Buchempfehlungen: Liste der 100 Bücher, die man lesen sollte

Einhundert tiefsinnige, unterhaltende und schöngeistige Bücher.
Gerd Altmann/Pixabay„Wer Bücher liest, schaut in die Welt und nicht nur bis zum Zaun“, sagte bereits Johann Wolfgang von Goethe. Diesen versprochenen Ausblick nahm sich die Wochenzeitung „die Zeit“ zu Herzen und veröffentlichte Ende 2023 einen Literaturkanon mit tiefsinnigen, unterhaltenden, aber auch schöngeistigen Büchern.
Renommierte Literaten, Literaturkritiker und Redakteure der Zeit wählten die Werke unter dem Aspekt aus, dass diese für unsere Gegenwart als besonders bewahrenswert gelten. Entstanden ist eine Liste von 100 Büchern, die sich lohnen, von Bücherfreundinnen und Bücherfreunden neu– beziehungsweise wiederentdeckt zu werden.
Aber da 100 Bücher allein ein langes, nichtssagendes Verzeichnis ergeben würde, haben wir diese Bücherliste in acht Kategorien unterteilt. Die Kategorien sind in sich zeitlich nach den jeweiligen Erscheinungsjahren sortiert und die gelisteten Bücher mit kurzen Inhaltsangaben versehen. Die ganze Liste finden Sie als PDF zum Download am Ende des Artikels.
Aufregend, schmerzhaft, belebend — die Liebe
Jay Gatsby, Anna Karenina, Effi Briest, Jane Eyre und Madame Bovary — alle haben eines gemeinsam: Sie sind bereit, für die rauschende Liebe alles zu opfern. Hier finden Sie zwölf Bücher voll leichter und schwerer Gefühle, flackerndem Glück, heimlichen Affären, Demütigung — und Liebe, die die Grenzen der Länder sprengt.
Scharfe Ehrlichkeit mit viel Humor
Sie gilt als die hohe Kunst der Sprache, aber immer mit einem Augenzwinkern: die Satire. Sei es nun der despotische Herrscher einer fiktiven afrikanischen Republik oder der Teufel, der in Moskau heilloses Chaos anrichtet — in diesen fünf Büchern spiegelt sich das verlogene Treiben der Menschen. Mal hochpolitisch, mal scharf analysiert, aber immer mit viel Humor.
Familie: Ein Band über Generationen
Das Sprichwort lautet: Unter jedem Dach ein Ach. Kurz und knackig. Doch ein Blick hinter die Fassade lohnt sich. Denn, mit welch schillernden Worten elf Schriftstellerinnen und Schriftsteller über ein Jahrhundert hinweg die Geschichten unterschiedlichster Familien beschrieben haben, ist geradezu verlockend. Von Chile, Indien, Sizilien über Lübeck bis in die Türkei: Emotional, persönlich, politisch.
Teil oder kein Teil davon — die Gesellschaft
Schicksale, Fotografien, fiktive Orte, Allegorien und Klassenkampf: Keine der anderen Kategorien spannt ein solch weites Themenband. Doch eines haben die Protagonistinnen und Protagonisten der neunzehn empfohlenen Bücher gemein: Sie leben in Gesellschaften, von denen sie entweder profitieren, ausgeschlossen oder gejagt werden.
Krieg, die Zeit des Überlebens
Es geht um äußere und innere Wunden, es geht ums Überleben. Und es geht, all dem Schrecken und Leid zum Trotz darum, dass menschliche Güte immer eine außergewöhnliche Wirkung hat. Sechs Bücher, die Geschichten aus Konzentrationslagern, sowjetischen Gulags, dem Donbass und der Nachkriegszeit erzählen.
Ein roter Faden durch die Geschichte
Kämpfe in Troja, chinesische Mythen und Legenden, die Hütte von Onkel Tom, die Abgründe der Kolonialherrschaft, Wahn und Wirklichkeit im Zweiten Weltkrieg, lebende Frauen in Algerien, ermordete Frauen in Mexiko, Männerfreundschaften und Massaker: Nichts zeichnet das geistige und moralische Klima der Menschheit so klar wie die Geschichte. Vierzehn Bücher, die durch die vergangene Zeit führen.
Wenn das Innere droht, sich zu spalten
Protagonistinnen und Protagonisten, die sich vor innerer Unruhe winden. Die versuchen, das Unfassbare begreiflich zu machen und zerplatzten Träumen hinterherjagen. Freundschaften, die zerbrechen. Einsamkeit und Verzweiflung, die Menschen zu Mördern machen. Ein Pakt mit dem Teufel, der die Unzufriedenheit beschwichtigen soll. All diese Menschen sind auf der Suche nach etwas, hoffen auf mehr — aber mehr wovon? Die Antwort finden Sie sicherlich in einem dieser sechzehn Bücher.
Denn die Hoffnung stirbt zuletzt
Sehnsucht, Schwäche, Scham, Begierde, Scheitern, Erfolg: Sie schreiben von schmerzhaften Heilungsprozessen, erkunden dabei das Seelenleben des Menschen, gehen in Konflikte hinein und stehen im Sturm. Es geht um Ziele, wilde Herzen, den Kampf der Kämpfe — und natürlich Freundschaft. Siebzehn Bücher, in denen sich Protagonistinnen und Protagonisten auf den Weg machen, um sich selbst und vielleicht auch ein besseres Leben zu finden.








