Die Entwicklung der Corona-Pandemie ändert sich täglich. Zahlen steigen, Zahlen fallen - in Deutschland, Europa und der Welt. Das Robert-Koch-Institut (RKI) bietet jeden Tag die aktuellen Fallzahlen der Neuinfektionen in Deutschland und zeichnet eine Entwicklung der Zahlen für Infizierte, Tote und Genesene. So ist er Stand der Corona-Pandemie in Deutschland nach Angaben des RKI heute.

RKI-Zahlen für Deutschland: So hoch liegen die Corona-Neuinfektionen aktuell

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI am Donnerstag, 17. September, 2194 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Am Mittwoch waren es 1901 Neuinfektionen gewesen.
  • Infizierte: Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 265.857 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das Robert Koch-Institut (RKI) auf seiner Homepage bekannt gab (Datenstand 17.9., 0.00 Uhr). Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 266.869 Infizierte.
  • Tote: Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 9371. Das ist einer mehr als noch am Vortag. Die JHU zählte 9373 Tote.
  • Genesene: Bis Donnerstagmorgen hatten etwa 237.300 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Schwelle von 2000 täglich bekanntgewordenen Neuinfektionen war zuletzt in der zweiten Augusthälfte überschritten worden. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen.
Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli stieg sie wieder. Die Zahl der erkannten Neuinfektionen dürfte auch davon abhängig sein, wieviele Menschen getestet werden.

Anmerkung:
Das RKI weist nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern aus und aktualisiert diese einmal am Tag.

RKI-Zahlen zu Corona: Der aktuelle R-Wert für Deutschland

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Donnerstag bei 1,00 (Vortag: 1,04). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.
Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,06 (Vortag: 1,00). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

Höchster Wert im Frühjahr

Die Schwelle von 2000 täglich bekanntgewordenen Ansteckungen war zuletzt in der zweiten Augusthälfte überschritten worden. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen.
Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli stieg sie wieder. Die Zahl der erkannten Neuinfektionen dürfte auch davon abhängig sein, wieviele Menschen getestet werden.

RKI-Dashboard: Aktuelle Zahlen zu Bundesländern und Landkreisen

Wer sich jenseits der Deutschland-Zahlen für die Entwicklung der Corona-Pandemie in seinem Bundesland - etwa Bayern oder Baden-Württemberg - oder seinem Landkreis - beispielsweise ist in der Doppelstadt Ulm und Neu-Ulm in dieser Woche die Situation wieder deutlich verschärft - informieren möchte, kann das im Dashboard des RKI tun.
Das RKI Dashboard zeigt die aktuellen Corona-Zahlen für Landkreise und Bundesländer in Deutschland.
Das RKI Dashboard zeigt die aktuellen Corona-Zahlen für Landkreise und Bundesländer in Deutschland.
© Foto: Screenshot

RKI: Zahl der Tests in Deutschland steigt etwas - Aber weniger Tote im Vergleich

Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Deutschland ist zuletzt etwas gestiegen. Das geht aus aktuellen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. So wurden dem Institut zuletzt 9128 Infektionen binnen sieben Tagen gemeldet (Datenstand 16.9., 0 Uhr). Der Wert lag - nach einem leichten Rückgang - noch Anfang September zeitweise bei unter 7500 und ist seitdem wieder nach oben geklettert.
Woran der Zuwachs liegt, ist nicht ganz klar. Die Zahl der Tests in Deutschland war zuletzt laut RKI etwas zurückgegangen. Der Anteil von Reiserückkehrern an allen Neuinfizierten hat in den vergangenen Wochen laut RKI stark abgenommen. „Die Infektionen finden zunehmend im Inland statt“, schreibt das RKI in seinem Lagebericht vom Dienstagabend.
Aktuell sterben laut RKI immer weniger der gemeldeten Corona-Fälle. „Dies liegt hauptsächlich daran, dass relativ viele junge Menschen neu diagnostiziert werden, von denen relativ wenige schwer erkranken und versterben.“ Es müsse nun insbesondere verhindert werden, dass wieder vermehrt ältere und besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen erkranken. „Seit der vergangenen Woche ist ein leichter Anstieg der Fallzahlen in den höheren Altersgruppen zu sehen, dieser Verlauf sollte aufmerksam beobachtet werden.“

RKI-Zahlen Bayern: So viele Infizierte, Tote und Neuinfektionen gibt es im Freistaat

Bayern ist das Bundesland mit den meisten Infektionen seit Beginn der Pandemie. Gleichzeitig gibt es im Freistaat mehrere Städte und Kreise, die den Grenzwert für Neuinfektionen gesprengt haben. In Würzburg, Kulmbach, Kaufbeuren und Garmisch-Partenkirchen liegen die 7-Tage-Inzidenzen über 50.
So sehen die Zahlen für Bayern aus:
  • Zahl der Infizierten: 63.632
  • Zahl der Neuinfektionen: 823
  • Zahl der Toten: 2647
  • Fälle pro 100.000 Einwohner: 486,6

Corona in München: Stadt kratzt laut RKI am Grenzwert - FCB ohne Zuschauer

Die Zahl der Neuinfektionen ist auch in der bayerischen Landeshauptstadt weiter hoch. München kratzt erneut am Corona-Grenzwert. Das hat Konsequenzen für Sportveranstaltungen. So wird das Bundesliga-Eröffnungsspiel des FC Bayern München gegen Schalke 04 am Freitagabend entgegen der ersten Annahme aufgrund der aktuellen Entwicklung nun doch ohne Zuschauer stattfinden.

Corona-Zahlen: Map der Johns-Hopkins-University zeigt Entwicklung weltweit

Die Corona-Krise ist eine globale Pandemie. Die aktuelle Entwicklung der Fallzahlen in der Welt, ist in der Map, einer Weltkarte der Corona-Infektionen, der Johns-Hopkins-University, einsehbar. Die JHU hat ihren Sitz im US-Bundesstaat Maryland.

Corona Impfstoff: Wann wird es ein Mittel gegen das Virus geben?

Reisewarnung für Wien, Abriegelung ganzer Viertel in Madrid, Überschreitung der Grenzwerte in Deutschland: Das Coronavirus hat die Welt fest im Griff. Eine Impfung könnte Leben retten und eine Rückkehr zur Normalität bedeuten. Doch noch gibt es keinen zuverlässigen Impfstoff. Fragen und Antworten rund um das Thema.

Reiche Länder sichern sich Löwenanteil an Corona-Impfstoff

Mehrere reiche Nationen, die zusammen nur 13 Prozent der Weltbevölkerung ausmachen, haben sich laut einem Bericht der Hilfsorganisation Oxfam bereits mehr als die Hälfte der angekündigten Corona-Impfstoffdosen gesichert. Für die in den USA veröffentlichte Studie beleuchtete Oxfam Verträge, die die Hersteller der fünf derzeit potenziell aussichtsreichsten Impfstoffkandidaten abgeschlossen haben.
Die gemeinsame Produktionskapazität dieser Unternehmen schätzte Oxfam auf 5,9 Milliarden Dosen. Dies wäre genug für die Immunisierung von etwa drei Milliarden Menschen, da die meisten der potenziellen Impfstoffe voraussichtlich eine zweimalige Impfung erfordern.

Drosten über Neuinfektionen: Sind jetzt wieder im Anstieg

Bei der Entwicklung der Zahl der Neuinfektionen in Deutschland sieht der Virologe Christian Drosten Unterschiede im Vergleich zum August. Der am Donnerstag vom Robert Koch-Institut (RKI) gemeldete Wert von rund 2200 Neuinfektionen sei „schon nicht so eine beliebige Schwankung. Sondern wir sind jetzt wieder im Anstieg“, sagte der Charité-Wissenschaftler in Berlin beim Kommunikationskongress des Bundesverbands der Kommunikatoren, wo er für seine Aufklärungsarbeit in der Pandemie mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet wurde.