Spanien zählt zu den Ländern, die von der Corona-Krise besonders stark betroffen sind. Nach aktuellen Angaben der John Hopkins Universität, Stand 6. Mai, 10.32 Uhr, sind:

  • 25.613 Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, in Spanien gestorben
  • 121.486 Menschen geheilt.

Was die Zahl der Infizierten betrifft, ist Spanien nach den USA das weltweit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land.

Spaniens Regierung erzielt Abkommen zur Notstandsverlängerung

Update vom 06.05.

In Spanien hat die Regierung praktisch im letzten Moment ausreichend Unterstützung für eine weitere Verlängerung des umstrittenen Corona-Notstands erhalten. Man habe dazu Abkommen mit der liberalen Partei Ciudadanos und der baskischen Partei PNV erzielt, teilte die Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez am Mittwoch mit. Das Parlament in Madrid sollte am Abend über die Verlängerung des bereits seit Mitte März geltenden Alarmzustands um weitere zwei Wochen bis zum 23. Mai abstimmen. Spanien gehört mit annähernd 26.000 Toten zu den Ländern, die besonders hart von der Pandemie getroffen sind.

Die vierte Verlängerung des Notstands samt strenger Ausgangssperre hatte plötzlich auf der Kippe gestanden. Mehrere Parteien, die ihn bisher mitgetragen hatten, hatten in den vergangenen Tagen Widerstand signalisiert. Gegen eine neue Verlängerung sprach sich unter anderem die stärkste Oppositionsfraktion aus, die konservative Volkspartei PP.

Konflikt in Spanien um Verlängerung des Corona-Alarmzustands

Update vom 05.05.

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez muss um die von ihm geplante weitere zweiwöchige Verlängerung des Corona-Alarmzustands bangen. Für die damit verbundene Möglichkeit, die Rechte der Bevölkerung einzuschränken, braucht der Sozialist am Mittwoch wieder die Zustimmung des Parlaments. Jedoch führt er nur eine Minderheitsregierung und viele Parteien reagieren zunehmend mit Unmut auf Sánchez' Handhabung der Krise. Mehrere wichtige Parteien ließen bis zuletzt offen, ob sie Sánchez noch einmal unterstützen werden - so vor allem die größte Oppositionspartei PP. Seine Gegner werfen Sánchez vor allem Alleingänge und Widersprüche in seinen Entscheidungen vor.

PP-Chef Pablo Casado betonte: „Der Alarmzustand war notwendig, um einen Zusammenbruch der Intensivstationen zu vermeiden. Aber wenn der Regierungschef sagt, dass wir wieder rausgehen dürfen, um einen Aperitif zu trinken, dann sollte er auch die gesetzlichen Regelungen dieser neuen Situation anpassen.“

Teils größere Lockerungen auf spanischen Inseln

Update vom 04.05.

Während sich Spanien in der ersten Phase der Corona-Lockerungen befindet, gab es derweil bereits auf den kaum von dem Virus betroffenen Kanareninseln El Hierro, La Graciosa und La Gomera sowie auf der Baleareninsel Formentera größere Lockerungen. Sie durften die erste Phase überspringen und gleich in die zweite mit der Öffnung erster Geschäfte und kleinerer Märkte sowie von Restaurants und Cafés im Freien eintreten. Das Kundenvolumen ist dabei stark begrenzt. Es dürfen sich aber wieder Gruppen von bis zu zehn Menschen treffen.

So verläuft die erste Phase der Lockerungen in Spanien

Update vom 04.05.

Spanien atmet etwas auf: Sport und Spaziergänge sind schon seit Samstag wieder erlaubt, nun dürfen erste Geschäfte öffnen. Am Montag, 4. Mai, hat die erste von insgesamt vier Phasen zum Ausstieg aus dem strikten Lockdown begonnen. Zunächst durften kleine Läden wie Friseurgeschäfte wieder öffnen, allerdings nur auf Terminbasis. Zudem können Kunden sich ab sofort bei Restaurants ihr Essen nach vorheriger Bestellung selbst abholen. Seit Mitte März war nur noch ein Auslieferungsservice erlaubt. Sport im Freien und Spaziergänge dürfen die knapp 47 Millionen Spanier schon seit dem Wochenende zu bestimmten Uhrzeiten wieder machen.

Die zweite Stufe soll am 11. Mai. starten. In den darauffolgenden Phasen sollen dann größere Geschäfte, Theater, Kinos, Hotels und Fitnessstudios wieder öffnen. So will die Regierung das Land bis voraussichtlich Ende Juni zu einer „neuen Normalität“ führen. Die Schulen bleiben aber bis September geschlossen.

Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln

Update vom 02.05.

Im Zuge der Lockerungen der landesweiten Ausgangssperre hat die spanische Regierung eine Maskenpflicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln verkündet. Um eine neue Infektionswelle zu vermeiden, müssten alle ab Montag in Bussen und Bahnen Atemschutzmasken tragen, sagte Regierungschef Pedro Sánchez am Samstag im spanischen Fernsehen. Bisher wurde das Tragen von Schutzmasken in Bussen und Bahnen nur eindringlich empfohlen.Um sicherzustellen, dass die Spanier unterwegs Mundschutz tragen, sollen am Montag landesweit sechs Millionen Masken vor großen Bahnhöfen und Stationen verteilt werden, sagte Sánchez weiter.

Spanien erwartet enormen Anstieg von Haushaltsdefizit

Update vom 02.05.

Wegen der Corona-Krise rechnet Spanien mit einer Explosion seines Haushaltsdefizits auf mehr als zehn Prozent. Das Defizit werde voraussichtlich von 2,8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) im vergangenen Jahr auf 10,34 Prozent im laufenden Jahr steigen, teilte Haushaltsministerin María Jesús Montero am Freitag auf einer Pressekonferenz in Madrid mit, bei der sie die an die EU-Kommission übermittelten Prognosen ihrer Regierung erläuterte.

Infektionszahlen in Spanien sinken – Lockerung der Ausgangssperre

Update vom 01.05.

Die Infektionszahlen gehen im ganzen Land seit Wochen stetig zurück. Die strikte Ausgangssperre wird deshalb, wie vor drei Tagen angekündigt, etwas gelockert. Ab Samstag darf man erstmals nach sieben Wochen wieder spazieren gehen oder im Freien Sport treiben. Mit einem Vier-Phasen-Plan soll Ende Juni eine „neue Normalität“ erreicht werden.

Spaniens Wirtschaft bricht wegen Corona-Krise ein

Update vom 30.04.

Spaniens Wirtschaft ist im ersten Quartal infolge der Corona-Krise eingebrochen. In den ersten drei Monaten des Jahres sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,1 Prozent geschrumpft, wie das nationale Statistikinstitut am Donnerstag nach einer ersten Schätzung mitteilte. Gegenüber dem Vorquartal lag der Rückgang bei 5,2 Prozent.

Als Grund für den schweren konjunkturellen Rückschlag in der viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone gelten harte Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Mitte März traten drastische Beschränkungen im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus in Kraft. Die spanische Wirtschaft wurde heruntergefahren.

Madrid und Paris wollen Corona-Auflagen lockern

Update vom 28.04.

Nach Italien wollen nun auch Spanien und Frankreich den Menschen wieder etwas mehr Freiheiten einräumen. Nachdem Italien am Montag angekündigt hatte, eine Reihe von Auflagen zum 4. Mai aufzuheben, werden von den Regierungen in Spanien und Frankreich an diesem Dienstag ebenfalls neue Details erwartet, wie das Alltagsleben wieder allmählich in Gang kommen kann. Die drei Länder verzeichnen in Europa die meisten Infizierten und auch Toten im Zusammenhang mit Covid-19. Über Fragen von europaweiter Bedeutung beraten unterdessen an diesem Dienstag die EU-Innenminister. In einer Videokonferenz sprechen sie angesichts der Corona-Krise über Grenzkontrollen, das Asylrecht und die Kriminalität.

Mehr als sechs Wochen nach dem Beginn der strengen Corona-Ausgehsperre in Spanien will Ministerpräsident Pedro Sánchez einen Plan für eine schrittweise „Deeskalation“ vorlegen, der dann vom Kabinett verabschiedet werden soll. Voraussichtlich sollen die Regeln für den Ausstieg aus der Abriegelung im ganzen Land gleich sein, jedoch werden die Lockerungen eventuell in einzelnen Regionen zeitversetzt erfolgen - je nachdem, wie heftig ein Gebiet betroffen ist.

Spanien startet Antikörperstudie, um Ausmaß des Coronavirus abzuschätzen

Update vom 27.04.

Spanien will mit Hilfe von Antikörpertests das wahre Ausmaß des Corona-Ausbruchs im Land abschätzen. Die Testreihe dazu am Montag landesweit in 36.000 freiwilligen Haushalten mit rund 90.000 Bewohnern beginnen und sich über mehrere Wochen hinziehen. Alle Teilnehmer werden zwei verschiedenen Tests unterzogen, die insgesamt drei Mal im Abstand von drei Wochen durchgeführt werden.Die Gesundheitsbehörden hoffen, mit der Analyse auch Informationen über die Übertragung des Virus in Privathaushalten nach der sechswöchiger Ausgangssperre zu erhalten.

Mit solchen Tests, wie sie wohl auch in Italien und Deutschland geplant sind, können Experten herausfinden, ob ein Mensch bereits mit Sars-CoV-2 infiziert war und dagegen Antikörper im Blut gebildet hat. Auf diese Weise lässt sich der Kontakt mit dem Virus auch bei denjenigen nachweisen, die kaum oder keine Symptome der Krankheit hatten und oftmals gar nichts von ihrer Ansteckung wussten.

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Ulm

Gute Nachrichten aus Spanien: Mehr Corona-Genesene als Neu-Infizierte

Update vom 27.04.

Am Samstag, 25.04., gab es aus Spanien erneut hoffnungsvolle Hinweise auf eine weitere Abschwächung der Pandemie. Den zweiten Tag in Folge wurden mehr von der Lungenkrankheit Genese als neu mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierte registriert, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. In den vergangenen 24 Stunden seien mehr als 3500 Covid-19-Patienten als geheilt entlassen worden, während die Zahl der neuen Corona-Fälle bei knapp 3000 gelegen habe. Im gleichen Zeitraum seien 378 Menschen im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit gestorben, teilte das Ministerium mit.

Kinder dürfen in Spanien seit Sonntag aus dem Haus

Update vom 26.04.

Erleichterung für Kinder in Spanien: Erstmals seit mehr als sechs Wochen dürfen alle bis zum Alter von 14 Jahren in der Corona-Krise seit Sonntag, 26. April, wieder das Haus verlassen dürfen. Zudem dürfen die Kinder das Haus nicht nur verlassen, um ihre Eltern auf bisher Erwachsenen schon erlaubten Einkaufsgängen zu begleiten, sondern ausdrücklich auch für Spaziergänge zusammen mit ihren Eltern.

Damit reagierte die Regierung auf Kritik an der nur Stunden zuvor von Regierungssprecherin María Jesús Montero gemachten Ankündigung, Kinder dürften ab Montag von ihren Eltern nur zu Lebensmittelgeschäften, Apotheken, zur Bank oder zum Zeitungskiosk mitgenommen werden. Illa sagte, die Regierung habe die Kritik „gehört“ und deshalb reagiert. Die Zustimmung des Parlaments zu den Änderungen galt als sicher.

Nach Vier-Wochen-Tief wieder Anstieg

Update vom 22.04.

Nach dem Rückgang bei der Zahl der neuen Corona-Toten auf den niedrigsten Stand seit vier Wochen hat Spanien am Dienstag, 21.04., wieder einen leichten Anstieg verzeichnet. 430 Infizierte seien in den vergangenen 24 Stunden gestorben, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid am Dienstag mit. Damit kamen nach offiziellen Angaben bislang 21.282 Menschen in Spanien durch die Pandemie ums Leben. Weltweit verzeichnen nur die USA und Italien höhere Opferzahlen.

Niedrigste Zahl an Todesfällen binnen 24 Stunden seit einem Monat

Update vom 21.04.

In Spanien ist die Zahl der neuen Corona-Todesfälle erneut gesunken. Es seien innerhalb von 24 Stunden 399 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid am Montag mit. Dies war der niedrigste Wert seit vier Wochen. Am Sonntag hatte die Zahl bei 410 gelegen, zu den Hochzeiten der Infektionswelle Anfang April waren an einem Tag 950 Todesfälle registriert worden.

Spanische Zentralbank erwartet starken BIP-Einbruch

Update vom 20.04.

Spanien steht durch die Corona-Pandemie ein historischer Einbruch der Wirtschaft bevor. Je nach Dauer der massiven Einschränkungen wegen des Virus könne das spanische Bruttoinlandsprodukt dieses Jahr um 6,6 bis 13,6 Prozent schrumpfen, erklärte Spaniens Zentralbank am Montag. Dieser Rückgang der Wirtschaftsleistung sei in der jüngeren Geschichte "beispiellos". Allerdings sei die Schätzung vorläufig und müsse an den weiteren Pandemie-Verlauf angepasst werde.

Mehr als 200.000 Corona-Infizierte in Spanien

Update vom 20.04.

Auch wenn die spanischen Behörden derzeit davon ausgehen, dass der Höhepunkt der Pandemie inzwischen überschritten wurde, steigt die Zahl der Erkrankten täglich. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität hat die Zahl der Corona-Infizierten am Montag, 20. April, Stand 11.39 Uhr, nun 200.000 überschritten.

Verlängerte Ausgangssperre bis 9. Mai

Update vom 20.04.

Betrübnis macht sich in Spanien breit: Die Ausgehsperre, mit die strengste in Europa, wird um weitere zwei Wochen verlängert. Aktivitäten wie Sport oder Spaziergänge im Freien wegen des Virus bleiben nun sogar bis zum 9. Mai tabu. Ministerpräsident Pedro Sánchez kündigte eine Verlängerung des Notstands und der sehr strikten Ausgangssperre um weitere zwei Wochen an. In einer Rede an die Nation äußerte der sozialistische Politiker derweil auch die Absicht, für Kinder bis zwölf Jahre die strikten Regeln etwas zu lockern. Die Kritik an Sánchez wurde prompt lauter. „Spanien ist das letzte Land Europas, dass das Ende der Ausgehssperre bekanntgibt“, titelte am Sonntag die Zeitung „El Mundo“. In einem Leitartikel hieß es: „Sánchez hat immer noch keinen Plan.“

Die Verlängerung des sogenannten Alarmzustandes, der dritthöchsten Notstandsstufe des Landes, muss vom Parlament in Madrid gebilligt werden. Es wird dafür jedoch wieder eine Unterstützung von Teilen der Opposition erwartet. Sánchez betonte, man mache langsame und konstante Fortschritte im Kampf gegen das Virus. „Wir sehen am Horizont einen langsamen Marsch in Richtung einer neuen Normalität.“ Aber für generelle Lockerungen sei es noch zu früh.

Streit um Corona-Zahlen in Spanien

Update vom 17.04.

In Spanien sind am Donnerstag weitere 551 Menschen an Covid-19 gestorben. Damit stieg die Zahl der Todesopfer in der Corona-Krise auf 19.130, wie die Gesundheitsbehörden am Donnerstag mitteilten. Die Zahl der Infektionsfälle stieg um 5183 auf 182.816 - offiziell die zweithöchste Zahl weltweit nach den USA.

Die offiziellen Opferzahlen sind in Spanien jedoch zunehmend umstritten: Nach Angaben der Regionalbehörden in Madrid und Katalonien tauchen tausende Tote nicht in der nationalen Statistik auf. Katalonien gab die Zahl der Covid-19-Todesfälle am Mittwoch mit mehr als 7000 an, während in der nationalen Statistik von Donnerstag 3855 aufgeführt wurden. Die Region Madrid verweist auf mehr als 10.000 Tote, das spanische Gesundheitsministerium nennt für die Region 6877 Todesfälle.

Fast 3,9 Millionen Spanier in Kurzarbeit

Update vom 15.04.

In Spanien sind wegen der Coronavirus-Pandemie zur Zeit fast 3,9 Millionen Arbeitnehmer in Kurzarbeit. Das sagte Regierungschef Pedro Sanchez am Mittwoch in einer Fragestunde im Parlament in Madrid. Dazu komme fast eine Million Selbstständige, die staatliche Hilfen beantragt hätten.

Der Internationale Währungsfonds hatte am Dienstag prognostiziert, die Arbeitslosenquote in Spanien könne wegen der Pandemie in diesem Jahr auf knapp 21 Prozent steigen. Spanien und Griechenland sind auch ohne Corona-Krise die am schlimmsten von Arbeitslosigkeit betroffenen Staaten in der Europäischen Union.

Am wenigsten Neuinfektionen seit einem Monat

Update vom 14.04.

Spanien hat am Dienstag bei den Corona-Neuinfektionen den niedrigsten Anstieg seit Verhängung der Ausgangssperre vor einem Monat registriert. Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen sei um 1,8 Prozent auf 172.541 Fälle gestiegen, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid mit. Anfang April hatte der tägliche Zuwachs noch bei rund acht Prozent gelegen.

Bei der Zahl der Corona-Toten gab es den Angaben zufolge nach einem Rückgang am Montag nun einen leichten Anstieg auf 567 Fälle.

Der Leiter von Spaniens Zentrum für Gesundheitsnotfälle, Fernando Simón, sagte: „Die Tendenz ist gut, in Übereinstimmung mit dem, was wir in den vergangenen Wochen beobachten.“ Dies entlaste die Krankenhäuser in den am schwersten betroffenen Regionen Madrid und Katalonien, die Intensivstationen stünden allerdings weiterhin „unter Druck“.

Freiwillige produzieren in Spanien Schutzmasken für Gehörlose

Update vom 14.04.

Eine Gruppe freiwilliger Helfer hat im südspanischen Jerez de la Frontera mit der Produktion von Schutzmasken für Gehörlose begonnen. Diese haben einen Rahmen aus Stoff, der Mittelteil ist aber aus transparentem Kunststoff, der den Mund sichtbar macht. Grund: Gehörlose oder Menschen, die nur eingeschränkt hören können, müssen zur besseren Verständigung neben der Gebärdensprache auch die Lippen ihres Gegenüber lesen können. Das können sie aber derzeit meist nicht, weil immer mehr Menschen sich im Kampf gegen das Coronavirus mit Mundschutz oder Masken schützen.

„Wir haben zunächst die Regenhauben von Kinderwagen für die Herstellung benutzt“, sagte Francisco Zuastí, einer der Freiwilligen, am Dienstag im spanischen Fernsehen. An den Seiten sind die Masken leicht geöffnet, damit Luft hereinkommt und sie nicht beschlagen. Ansonsten sei das Material aber sehr widerstandsfähig und biete viel mehr Schutz als herkömmliche Stoffmasken, erklärte Zuastí.

Corona in Spanien: Erste Lockerung für Arbeiter am Montag

Update vom 13.04.

In Spanien, wo Ostermontag kein Feiertag ist, steht die erste Lockerung der strikten Ausgehbeschränkungen für die fast 47 Millionen Einwohner an. Seit zwei Wochen durfte nur noch zur Arbeit, wer in unverzichtbaren Branchen tätig ist. Ab Montag durften die meisten Spanier wieder an ihre Arbeitsplätze zurückkehren. Polizisten händigten am Montag an Bahnhöfen Schutzmasken an Arbeiter aus, die den öffentlichen Nahverkehr nutzten.

Die strenge Ausgehsperre, die noch bis mindestens Mitternacht am 25. April gilt, bleibt aber ansonsten bestehen. Privat dürfen die Menschen seit Mitte März nur noch zum Einkaufen und in Sonderfällen vor die Tür.

„Die Pandemie wird kontrolliert. Die Daten werden in den kommenden Wochen dank des wirtschaftlichen Winterschlafes noch besser sein“, sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez mit Blick auf die zweiwöchige Zwangspause der Arbeitnehmer. Die positive Tendenz im Kampf gegen das Virus hielt derweil auch über Ostern an. Binnen 24 Stunden wurden knapp 4200 neue Fälle registriert, eine Zunahme um knapp 2,6 Prozent auf insgesamt 166 000 - eine vergleichsweise niedrige Zuwachsrate.

Spanien meldet niedrigste Corona-Totenzahl seit 23. März

Update vom 12.04.

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie meldet Spanien weitere Erfolge. Mit 510 neuen Todesfällen innerhalb der letzten 24 Stunden wurde am Samstag der niedrigste offizielle Wert seit dem 23. März registriert. Am Vortag waren noch 605 und am Donnerstag 683 Tote gezählt worden. Der traurige Rekord lag am 2. April bei 950 neuen Todesfällen binnen 24 Stunden.

Die Zuwachsraten bei den Neuansteckungen bleiben seit Tagen vergleichsweise niedrig. Die Zahl der Infektionen sei um weniger als 5000 oder etwa drei Prozent auf rund 162.000 gestiegen, hieß es in der täglichen Bilanz des Ministeriums. Gleichzeitig habe sich die Zahl der Corona-Infizierten, die als genesen gelten, auf fast 60.000 erhöht.

Einige Regionen meldeten in den vergangenen Tagen erstmals seit Beginn der Krise mehr entlassene Patienten als Neuansteckungen. Der Druck auf Krankenhäuser und Intensivstationen geht nach Behördenangaben stetig zurück. Die Regierung führt die positive Tendenz auf die seit vier Wochen geltende, sehr strenge Ausgangssperre für die rund 47 Millionen Bürger des Landes zurück.

Das Parlament hatte am Donnerstag eine Verlängerung des Alarmzustands samt Ausgehsperre bis Mitternacht des 25. April gebilligt. Der sozialistische Ministerpräsident Pedro Sánchez sagte, anschließend werde wohl eine weitere Verlängerung nötig sein. Lockerungen seien aber nicht ausgeschlossen. Die Rückkehr zur Normalität müsse „schrittweise“ und „sehr vorsichtig“ erfolgen.

Spaniens Regierung empfiehlt Masken im öffentlichen Nahverkehr

Update vom 10.04.

Die spanische Regierung empfiehlt ab sofort allen Bürgern wegen der Corona-Pandemie in öffentlichen Verkehrsmitteln Masken zu tragen. Das sei am Freitag bei einer Sitzung des Ministerrats beschlossen worden, teilte Gesundheitsminister Salvador Illa mit. Besonders wichtig sei dabei, die Masken ordnungsgemäß zu verwenden, damit sie wirksamen Schutz bieten, und gleichzeitig nicht andere Hygienemaßnahmen wie das Händewaschen zu vernachlässigen, so Illa. Soweit möglich sollen Masken ab kommender Woche etwa in U-Bahn-Stationen oder Bahnhöfen zugänglich gemacht werden.

Nach Ostern gehen viele Spanier erstmals wieder zur Arbeit. In den vergangenen zwei Wochen durften alle Bürger, die nicht in wesentlichen Wirtschaftssektoren tätig sind, nicht mehr zu ihrer Arbeitsstelle fahren. Deshalb waren die meisten öffentlichen Verkehrsmittel leer, was sich nun wieder ändern wird. Offizielle Vorgaben zum Tragen von Mundschutz oder Masken gab es in Spanien bisher nicht.

Spanien macht weiter Fortschritte gegen Corona

Update vom 10.04.

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie macht das schwer betroffene Spanien weiter Fortschritte. Die Zahl der Neuinfektionen kletterte innerhalb von 24 Stunden „nur“ um knapp 6000 Fälle oder rund vier Prozent auf gut 152 000, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag in Madrid mitteilte. Seit vielen Tagen bleibt die Zuwachsrate auf niedrigem Niveau stabil.

Regierung will Ausgangssperre verlängern

Update vom 09.04.

Das Parlament muss dem Vorhaben am Donnerstag noch zustimmen: Die Regierung will den Alarmzustand samt Ausgehsperre ein zweites Mal bis Mitternacht des 25. April verlängern. Ab Ende April soll es dann nach und nach Lockerungen für die Bevölkerung geben.

Mutter von Pep Guardiola nach Covid-19-Infektion gestorben

Update vom 07.04.

Dolors Sala Carrió, die Mutter vom ehemaligen Bayern-Trainer Pep Guardiola, ist gestorben. Die 82-Jährige hatte sich davor mit dem Coronavirus infiziert.

Mann klaut in Spanien zwei Millionen Schutzmasken

Update vom 07.04.

In Santiago de Compostela hat ein Mann zwei Millionen Schutzmasken vom Typ FFP2 und weiteres Schutzmaterial im Wert von 5 Millionen Euro gestohlen. Das teilt die Polizei der Region Galicien am Montag mit. Er habe die Sachen aus einer Lagerhalle genommen und im Nachbarland Portugal verkauft. Der Mann sei dem Richter vorgeführt und anschließend unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt worden.

Ist der „Peak“ in Spanien erreicht?

Update vom 07.04.

Die Corona-Zahlen in Spanien sind erschreckend. Jeden Tag steigt die Zahl der Toten auf neue Rekordwerte. Jedoch gäben die Statistiken der vergangenen Tage auch Grund zu Optimismus, sagte Gesundheitsminister Salvador Illa. „Die Daten zeigen, dass die Kurve sich stabilisiert hat, wir haben den Höhepunkt erreicht und eine Verlangsamung hat begonnen.“ Gleichzeitig bleibe die Situation auf den Intensivstationen aber noch kritisch. Die Behörden waren sich am Freitag jedoch sicher: Die Kurve flacht ab. Der Zahl der Neuinfektionen auf knapp 118.000 entsprach einem Anstieg von 6,8 Prozent gegenüber dem Vortag. Am Donnerstag hatte die Rate noch bei 7,9 Prozent gelegen, Mitte vergangener Woche waren es 20 Prozent.

Mehr als 10.000 Corona-Tote, Madrid besonders schwer betroffen

Update vom 05.04.

Vergangene Woche gab es in Spanien eine traurige Höchstzahl bei den Pandemie-Opfern: Die Zahl der Toten ist auf mehr als 10.000 gestiegen. Wie die Regierung in Madrid am Donnerstag mitteilte, waren in den vergangenen 24 Stunden weitere 950 Infizierte gestorben- eine Tageshöchstzahl. Am Freitag waren es 932 gezählte Todesfälle. Spaniens am schwersten betroffenes Gebiet ist Madrid. Dort wurden 40 Prozent der Todesfälle registriert.

Prinzessin Maria Teresa stirbt an Corona

Update vom 02.04.

Das Virus hat auch das spanische Königshaus erreicht. Prinzessin Maria Teresa von Bourbon-Parma ist im Alter von 86 Jahren an den Folgen von Corona gestorben. Sie ist somit die erste Adelige die an dem Virus starb.

Drastische Verschärfung der Ausgangssperre in Spanien

Update vom 02.04.

Um die Eindämmung der Krise zu beschleunigen, beschloss die spanische Regierung eine ebenso drastische wie umstrittene Verschärfung des Ausgangsverbots, die am Dienstag in Kraft trat. Sehr zum Ärger vieler Politiker und fast aller Unternehmer. Der bisher trotz einiger Fehler weitgehend geschonte Ministerpräsident Pedro Sánchez wird deshalb plötzlich gnadenlos attackiert.

Spanische Wirtschaft wird lahmgelegt

Update vom 02.04.

Bisher durften in Spanien alle Bürger, die nicht im Homeoffice arbeiten konnten trotz Ausgangssperre zum Arbeitsplatz fahren. Das ist nun vor allem in weiten Teilen der Industrie und im Bausektor für die nächsten knapp zwei Wochen vorbei. Die betroffenen Arbeitnehmer sollen ihr Gehalt zwar weiterhin beziehen, die nicht geleisteten Stunden aber später nachholen. Nur die Menschen, die in „wesentlichen Sektoren“ tätig sind, dürfen weiterhin das Haus verlassen, um ihren Jobs nachzugehen. Ab sofort sollen auch Soldaten zunächst in 87 Gemeinden über die Einhaltung des Ausgangsverbots wachen. Regelbrecher kamen bereits ins Gefängnis. Experten warnen die Regierung, durch den „Winterschlaf“ könnten bis zu vier Millionen Jobs vernichtet werden.

300.000 neue Arbeitslosenmeldungen in Spanien

Update vom 02.04.

In Spanien ist die Zahl der Arbeitslosen in Folge der Corona-Krise stark gestiegen. Im März hätten sich mehr als 302.000 Menschen zusätzlich arbeitslos gemeldet, teilte das Arbeitsministerium am Donnerstag mit. Spanischen Medienberichten zufolge ist dies der stärkste jemals registrierte Anstieg in der Arbeitslosenstatistik.

Corona Deutschland aktuell Das musst du zum Coronavirus wissen

Ulm

Seat startet Produktion von Beatmungsgeräten in Spanien

Update vom 01.04.

Die spanische VW-Tochter Seat hat mit der Herstellung von Beatmungsgeräten begonnen. Im Hauptwerk Martorell bei Barcelona sei die Produktion angelaufen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. 150 Beschäftigte nutzten eine Montagelinie für den Seat Leon zur Serienfertigung der Geräte. Dafür seien größere Umrüstungen nötig gewesen. Man wolle einen „Beitrag zur Entlastung des von der Coronavirus-Krise schwer getroffenen spanischen Gesundheitssystems leisten“, hieß es.

Zara-Gründer Ortega spendet Millionen gegen Corona in Spanien

Update vom 01.04.

Der Gründer der Bekleidungskette Zara, Amancio Ortega, hat spanischen Krankenhäusern im Kampf gegen das Coronavirus medizinisches Material im Wert von 63 Millionen Euro gespendet. Über seine Stiftung ließ der spanische Modezar den Kliniken insgesamt 1.450 Beatmungsgeräte, 450 Betten, 3 Millionen Schutzmasken, eine Million Schnelltest-Kits und anderes medizinisches Material zukommen, wie spanische Medien am Dienstag berichteten.

Spanische Krankenhäuser: Zahl der Intensivbetten und Hilfe von deutschen Ärzten

Update vom 01.04.

Eine Gruppe von Ärzten aus Deutschland hilft nun in Spanien. Die Klinikgruppe Helios des Gesundheitsunternehmens Fresenius schickte ein Team aus fünf Ärzten und einer Pflegekraft nach Madrid. Das Team traf nach Angaben der Helios-Sprecherin am Montagabend in der spanischen Hauptstadt ein.

Spanien hat 9,7 Intensivbetten je 100.000 Einwohner. Die Kapazitäten sind damit deutlich geringer als etwa in Deutschland. Hierzulande kommen 33,9 Intensivbetten auf 100.000 Einwohner, in Italien nur 8,6. Diese Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) stammen aus verschiedenen Erhebungen in zehn Mitgliedstaaten in den Jahren 2013 bis 2020.

Militär macht Desinfizierungs-Aktion in Spanien

Update vom 01.04.

In Spanien kämpft das Militär auch mit gewaltigen Desinfizierungs-Aktionen gegen das Coronavirus. Im Rahmen der „Operation Balmis“ seien bislang landesweit mehr als 1300 Seniorenheime, 500 Krankenhäuser, 64 Flughäfen, 22 Häfen und fast 250 Metro-Stationen, Bahnhöfe und Bushaltestellen „entseucht“ worden, teilte das Verteidigungsministerium in Madrid am Montag mit.

Corona Deutschland aktuell Befallen Corona-Viren das Gehirn?

Ulm

Spanien verbietet alle Beerdigungszeremonien

Update vom 01.04.

Die Teilnehmerzahl bei Bestattungen ist in Spanien bis auf Weiteres auf maximal drei dem Verstorbenen nahe stehende Menschen beschränkt, wie es in einem am Montag veröffentlichten Regierungsdekret heißt. Die Einschränkungen bei Beerdigungen gelten bis zum Ende des derzeitigen offiziellen landesweiten Notstandes, der vorerst bis zum 11. April befristet ist.