb auf Mallorca der dpa. „Wie schon im vergangenen Jahr bedeutet das einen brutalen Rückgang der Urlauberzahlen“, befürchtet er. „Wir haben eineinhalb Jahre mit fast völligem Stillstand hinter uns und hatten endlich Licht am Ende des Tunnels gesehen. Wenn der deutsche Markt für uns wegbricht, bedeutet das den Tod.“

Urlaub auf Mallorca: Nächtliche Ausgangssperre frühzeitig aufgehoben

Der Oberste Gerichtshof Spaniens hat die nächtliche Ausgangssperre jetzt frühzeitig aufgehoben – für Mallorca und die anderen Balearen. Das „Tribunal Supremo“ kippte auch Beschränkungen bei privaten Versammlungen. Solche Regeln seien unvereinbar mit den Gesetzen und der Bedrohungslage nicht angemessen, teilte das Gericht am Donnerstag in Madrid mit. Somit herrscht auf Mallorca erstmals seit etwa sieben Monaten keine nächtliche Ausgangssperre mehr. Die Regionalregierung der Balearen empfiehlt jedoch, Begrenzungen bei Privattreffen weiterhin zu beachten.

Corona auf Mallorca: Virusvarianten Alpha und Delta bereiten Sorge

Auf den Balearen mit Mallorca und auf den Kanaren steigen die Corona-Zahlen. Anders als bei früheren Corona-Wellen sind dieses Mal besonders jüngere Menschen betroffen. In der Gruppe der 20- bis 29-jährigen beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz rund 450.
Die meisten Fälle gehen bisher noch auf die zuerst in Großbritannien festgestellte Alpha-Variante des Coronavirus zurück. Aber auch die als ansteckender geltende Delta-Variante ist in Spanien auf dem Vormarsch. Ihr Anteil wird derzeit auf etwa 15 Prozent geschätzt, weniger als zum Beispiel in Deutschland. Experten gehen aber davon aus, dass sie bis zum Sommer wie in ganz Europa vorherrschend sein wird.
Die spanische Regierung verweist angesichts der wieder steigenden Corona-Zahlen auf die Impfkampagne. 54 Prozent der 47 Millionen Bürger haben bisher mindestens eine Dosis erhalten, 40 Prozent sind vollständig geimpft. Die Lage in den Krankenhäusern ist deshalb entspannt, nur etwa gut sechs Prozent der Betten auf Intensivstationen sind mit Corona-Patienten belegt.
Informationen zur Ausbreitung der Delta-Variante in Spanien und anderen Ländern Europas gibt es hier:

Urlaub auf Mallorca trotz Corona? Das sagen Reiseunternehmen

Die Tourismusindustrie hat angesichts der Entwicklung noch keinen Alarm geschlagen. Sie setzt weiter darauf, dass die Haupturlaubssaison im Juli und August ohne größere Reisebeschränkungen stattfinden kann. Alles andere könnte aber eine wirtschaftliche Katastrophe bedeuten.
Deutsche Reiseanbieter spüren nach eigenen Angaben bislang keine Folgen der Delta-Variante im Buchungsverhalten von Kunden. Auf Mallorca reagierten Gäste besonnen, „so dass wir für die Insel derzeit kein erhöhtes Stornierungsaufkommen vermelden“, sagte Ralph Schiller, Chef des Reisekonzerns FTI.
Reiseveranstalter wie TUI setzen trotz wieder steigender Corona-Zahlen auf Mallorca weiter auf eine gute Urlaubs-Sommersaison.
Reiseveranstalter wie TUI setzen trotz wieder steigender Corona-Zahlen auf Mallorca weiter auf eine gute Urlaubs-Sommersaison.
© Foto: Christoph Schmidt/DPA

Partys in Magaluf: Keine Quarantäne für Briten bei Rückkehr

Magaluf, sozusagen der Ballermann der Briten, erwacht gerade zu neuem Leben, nachdem Großbritannien die Balearen auf die grüne Liste der Regionen gesetzt hat, die bei der Rückkehr in die Heimat keine Quarantänepflicht auslösen. Allerdings müssen Briten anderes als Deutsche einen negativen PCR-Test vorlegen, um zu der Inselgruppe im Mittelmeer zu reisen.

Corona Spanien: Inzidenz und Corona-Zahlen

Die aktuelle Corona-Lage in Spanien: So hoch sind die neuesten Fallzahlen zu Inzidenzwert, Neuinfektionen, Impfungen und Co. nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität (Stand: 19.07.2021) auf einen Blick:
  • 7-Tage-Inzidenz: 348,7
  • Infektionen seit Beginn der Pandemie: 4.100.222
  • Todesfälle insgesamt: 81.096
  • Impfquote (Erstimpfung): 62,1 Prozent
  • Impfquote (vollständig): 49,99 Prozent

Corona Regeln auf Mallorca: Restaurants sind geöffnet, Private Treffen möglich

Aufatmen für die Wirte der spanischen Insel: Auf Mallorca haben Restaurants geöffnet. Auch private Treffen können stattfinden. Diese Regeln gelten:
  • Die Sperrstunde für die Gastronomie ist um 24 Uhr.
  • Die Innenbereiche von Cafés, Bars und Restaurants dürfen höchstens zu 50 Prozent belegt werden.
  • An einem Tisch sind maximal vier Personen erlaubt.
  • Private Zusammenkünfte sind ab 6. Juni im Freien mit bis zu 15 Personen erlaubt. In privaten Innenräumen sind maximal 10 Personen zugelassen.

Keine Maskenpflicht mehr im Freien

Seit Samstag, 26.06.2021, gibt es im Freien keine Maskenpflicht mehr. Die strenge Maskenpflicht herrscht in Spanien seit Mai 2020. Es muss draußen keine Maske mehr getragen werden, sofern der Sicherheitsabstand zu anderen Personen eingehalten wird.

Nach Massenansteckung von Schülern: Mallorca will keine Rabauken

Mallorca hat nach der Ansteckung von rund tausend spanischen Schülern mit dem Coronavirus bei Abiturfahrten eine klare Warnung an alle Besucher gerichtet. Wer sich danebenbenehmen und damit die Gesundheit und die Wirtschaft auf den Inseln gefährden wolle, solle lieber gleich zu Hause bleiben, sagte Regionalregierungschefin Francina Armengol. „Wer unsere Inseln besucht, muss sich ebenso verantwortungsvoll verhalten, wie das die Einheimischen tun“, wurde sie am Dienstag von der „Mallorca Zeitung“ zitiert. Junge Leute hatten sich mutmaßlich auf einer Fähre sowie bei Partys in Hotelzimmern und an Stränden sowie einem Konzert in der Stierkampfarena von Palma angesteckt, schrieb die Zeitung „El País“.

Balearen verschärfen Einreiseregeln für größere Gruppen

Zuvor hatte die Inselgruppe der Balearen, zu denen neben Mallorca auch Ibiza, Menorca und Formentera gehören, bereits die Einreiseregeln für größere Gruppenreisen verschärft. Die Teilnehmer organisierter Gruppenreisen ab 20 Teilnehmern müssen künftig einen negativen PCR-Test vorlegen oder einen vollständigen Impfschutz nachweisen. Zudem sollen Clubs und andere Veranstaltungsorte strenger kontrolliert und fliegende Händler, die Partys im Freien nach der Sperrstunde ab 2.00 Uhr mit Alkohol versorgen, bekämpft werden.

Digitaler Impfpass: Nachweis per Handy

In Deutschland ist der digitale Impfpass ab dem 10. Juni verfügbar. In zahlreichen Apotheken erhält man den digitalen Nachweis. Für Urlauber und Reisende ist das besonders praktisch. Mit dem Nachweis per Smartphone muss nämlich kein analoger Impfpass mehr vorgezeigt werden. Doch kann man den Impfpass auch außerhalb Deutschlands nutzen? Mehr Infos zum digitalen Impfpass gibt es hier.

Delta-Variante: Mutation breitet sich in Europa aus

Reisen und Urlaub sind im Sommer 2021 wieder erlaubt. Doch nun ist die Delta-Variante in vielen beliebten Urlaubsländern auf dem Vormarsch. Hier gibt es einen aktuellen Überblick.

Corona-Test für den Urlaub auf den Balearen: Testzentrum auf Mallorca, Ibiza, Menorca

Die Firma CoviMedical hat auf Mallorca mehrere Teststellen eingerichtet. Die öffentlichen Testzentren sind unter www.15minutentest.com einsehbar und die Corona-Tests buchbar.
Neben Mallorca werden weitere Testzentren derselben Firma auf Ibiza und Menorca folgen. Die genutzte Software ermöglicht die Zusammenarbeit mit der Corona-Warn-App und dem spanischen Pendant des Warnsystems. Ob die Testergebnisse an die jeweilige App übermittelt werden, können die Getesteten selbst entscheiden.

Mietwagen auf Mallorca - Preise steigen deutlich

Mietwagen in Urlaubsregionen könnten in der anstehenden Reisesaison deutlich teurer werden. Sowohl Anbieter als auch Vergleichsportale machen entsprechende Anzeichen aus. Mit den aktuellen Lockerungen für den Tourismus in einigen Ländern und Regionen ziehen teilweise schon jetzt die Preise an. Treiber sind zwei Entwicklungen in der Corona-Krise: Zum einen nimmt die Nachfrage angesichts der beginnenden und erwarteten Corona-Lockerungen und der anstehenden Reisesaison kräftig zu. Zum anderen ist das Angebot begrenzt, weil die Vermieter in der Krise sparen mussten.
Die Portale billiger-mietwagen.de und Check24 beobachten bereits ein Anziehen der Preise. Bei billiger-mietwagen.de sieht man die Preise bei Buchungen für Juli und August derzeit um 54 Prozent höher als vor einem Jahr. In einigen Gegenden wie Spanien, Italien oder Griechenland liegen die Preise dabei mehr als doppelt so hoch wie vor einem Jahr. In Deutschland sind es 20 Prozent. Wer aktuell versucht, beispielsweise bei Sixt oder Europcar ein Auto für die erste Augustwoche auf Mallorca zu buchen, muss ab Flughafen für einen Kleinwagen bereits deutlich über 100 Euro bezahlen.

Bierkönig am Ballermann hat geöffnet – Das gilt für Regeln, Inzidenz, Strand, Party und Co.

Unter strengen Corona-Regeln hat der berühmte „Bierkönig“ auf Mallorca (Balearen) am Ballermann wieder offen. Was gilt für den Urlaub auf Malle?

Corona und Urlaub: So sind die Regeln in diesen Ländern

In vielen europäischen Ländern ändern sich gerade die Corona-Regeln für Urlaub und Einreise. Was wo gilt:

Einreise nach Deutschland: Was bei Rückreise aus Virusvariantengebiet und Risikogebiet gilt

Zahlreiche Deutsche planen oder machen aktuell Urlaub in Spanien, Kroatien, Türkei, Griechenland und Co. - Doch welche Einreisebeschränkungen gelten für die Rückreise aus Corona-Risikogebieten, Hochinzidenz- und Virusvariantengebieten?