• Die Corona-Fallzahlen sind erneut deutlich angestiegen
  • Das RKI veröffentlichte die aktuellen Werte auf seinem Dashbaord - allerdings waren diese erst am Vormittag verfügbar

RKI-Dashboard wieder nicht erreichbar

Nachdem am Donnerstagvormittag die aktuellen RKI-Zahlen zum Coronavirus mit Verzögerung auf dem Dashboard veröffentlicht wurden, ist die Datenbank seit mindestens 13:50 Uhr wieder offline. Es erscheint nur ein Hinweis, dass die Daten derzeit aktualisiert werden. Womöglich sind im Laufe des Nachmittags neue Werte verfügbar.
Das RKI-Dashboard ist derzeit nicht erreichbar.
Das RKI-Dashboard ist derzeit nicht erreichbar.
© Foto: Screenshot: RKI
Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen aktuell wieder deutlich zügiger. Am Dienstag etwa meldete Zeit Online, dass die Zahl der Neuinfektionen mehr als 4000 Fälle höher liegt im Vergleich zum Tag der Vorwoche. Gerade mit Blick auf den nächsten Corona-Gipfel am kommenden Montag, 22.03.2021, und die im Stufenplan eigentlich avisierten weiteren Öffnungsschritte, schauen viele Menschen in Deutschland derzeit auf die Entwicklung der Corona-Zahlen. Erste Stimmen, etwa von Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, sind bereits laut geworden, die die weiteren Lockerungen infrage stellen. Ob der Lockdown verlängert wird und Regeln gegebenenfalls vielleicht sogar wieder verschärft, das werden Bund und Länder auch anhand der RKI-Fallzahlen entscheiden. Wie also entwickeln sich die Corona-Zahlen in Deutschland aktuell?

RKI-Fallzahlen für Deutschland heute: Aktuelle Inzidenz und Neuinfektionen am 18.03.21

Am Donnerstag lagen am Morgen zunächst noch keine aktuellen Zahlen des RKI vor, die Aktualisierung der Daten verzögerte sich. Das Robert-Koch-Institut twitterte gegen 8:30 Uhr, dass es zu technischen Problemen auf der Seite komme und sich die Veröffentlichung daher verzögere.
Im Verlauf des Donnerstagvormittagslagen die aktuellen Werte dann vor. Die Daten geben den Stand von 09.40 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.
  • Neuinfektionen: Am Donnerstagvormittag meldete das RKI 17.504 Neuinfektionen - ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den Zahlen gestern. Am Mittwoch, 17.03.21, waren mehr als 13.400 Neuinfektionen neue Corona-Fälle in Deutschland registriert worden. Zum Vergleich: Am Donnerstag vor einer Woche, dem 11.03.21, waren mehr als 14.300 Neuinfektionen gemeldet worden. „Zeit Online“ berichtete, dass es 15.841 Neuinfektionen gibt. Die Zahlen von Zeit Online basieren auf den direkten Angaben aus den Landkreisen. Sie sind weniger als die Statistiken des Robert Koch-Instituts von verzögerten Meldeketten betroffen und können deshalb abweichen.
  • 7-Tage-Inzidenz: Die zur Lagebeurteilung und für Beschlüsse rund um den Lockdown maßgebliche 7-Tage-Inzidenz beziffert die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Der aktuelle Wert liegt bei 90 - und ist damit erneut deutlich höher als am Vortag (86,2). „Zeit Online“ meldet einen Wert von 93,7.
  • Der bisherige Höchststand war am Dienstag, 22.12.2020, mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz pendelt deutschlandweit seit mehreren Tagen um die Marke 60, zuletzt häufiger deutlich darüber. Während des seit Dezember andauernden harten Lockdowns war der Wert wochenlang zurückgegangen, bevor er im Verlauf der vergangenen Tage wieder stieg, dann sank und nun erneut stieg.
  • Infizierte: Insgesamt wurden laut dem RKI seit Beginn der Pandemie in Deutschland mehr als 2.612.268 positiv getestete Fälle registriert. Die tatsächliche Gesamtzahl aber dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.
  • Tote: Nach Angaben des RKI wurden am Donnerstagmorgen 272 neue Todesfälle im Vergleich zum Vortag gemeldet. Insgesamt gibt es in Deutschland damit 74.132 Todesfälle, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen. „Zeit Online“ meldete 246 neue Todesfälle, die im Zusammenhang mit Corona stehen.
  • Höchststand der Todesfälle: Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen in Deutschland binnen eines Tages war am Donnerstag, 14.01.2021, erreicht worden.
  • R-Wert: Das RKI gibt in seinem aktuellen Lagebericht ein so genanntes Sieben-Tage-R an. Dieser Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Der Wert lag heute bei 1,06, ebenso wie gestern. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Britische Mutation B.1.1.7 treibt offenbar die Fallzahlen in die Höhe - Neue Mutation in Frankreich

Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen - und das auch, weil die britische Mutation B.1.1.7 sich immer weiter ausbreitet. Derweil gibt die bretonische Mutation aus Frankreich Ärzten Rätsel auf.

Corona Zahlen in Deutschland: NRW bei den Bundesländern vor Bayern und BW

Recherchen von Zeit Online zufolge war Nordrhein-Westfalen das Bundesland mit den meisten Neuinfektionen 3266 neue Fälle wurden dem Zeit-Bericht nach dort registriert. Dahinter folgen Bayern und Baden-Württemberg, wo demnach 2361 beziehungsweise 2217 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet wurden. NRW war den Werten nach auch das Bundesland mit den meisten Toten (51). Es folgen Thüringen und Niedersachsen mit 28 und 25 Corona-Todesfällen.
Corona-Zahlen in Deutschland aktuell: Nordrhein-Westfalen - hier die Landeshauptstadt Düsseldorf - ist einem Medienbericht nach das Land mit den meisten Neuinfektionen und Toten binnen 24 Stunden in der Bundesrepublik.
Corona-Zahlen in Deutschland aktuell: Nordrhein-Westfalen - hier die Landeshauptstadt Düsseldorf - ist einem Medienbericht nach das Land mit den meisten Neuinfektionen und Toten binnen 24 Stunden in der Bundesrepublik.
© Foto: Caroline Seidel/DPA

RKI: Hohe Corona-Fallzahlen in Deutschland gehen immer mehr auf Mutationen zurück

In Deutschland breitet sich insbesondere die zunächst in Großbritannien nachgewiesene Corona-Variante B.1.1.7 stark aus, was das RKI als besorgniserregend einstuft. Diese Variante gilt als deutlich ansteckender als bisherige Formen, ersten Studien zufolge ist sie auch tödlicher. Ihr Anteil betrage inzwischen 72 Prozent, heißt es in einem Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch. Sie werde also inzwischen in etwa drei von vier Proben gefunden.
Vergangene Woche hatte das RKI noch von circa 55 Prozent B.1.1.7-Anteil gesprochen. Zu Beginn der RKI-Erhebung vor rund anderthalb Monaten lag der Anteil der Mutante noch bei sechs Prozent. Für die erwartete Entwicklung der Pandemie bedeutet die Ausbreitung der Variante nichts Gutes: „Wir werden kurz nach Ostern eine Situation haben wie um Weihnachten herum“, sagte der Virologe Christian Drosten am Dienstag bei NDR-Info.

Corona-Zahlen für Deutschland, USA und Co.: Die Fallzahlen der Johns-Hopkins-Universität

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, welche die Corona-Daten global erfasst, meldet am heutigen Donnerstag (Stand 6.00 Uhr) weltweit rund 121.160.099 Infektionen mit dem Coronavirus bisher. Gestorben sind demnach auf der Welt bisher mehr als 2.680.237 Menschen.
Die drei am stärksten Betroffenen Länder sind:
  • USA: 29.605.933 Infizierte und 538.052 Tote.
  • Brasilien: 11.693.838 Infizierte und 284.775 Tote.
  • Indien: 11.438.734 Infizierte und 159.044 Tote.
  • Deutschland folgt weiterhin auf dem weltweit 10. Rang mit laut JHU bisher 2.610.769 Infizierten und 74.043 Toten.

RKI-Fallzahlen laut Dashboard: Aktuelle Corona-Zahlen und Inzidenz für die Kreise in Deutschland

Das Robert Koch-Institut ist nach eigenen Angaben auf seiner Homepage „das Public-Health-Institut für Deutschland“. Das Team des Instituts möchte die Bevöl­ke­rung in Deutschland vor Krank­heiten schützen und ihren Gesundheits­zu­stand verbessern. Es besteht aus 1100 Menschen mit 90 verschiedenen Berufen.
Das Dashboard des RKI liefert während der Corona-Pandemie täglich die neuen Fallzahlen – für die gesamte Bundesrepublik, die Bundesländer, aber auch die darunter liegenden Kreise. Es zeigt unter anderem die Zahl der Neuinfektionen, Todesfälle und Genesenen an. Zum Dashboard geht es hier.

Corona-Zahlen und Inzidenz in Deutschland: Kinder und Berufstätige besonders betroffen

Zum siebten Mal in Folge stieg auch die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner, er liegt nun bei 86,2 (17. Februar: 57). Am höchsten sind diese sogenannten Inzidenzen derzeit laut RKI-Lagebericht bei den Menschen zwischen 15 und 44 mit Werten über 100. „Der stärkste Anstieg ist bei Kindern zwischen 0-14 Jahren zu beobachten, wo sich die 7-Tage-Inzidenzen in den letzten vier Wochen verdoppelt haben“, stellt das RKI fest.
Kleine Kinder haben bei Corona-Infektionen häufig keine Symptome und wurden oft nicht getestet, deshalb vermuteten Experten seit Pandemiebeginn eine recht hohe Dunkelziffer in dieser Gruppe. Am 22. Februar waren in einer Reihe von Bundesländern weitere Grundschulen und Kitas geöffnet worden, teils zum Beispiel mit sogenanntem Wechselbetrieb und verbunden mit mehr Testangeboten. RKI-Chef Lothar Wieler hatte bereits in der Vorwoche von einer wachsenden Zahl an Kita-Ausbrüchen gesprochen. Das RKI bezifferte deren Zahl auf je 87 pro Woche in den letzten beiden Februarwochen.
Um einen „möglichst kontinuierlichen Betrieb“ in Schulen und Kitas gewährleisten zu können, müssten alle Maßnahmen zur Vorbeugung von Ansteckungen getroffen werden, betont das RKI. Zudem gelte es die Einschleppung des Virus in die Einrichtungen zu verhindern. Familien und Beschäftigte ruft das RKI zum weiteren Einhalten der Verhaltensregeln auf, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Bei Krankheitsanzeichen solle man fünf bis sieben Tage zu Hause bleiben.
Bei Erkrankungen in einer oder mehreren Gruppen empfiehlt das RKI, „eine frühzeitige reaktive Schließung der Einrichtung“ zu erwägen. Die Experten verweisen auf die ansteckenderen Corona-Varianten. Eine weitere Ausbreitung in der Kita oder in Familien gelte es zu verhindern. Das RKI dringt außerdem darauf, Infektionsschutzmaßnahmen am Arbeitsplatz konsequent umzusetzen.

Corona-Zahlen und Inzidenz in Deutschland: So sieht die Öffnungsstrategie aus

Beim Corona-Gipfel wurde hart gerungen um Lockerungen insbesondere für den Handel, ebenso um die dafür relevanten Inzidenzwerte. Hier ist eine grafische Darstellung der neuen Strategie.
Der Stufenplan der Öffnungsstrategie, wie er beim vergangenen Corona-Gipfel von Bund und Ländern abgestimmt worden ist. Jetzt stehen die weiteren Öffnungsschritte aber angesichts der aktuell wieder hohen Corona-Zahlen in Deutschland offenbar auf der Kippe.
Der Stufenplan der Öffnungsstrategie, wie er beim vergangenen Corona-Gipfel von Bund und Ländern abgestimmt worden ist. Jetzt stehen die weiteren Öffnungsschritte aber angesichts der aktuell wieder hohen Corona-Zahlen in Deutschland offenbar auf der Kippe.
© Foto: Bundesministerium der Finanzen

Neuinfektionen, Inzidenz, R-Wert und Co.: Die wichtigsten Corona-Kennzahlen erklärt

Seit Beginn der Corona-Pandemie werden jeden Tag Fallzahlen veröffentlicht, die den Verlauf nachzeichnen sollen. Hier die Erklärung, welche Zahlen was bedeuten.

Reproduktionszahl (R-Wert)

Die Reproduktionszahl - oder kurz R-Wert - beschreibt, wie viele Menschen ein Infizierter während seiner Erkrankung ansteckt. Liegt die Zahl über eins, breitet sich eine Krankheit immer weiter in der Bevölkerung aus. Je weiter sie sich von der eins entfernt, desto schneller und bedrohlicher verläuft der Trend. Dabei handelt es sich aber immer nur um eine pauschale bundesweite Lageeinschätzung.
Es gibt außerdem gewisse Ungenauigkeiten durch Meldeverzüge und andere Faktoren. In Deutschland schwankt der Wert nach Schätzungen des RKI derzeit um eins. Nach Angaben der Experten dort gilt das schon als Erfolg und weist darauf hin, dass Gegenmaßnahmen zur Kontaktreduzierung wirken. Diese verringern die Chance, dass ein Infizierter weiterer Menschen ansteckt und drücken so den R-Wert. Sonst könnte dieser durchaus bei drei oder vier liegen.

Neuinfektionen

Der R-Wert allein sagt nicht unbedingt etwas aus über die Dramatik der gesamten Entwicklung. Sie ergibt sich erst aus der Kombination mit der Zahl der täglichen oder wöchentlichen Neuinfektionen. Der Grund ist einfach: Bei gleichem R-Wert macht es einen gewaltigen Unterschied, ob täglich 50.000 Ansteckungen hinzukommen oder einige hundert. Die Ausbreitungsdynamik ist theoretisch gleich, belastet die Kapazitäten der Gesundheitssysteme im Fall der höheren Zahlen allein durch die schiere Masse aber mit wesentlich größerer Wucht.
In Deutschland bewegt sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen inzwischen zwischen 12.000 und 30.000 Fällen. Das ist ein extremer Anstieg in relativ kurzer Zeit. Noch Anfang Oktober lag die Zahl der täglich neu gemeldeten Fälle laut RKI bei nur tausend bis 4000. In anderen europäischen Ländern ist die Entwicklung noch dramatischer.

Siebentage-Inzidenz

Die sogenannte Siebentageinzidenz ist ein zentraler Maßstab, um die Infektionsdynamik in einem bestimmten Gebiet zu beurteilen und über Gegenmaßnahmen zu entscheiden. Sie wird in Deutschland auf Gemeinde- oder Landkreisebene erfasst und drückt aus, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen registriert wurden.
Dahinter verbergen sich aber regional unterschiedliche Trends. Als wesentliche Schwelle zur Einführung strengerer Eindämmungsmaßnahmen wurde in Deutschland ein Inzidenzwert von 50 eingeführt, der inzwischen fast flächendeckend aber deutlich überschritten wurde.

Schwere Verläufe und Intensivbettenbelegung

Letztlich entscheiden nicht die Fallzahlen allein darüber, wie gut ein Land die Pandemie bewältigen kann. Von entscheidender Bedeutung ist vielmehr, ob die Kapazitäten des Gesundheitssystems ausreichen, um die Erkrankten zu behandeln. Deshalb beobachten Experten und Politik sehr genau, wie sich die Zahl der schweren Verläufe und der verfügbaren Behandlungsplätze entwickelt.
Erstere wird vor allem dadurch beeinflusst, wie sich das Virus innerhalb der Risikogruppen verbreitet, bei denen schwere Verläufe viel wahrscheinlicher sind. Besonders genau betrachtet wird die Anzahl der Intensivpatienten, die lebensbedrohlich erkrankt sind. Kapazitäten in diesem Bereich sind immer begrenzt, allein schon mit Blick auf das Fachpersonal.
Die Zahl ist auch noch aus anderem Grund ein wichtiger Maßstab bei Entscheidungen über die Eindämmungsmaßnahmen: Es gibt dabei keine Dunkelziffer. Anders als bei Meldezahlen zu Infektionen, die auch durch Teststrategien beeinflusst werden, gibt es bei den künstlich beatmeten Intensivpatienten in Kliniken keine „Untererfassung“. Zu beachten ist aber ein Zeitverzug von zwei Wochen. So lange dauert es nach einer Ansteckung, bis sich schwere Verläufe einstellen. Die Zahl der Intensivpatienten hinkt der Infektionsdynamik hinterher.