Auch Großbritannien ist von der Corona-Pandemie schwer getroffen. Mittlerweile gibt es dort so viele Corona-Todesfälle wie in keinem anderen europäischen Land. Nach Angaben der Johns Hopkins Universität sind derzeit, Stand 12. Mai, 18:20 Uhr,

  • Es gibt 32.141 Todesopfer
  • 1.015 Personen gelten als genesen

Ausgangsbeschränkungen verlängert, aber vorsichtige Lockerungen geplant

Update vom 11.05.

Der britische Premierminister Boris Johnson hat am Sonntag für England eine vorsichtige Lockerung der Kontaktbeschränkungen in der Coronavirus-Pandemie angekündigt. Wie er am Sonntagabend in einer Fernsehansprache sagte, dürfen die Briten ab Mittwoch unbegrenzt im Freien Sport treiben, ab Juni sollen Grundschulen und weitere Geschäfte wieder öffnen. Statt des Appells "Bleibt zu Hause" gilt im Kampf gegen die Corona-Pandemie nun die Maßgabe "Bleibt wachsam".

Der Premierminister will jedoch die seit sieben Wochen geltende Corona-Ausgangssperre im Land bis Juni verlängern, jedoch leichte Lockerungen vornehmen. Die Ausgangsbeschränkungen blieben noch mindestens bis zum 1. Juni in Kraft, sagte Johnson am Sonntagabend in seiner Rede. "Dies ist einfach nicht die Zeit, den Lockdown diese Woche zu beenden", fügte der Regierungschef hinzu.

Erneut Verhandlung über Handelsabkommen

Update vom 11.05.

Nach zwei ergebnislosen Verhandlungsrunden versuchen Großbritannien und die EU ab Montag erneut, auf dem Weg zu einem Handelsabkommen nach dem Brexit voranzukommen. Die dritte Runde soll sich in täglichen Videokonferenzen über die ganze Woche bis Freitag erstrecken.

Großbritannien will Coronavirus-Alarmsystem einführen

Update vom 10.05.

Großbritannien will ein Corona-Alarmsystem einführen. Ähnlich dem bereits existierenden Terror-Warnsystem solle die Bevölkerung künftig auch frühzeitig über einen Anstieg von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus informiert werden, sagte Wohnungsbauminister Robert Jenrick am Sonntag dem Sender Sky News. Premierminister Boris Johnson stellt am Abend in einer Fernsehansprache seine Pläne für das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie vor.

Betreut werde das fünfstufige System von einem neuen Zentrum für Biosicherheit, sagte Jenrick. "Derzeit ist das Land auf Stufe vier, fünf wäre die beunruhigendste." Ziel sei es, so schnell wie möglich auf Stufe drei zu gelangen. Mit jeder Stufe nach unten sollten wirtschaftliche und andere Beschränkungen aufgehoben werden. Das System ist zunächst nur für England geplant. Schottland, Wales und Nordirland sollen nach dem Willen von Johnson folgen

Plant Großbritannien Quarantäne für Reisende?

Update vom 09.05.

Die britische Regierung plant Medienberichten zufolge die Einführung einer zweiwöchigen Quarantäne für Reisende, die nach Großbritannien kommen. Damit solle eine zweite Welle Coronavirus-Infektionen in dem Land verhindert werden.

Wie könnten Corona-Lockerungen in Großbritannien aussehen?

Update vom 08.05.

Rein formal sollen die Ausgangsbeschränkungen in Großbritannien um drei Wochen verlängert werden, wie der „Telegraph“ am Donnerstag berichtete. Dies schließe Lockerungen allerdings nicht aus, hieß es. Britische Medien hatten bereits über erste Schritte spekuliert, die Johnson planen könnte: Dazu zählt angesichts des schönen Wetters die Öffnung von mehr Parkanlagen, die Zulassung von Picknicks und die Wiedereröffnung von Cafés im Freien. Auch mehr Sport draußen soll ermöglicht werden, heißt es. Kritiker halten das für zu früh. Viele Menschen halten sich schon jetzt nicht an die Vorgaben.

Streit um Lockerung der Corona-Regeln in Großbritannien

Update vom 08.05.

Premierminister Boris Johnson gerät mit seinen Plänen für eine Lockerung der Ausgangsbeschränkungen zunehmend in die Kritik. Er will das weitere Vorgehen der Regierung am Sonntagabend bekanntgeben. Erste Lockerungen könnten demnach schon ab Montag gelten. Johnson versicherte einem Regierungssprecher zufolge am Donnerstag seinem Kabinett, dass er dabei mit „größter Vorsicht“ vorgehen werde.

Eine Lockerung der Ausgangsbeschränkungen müsse auch mit den Landesteilen abgestimmt werden, sagte der Fraktionschef der Schottischen Nationalpartei SNP im Unterhaus, Ian Blackford, am Donnerstag im BBC-Interview. Weder er noch Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon seien informiert worden, was Johnson überhaupt plane. England, Wales, Nordirland und Schottland müssten zusammenarbeiten, forderte Blackford. Ähnlich äußerte sich der Chef der oppositionellen Labour-Partei, Keir Starmer: „Wir haben gemeinsam im Vereinigten Königreich die Ausgangsbeschränkungen gestartet“, sagte er der BBC. Es wäre sinnvoller, eine Lockerung gemeinsam abzustimmen und umzusetzen.

Wann startet die Premier League wieder?

Update vom 08.05.

Britische Medien spekulieren, dass die Premier League ab Mitte Juni ohne Zuschauer fortgesetzt werden könnte. Laut „The Times“ soll die Regierung die Pläne für einen Saison-Restart am 12. Juni unterstützen. Am Sonntag will Premierminister Boris Johnson Pläne für die Lockerung der Maßnahmen gegen das Coronavirus in Großbritannien vorstellen.

Kaum Pkw-Zulassungen wegen Corona Das E-Auto könnte der Gewinner der Krise werden

Berlin

Premier Johnson will Corona-Maßnahmen langsam lockern

Update vom 07.05.

Der britische Premierminister Boris Johnson will in der kommenden Woche einige Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie wieder lockern. Zu schnell dürfe dies aber nicht geschehen, sonst drohe eine zweite Ausbruchswelle, warnte der Regierungschef am Mittwoch im Parlament. Das würde wiederum die Wirtschaft noch härter treffen.

Der Regierungschef kündigte im spärlich besetzten Unterhaus an, bis Ende Mai die Zahl der Coronavirus-Tests auf 200.000 pro Tag zu steigern. Bislang lag Großbritannien im internationalen Vergleich hier weit zurück. Derzeit sollen jeden Tag etwa 100.000 Menschen getestet werden, doch auch dieses Ziel wird nicht immer erreicht. Britische Medien hatten bereits über einzelne Schritte spekuliert, die Johnson planen könnte: Dazu zählt etwa die Maskenpflicht in bestimmten Situationen und die Öffnung von mehr Parkanlagen.

Britischer Corona-Regierungsberater zieht sich wegen Verstößen zurück

Update vom 06.05.

Wegen Verstößen gegen die Corona-Einschränkungen in Großbritannien hat sich der renommierte Wissenschaftler Neil Ferguson als Berater der Regierung in London zurückgezogen. Der Epidemiologe räumte eigenes Fehlverhalten ein. Zuvor hatte die Zeitung "Daily Telegraph" berichtet, Ferguson habe seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen wiederholt Besuch von seiner "Geliebten" gehabt. Er bereue "zutiefst", gegen die wegen der Pandemie verhängten Regeln verstoßen zu haben, erklärte Ferguson am Dienstag. "Ich habe in dem Glauben gehandelt, immun zu sein", betonte der Wissenschaftler, der nach eigenen Angaben positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden war und sich im Anschluss zwei Wochen lang in häusliche Isolation begeben hatte.

Britische Stars lesen kostenloses Harry-Potter-Hörbuch ein

Update vom 06.05.

Ein bekannter Zauberlehrling soll jetzt aber wenigstens Unterhaltung bieten: Prominente wie der Schauspieler Daniel Radcliffe und Ex-Fußballstar David Beckham lesen wegen der Coronavirus-Pandemie eine kostenlose Hörbuchversion von "Harry Potter und der Stein der Weisen" ein. Der Streamingdienst Spotify veröffentlichte am Dienstag das erste Kapitel des ersten Harry-Potter-Bandes. Gelesen wird es von Radcliffe, der den Zauberlehrling in den Harry-Potter-Verfilmungen verkörpert hatte. In den kommenden Wochen soll immer ein neues Kapitel veröffentlicht werden. Bis zum Sommer sollen alle 17 Kapitel verfügbar sein. Das kostenlose Hörbuch ist Teil der Initiative "Harry Potter zu Hause", mit der Autorin J.K. Rowling Familien inmitten von Corona-Krise und Ausgangsbeschränkungen etwas Abwechslung bieten will.

In Großbritannien gibt es inzwischen mehr Corona-Tote als in Italien

Update vom 05.05.

In Großbritannien sind nach offiziellen Statistiken inzwischen mehr mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben als in irgendeinem anderem Land Europas. Die Zahl der Menschen, die im Vereinigten Königreich nach einer Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 starben, stieg auf über 32.313, wie die britische Statistikbehörde am Dienstag mitteilte.In England und Wales sind bis 24. April fast 30.000 Menschen nach einer Coronavirus-Infektion gestorben, wie die Statistikbehörde ONS (Office for National Statistics) mitteilte. Unter Berücksichtigung von Schottland und Nordirland sind es demnach über 32.000 Tote.

Automarkt in Großbritannien bricht ein

Update vom 05.05.

Die Corona-Krise hat in Großbritannien im April zu einem Rekordeinbruch von fast 100 Prozent bei den Auto-Neuzulassungen geführt. Wegen der im gesamten Monat geschlossenen Verkaufsräume seien lediglich 4321 Neuwagen auf den Markt gekommen und damit 97,3 Prozent weniger als im April 2019, teilte der Branchenverband Society of Motor Manufacturers and Traders (SMMT) am Dienstag mit. Dieser Einbruch liege auf einer Linie mit den Rückgängen in anderen europäischen Automärkten, etwa Frankreich oder Italien.

Seit Beginn dieses Jahres sank die Zulassung von Neuwagen auf der Insel um 43 Prozent auf 487.878 (Vorjahreszeitraum: 862.100). Für das gesamte Jahr rechnet der Branchenverband in seiner jüngsten Prognose mit lediglich 1,68 Millionen Neuwagen - das wären 27 Prozent weniger als 2019. So wenige seien zuletzt 1992 zugelassen worden, hieß es.

Britische Regierung testet Corona-App auf Insel

Update vom 05.05.

Die britische Regierung testet auf einer Insel im Ärmelkanal erstmals eine Corona-Warn-App im Kampf gegen die Pandemie. Gesundheitsminister Matt Hancock bat die Einwohner der Isle of Wight am Montag: „Bleibt zu Hause, installiert die App, schützt den (staatlichen Gesundheitsdienst) NHS und rettet Leben.“ Das Projekt startet am Dienstag und soll helfen, den Erreger besser zu verfolgen und einzudämmen. Bei der App geht es darum, mit Hilfe der Bluetooth-Technologie Kontaktpersonen von Infizierten zu warnen. Hancock nannte die App mit Blick auf den Datenschutz sicher. Die Isle of Wight vor der Südküste Englands hat etwa 140.000 Einwohner. Sie ist zurzeit isoliert, da der reguläre Fährverkehr eingestellt ist. Die Insel sei damit ein ideales Testgebiet, hieß es.

Globaler Kampf gegen Pandemie: London gibt über 400 Millionen Euro

Update vom 04.05.

Großbritannien stellt für die weltweite Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus 388 Millionen Pfund, umgerechnet also etwa 442 Millionen Euro, zur Verfügung. Die Summe soll nicht nur in die Suche nach einem Impfstoff fließen, sondern auch in Corona-Tests und -Therapien. „Um diese Schlacht zu gewinnen, müssen wir zusammenarbeiten, um einen unbezwingbaren Schutzschild um alle Menschen zu bauen“, teilte Premierminister Boris Johnson am Montag in London anlässlich einer Geberkonferenz mit. „Das Rennen um den Impfstoff sei „kein Wettbewerb zwischen Ländern, sondern das dringendste gemeinsame Unterfangen unseres Lebens“.

Im Kampf gegen die Pandemie will eine weltweite Allianz mindestens 7,5 Milliarden Euro Anschubfinanzierung zusammenbringen – außer für Impfstoffe wird das Geld auch für Arzneien und Tests gesammelt. Die für Montagnachmittag geplante Online-Geberkonferenz, an der unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron teilnehmen wollten, wird von der EU-Kommission ausgerichtet. Ziel ist es, schnell Gegenmittel auf den Markt zu bringen und dann preiswert weltweit zugänglich zu machen.

Mehrheit der Briten glaubt: Regierung hat zu spät reagiert

Update vom 01.05.

Zwei Drittel der Briten glauben, dass die Regierung in London mit der Einführung von Kontaktbeschränkungen in dem Land zu lange gewartet hat. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos Mori hervor. Demnach glauben inzwischen 66 Prozent der Briten, dass die Regierung zu lange gezögert hat. Bei einer Erhebung vor zwei Wochen hatte der Anteil noch bei 57 Prozent gelegen. Großbritannien ist inzwischen das Land mit den zweitmeisten Todesfällen durch das Coronavirus in Europa.

Zahl der Corona-Toten in Großbritannien stark nach oben korrigiert

Update vom 30.04.

Bislang waren in England und Wales die Toten in Pflegeheimen nicht mitgezählt worden. Sie machen aber inzwischen wohl einen erheblichen Teil der Sterbefälle durch das Coronavirus aus. Premierminister Johnson feiert unterdessen die Geburt seines jüngsten Kindes.

British Airways will bis zu 12.000 Stellen streichen

Update vom 28.04.

Die Fluggesellschaft British Airways will wegen der Corona-Krise bis zu 12.000 Stellen streichen. Der Mutterkonzern der Airline, die IAG-Gruppe, begründete die Entscheidung am Dienstag damit, dass es voraussichtlich mehrere Jahre dauern werde, bis sich der Flugverkehr wieder normalisiert habe. Derzeit beschäftigt British Airways 42.000 Mitarbeiter.

Schweigeminute für etwa 100 gestorbene Ärzte und Pfleger

Update vom 28.04.

Großbritannien hat am Dienstag mit einer Schweigeminute der etwa 100 Ärzte und Pfleger gedacht, die an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben sind. In Großbritannien mangelt es beim Kampf gegen die Pandemie an Schutzausrüstungen. Ärzte und Pfleger kritisieren, dass sie sich nicht ausreichend vor dem Coronavirus schützen könnten, da es an Masken und geeigneten Kitteln fehle. Die Regierung kündigte an, die Familien der an Covid-19 gestorbenen Ärzte und Pfleger mit je 60.000 Pfund (knapp 69.000 Euro) zu unterstützen.

Geringster Anstieg der Corona-Todesfälle in Kliniken seit März

Update vom 28.04.

In Großbritannien sind binnen 24 Stunden weitere 360 Menschen im Krankenhaus am Coronavirus gestorben. Dies sei jedoch der geringste Anstieg seit vergangenem Monat, teilte das Gesundheitsministerium am Montag mit. Insgesamt sind damit in den Kliniken des Landes nach offiziellen Angaben 21.092 Menschen an das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

Unter den neu registrierten Toten sind den Angaben zufolge auch 82 Mitarbeiter des nationalen Gesundheitsdienstes NHS und 16 Sozialarbeiter. Das Königreich ist eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder weltweit und hat eine landesweite Ausgangssperre verhängt. Die Regierung hatte vor kurzem erklärt, die Epidemie habe ihren Höhepunkt überschritten.

Kritiker bemängeln offizielle Statistik in Großbritannien

Update vom 28.04.

In Großbritannien werden kritische Töne zu den Corona-Statistiken laut. Kritiker bemängeln, dass die Todesfallzahlen in Großbritannien unvollständig sind. In der offiziellen Statistik werden nur die Toten in Krankenhäusern erfasst, nicht aber die Menschen, die zu Hause oder in Pflegeheimen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion sterben.

Premier Johnson zurück in der Downing Street

Update vom 27.04.

Der britische Premierminister Boris Johnson ist von seiner Covid-19-Erkrankung wieder genesen. Am Montag, 27.04. ist er an seinen Amtssitz in der Londoner Downing Street zurückgekehrt. Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach seiner Covid-19-Erkrankung sagte Johnson, bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie beginne sich in Großbritannien "das Blatt zu wenden". Zugleich rief er die Briten aber auf, die strikten Maßnahmen zur Eindämmung des Virus weiter zu befolgen, um einen Wiederanstieg der Infektionszahlen zu vermeiden. Johnson hatte sich in den vergangenen zweieinhalb Wochen auf dem offiziellen Landsitz Chequers nahe London von der Lungenkrankheit erholt. Zuvor musste er nach der Infektion mit dem Corona-Virus eine Woche im Krankenhaus verbringen, drei Tage sogar auf der Intensivstation. Vertreten wurde er von Außenminister Dominic Raab.

Corona in Europa: Wird Großbritannien am schlimmsten betroffen sein?

Update vom 23.04.

Experten befürchten, dass Großbritannien mit Blick auf die Sterbequote das am schlimmsten betroffene Land in Europa werden könnte. Die Ausgangsbeschränkungen sind daher um drei Wochen bis zum 7. Mai verlängert worden.Viele fürchten, dass das Gesundheitssystem der Krise nicht standhalten werde und Großbritannien schon bald das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land in Europa sein könnte.

Aktuell liegt es in Bezug auf die Todeszahlen noch hinter Italien, Spanien und Frankreich auf Rang vier in Europa.

Möglicher Impfstoff für klinische Tests zugelassen

Update vom 23.04.

Am Jenner Institute der Universität Oxford wird ab Donnerstag 520 Freiwilligen im Alter zwischen 18 und 55 Jahren ein möglicher Impfstoff verabreicht, der aus bei Schimpansen gefundenen Viren gewonnen wurde. Forschungsleiterin Sarah Gilbert schätzt die Chance, dass die erste Testphase erfolgreich ist, auf 80 Prozent. Bereits bis September will ihr Institut eine Million Dosen des potenziellen Impfstoffs produzieren und diese nach einer Zulassung schnellstmöglich verabreichen.

Über 750 weitere Corona-Tote in Großbritannien an einem Tag

Update vom 22.04.

Großbritannien hat am Mittwoch 759 weitere Corona-Tote binnen eines Tages gemeldet. Die Gesamtzahl der Todesfälle in Krankenhäusern infolge des neuartigen Coronavirus stieg damit auf über 18.100, wie das britische Gesundheitsministerium mitteilte. Die Gesamtzahl der positiv auf das neuartige Coronavirus getesteten Menschen lag bei rund 133.500.

Großbritannien ist damit zusammen mit Italien und Spanien das am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land in Europa. Gesundheitsminister Matt Hancock hatte zuvor gesagt, Großbritannien habe "die Spitze" bei den Corona-Erkrankungen erreicht.

Schätzung: Zahl britischer Corona-Toter doppelt so hoch wie angegeben

Update vom 21.04.

In Großbritannien könnten einem Bericht der „Financial Times“ zufolge bereits doppelt so viele Menschen infolge der Coronavirus-Pandemie gestorben sein – nämlich 41.000 – wie bisher angenommen. Das geht aus Hochrechnungen der Zeitung auf Grundlage von Zahlen des britischen Statistikamts ONS hervor. Demnach könnten bereits 41 000 Menschen im Zuge der Pandemie gestorben sein. Dem Gesundheitsministeriums zufolge starben nachweislich bis Montag etwa 17.300 Menschen an der Lungenkrankheit in Krankenhäusern des Landes. Nicht eingerechnet sind dabei die Todesfälle in Pflegeheimen und Privathaushalten.

Corona-Krise treibt tausende Unternehmen in die Pleite

Update vom 20.04.

In Großbritannien ist die Zahl der Unternehmenspleiten wegen der Corona-Krise stark angestiegen. Zwischen Anfang März und Mitte April seien 21.200 Firmen mehr pleite gegangen als im Vorjahreszeitraum, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Studie des britischen Zentrums für Unternehmensforschung ERC. Dies entspreche einer Zunahme um 70 Prozent. Im selben Zeitraum sei die Zahl der Unternehmensgründungen im Vorjahresvergleich um 23 Prozent eingebrochen. Am stärksten betroffen von der Pleitewelle ist der Untersuchung zufolge der Verkehrssektor. Zudem seien auch die Immobilienbranche sowie der Großhandel schwer getroffen. Die Autoren der Studie betonen, dass neben der Corona-Krise und den damit verbundenen Einschränkungen auch die anhaltenden Unsicherheiten über die künftigen Beziehungen des Vereinigten Königreichs mit der EU nach dem Brexit zu der gestiegenen Zahl an Pleiten beigetragen habe.

Kliniken: Personalmangel und Ausrüstung wird knapp

Update vom 20.04.

In den britischen Kliniken werden Ausrüstungen zum Schutz gegen das Coronavirus bedrohlich knapp - auch die für Ärzte und Pfleger empfohlenen langärmeligen, flüssigkeitsabweisenden Einweg-Kittel auf vielen Intensivstationen. Daher haben die Behörden auch die Verwendung anderer Kittel erlaubt. Dies stieß am Wochenende auf heftige Kritik unter anderem von Gewerkschaften. Sie befürchten ein erhöhtes Ansteckungsrisiko für Ärzte und Pfleger. Ein Lichtblick: Aus der Türkei wurden 84 Tonnen Schutzausrüstungen in Großbritannien erwartet - sie reichen Kritikern zufolge aber nur für drei Tage.

Im Vereinigten Königreich mangelt es auch an Klinikpersonal und Beatmungsgeräten für Covid-19-Patienten. Sauerstoff-Lieferungen für die Beatmung gehen Ärzten zufolge ebenfalls zurück. Bislang starben nach offiziellen Angaben vom Sonntag mehr als 16.000 Menschen in Kliniken. Die Statistiken zu Infizierten und Todesfällen sind wenig aussagekräftig, unter anderem weil in Großbritannien im Vergleich zu anderen europäischen Ländern wenige Tests vorgenommen worden sind. In den Statistiken zu Sterbefällen sind keine Toten in Pflegeheimen berücksichtigt. Deren Zahl soll in die Tausende gehen.

Briten gewöhnen sich nur schlecht an Homeoffice

Update vom 20.04.

In Großbritannien kann die Hälfte der Angestellten nicht besonders gut mit dem ständigen Arbeiten von Zuhause umgehen. Homeoffice belaste die Psyche stark und viele wünschen sich den Normalzustand so schnell wie möglich zurück. Das ergab eine Umfrage mit 2000 Beschäftigten des Kommunikationsunternehmens Moneypenny. Vor allem frustriere die Arbeitnehmer, dass sie nicht die nötigen Ressourcen haben, um ein voll funktionierendes Homeoffice aufbauen zu können.

Brexit-Verhandlungen per Video

Update vom 19.04.

Elf Wochen nach dem Brexit versuchen Großbritannien und die EU, endlich Fortschritte auf dem Weg zu einem Handelsabkommen zu erreichen. Am Montag beginnt die erste von drei einwöchigen Verhandlungsrunden per Videokonferenz. Die nächsten Etappen sind für Mitte Mai und Anfang Juni geplant.

Großbritannien war Ende Januar aus der EU ausgetreten. Doch bis zum Jahresende gilt noch eine Übergangsfrist, so dass sich im Alltag praktisch nichts geändert hat. Großbritannien gehört also weiter zum EU-Binnenmarkt und zur Zollunion, hält sich an EU-Regeln und zahlt in den Haushalt ein. Gelingt in der Frist jedoch kein Vertrag über die künftigen Beziehungen, droht ein harter Bruch mit heftigen Turbulenzen für die Wirtschaft.

Großbritannien verlängert Ausgangsbeschränkungen

Update vom 17.04.

Großbritannien verlängert die Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie um mindestens drei Wochen. Das bestätigte der britische Außenminister Dominic Raab am Donnerstag in London. Eine Lockerung der Maßnahmen zum jetzigen Zeitpunkt könne sowohl die öffentliche Gesundheit als auch die Wirtschaft in Gefahr bringen. Zuvor hatte der Nationale Sicherheitsrat zum Thema getagt. Politiker hatten bereits signalisiert, dass an eine Lockerung der Ausgangsbeschränkungen im Land noch nicht zu denken ist. Gesundheitsminister Matt Hancock sagte dem Sender BBC: „Für Änderungen ist es noch zu früh. Die Zahlen gehen noch nicht zurück.“ Die Ausgangsbeschränkungen waren am 23. März verhängt worden.

Mehr als 100.000 Infektionen nachgewiesen

Update vom 16.04.

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle überschritt am Donnerstag die Marke von 100.000. In Großbritannien sind binnen 24 Stunden weitere 861 Menschen in Krankenhäusern nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Das waren fast hundert neue Todesfälle mehr als am Vortag, wie das britische Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte. In den vergangenen Tagen hatte sich der Anstieg der Opferzahlen noch verlangsamt.

99-jähriger Brite sammelt 1,5 Millionen Pfund für Ärzte und Pfleger

Update vom 15.04.

Mit einer Spendenaktion zugunsten des Gesundheitspersonals hat ein 99-jähriger britischer Weltkriegsveteran schon mehr als 1,5 Millionen Pfund gesammelt – und nebenbei die Website zum Einsturz gebracht, auf der er seinen Aufruf veröffentlicht hatte.

Der frühere Hauptmann Tom Moore hat sich nach der erfolgreichen Behandlung eines Hüftbruchs vorgenommen, bis zu seinem 100. Geburtstag am 30. April 100 Mal mit seinem Rollator seinen 25 Meter langen Garten abzuschreiten und sich dafür sponsern lassen. Das Geld soll Organisationen zugute kommen, die Mitarbeiter des Nationalen Gesundheitsdienstes (NHS) unterstützen. Diese stünden derzeit im Kampf gegen das Coronavirus an vorderster Front, sagte Moore.

Nach Angaben der Spendensammel-Website JustGiving unterstützen bis Dienstag 74.000 Menschen Moores Aktion.

Britische Altenheime schlagen Alarm

Update vom 14.04.

Seniorenvertreter und Betreiber haben sich alarmiert über die Lage in britischen Altenheimen in der Corona-Krise gezeigt. Alte Menschen würden in der Pandemie einfach ihrem Schicksal überlassen und tauchten in den Statistiken nicht auf, schrieb Ros Altmann, die sich seit Jahrzehnten für die Rechte alter Menschen einsetzt, in einem Meinungsbeitrag für die „Daily Mail“ vom Dienstag. Angesichts der Tatsache, dass in der offiziellen Statistik zu Corona-Toten nur im Krankenhaus gestorbene Patienten aufgeführt werden, sprach Altmann von zahlreichen „stillen und versteckten Todesfällen“ in den Altenheimen.

Die offiziellen Regierungszahlen blendeten alte Leute einfach aus, „als ob sie nicht wichtig wären“, kritisierte die Direktorin der Wohlfahrtsorganisation Age UK, Caroline Abrahams. Abrahams und die Vorsitzenden mehrerer weiterer Hilfsorganisationen hatten Gesundheitsminister Matt Hancock am Montag in einem Brandbrief aufgefordert, Altenheime mit mehr Virus-Teskits und Schutzausrüstung zu versorgen.

Eine aktuelle Studie der London School of Economics zur Lage in fünf europäischen Ländern geht dagegen davon aus, dass Bewohner von Alten- und Pflegeheimen zwischen 42 und 57 Prozent aller Corona-Todesfälle ausmachen.

Zahl der Todesopfer überschreitet die 10.000

Update vom 14.04.

Mehr als 10.600 Menschen sind bisher nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Großbritannien an ihrer Infektion mit Sars-CoV-2. Experten rechnen allerdings mit einer hohen Dunkelziffer; vor allem zahlreiche Opfer in Seniorenheimen sind noch nicht erfasst. Die meisten Toten wurden in England - insbesondere in der britischen Hauptstadt - registriert. Gesundheitsminister Matt Hancock sprach angesichts des Überspringens der 10.000er Marke von einem „düsteren Tag“.

Regierungschef Johnson aus dem Krankenhaus entlassen

Update vom 12.04.

Der an der Lungenkrankheit Covid-19 erkrankte britische Premierminister Boris Johnson ist aus dem Krankenhaus entlassen worden. Wie ein Sprecher des Regierungschefs am Sonntag in London weiter mitteilte, wird Johnson auf ärztlichen Rat hin die Regierungsgeschäfte aber nicht sofort wieder aufnehmen. Er werde seine Genesung am Landsitz Chequers des Regierungschefs außerhalb Londons fortsetzen, fügte der Sprecher hinzu.

Osterbotschaft der Queen: Das Coronavirus wird uns nicht bezwingen

Update vom 11.04.

Die britische Königin Elizabeth II. hat sich am Samstag erstmals mit einer Osterbotschaft an die Öffentlichkeit gewandt. „Ostern ist nicht abgesagt, tatsächlich brauchen wir Ostern so sehr wie eh und je“, sagte die Monarchin in einer Audiobotschaft, die auf dem Twitter-Account der Königsfamilie veröffentlicht wurde.

Die Geschichte über die Auferstehung Christi vom Tod könne nun Hoffnung geben, so die beinahe 94-Jährige. „Wir wissen, dass uns das Coronavirus nicht bezwingen wird. So düster der Tod sein kann - vor allem für Trauernde - Licht und Leben sind größer.“ Sie wünsche allen, gleich welchen Glaubens und welcher Konfession ein gesegnetes Ostern, sagte die Queen.

Es ist bereits das zweite Mal, dass sich die Königin innerhalb kurzer Zeit mit einer Botschaft an die Öffentlichkeit wendet. Bereits an Palmsonntag hatte sie ihren Landsleuten in einer Ansprache im Fernsehen Mut gemacht. Dass sie sich nun erneut zu Wort meldet, wird als Zeichen dafür gewertet, dass sie die Krise als sehr schwerwiegend empfindet.

Großbritannien meldet mehr Tote an einem Tag als Italien

Update vom 10.04.

Großbritannien hat erstmals mehr Todesfälle an einem einzigen Tag durch das Coronavirus verzeichnet als Italien. Die Zahl der Toten stieg bis Donnerstagabend um 980, wie der britische Gesundheitsminister Matt Hancock am Freitag mitteilte. Italien hatte an seinem bislang schlimmsten Tag am 27. März 969 Tote erfasst.

Premierminister Johnson hat die Intensivstation verlassen

Update vom 09.04.

Großbritanniens Premier Boris Johnson hat die Intensivstation verlassen und liegt jetzt auf einer normalen Station. Er sei in der Genesungsphase und werde weiterhin gut beobachtet.

Prinz William und Herzogin: Videoanruf an Schüler

Update vom 09.04.

Prinz William und seine Frau Herzogin Kate haben Schülern in Großbritannien per Videoanruf einen Besuch abgestattet. Dabei lobten sie die Arbeit von Mitarbeitern des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS und Lehrern in der Corona-Krise. Die beiden Royals zeigten sich locker und lachten viel. „Wie sind eure Namen? Es ist sehr schön euch zu treffen. Ich bin Catherine und neben mir sitzt William“, sagte Kate zu Beginn des einstündigen Gesprächs. Die Schule, die Casterton Primary Academy in Burnley nördlich von Manchester, liegt in der Nähe einer Klinik. Dort werden die Kinder von Eltern unterrichtet, die trotz Pandemie weiter arbeiten müssen, darunter Ärzte und Krankenpfleger. Kate nannte das Angebot der Schule „fantastisch“.

Studie rechnet mit 66.000 Corona-Toten in Großbritannien

Update vom 07.04.

Einer Studie des IHME-Instituts der University of Washington zufolge könnte es europaweit in Großbritannien während der ersten Corona-Welle die meisten Todesopfer geben: bis Juli 66.000 Tote. Das wären weit mehr als in Italien, das den Berechnungen zufolge bis dahin 20.000 Tote zu verzeichnen hätte. Europaweit rechnen die Forscher mit 151.680 Toten.

Für die Untersuchung hat das IHME Daten zu Fallzahlen sowie Daten zur Sterblichkeit nach Alter der Bevölkerung in Italien, China und den USA zusammengetragen und die erwarteten Todeszahlen auf Basis jedes einzelnen Landes berechnet. Ein wichtiger Gesichtspunkt waren dabei auch die Kapazitäten auf den Intensivstationen der Länder. In Großbritannien stößt das Gesundheitssystem bereits jetzt an seine Grenzen.

Premierminister Boris Johnson auf Intensivstation

Update vom 07.04.

Der britische Premierminister Boris Johnson leidet seit zehn Tagen an Covid-19. Am Sonntagabend ist er wegen andauernder Symptome vorsorglich ins Krankenhaus gebracht worden, am Montagabend wurde Johnson sogar auf die Intensivstation verlegt. Sein Zustand sei stabil, hieß es. Er soll bei Bewusstsein sein und musste bislang nicht an ein Beatmungsgerät angeschlossen werden.

Am 27. März hatte Boris Johnson bekannt gegeben, dass er sich mit dem Coronavirus infiziert hat. Daraufhin zog er sich zur Selbstisolation in seine Dienstwohnung in der Downing Street zurück.

Am Samstag hatte es zunächst geheißen, der britische Premierminister werde die Regierungsgeschäfte bis auf Weiteres wohl aus dem Krankenhaus heraus führen: Auch während seines Klinikaufenthalts werde der Premier laufend über die aktuelle Entwicklung informiert und leite weiterhin die Regierungsgeschäfte, sagte Wohnungsbauminister Robert Jenrick am Montag in der BBC. Das war allerdings vor der Meldung, dass Johnson auf die Intensivstation verlegt worden sei.

Historische Rede: Queen Elizabeth II. spricht zum Volk

Update vom 05.04.

Angesichts der verheerenden Auswirkungen der Corona-Pandemie hat sich die britische Königin Elizabeth II. in einer Sonder-Ansprache an ihr Volk gewendet. Die erst vierte Ansprache dieser Art in der 68-jährigen Regentschaft der Queen wurde am Sonntagabend ausgestrahlt. Königin Elizabeth II. hat die Briten in einer historischen Rede zum Durchhalten in der Coronavirus-Pandemie aufgerufen - und ihnen Mut zugesprochen. „Wir bekämpfen diese Krankheit gemeinsam“, sagte die 93 Jahre alte Monarchin in der mit Spannung erwarteten Ansprache. „Wenn wir vereint und entschlossen bleiben, werden wir sie überwinden.“

Abgesehen von den traditionellen Weihnachtsansprachen ist es erst die vierte solche Rede des seit 1952 amtierenden britischen Staatsoberhaupts. Zuvor hatte sich Elizabeth II. 2002 beim Tod ihrer Mutter, Queen Mum, sowie vor der Beisetzung Prinzessin Dianas 1997 und während des Golfkriegs 1991 an die Briten gewandt.

Großbritannien will Zahl der Corona-Tests massiv erhöhen

Update vom 02.04.

Nach scharfer Kritik an fehlenden Corona-Testmöglichkeiten in Großbritannien hat Regierungschef Boris Johnson angekündigt, die Zahl der Tests "massiv zu erhöhen". Der Premierminister meldete sich in der Nacht zum Donnerstag in einer Videobotschaft von Downing Street aus, wo er unter Quarantäne steht. "Wir werden die Tests massiv ausweiten", sagte der Premierminister. Zuvor war die britische Regierung heftig kritisiert worden, weil selbst von den rund eine halbe Million Mitarbeitern im öffentlichen Gesundheitsdienst NHS gerade einmal 2000 bisher auf das Coronavirus getestet wurden.

Tatsächliche Zahl der Infizierten ist vermutlich höher

Update vom 01.04.

Die tatsächliche Zahl der Infizierten dürfte allerdings sehr viel höher sein. Großbritannien hat bislang im Vergleich zu Deutschland nur wenige Tests durchgeführt und lange mit der Einführung drastischer Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gezögert. Die nun bislang mit Abstand höchste Opferzahl für einen Tag weist auf eine beschleunigte Ausbreitung des Erregers hin.

Ausgangssperre kam in Großbritannien erst spät

Update vom 01.04.

Regierungschef Johnson war wegen seines lange zögerlichen Umgangs mit der Corona-Krise heftig kritisiert worden. Erst Anfang vergangener Woche war in Großbritannien eine dreiwöchige Ausgangssperre in Kraft getreten - viel später als in den meisten Ländern in Kontinentaleuropa wurde das öffentliche Leben in Großbritannien drastisch eingeschränkt. Kritiker fürchten, das Land könnte von der Pandemie noch härter getroffen werden als Italien.

Johnson wies seine Landsleute an, das Haus nur noch so wenig wie möglich zu verlassen. Alle Läden, die nicht zur Grundversorgung dienen, werden mit sofortiger Wirkung geschlossen. Sportliche Aktivitäten sind nur noch einmal am Tag und nur gemeinsam mit Mitgliedern desselben Haushalts erlaubt. Ansonsten dürfe das Haus nur noch für den Einkauf wesentlicher Dinge wie Lebensmittel und Medikamente und für den Weg zur Arbeit verlassen werden, sagte Johnson. Versammlungen von mehr als zwei Personen seien nicht mehr erlaubt und würden von der Polizei aufgelöst.

Mangel an medizinischer Ausstattung

Update vom 01.04.

Ein großes Problem in Großbritannien ist, dass viel zu wenig Beatmungsgeräte bereitstehen und der staatliche Gesundheitsdienst NHS (National Health Service) chronisch unterfinanziert und marode ist. Es mangelt unter anderem auch an Schutzausrüstungen wie Masken.

Wegen Corona: Tennis-Turnier Wimbledon fällt 2020 aus

Update vom 01.04.

Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg fällt Wimbledon aus. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie wird das bedeutendste Tennis-Turnier der Welt in diesem Jahr auch nicht zu einem anderen Termin nachgeholt, wie die Organisatoren am Mittwoch mitteilten. Ursprünglich sollte der Rasen-Klassiker vom 29. Juni bis 12. Juli in London ausgetragen werden. Nun soll die 134. Auflage der prestigeträchtigen Veranstaltung vom 28. Juni bis 11. Juli 2021 stattfinden.

Boris Johnson und Prinz Charles mit Corona infiziert

Update vom 01.04.

Am Freitag war bekannt geworden, dass sich auch Premierminister Boris Johnson und Gesundheitsminister Matt Hancock mit dem Erreger angesteckt haben. Auf Twitter sprach Johnson über seine Symptome. Er habe sich selbst isoliert und arbeite von zu Hause. Auch Thronfolger Prinz Charles hatte sich mit Sars-CoV-2 infiziert – er ist aber wieder gesund. Der britische Thronfolger ist nach seiner überstandenen Corona-Infektion aus der Selbstisolation entlassen worden. Das teilte ein Sprecher seiner Residenz Clarence House am Montag in London mit.

Expertin: Leben in Großbritannien könnte sich im Herbst normalisieren

Update vom 01.04.

Das Leben in Großbritannien dürfte sich nach Expertenangaben frühestens in etwa einem halben Jahr normalisieren. Ein zu schnelles Aufheben der Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie könnte eine zweite Infektionswelle auslösen, warnte Jenny Harries, die die Regierung in Medizinfragen berät, am Sonntagabend in London. „Das bedeutet aber nicht, dass wir sechs Monate lang eine komplette Ausgangssperre haben werden.“ Die Maßnahmen müssten regelmäßig überprüft und angepasst werden.