• Auf den Kanaren ist die Zahl der Neuinfektionen und die Inzidenz niedrig, sie liegt aktuell bei knapp unter 30, in ganz Spanien mittlerweile bei unter 40
  • Deutschland stuft ganz Spanien und damit auch die Kanarischen Inseln nicht mehr als Risikogebeit ein
  • Auf den Inseln der Kanaren gelten verschiedene Warnstufen in einem Ampel-System
  • Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote und Teneriffa: Welche Auswirkung hat Corona auf eine Reise und den Urlaub auf einer Insel der Kanaren?
  • Alle Corona-Regeln auf den Kanarischen Inseln und für die Einreise und Rückreise im Überblick
  • Auf der Kanaren-Insel La Palma ist derweil am 19.09.21 ein Vulkan ausgebrochen – viele Menschen, auch Urlauber, mussten in Sicherheit gebracht werden

Kanaren aktuell Update: Vulkanausbruch auf Insel La Palma

Die Kanaren, zu denen auch die beliebten Ferieninseln Gran Canaria, Teneriffa und Lanzarote gehören, sind vulkanischen Ursprungs. Nun ist, zum ersten Mal seit 50 Jahren, am Sonntag, 19.09.2021, auf der Ferieninsel La Palma der Vulkan Cumbre Vieja ausgebrochen. Der Vulkan im Süden der Kanareninsel spuckte am Sonntag Lava und Asche aus, über ihm war eine hohe Rauchsäule zu sehen. Die örtlichen Behörden riefen die Bevölkerung zu „extremer Vorsicht“ auf und leiteten die Evakuierung der Umgebung ein. Mehr als 6000 Menschen mussten seither in Sicherheit gebracht werden, darunter 400 Touristen, die nach Teneriffa gebracht wurden.

Eruption könnte bis zu zwölf Wochen dauern

Laut dem kanarischen Vulkanforschungsinstitut Involcan kann die Eruption noch zwischen drei und zwölf Wochen andauern. Die Eruption ist der der Ausstoß von Magma, Gestein, Gasen oder Asche. Einer der beiden Lavaströme kam am Donnerstag, 23.09., zum Stillstand. Der zweite, rund 500 Meter breite Strom setze seinen Weg zum Meer fort, "aber sehr viel langsamer als vorher", sagte Maria José Blanco, Leiterin des Nationalen Geografischen Instituts. Die Behörden befürchten, dass giftige Gase freigesetzt werden könnten, wenn sich die Lava ins Meer ergießt.
Der Ausbruch habe in dem Gebiet Cabeza de Vaca in El Paso begonnen, teilten die örtlichen Behörden im Onlinedienst Twitter mit. Um 15.12 Uhr Ortszeit (16.12 Uhr MESZ) habe es mehrere heftige Explosionen in der Gemeinde El Paso im Süden der Insel gegeben, berichtete die Zeitung „El País“. Anschließend begann der Vulkan große Mengen braunen und weißen Rauchs sowie Gesteinsbrocken und rotglühende Lava in die Luft zu schleudern. Alle Infos zum Vulkanausbruch auf La Palma in diesem Artikel.

Urlaub auf den Kanaren trotz Vulkanausbruch? Was Touristen jetzt beachten müssen

Wie das Auswärtige Amt mitteilte wurde für Personen, die sich in Ortsteilen der Gemeinden El Paso, Los Llanos de Aridane, Mazo, Fuencaliente und Tazacorte aufhielten, eine Evakuierung angeordnet. Die Menschen wurden evakuiert, da die Lavaströme zahlreiche Straßen und Wege unpassierbar machen und die Gefahr besteht eingeschlossen zu werden. Darüber hinaus bestehe erhebliche Waldbrandgefahr und das Risiko einer gesundheitlichen Gefährdung durch Ascheregen. Außerdem könne nicht ausgeschlossen werden, dass der Flughafen auf La Palma geschlossen werden muss.
Aus diesen Gründen rät das Auswärtige Amt momentan von nicht notwendigen Reisen nach La Palma ab. Reisenden wird geraten, die Anweisungen und Empfehlungen der Sicherheitskräfte vor Ort zu beachten. Touristen, die schon einen Flug gebucht haben, sollen sich bei ihrer Fluggesellschaft nach alternativen Flugmöglichkeiten erkundigen.

Urlaub auf den Kanaren: Was gilt wegen Corona?

Egal ob Kreuzfahrt, All Inclusive, Ferienhaus oder Hotel: Die Kanarischen Inseln sind ein beliebtes Urlaubsziel. Unzählige Touristen aus Deutschland, Europa und der ganzen Welt reisen jedes Jahr auf die Kanaren, um die langen, weißen Sandstrände, türkisblauen Ozeanwellen und malerischen Landschaften zu genießen.
Über Wochen war Spanien als Hochrisikogebiet eingestuft worden. Urlaub auf Fuerteventura, Gran Canaria, Teneriffa oder Lanzarote gestaltete sich daher etwas schwieriger. Angesichts der sinkenden Zahlen und der niedrigen Inzidenz sind Spanien und damit auch die beliebten Urlaubsinseln der Kanaren und Balearen mit Mallorca kein Risikogebiet mehr. Welche Corona-Regeln gelten dennoch? Alle Reise-Infos in der Übersicht.

Kanarische Inseln laut aktueller RKI-Liste kein Hochrisikogebiet

Für deutsche Urlauber war bereits seit Sonntag, 22.08., eine Reise auf die Kanaren oder nach Katalonien mit der Touristenhochburg Barcelona und den Stränden der Costa Brava um einiges attraktiver als in den Wochen zuvor. Grund: Die beiden Regionen und drei weitere in Spanien – Valencia, Kastilien-La Mancha und Asturien – wurden von der Liste der Risikogebiete gestrichen.
Im Juli hatte Spanien plötzlich wieder mit die höchsten Infektionszahlen in Europa. Deshalb war bisher das ganze Land Hochrisikogebiet. Auf den Kanaren ging die Sieben-Tage-Inzidenz in den vergangenen Wochen von 250 auf 53 zurück.

Warnstufen auf den Inseln der Kanaren: Wo gilt welche Warnstufe?

Auf den kanarischen Inseln gibt es vier Warnstufen. Je nachdem, wie hoch die Coronazahlen vor Ort sind, gelten die Regeln der aktuellen Stufe. Die Maßnahmen variieren für jede Insel, je nach Einstufung. Die vierstufige Ampel wird in der Regel einmal wöchentlich für jede Insel neu eingerichtet. In der Gastronomie gilt in Warnstufe 3 (aktuell sind Teneriffa und Fuerteventura betroffen) beispielsweise, dass nur sechs Personen gemeinsam am Tisch sitzen dürfen. In Innenräumen gilt die 3G-Regel. Bei Warnstufe 1 dürfen sich maximal 10 Personen treffen, bei Warnstufe 4 dagegen nur maximal 4. Bei Warnstufe 4 ist in Innenräumen der Gastronomie ein negativer Corona-Test oder der Nachweis über Impfung oder Genesung vorzulegen. Weitere Infos zu den einzelnen Warnstufen findet ihr bei canary-vibes.
Die Kanarischen Inseln aktuell laut der kanarischen Regierung wie folgt eingestuft:
  • Teneriffa: 2
  • Gran Canaria: 2
  • Fuerteventura: 3
  • Lanzarote: 1
  • La Palma: 1
  • La Gomera: 1
  • El Hierro: 1

Einreise auf die Kanaren: Diese Regeln gelten

Die Bundesregierung Spaniens hat Deutschland wegen hoher Coronazahlen und Inzidenzen zum Risikogebiet heraufgestuft. Das bedeutet: Für Urlauber aus Deutschland ändern sich die Regeln für die Einreise nach Spanien – und damit auch auf die Kanaren. Welche Einreise-Regeln jetzt gelten? Alle Infos Artikel unter diesem Link.

Inzidenz Kanaren aktuell: Lanzarote, Fuerteventura, La Palma, El Hierro, Gran Canaria und La Gomera

Die Infektionszahlen der einzelnen Inseln unterscheiden sich. Hier die genauen Angaben zur 7-Tage-Inzidenz (Stand 23.09.2021) laut der Seite canary-vibes.com.
  • Kanaren gesamt: 27,76
  • Teneriffa: 22,94
  • Fuerteventura: 80,18
  • Gran Canaria: 23,49
  • Lanzarote: 52,63
  • La Gomera: 0,00
  • El Hierro: 53,83
  • La Palma: 5,99

Corona-Zahlen Kanaren in Spanien: Aktuelle Inzidenz, Infektionen und Impfquote

Die aktuelle Corona-Lage in Spanien: So hoch sind die neuesten Fallzahlen zu Inzidenzwert, Neuinfektionen, Impfungen und Co. nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität (Stand: 24.09.2021) auf einen Blick:
  • 7-Tage-Inzidenz: 37,5
  • Infektionen seit Beginn der Pandemie: 4.943.855
  • Neue Todesfälle: 100
  • Todesfälle insgesamt: 86.185
  • Impfquote (Erstimpfung): 80,24 Prozent
  • Impfquote (vollständig): 77,41 Prozent

Corona-Regeln Kanaren: Maskenpflicht in der Gastronomie und Ausgangssperren

Zur Eindämmung der Pandemie gibt es regional Sperrstunden in Spanien. Doch auf den bei Urlaubern beliebten Kanaren lehnte die Justiz dies ab. Welche Regeln gelten sonst auf den kanarischen Inseln?
  • Es gilt eine Maskenpflicht an öffentlichen Orten innerhalb und außerhalb von geschlossenen Räumen und im ÖPNV
  • Die Maskenpflicht im Freien entfällt, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird
  • Auf der Straße darf kein Alkohol getrunken werden
  • Rauchen im öffentlichen Raum ist bei zu geringem Mindestabstand (2 Meter) nicht erlaubt

Wetter Kanaren im September, Oktober & November: Wie sind die Temperaturen 2021?

Die Kanaren werden oft auch als Inseln des ewigen Frühlings bezeichnet. Das Wetter ist fast immer gut. An fast 300 Tagen im Jahr scheint die Sonne, auf Gran Canaria sogar an 320 Tagen im Jahr. Lanzarote und Fuerteventura, die am nächsten an Afrika liegen, sind tendenziell die wärmsten Inseln der Kanaren. Von April bis Oktober ist laut „reisemagazin“ die beste Reisezeit, weil es dann die wenigsten Niederschläge auf den sieben Inseln gibt. Allerdings ist Badeurlaub auf den Kanaren das ganze Jahr über möglich – bei Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad. Das bedeutet, selbst im November lohnt sich eine Reise auf eine der Kanarischen Inseln noch, denn immerhin liegen die Temperaturen bei guten 20 Grad im Schnitt.

Einreise auf die Kanaren: Testpflicht – Was gilt für Geimpfte und Genesene?

Die Pflicht, bei der Einreise nach Spanien einen PCR-Test vorzulegen, ist für Reisende entfallen. Alle Reisenden müssen vor Einreise nach Spanien ein Online-Formular ausfüllen. Darauf wird ein QR-Code erstellt, der bei der Einreise benötigt wird. Frühestens 48 Stunden vor der Einreise auf die Kanaren kann man sich auf dem Portal registrieren. Für die Einreise aus dem spanischen Festland oder einer anderen spanischen Insel muss das Formular nicht ausgefüllt werden. Die Testpflicht beim Rückflug nach Deutschland gilt weiter.

Rückreise nach Deutschland: Rückkehr von den Kanaren

  • Kein Einreiseformular mehr: Urlauber, die von den Kanaren nach Deutschland zurückkehren, haben keine Meldepflicht mehr
  • Es besteht eine Testpflicht bei der Rückkehr nach Deutschland, auch wenn die Kanaren kein Hochrisikogebiet mehr sind – davon gibt es jedoch Ausnahmen.
  • Flugreisende: Alle Einreisenden mit dem Flugzeug müssen unabhängig vom Herkunftsland einen negativen Test vorweisen. Geimpfte und Genesene sind davon befreit.
  • Quarantäne: Die Einreisenden aus den kanarischen Inseln müssen sich nicht mehr in Quarantäne begeben.

Kanaren-Urlaub für Geimpfte: Testpflicht bei Rückreise nach Deutschland?

Seit dem 31.07.2021 gilt für alle Menschen ab zwölf Jahren bei der Einreise eine Nachweispflicht. Das bedeutet, sie müssen nachweisen können, dass bei ihnen das Übertragungsrisiko verringert ist: mit dem Nachweis einer Impfung, einem Nachweis als Genesener oder einem negativen Testergebnis. Wer vollständig geimpft ist, braucht also keinen Test. Mehr Infos zu den neuen Einreiseregeln nach Deutschland findet ihr hier.

Kreuzfahrt Kanaren: Ausnahmslose Impfpflicht auf einigen Routen von Aida

Die Rostocker Kreuzfahrt-Reederei Aida Cruises bietet einige Reisen ihres Winterfahrplans nur ausnahmslos Menschen mit Corona-Impfung an. Auf Reisen in die Karibik, den Orient oder nach Norwegen gibt es laut Aida keine Ausnahmen etwa für ungeimpfte Kinder, so dass diese nicht mitreisen können. Auch für Reisen etwa zu den Kanaren, im Mittelmeer sowie Städtetouren ab Hamburg gilt laut Unternehmen eine Impfpflicht. Für Kinder bis zwölf Jahren ist hier allerdings ein negativer Corona-Test ausreichend. Maßgeblich für die Regelungen seien im Wesentlichen die Vorgaben der Zielländer, sagte die Sprecherin. Von Corona Genesene und Geimpfte werden den Vorgaben entsprechend nicht gleichgesetzt. Auch Genesene müssen demnach vor oder nach der Genesung eine Impfdosis erhalten haben. Unabhängig von Impfungen sind weiterhin Corona-Tests vor Reiseantritt vorgesehen und je nach Route auch während der Reise. Masken sollen in Innenbereichen des Schiffes getragen werden, außer etwa beim Essen oder beim Sport.

Corona Urlaub 2021: Was gilt in den beliebten Urlaubsländern?

In einige Ländern in Europa und auf der ganzen Welt darf man aus Deutschland schon wieder reisen. Viele Urlaubsziele locken mit Öffnungen bei Hotels und Ferienwohnungen und in der Gastronomie. In welchem Land was gilt, erfahrt ihr hier genauer: