Die Ampel-Koalition hat ein drittes Entlastungspaket geschnürt. Besonders berücksichtigt wurden diesmal Geringverdiener, Rentner und Studenten. Aber auch Familien werden mit einer baldigen Kindergelderhöhung entlastet. Für die Mittelschicht wurden steuerliche Entlastungen sowie eine Inflationsprämie vereinbart: bis zu 3.000 Euro Bonus können Arbeitgeber an ihre Mitarbeiter steuerfrei auszahlen.
Die Frage bei all den Entlastungen, den sich viele Menschen jetzt stellen ist: Was ist mit den Mitarbeitern im öffentlichen Dienst? Erhalten Beamte die Inflationsprämie?

Inflationsprämie für Beamte: 3000 Euro auch im öffentlichen Dienst?

Im Rahmen des 3. Entlastungspakets hat die Bundesregierung alle Arbeitgeber in Deutschland dazu aufgerufen, ihren Mitarbeitern einen Inflationsaugleich zu zahlen. Diese Prämie ist im Gegenzug dann bis zu einer Höhe von 3.000 Euro steuer- und abgabenfrei. Normalerweise werden Bonuszahlungen hoch besteuert.
Als Vorbild für die Inflationsprämie dient die Corona-Prämie. In der Corona-Pandemie blieben Sonderzahlungen von Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern bis zu 1.500 Euro steuer- und sozialversicherungsfrei. Die Regelung lief bis Ende März 2022. Die Prämie wurde zusätzlich zum Lohn gezahlt. Genauso soll es nun mit der Inflationsprämie laufen.
Ob Beamte auch die Inflationsprämie erhalten können, wurde noch nicht explizit gesagt. Aber: Den Corona-Bonus haben sehr viele Beamte erhalten. Es ist also schon denkbar, dass Beamte eine Prämie erhalten. Wann die Auszahlung erfolgen könnte, war nicht bekannt.

Drittes Entlastungspaket und ALG I - werden ALG-I-Empfänger entlastet?

Geringverdiener werden im dritten Entlastungspaket entlastet, genauso wie Hartz-IV-Empfänger, deren Leistungen sich mit dem neuen Bürgergeld ab 2023 erhöhen sollen. Im neuen Entlastungspaket gehen jedoch die Empfänger von Arbeitslosengeld I leer aus. Wer also vor weniger als einem Jahr arbeitslos geworden ist - möglicherweise wegen der aktuellen Krisen - erhält keine Unterstützung für die gestiegenen Heizkosten. Denkbar wäre lediglich, dass sie im Zuge der geplanten Wohngeldreform zum Kreis der Berechtigten gehören könnten. In diesem Fall würden ALG-I-Empfänger zusammen mit dem Wohngeld auch einen Heizkostenzuschuss erhalten. Da jedoch noch unklar ist, wer genau das neue Wohngeld ab 2023 bekommen soll, kann diese Frage noch nicht abschließend beantwortet werden.

3. Entlastungspaket: Welche Entlastungen kommen?

Einige der Entlastungsschritte, auf die sich die Ampel-Koalition neu geeinigt hat, haben Wirkungen bis weit über den Winter hinaus. Andere sollen kurzfristig greifen. Folgende Bestandteile hat das Entlastungspaket, das am 4.9.2022 verkündet wurde: