Das Thema Mindestlohn ist für Kanzler Olaf Scholz eine Herzensangelegenheit. Mit der Erhöhung hatte er im vergangenen Jahr den Wahlkampf bestritten. Als Kanzler will er da natürlich auch liefern. Außerdem hat die Frage nach mehr Geld an Bedeutung gewonnen, da die Erhöhung eine Entlastung im Zeichen der Energiekrise darstellen kann. Hier beantworten wir alle aktuell wichtigen Fragen:
  • Wie hoch ist aktuell der Mindestlohn?
  • Wann genau ist es soweit?
  • Ist die Erhöhung brutto oder netto?
  • Wie hoch ist die Minijobgrenze?

Mindestlohn 2022: Wie hoch ist er aktuell?

Bis zum 30. Juni 2022 lag der Mindestlohn bei 9,82 Euro. Die alte Bundesregierung hat eine weitere Erhöhung ab dem 1. Juli 2022 vereinbart: Seit Juli 2022 beträgt der Mindestlohn also 10,45 Euro.
Im Koalitionsvertrag hatte die Ampel-Koalition vereinbart, dass der Mindestlohn auf 12 Euro steigen werde. Das soll jetzt auch geschehen: Ab dem 1. Oktober 2022 ist es soweit.

12 Euro brutto oder netto?

Der gesetzliche Mindestlohn wird immer im brutto angegeben. Das heißt, das ist das Gehalt vor Abzügen wie Sozialversicherungsbeiträge oder Steuern.

Mindestlohn & Minijob: Wie viel Geld bekommen Minijobber?

Minijobber haben bisher eine Verdienstgrenze von 450 Euro. Wer mehr verdient, muss Steuern und andere Abgaben zahlen. Monatlich dürfen Minijobber 43,06 Stunden arbeiten, um bei 450 Euro zu landen.
Ab 1. Oktober wird die Verdienstgrenze für Minijobs erhöht. Wenn der Mindestlohn am 1. Oktober auf 12 Euro steigt, steigt die Grenze auf 520 Euro. Damit dürfen Minijobber weiterhin 43,06 Stunden arbeiten, ohne Abgaben zu zahlen. Sie haben also mehr Geld raus bei gleich bleibender Stundenzahl.

3. Entlastungspaket: Welche Entlastungen kommen?

Einige der Entlastungsschritte, auf die sich die Ampel-Koalition neu geeinigt hat, haben Wirkungen bis weit über den Winter hinaus. Andere sollen kurzfristig greifen. Folgende Bestandteile hat das Entlastungspaket, das am 4.9.2022 verkündet wurde: