Am Dienstag vor einer Woche hatte die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland noch bei 11.409 gelegen. An Halloween, vergangenen Samstag (31.10.2020), wurden gleich zwei traurige Rekorde erreicht: Mit bundesweit 19.059, die meisten Neuinfektionen und damit auch insgesamt mehr als 500.000 nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus seit Beginn der Corona-Pandemie.
Doch bevor dieser Doppel-Rekord vom Robert Koch-Insitut vermeldet wurde, gab es offenbar Probleme mit dem RKI-Dashboard. Eine Fehlermeldung an besagtem Samstag deutete darauf hin, dass es anscheinend keine aktuellen Corona-Zahlen an Halloween gäbe - Doch die neuen Fallzahlen waren trotzdem da.

Corona RKI-Zahlen Deutschland: Neue Fallzahlen am 3.11.2020 - mehr als 15.000 Neuinfektionen

Doch wie ist die aktuelle Entwicklung? Wie hoch sind die neuen Covid-19-Fallzahlen in Deutschland heute, am Dienstag, 3.11.2020? Alle wichtigen Fallzahlen des RKI-Dashboards - die Zahl der Neuinfektionen, den Inzidenzwert sowie die Zahl der Toten und Genesenen im Überblick:
  • Neuinfektionen: Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag 15.352 Neuinfektionen.
  • Infizierte: Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 560.379 Menschen in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert.
  • Tote: Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag jetzt bei 10.661. Das sind 131 mehr als am Vortag.
  • Genesene: Die Zahl der Genesenen beläuft sich laut dem RKI auf etwa 371.500.
  • R-Wert: Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag laut RKI Einschätzungen für Deutschland am Donnerstag bei 1,07. Der Wert hatte zuvor bei 1,13 gelegen. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.
  • Sieben-Tage-R-Wert: Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Dienstag bei 1,04 (Vortag: 1,13). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

RKI-Dashboard zeigt aktuelle Corona-Zahlen aus Bundesländern und Kreisen

Wer sich über die nationalen Zahlen hinaus für das Infektionsgeschehen in seinem Bundesland - etwa in Bayern oder Baden-Württemberg - oder in seiner Region respektive seinem Kreis interessiert, der kann dieses im Dashbaord des RKI nachverfolgen. Dort sind auf Bundesland- und Kreis-Ebene die Zahlen tagesaktuell ausgewiesen. Hier geht es zum Dashboard des RKI.

Hohe Zahlen und Lockdowns europaweit

Nicht nur in Deutschland steigen die Corona-Zahlen in den verganegenen Wochen und Tagen stark an, in ganz Europa kämpfen die Länder mit dem Virus. In England und Österreich gibt es erneut Ausgangsbeschränkungen, auch Belgien macht weitestgehend alles dicht, und die italienische Regierung gerät wegen rasant ansteigender Fallzahlen zunehmend unter Druck.

Corona-Schwerpunktpraxen werden weiter ausgebaut

Mit steigenden Infektionszahlen wächst die Zahl der Corona-Schwerpunktpraxen (CSP). In den vergangenen Monaten wurden nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) 1136 Praxen zu CSP ausgebaut. Dabei handelt es sich um reguläre Haus- oder Facharztpraxen, die für Corona-Verdachtsfälle spezielle Sprechstunden vorhalten. Außerdem gibt es 17 Fieberambulanzen und 36 Abstrichstellen. „Sollte es weiteren Handlungsbedarf geben, dann sind wir vorbereitet“, sagte eine KVBW-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Auch die Zahl und die Öffnungszeiten der Abstrichstellen sowie Fieberambulanzen könnten je nach Testbedarf kurzfristig ausgeweitet werden.
Auch wenn nicht jeder Hausarzt einen PCR-Test anbietet, etwa wegen fehlender geeigneter Praxisräume: Der Hausarzt bleibt der erste Ansprechpartner bei Erkältungssymptomen oder typischen Covid-19-Symptomen wie Geruchsverlust. „Er berät dann mit dem Patienten das weitere Vorgehen und überweist gegebenenfalls an eine Corona-Schwerpunktpraxis“, erläuterte der Hausärzteverband. Es sollte daher keine Probleme damit geben, einen Test zu bekommen, betonte die Ärzte-Sprecherin.