Heutzutage werden die verschiedensten Jugendwörter durch das Internet und Soziale Medien deutlich schneller als früher verbreitet. Der Begriff „Macher“, der jemanden für seine Tatkraft oder Reaktionsgeschwindigkeit lobt, gehört zu den Begriffen, die von Jugendlichen in Deutschland oft verwendet werden. Durch die häufige Verwendung des Begriffs durch Streamer und YouTuber, gewann er an Popularität. Da die Jugendsprache bei vielen für Verwirrung und Unverständnis sorgen kann, haben wir in diesem Artikel die folgenden Informationen zu dem Jugendwort „Macher“ gesammelt:
  • Was steckt hinter dem Begriff?
  • In welchen Situationen verwendet man „Macher“?
  • Woher kommt der Ausdruck?
Alle Infos zur Bedeutung, Herkunft, Verwendung und Co. findet ihr bei uns im Überblick.

Was bedeutet das Jugendwort „Macher“?

Das Jugendwort „Macher“ beschreibt in erster Linie eine Person, die nicht zögert Dinge umzusetzen. Der Ausdruck ist vom deutschen Verb „machen“ abgeleitet und hat dieselbe Bedeutung. „Macher“ steht also für Personen, die man für ihre Tatkraft oder Reaktionsgeschwindigkeit loben möchte. Sobald man eine Person beispielsweise um einen ehrenhaften Gefallen bittet und sie diesen sofort umsetzt, spricht man von einem „Macher“.
Abgesehen von der positiven Bedeutung kann das Jugendwort allerdings auch ironisch verwendet werden. Die Aussage, dass jemand ein „Macher“ sei, bleibt dieselbe. Jedoch ist genau das Gegenteil gemeint. In Situationen, in denen eine Person für eine Sache oder Herausforderung überdurchschnittlich lange braucht, spricht man also im Ironischen ebenfalls von einem „Macher“.

Woher kommt der Ausdruck „Macher“?

Wo genau der Begriff „Macher“ herkommt, ist nicht ganz klar. Feststeht, dass er stark durch diverse Streamer auf der Plattform Twitch verbreitet wurde. Heutzutage ist es durch Soziale Medien völlig normal, dass sich Jugendwörter deutlich schneller verbreiten. YouTuber und Streamer, die bestimmte Begriffe vor einem Millionen-Publikum verwenden, haben die Macht, die Jugendsprache unheimlich stark zu beeinflussen. Da der Ausdruck „Macher“ in letzter Zeit von vielen angesagten Streamern verwendet wird, ist der genaue Ursprung nicht deutlich.

Beispiele für die Verwendung von „Macher“

„Macher“ wird häufig von Jugendlichen verwendet, um eine Person für ihre Tatkraft oder Ehrenhaftigkeit zu loben. Der Begriff kann allerdings auch Ironisch verwendet werden. Synonyme für „Macher“ sind beispielsweise „Ehrenmann“ oder „Chef“.
Beispiel-Dialoge für die Verwendung von „Macher“ findet ihr hier:
  • Person A: „Hast du mitbekommen, das Sarah ihren Master mit unter 24 abgeschlossen hat?“
  • Person B: „Nein habe ich nicht, was für eine Macherin!“
  • Person A: „Hey, lange nicht gesehen. Ich habe mittlerweile mein eigenes Unternehmen gegründet.“
  • Person B: „Sehr ambitioniert. Du bist halt einfach ein Macher.“
  • Person A: „Kannst du mir mein Fahrrad reparieren?“
  • Person B: „Klar, bring es mir morgen vorbei, dann mach ich es.“
  • Person A: „Vielen Dank, du bist ein richtiger Macher!“

Diese Jugendwörter sind 2022 nominiert

Im Rennen um das Jugendwort des Jahres 2022 sind wieder zehn Begriffe. Welche das sind, seht ihr hier: