• Schnelltests auch für Laien und Selbstanwender sind Teil der neuen Strategie, der Verkauf hat bereits begonnen.
Wie sich die neue Strategie von Bund und Ländern angesichts der stagnierenden und bisweilen sogar leicht ansteigenden Fallzahlen und der sich ausbreitenden Mutationen auswirkt, werden die kommenden Wochen zeigen. Wie hoch aber liegen die aktuellen Corona-Zahlen in Deutschland laut RKI-Dashboard heute, am Samstag, 06.03.2021?

Corona-Zahlen Deutschland heute: Aktuelle Inzidenz und Neuinfektionen laut RKI-Dashboard am 06.03.21

  • Zeit Online“ berichtete, dass es 9702 Neuinfektionen gibt. Die Zahlen von Zeit Online basieren auf den direkten Angaben aus den Landkreisen. Sie sind weniger als die Statistiken des Robert Koch-Instituts von verzögerten Meldeketten betroffen und können deshalb abweichen.
  • Infektions-Rekord: Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 Fällen am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.
  • Infizierte: Insgesamt wurden laut dem RKI seit Beginn der Pandemie in Deutschland 2.492.079 positiv getestete Fälle registriert. Die tatsächliche Gesamtzahl aber dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.
  • Aktuell gibt es in Deutschland 12.800 aktive Fälle
  • Laut „Bild“ wurden in der Vergangenen Woche (KW 8) 1.135.355 Menschen in Deutschland auf das Coronavirus.
  • Davon seien 6,10 Prozent positiv getestet worden.
  • Nach Angaben der Zeit befinden sich aktuell 2765 Menschen mit Covid-19 in Intensivbehandlung.
  • 17 Prozent der Intensivbetten insgesamt sind demnach frei.
  • 10 Prozent der insgesamt belegten Betten sind durch Covid-19-Patienten belegt.
  • Tote: Nach Angaben des RKI wurden am Samstagmorgen 300 neue Todesfälle im Vergleich zum Vortag gemeldet. Insgesamt gibt es in Deutschland damit 71.804 Todesfälle, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen. „Zeit Online“ meldete 298 neue Todesfälle, die im Zusammenhang mit Corona stehen.
  • Höchststand der Todesfälle: Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen in Deutschland binnen eines Tages war am Donnerstag, 14.1.21, erreicht worden.
  • Genesene: Laut RKI haben sich 2.299.400 Menschen in Deutschland von einer Corona-Infektion erholt.
  • R-Wert: Das RKI gibt in seinem aktuellen Lagebericht ein so genanntes Sieben-Tage-R an. Dieser Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Er liegt am Samstag bei 1,04. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 104 weitere Menschen anstecken. Am Vortag hatte er bei 0,99 gelegen. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.
  • 7-Tage-Inzidenz: Die zur Lagebeurteilung und für Beschlüsse rund um den Lockdown maßgebliche 7-Tage-Inzidenz beziffert die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Der Wert liegt laut dem RKI am Samstagmorgen bei 65,6, am Freitag hatte er bei 65,4 gelegen. „Zeit Online“ meldete einen Wert von 69,0. Der bisherige Höchststand war am Dienstag, 22.12., mit 197,6 erreicht worden.
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz pendelt deutschlandweit seit mehreren Tagen um die Marke 60 oder leicht darüber. Während des seit Dezember andauernden harten Lockdowns war der Wert wochenlang zurückgegangen, bevor er im Verlauf der vergangenen Tage wieder stieg, dann sank und nun erneut stieg.

Fallzahlen für Deutschland, USA und Co.: Die Corona-Zahlen der Johns-Hopkins-Universität

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, welche die Corona-Daten global erfasst, meldet am heutigen Samstag (Stand 6.00 Uhr) weltweit rund 116.061.296 Infektionen mit dem Coronavirus bisher.
Gestorben sind demnach auf der Welt bisher mehr als 2.580.050 Menschen.
Die drei am stärksten Betroffenen Länder sind:
  • USA: 28.890.034 Infizierte und 522.761 Tote.
  • Indien: 11.192.045 Infizierte und 157.656 Tote.
  • Brasilien: 10.869.227 Infizierte und 262.770 Tote.
  • Deutschland folgt weiterhin auf dem weltweit 10. Rang mit laut JHU bisher 2.493.887 Infizierten und 71.852 Toten.

Corona in Deutschland: So viele Intensivbetten sind mit Covid-19-Patienten belegt

Und wie ist die aktuelle Lage in den Krankenhäusern, gibt es genügend Kapazitäten auf den Intensivstationen für die Behandlung von Covid-19-Patienten?
  • Davon werden 1585 Erkrankte invasiv beatmet, das entspricht 57,39 Prozent.
  • Insgesamt sind derzeit 20.432 Intensivbetten von betreibbaren 24.194 Betten belegt.
  • Freie Intensivbetten für Patienten mit Covid-19-Erkrankung: 1792.

Schnelltests zum selbst testen auf dem Markt

Schnelltests sind Teil der neuen Strategie im Kampf gegen die Corona-Krise. Seit Samstag, 06.03.2021, gibt es Corona-Schnelltests für Laien zur Selbstanwendung im Handel zu kaufen. Mehrere
  • Discounter,
  • Drogerien und
  • Apotheken
wollen die Tests nach und nach in ihr Sortiment aufnehmen. Der Discounter Aldi etwa bietet die Schnelltests zur Selbstanwendung als Aktionsartikel für knapp 25 Euro pro Packung mit jeweils fünf Tests an. Somit kostet ein Selbsttest 5 Euro.
Das löste am Samstag einen Ansturm auf Filialen aus, die Ware war vielerorts binnen Minuten ausverkauft. „Die Artikel, die wir stationär in den Filialen vorrätig hatten, waren am Vormittag in den meisten unserer Filialen erwartungsgemäß ausverkauft“, teilten Aldi Süd und Aldi Nord der dpa mit. Das Interesse an den Tests habe den Discounter „in dieser Intensität doch überrascht“.

Internet-Seite von Lidl bricht wegen Online-Kauf von Selbsttests zusammen

Der Discounter-Konkurrent Lidl bot Schnelltests zunächst nur in seinem Online-Shop an. Der Preis: 21,99 Euro, versandkostenfrei. Auch bei Lidl war der Bedarf so groß, dass der Server offenbar zusammenbrach und die Onlineshop-Seite von Lidl zeitweise nicht mehr erreichbar war. Auf der Seite stand der Hinweis: „Unsere Webseite ist derzeit nicht erreichbar. Bitte versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt erneut.“

Neue Corona-Zahlen und Inzidenz für die Kreise in Deutschland laut RKI-Dashboard

Das Robert Koch-Institut ist nach eigenen Angaben auf seiner Homepage „das Public-Health-Institut für Deutschland“. Das Team des Instituts möchte die Bevöl­ke­rung in Deutschland vor Krank­heiten schützen und ihren Gesundheits­zu­stand verbessern. Es besteht aus 1100 Menschen mit 90 verschiedenen Berufen.
Das Dashboard des RKI liefert während der Corona-Pandemie täglich die neuen Fallzahlen – für die gesamte Bundesrepublik, die Bundesländer, aber auch die darunter liegenden Kreise. Es zeigt unter anderem die Zahl der Neuinfektionen, Todesfälle und Genesenen an. Zum Dashboard geht es hier.

Video Söder: Öffnungsperspektiven sind „keine Einbahnstraße“

Corona-Zahlen und Inzidenz in Deutschland: So sieht die Öffnungsstrategie aus

Beim Corona-Gipfel wurde hart gerungen um Lockerungen insbesondere für den Handel, ebenso um die dafür relevanten Inzidenzwerte. Hier ist eine grafische Darstellung der künftigen Strategie.
So könnte die Öffnungsstrategie nach dem Corona-Gipfel aussehen.
So könnte die Öffnungsstrategie nach dem Corona-Gipfel aussehen.
© Foto: Bundesministerium der Finanzen

Reproduktionszahl, Neuinfektionen, Inzidenz und Co.: Die wichtigsten Corona-Kennzahlen erklärt

Seit Beginn der Corona-Pandemie werden jeden Tag Fallzahlen veröffentlicht, die den Verlauf nachzeichnen sollen. Hier die Erklärung, welche Zahlen was bedeuten.

Reproduktionszahl (R-Wert)

Die Reproduktionszahl - oder kurz R-Wert - beschreibt, wie viele Menschen ein Infizierter während seiner Erkrankung ansteckt. Liegt die Zahl über eins, breitet sich eine Krankheit immer weiter in der Bevölkerung aus. Je weiter sie sich von der eins entfernt, desto schneller und bedrohlicher verläuft der Trend. Dabei handelt es sich aber immer nur um eine pauschale bundesweite Lageeinschätzung.
Es gibt außerdem gewisse Ungenauigkeiten durch Meldeverzüge und andere Faktoren. In Deutschland schwankt der Wert nach Schätzungen des RKI derzeit um eins. Nach Angaben der Experten dort gilt das schon als Erfolg und weist darauf hin, dass Gegenmaßnahmen zur Kontaktreduzierung wirken. Diese verringern die Chance, dass ein Infizierter weiterer Menschen ansteckt und drücken so den R-Wert. Sonst könnte dieser durchaus bei drei oder vier liegen.

Neuinfektionen

Der R-Wert allein sagt nicht unbedingt etwas aus über die Dramatik der gesamten Entwicklung. Sie ergibt sich erst aus der Kombination mit der Zahl der täglichen oder wöchentlichen Neuinfektionen. Der Grund ist einfach: Bei gleichem R-Wert macht es einen gewaltigen Unterschied, ob täglich 50.000 Ansteckungen hinzukommen oder einige hundert. Die Ausbreitungsdynamik ist theoretisch gleich, belastet die Kapazitäten der Gesundheitssysteme im Fall der höheren Zahlen allein durch die schiere Masse aber mit wesentlich größerer Wucht.
In Deutschland bewegt sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen inzwischen zwischen 12.000 und 30.000 Fällen. Das ist ein extremer Anstieg in relativ kurzer Zeit. Noch Anfang Oktober lag die Zahl der täglich neu gemeldeten Fälle laut RKI bei nur tausend bis 4000. In anderen europäischen Ländern ist die Entwicklung noch dramatischer.

Siebentage-Inzidenz

Die sogenannte Siebentageinzidenz ist ein zentraler Maßstab, um die Infektionsdynamik in einem bestimmten Gebiet zu beurteilen und über Gegenmaßnahmen zu entscheiden. Sie wird in Deutschland auf Gemeinde- oder Landkreisebene erfasst und drückt aus, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen registriert wurden.
Dahinter verbergen sich aber regional unterschiedliche Trends. Als wesentliche Schwelle zur Einführung strengerer Eindämmungsmaßnahmen wurde in Deutschland ein Inzidenzwert von 50 eingeführt, der inzwischen fast flächendeckend aber deutlich überschritten wurde.

Schwere Verläufe und Intensivbettenbelegung

Letztlich entscheiden nicht die Fallzahlen allein darüber, wie gut ein Land die Pandemie bewältigen kann. Von entscheidender Bedeutung ist vielmehr, ob die Kapazitäten des Gesundheitssystems ausreichen, um die Erkrankten zu behandeln. Deshalb beobachten Experten und Politik sehr genau, wie sich die Zahl der schweren Verläufe und der verfügbaren Behandlungsplätze entwickelt.
Erstere wird vor allem dadurch beeinflusst, wie sich das Virus innerhalb der Risikogruppen verbreitet, bei denen schwere Verläufe viel wahrscheinlicher sind. Besonders genau betrachtet wird die Anzahl der Intensivpatienten, die lebensbedrohlich erkrankt sind. Kapazitäten in diesem Bereich sind immer begrenzt, allein schon mit Blick auf das Fachpersonal.
Die Zahl ist auch noch aus anderem Grund ein wichtiger Maßstab bei Entscheidungen über die Eindämmungsmaßnahmen: Es gibt dabei keine Dunkelziffer. Anders als bei Meldezahlen zu Infektionen, die auch durch Teststrategien beeinflusst werden, gibt es bei den künstlich beatmeten Intensivpatienten in Kliniken keine „Untererfassung“. Zu beachten ist aber ein Zeitverzug von zwei Wochen. So lange dauert es nach einer Ansteckung, bis sich schwere Verläufe einstellen. Die Zahl der Intensivpatienten hinkt der Infektionsdynamik hinterher.