Aus 100 Bücher, die man lesen sollte: Die schönsten Geschichten über die große Liebe

Bücher öffnen die Tore zu neuen Welten.
Veronika Andrews/PixabayEnde 2023 veröffentlichte die Wochenzeitung „die Zeit“ einen Literaturkanon mit tiefsinnigen, unterhaltenden, aber auch schöngeistigen Büchern. Die große Übersicht zur Liste der 100 Bücher, die man lesen sollte, finden Sie hier.
Renommierte Literaten, Literaturkritiker und Redakteure wählten die Werke unter dem Aspekt aus, dass diese für unsere Gegenwart als besonders bewahrenswert gelten.
In der folgenden Übersicht finden Sie die zwölf Bücher der Liste, die wir in der Kategorie Liebe verorten. Die Werke sind nach Erscheinungsjahr sortiert und mit kurzen Inhaltsangaben versehen.
- Americanah von Chimamanda Ngozi Adichie (2013)
Die junge Autorin erzählt eine einschneidende Liebesgeschichte zwischen drei Kontinenten: Ein eindringlicher, moderner und hochpolitischer Roman über Identität und Rassismus in unserer globalen Welt.
Esra von Maxim Biller (2003)
Ein Liebesroman, in dem Gefühle wieder so wichtig sind, wie Gedanken, in dem Zuneigung und Vertrauen etwas ersetzen soll, an das viele zu lange blind geglaubt haben: Glück durch politische und gesellschaftliche Ideologie. Das Buch wurde 2008 vom Bundesverfassungsgericht verboten.
Liebesleben von Zeruya Shalev (1997)
Die junge Protagonistin trifft auf einen alten Freund ihres Vaters und erlebt eine bedingungslose, obsessive und demütigende Liebesbeziehung, die sie dazu bringt, auf alles zu verzichten, was ihr Leben bisher ausgemacht hat.
Ada oder Das Verlangen von Vladimir Nabakov (1969)
Zwei hochbegabte Geschwister, die auf einem imaginären Planeten füreinander Liebe empfinden. Auf ihrem Lebensweg hinterlassen sie eine Spur der emotionalen Verwüstung, die sich in überraschenden Beobachten und Gedanken widerspiegeln.
Der große Gatsby von F. Scott Fitzgerald (1925)
New York 1922: Inmitten von Geld, Liebe, Machtgier und Treue veranstaltet ein junger Mann rauschende Partys und hofft, dass sich eines Tages seine vergangene Liebe dorthin verirren wird.
Effi Briest von Theodor Fontane (1894/1895)
Das Leben der Protagonistin führt nicht ins Glück. Aus ihrer arrangierten Ehe folgen eine Affäre, ein Duell und ein Toter. Ein Roman über Ehebruch und die wahre Geschichte der Effi Briest.
Anna Karenina von Leo Tolstoi (1877/1878)
Sie ist bezaubernd, klug, sanftmütig – und glücklos verheiratet. Als sich die Protagonistin in einen jungen Offizier verliebt, beginnt sie eine leidenschaftliche Affäre und ist bereit, für diese Liebe alles zu opfern.
Madame Bovary von Gustave Flaubert (1856)
Die Protagonistin hat den Kopf voller romantischer Träume. Doch ihr Leben als Frau eines Arztes in einer Provinzstadt scheint ihr mehr als langweilig. Also sucht sie ihr Glück in einer Affäre – und wird bitter enttäuscht.
Jane Eyre von Charlotte Brontë (1847)
Ein mittelloses Waisenmädchen, das sich zu Beginn ihren Weg durch das Leben kämpft. Als Gouvernante verliebt sie sich in den verbitterten Gutsherrn, doch die Mauern des Landsitzes bergen ein furchtbares Geheimnis.
Sturmhöhe von Emily Brontë (1847)
Als ein Vater stirbt, macht ein junger Mann seiner Adoptivschwester Avancen. Doch obwohl sie ihn liebt, weist sie ihn aufgrund des Standesunterschieds schroff zurück. Er verlässt den Hof und kommt später zurück um gezielt Rache zu üben.
Die Günderode von Bettina von Arnim (1840)
Die Autorin und Karoline von Günderode verband eine tiefe Freundschaft, die sich in Briefen herauskristallisierte. Der Roman ist ergänzt durch Gedichte, persönliche Gespräche und liebevolle Anmerkungen der Autorin.
Stolz und Vorurteil von Jane Austen (1813)
Fünf Töchter müssen möglichst vorteilhaft verheiratet werden, doch eine erweist sich als Problemfall. Ein Karussell aus Aristokratenstolz und bürgerlichem Vorurteil.
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