Kaum ist das neue Jahr gestartet, geht die Urlaubsplanung für 2021 los. Wann ist der beste Zeitpunkt, um sich freizunehmen? Brückentage sind auch in diesem Jahr wertvoll, um dank einiger Feiertage seinen Urlaub zu maximieren. Mit 22 Urlaubstagen könnt ihr im Bestfall etwa 52 Tage frei haben.
Eine wichtige Rolle spielen dabei neben den bundesweiten Feiertagen auch die Feiertage in den jeweiligen Bundesländern. So können die Menschen in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen zum Beipiel direkt Heilige Drei Könige am 6. Januar nutzen, um mit mehr freier Zeit ins Jahr zu starten.
Wie ihr die Brückentage 2021 am besten nutzt und welche Feiertage in den Bundesländern gelten, erfahrt ihr in dieser Übersicht.

Die bundesweiten Feiertage 2021

  • Neujahr: 01. Januar 2021 - Freitag
  • Christi Himmelfahrt: 13. Mai 2021 - Donnerstag
  • Pfingstmontag: 24. Mai 2021 - Montag
  • 1. Weihnachtsfeiertag: 25. Dezember 2021 - Samstag
  • 2. Weihnachtsfeiertag: 26. Dezember 2021 – Sonntag

Alle Brückentage 2021 und Feiertage clever kombiniert

Gleich zu Jahresbeginn: Neujahr nutzen

Der erste Feiertag des Jahres am 1. Januar fällt auf einen Freitag. Wem das lange Wochenende zum Jahresbeginn nicht reicht, der kann die Woche darauf frei nehmen (4.01. – 08.01.) und sofort gleich insgesamt zehn Tage Urlaub machen. In Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt braucht es nur 4 Urlaubstage, weil der Mittwoch (6. Januar) dort der Feiertag Heilige Drei Könige ist.

Ostern (oder Ski-Urlaub für viele)

Das Osterfest bietet sich traditionell für einen langen Frühjahrsurlaub an – zumindest für diejenigen, die keine Schulferien scheuen. Karfreitag fällt 2021 auf den 2. April, Ostermontag ist der 5. April. Durch jeweils vier Urlaubstage vor Karfreitag sowie nach Ostermontag verdoppelt sich die freie Zeit auf insgesamt 16 Tage am Stück. Oder man nimmt nur die Woche nach Ostern frei und aus vier Urlaubstagen werden zehn freie Tage am Stück.

Christi Himmelfahrt und Pfingsten

Der 1. Mai 2021 ist zwar ein Samstag – dafür lassen sich kurz darauf die Woche rund um Christi Himmelfahrt am 13. Mai (Donnerstag) bequem mit Urlaubstagen auffüllen und so ein langes Wochenende oder alternativ sogar neun freie Tage am Stück erreichen. Auch nach dem langen Pfingstwochenende mit Pfingstmontag am 24. Mai können sich Arbeitnehmer durch vier zusätzliche Urlaubstage eine Auszeit von insgesamt neun Tagen sichern. Wer zusätzlich die volle Arbeitswoche zwischen den beliebten Feiertagen im Mai frei macht, erlangt mit insgesamt 13 Urlaubstagen eine durchgehend freie Zeitspanne von 23 Tagen.

Fronleichnam fällt immer auf einen Donnerstag

Ein langes Wochenende kann man auch mit Fronleichnam planen. Der Feiertag fällt auf Donnerstag, den 3. Juni, und bietet somit weitere Chancen für Brückentage. Ein gesetzlicher Feiertag ist er aber nur in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland sowie in einigen Teilen Sachsens und Thüringens. Wer sogar vom 14. Mai bis zum 4. Juni Urlaub einreicht, kann übrigens Himmelfahrt und Pfingsten bestmöglich mit Fronleichnam verbinden – und durch den Einsatz von 14 Urlaubstagen einen Urlaub von 25 Tagen erreichen.

Allerheiligen im Herbst

Im Herbst können Arbeitnehmer nicht auf viele Feiertage hoffen: Mariä Himmelfahrt, der Tag der Deutschen Einheit und auch der Reformationstag fallen jeweils auf einen Sonntag. In Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland winkt immerhin zu Allerheiligen am 1. November (Montag) ein langes Wochenende. Wer sich auch die vier Tage danach frei nehmen möchte, kann daraus einen insgesamt neun Tage langen Urlaub machen.

Feiertage in den jeweiligen Bundesländern

Der eine oder andere Feiertag ist nur in bestimmten Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag. Und manche Bundesländer machen an bestimmten Terminen frei, wenn nirgends sonst frei ist. In Berlin gibt es zum Beispiel den Internationalen Frauentag am 8. März.
Wer sich jetzt nicht mehr sicher ist, welche Feiertage es im eigenen Bundesland überhaupt gibt, der kann in der folgenden Aufzählung auf das Bundesland klicken und wird auf den jeweiligen ausführlichen Artikel weitergeleitet: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen.

Urlaub beantragen: Was Arbeitnehmer wissen sollten

In Belegschaften sind die Brückentage natürlich begehrt. Dass es auch mal Konflikte geben kann, ist klar. Wie ist dann die Rechtslage? Prinzipiell gilt: Der Arbeitgeber muss beantragten Urlaub gewähren und hat zu begründen, wenn er das nicht macht.
Oft können aber nicht beliebig viele Mitarbeiter gleichzeitig wegbleiben, weil sonst der Betriebsablauf gestört wird. Dann muss die Firma eine Entscheidung treffen. Dafür gibt es verschiedene Kriterien, die denkbar sind. „Oft gilt der Grundsatz: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“, sagt Manuela Beck, Fachanwältin für Arbeitsrecht in Köln.
Gibt es dennoch Zwist, entscheidet der Arbeitgeber. Ein wichtiges Kriterium ist die Frage, welcher Urlaubsanspruch sozial schutzwürdiger ist – diese Umschreibung steht auch im Gesetz. „Das können Kriterien wie schulpflichtige Kinder sein“, sagt Beck.
Gleichzeitig müsse auch eine gewisse Ausgewogenheit hergestellt werden, erklärt die Anwältin. Wer zum Beispiel in der Vergangenheit immer Urlaub über Ostern hatte, muss sich eventuell mal hintenanstellen. Ein Tipp der Expertin: Wer bestimmte Gründe für seinen Urlaub hat, sollte diese in seinem Antrag auch angeben. Nur dann kann der Arbeitgeber sie bei der Entscheidung berücksichtigen.