• Öffnung der Friseur-Salons ab dem 01.03.2021 unter strengen Auflagen
  • Darf aber zum Beispiel neben den Haaren auch der Bart geschnitten werden? Diese Regeln gelten in Friseursalons
Bund und Länder haben sich auf erste Schritte aus dem Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie verständigt. Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach den Beratungen mit den Regierungschefinnen und -chefs der Länder mitteilte, wird die derzeitigen Einschränkungen zwar grundsätzlich bis zum 7. März verlängert. Bis dahin kann es in Verantwortung der einzelnen Länder aber bereits schrittweise Schulöffnungen geben. Friseure sollen am 1. März unter Hygieneauflagen wieder aufmachen können.

Friseure öffnen: In Corona-Zeiten ging der Trend zuletzt zum Haare-selber-schneiden

Der Trend ging aufgrund der geltenden Lockdown-Regeln zuletzt dahin, die Haare selber zu schneiden. Das ist aus den Online-Suchanfragen bei Google deutlich erkennbar, denn ebenso gesucht wird:
  • „Haare schneiden Jungs“
  • „Youtube Haare selber schneiden“
  • „Haarschenidemaschine“
  • „Haare schneiden Männer“
  • Mondkalender Haare schneiden“
  • Wird der Lockdown bis zum März verlängert?

Video Verlängerter Lockdown und mehr...

Inzidenz: Weitere Öffnungen erst ab einem 7-Tages-Wert von 35

Bund und Länder sehen die Möglichkeit für weitergehende Öffnungsschritte in der Corona-Pandemie erst bei einer stabilen 7-Tage-Inzidenz von höchstens 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Dann sollten der Einzelhandel, Museen und Galerien sowie Betriebe mit körpernahen Dienstleistungen wieder aufmachen können.

Friseur Öffnung: Ab wann haben die Friseure wieder geöffnet?

Nein, Friseure müssen aktuell geschlossen bleiben, denn alle körpernahen Dienstleistungen sind noch bis 1. März verboten. Kosmetik- oder Nagelstudios müssen fast überall noch länger auf eine Öffnung warten.

Wiedereröffnung Friseur: Wann öffnen Friseure wieder?

Wann man wieder zum Friseur gehen kann, ist nach dem Corona-Gipfel nun klar. Der Lockdown wird zwar bis zum 7. März verlängert, Friseure dürfen aber ab dem 1. März wieder öffnen.

Friseursalons: Brauche ich eine Anmeldung - und darf der Bart geschnitten werden?

Für den Friseurbesuch ist eine Anmeldung vorgeschrieben und es darf dort keine Bartrasuren geben, da diese nur ohne das Tragen einer medizinischen Maske möglich seien, wie es in der Verordnung heißt. Erlaubt seien Haare waschen, schneiden, färben und föhnen.

Dürfen mobile Friseure arbeiten während des Corona-Lockdowns?

Der Lockdown geht nun schon mehrere Montae und die Haare werden länger. Wenn die Salons zu sind, darf ein Friseur nach Hause bestellt werden? Ganz klar nein. Denn alle Friseur-Dienstleistungen sind verboten. Das Problem ist schließlich die Nähe zum Kunden und nicht der Ort, an dem die Haare geschnitten werden.

Seit wann haben die Friseure wegen Corona geschlossen?

Nachdem sie bereits im Frühjahr für zwei Monate geschlossen waren, durften die Friseure im Sommer wieder öffnen. Seit dem 16. Dezember sind die Salons aber wieder zu.

Wann öffnen Nagelstudios?

Während Friseure am 1. März öffnen, müssen Inhaber von Nagelstudios weiter Geduld haben. Nur in Bayern dürfen sie, genau wie Kosmetikstudios öffnen. Ob eine bundesweite Öffnung folgt, entscheidet sich auf dem nächsten Corona-Gipfel am 3.3.2021.

Öffnung der Friseure in Baden-Württemberg: Ansturm erwartet

Auch in Baden-Württemberg dürfen die Friseure am 1. März wieder öffnen. Es gelten aber wie schon in vergangenen Herbst strenge Hygieneregeln.
Die Friseure erwarten zur Wiedereröffnung ihrer Salons an diesem Montag blendende Geschäfte. Die meisten Betriebe seien bis zu drei oder vier Wochen im Voraus ausgebucht, sagte der Geschäftsführer des Fachverbands Friseur und Kosmetik Baden-Württemberg, Matthias Moser, der Deutschen Presse-Agentur.
Wer erst jetzt einen Termin anfrage, könne allenfalls „mit etwas Glück“ noch vor Ostern einen ergattern. Dennoch liefen die Telefone der Friseure weiter heiß, etliche Online-Terminanfragen füllten zudem die Email-Postfächer.
Viele Betriebe hätten bereits unmittelbar nach der Bekanntgabe der Öffnungserlaubnis für die Friseure am 10. Februar Reservierungen entgegengenommen. „Teilweise wurde auch Kundschaft vorgezogen, die wegen des Dezember-Lockdowns ihren Termin nicht mehr wahrnehmen durfte“, sagte Moser, dessen Verband nach eigenen Angaben rund ein Drittel der etwa 11 000 Südwest-Friseurbetriebe vertritt.
Friseure und Baumärkte Ulm/Neu-Ulm So lange muss man auf einen Haarschnitt warten

Ulm/Neu-Ulm

Öffnung Friseure Bayern

Im Nachbarbundesland Bayern geht es den Corona-Frisuren ab 1. März ebenfalls an den Kragen. Dort gilt beim Friseurbesuch die Pflicht zum tragen einer FFP2-Maske, es muss ein Termin vereinbart werden und Abstand zwischen den Kunden gehalten werden.

Friseure geschlossen: Viele Deutsche schneiden Haare selbst

Viele Friseure appellieren zwar an die Geduld, doch nicht jeder will warten, bis die „Corona-Matte“ oder der Bart unansehnlich werden. Und Not macht bekanntlich erfinderisch. So manch einer greift inzwischen selbst zu Schere, Rasierer und Farbe. Anleitungen gibt es auf Youtube, Instagram und Co. jede Menge – und gleichzeitig auch genügend Zeugnisse von mehr oder weniger gelungenen Selbstversuchen.

RTL-Moderatorin Katja Burkard sorgt mit neuer Frisur für Aufsehen

Die Lockenpracht ist weg, die Haare glatt: RTL-Moderatorin Katja Burkard sorgt mitten im Corona-Lockdown mit einer neuen Frisur aktuell für Aufsehen. Was hinter dem neuen Look steht.

Haare selber schneiden: Die Friseur-Weltmeisterin zeigt, wie es geht

Ganz klassisch zeigt zum Beispiel Friseur-Weltmeisterin Sonja Fischer, wie man Corona-Nothaarschnitte für Männer selbst meistert. Bloggerin und Haarschneide-Autodidaktin Patricia Wons veröffentlichte in der ersten Corona-Welle im März eine Anleitung für einen Jungen/Männer-Haarschnitt. „Ich bekomme viele Rückmeldungen. Bei vielen klappt es, bei manchen auch nicht“, so die Duisburgerin. Tipps, wie man Pony, Spliss oder Locken schneidet, gibt es seit Corona zum Beispiel auf den Seiten einer Drogeriekette. Tutorials bieten auch Hersteller von Haarschneidegeräten.
Äußerst kreativ ist die Anleitung vom sogenannten Heimwerkerking und Youtuber Fynn Kliemann: Bei ihm werden die Haare mit einem Staubsauger angesaugt und einer Schablone geschnitten. Joshua Otto aus Berlin hat es nachgemacht und ist begeistert: „So bekommt man gut alle Haare auf eine Länge, nichts juckt oder kratzt.“
Der 25-Jährige hat sich bereits mehrmals so die Haare geschnitten und will auch gar keinen Profi mehr ranlassen. Er habe absolut keine Lust, mit einer Maske beim Friseur zu sitzen, sagt er. Und außerdem lasse sich viel Geld sparen. Die neue Frisur sei zwar chaotisch, passe aber viel besser zu seinem Typ, als die früher geschniegelten Haare, sagt der ehemalige BWL-Student, der jetzt Tischler lernt. Seine Freunde seien begeistert. Seine Mutter habe die Frisur nur mit „Oh Gott!“ kommentiert, so Otto.
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Friseur-Innung kritisiert Selfmade-Trend

Die Berliner Friseur-Innung sieht Selfmade-Frisuren kritisch: „Das finden wir als Branche nicht toll. Es ist Umsatz, der Betrieben vorenthalten wird“, sagt Geschäftsführer Markus Feix. „Und es ist auch die Frage, ob man hinterher so aussieht, wie man aussehen will“, ergänzt er.
Das hat auch Beatrice Hübschmann schon oft erlebt. „Mal gelingt es, mal nicht. Ich sah schon aus wie ein Trottel. Aber Haare wachsen ja nach und es gibt Mützen“, sagt die Berlinerin, die Videos ihrer Versuche auf Instagram und Tiktok zeigt. In den vergangenen Monaten habe sie ihre Schnitt- und Färbetechnik aber verbessert. „Seit Corona bin ich mein eigener Friseur“, erklärt Hübschmann jetzt.
Dass der Trend zum Selberschneiden Existenzen zerstöre, glaubt sie nicht. „Das Bäckerhandwerk stirbt ja auch nicht aus, nur weil einige Leute ihr eigenes Brot backen. Zum Haareschneiden braucht man Mut, und den bringen die meisten nicht auf“, ist sie überzeugt.
In der ersten Corona-Welle, als die Friseure in Deutschland sechs Wochen zwangsweise geschlossen hatten, hat immerhin jeder siebte Bundesbürger sich selbst die Haare geschnitten (14 Prozent), wie damals eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur ergab. Weitere 11 Prozent suchten Hilfe und ließen sich die Haare von jemand anderem schneiden.

Illegaler Friseur: Anstieg der Schwarzarbeit bei Bayerns Friseuren

Der Lockdown führt nach Ansicht des bayerischen Friseurhandwerks zu einem Anstieg der Schwarzarbeit. „Aktuell beobachten wir mit großer Sorge einen massiven Anstieg "unmoralischer" Angebote von Verbrauchern, die bei Friseuren wegen privater Termine für Haarschnitte nachfragen“, heißt es in einem Schreiben des Landesinnungsverbands an die Staatsregierung vom Montag. Das sei eine fatale Entwicklung angesichts der Corona-Pandemie, denn Hygienekonzepte spielten in der Schwarzarbeit keine Rolle und Infektionsketten seien nicht nachvollziehbar. Immer wieder gibt es Berichte von Friseuren, die in Kellern ihre Dienste anbieten.

Friseure senden finanziellen „Notruf“ - Hoffnung auf Öffnungen

Den Friseuren in Deutschland steht nach eigenem Bekunden das Wasser bis zum Hals. „Es sind alle Rücklagen aufgebraucht, teilweise auch die Altersvorsorge - es geht um Existenzen“, sagte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Hans Peter Wollseifer, in Köln über die Situation in vielen Betrieben. Die Branche sende einen „Notruf“. Mit Blick auf die Schließungen sagte Wollseifer: „Jeder Tag verschlimmert die Lage noch weiter.“ Es dauere zu lang, bis Corona-Hilfen ankommen, und dann kompensierten sie nur einen viel zu kleinen Teil der Umsatzeinbußen. Eine Perspektive sei nötig, wann wieder aufgemacht werden könne.

Licht an: Deutsche Friseure machen mit Aktion auf sich aufmerksam

Mit der Aktion „Licht an!“ haben die unter der Corona-Krise leidenden Friseure die Politik zum Handeln aufgerufen. Dabei sollte in den seit Wochen geschlossenen Betrieben von Sonntag, 31.1.2021, bis Montagmorgen, 1.2.2021, demonstrativ das Licht brennen. „Wir fordern von der Politik schnellstmöglich Unterstützung, um ein Betriebssterben zu vermeiden“, sagte der Obermeister der Friseur-Innung Berlin, Jan Kopatz.
Nach Angaben des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks steht der Branche das Wasser bis zum Hals. Bei vielen Friseuren seien die Konten leer. Die Miete und andere Fixkosten müssten weiterbezahlt werden, obwohl es keine Einnahmen gebe. Tatsächlich kommt die Friseurbranche bei den verschiedenen Hilfspaketen des deutschen Staates für die Wirtschaft schlecht weg. Bundesweit gibt es rund 80.000 Betriebe. In Berlin sind es 3000 Salons.

Friseurin Bianka Bergler dreht emotionales Video

Bundesweit ist die Friseurin Bianka Bergler aus Dortmund mittlerweile bekannt. Die Dortmunderin machte mit einem emotionalen Video auf Instagram auf sich und die Situation der Friseure aufmerksam. Ihr Salon sie geschlossen, die fünf Mitarbeiter in Kurzarbeit. Das Video rief zahlreiche Reaktionen hervor. Bundesweit wurde berichtet.
In Dortmund regt sich mittlerweile aber auch Kritik an dem Hilferuf. Wie die örtliche Radiosender „Radio 91.2“ berichtet, sei die Friseurin schon vor Corona in finanziellen Nöten gewesen und habe staatliche Hilfe erhalten.

Lockdown Ende: Friseur versteigert ersten Termin nach Lockdown

Ein Friseur in Bayreuth hat den ersten Termin nach dem Lockdown für 422 Euro zu einem guten Zweck versteigert. Ein 43 Jahre alter Handwerker und Mitglied einer Hilfsorganisation, die sich für Kinder einsetzt und an die das Geld auch gehen soll, habe den Termin am 1. März auf der Plattform Ebay ersteigert, sagte der Friseur Andreas Nuissl am Sonntag.
Zusätzlich zu den 422 Euro seien von Kunden und Freunden bisher 1310 Euro als Spenden zusammen gekommen. „Ich denke, dass in den nächsten drei Wochen, besonders wenn wir ab dem 1. März wieder geöffnet haben, noch zusätzliche Spenden kommen“, sagte Nuissl.

Starfriseur ließ Sohn ans Haar

Der Berliner Promifriseur Shan Rahimkhan (48) hat nach eigener Aussage in der Corona-Zwangspause „viele unmoralische Angebote“ bekommen, Kunden illegal die Haare zu schneiden. Er habe immer abgelehnt, sagte Rahimkhan der Deutschen Presse-Agentur. Auch bei sich selbst war er demnach konsequent und verzichtete auf Profis.
Sein 13 Jahre alter Sohn durfte ran. Das ging schief: „Ich hab' ihm falsche Aufsätze gegeben, und dann hatte ich ganz rasierte Haare.“ Die Friseure in Deutschland dürfen am 1. März wieder öffnen, nach Branchenangaben wird der Ansturm riesig sein. Bei Rahimkhan, der Salons am Berliner Gendarmenmarkt und am Kurfürstendamm hat, sind die Termine nach seinen Worten über Wochen ausgebucht.