Die goldenen 1990er Jahre
: Plötzlich Spitzensportstadt – Als Ulm in drei Sportarten Bundesligist war

Basketball, Volleyball, Fußball: Drei Bundesligisten kamen 1999/2000 aus Ulm. So berichtete die Südwest Presse über die sportlich erfolgreichen Jahre des SSV Ulm 1846.
Von
Elias Hoffmann
Ulm
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Otto Oliver, Widmayer Rainer: Die Sensation ist perfekt: Die Spieler Oliver Otto und Rainer Widmayer (rechts) jubeln. Der SSV Ulm 1846 spielt in der kommenden Saison in der 1. Bundesliga. Am letzten Spieltag der 2. Liga reichte dem SSV zu Hause gegen Greuther Fürth ein torloses Unentschieden, um den Durchmarsch ins Oberhaus zu schaffen. Aufstieg in die 1. Bundesliga

Serie: "Die Bundesliga 10 Jahre danach" (27.08.2009)

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Die Sensation ist perfekt: Die Spieler Oliver Otto und Rainer Widmayer (rechts) jubeln. Der SSV Ulm 1846 spielt 1999/2000 in der Fußball-Bundesliga. Am letzten Spieltag der Zweitliga-Saison reicht ein 0:0 gegen Greuther Fürth.

Volkmar Könneke
  • Der SSV Ulm 1846 erreichte 1999/2000 die Fußball-Bundesliga – ein historisches Ereignis für Ulm.
  • Ulm wurde in den 1990er Jahren durch Erfolge im Basketball, Fußball und Volleyball zur Spitzensportstadt.
  • Basketballer gewannen 1996 den Pokal, Volleyballerinnen 1999 ungeschlagen den Bundesliga-Aufstieg.
  • Ralf Rangnick führte die Fußballer 1998 in die 2. Liga, 1999 folgte der Aufstieg in die Bundesliga.
  • 2023 kehrte der SSV Ulm in den Profifußball zurück, Fans feierten mit einem Platzsturm.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein warmer Donnerstagabend im Juni 1999. In Ulm liegt die Spannung förmlich in der Luft. 19.000 Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgen im Donaustadion gebannt jeden Pass. Auf der benachbarten Gänswiese verfolgen Tausende weitere das Geschehen auf einer Großleinwand. Unzählige kleben in Kneipen und Wohnzimmern vor den Bildschirmen.

Dann, um 20.53 Uhr, ertönt der lang ersehnte Pfiff des Schiedsrichters – das Spiel ist vorbei, der Wahnsinn ist perfekt: Der SSV Ulm 1846 steigt in die Fußball-Bundesliga auf. Eine ganze Stadt jubelt, liegt sich in den Armen und feiert einen historischen Moment.

Einer, der „als größter Tag in die Annalen des SSV Ulm 1846“ eingeht, wie Sportjournalist Gerold Knehr tags darauf in der SÜDWEST PRESSE einordnete. Noch nie zuvor in der Sportgeschichte Ulms war ein Fußballklub in einer eingleisigen Bundesliga erstklassig. Noch nie zuvor war der SSV 46 gleichzeitig in drei wichtigen Mannschafts-Sportarten in der Bundesliga vertreten.

Schon seit 1988 spielten die Basketballer in der höchsten nationalen Spielklasse, erreichten in dem Jahrzehnt dreimal das Pokalfinale und gewannen 1996 sogar die Trophäe. Auch die Volleyballerinnen gehörten inzwischen der deutschen Elite an: Sie stiegen wenige Wochen vor den Fußballern ungeschlagen in die Bundesliga auf. Aus Ulm wurde eine Spitzensportstadt, aus dem SSV 46 ein „Sympathie- und Werbeträger der Stadt“, sagte 1999 der damalige Oberbürgermeister Ivo Gönner.

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Mit dem Erfolg der Fußballer erreichte der Ulmer Großverein den „Höhepunkt in der Fusions-Historie“, schrieb SWP-Sportredakteur Rüdiger Bergmann. 29 Jahre zuvor war der SSV Ulm 1846 aus der TSG Ulm 1846 und dem 1. SSV Ulm 1928 hervorgegangen.

Eine Sekunde reines Basketball-Glück

Die große Ulmer Basketball-Tradition entstammt dem 1. SSV 1928. Bereits in den 1960er Jahren war der Klub in der Oberliga Süd vertreten, der damals höchsten deutschen Spielklasse. Nach dem Abstieg 1968 dauerte es 20 Jahre, bis die Rückkehr ins Oberhaus gelang.

Dort angekommen, etablierten sich die Kuhberg-Basketballer schnell in der oberen Tabellenhälfte. 1992 erreichen sie erstmals die Playoffs, ein Jahr später debütierten sie im Europapokal. Diese Erfolgsgeschichte der 90er Jahre ist unzertrennbar mit Point Guard Jarvis Walker verbunden.

Unzählige Spiele entschied der US-Amerikaner ganz allein. Als er 2001 seine Karriere nach zehn Saisons in Ulm beendete, verabschiedete sich das „Ulmer Denkmal“ auf dem zweiten Platz in der ewigen Korbjägerliste der Bundesliga.

Waaden Gary von Beachten: keine Preisvereinbarung mit dem Fotografen: Der Ulmer Spieler streift sich nach dem gewonnenen Pokalfinale gegen Bayer Leverkusenm das Basketball-Netz über den Kopf.

Fotograf: Bernd König / Honorarinfo 00, FotografenDB vorhanden (27.03.2014, ast)

Pokal-Held Gary von Waaden streift sich nach dem gewonnenen Finale gegen Bayer Leverkusen das Basketball-Netz über den Kopf.

Bernd König

Auch an diesem Februarabend 1996 in Berlin dribbelt Walker über das Feld. Noch 5,5 Sekunden sind zu spielen – im Finale um den Pokal. Bayer Leverkusen führt mit 79:78. Es geht um alles. Natürlich hat der Spielmacher den Ball in den Händen. Er stürmt nach vorn, doch die Leverkusener werfen sich ihm entgegen, blocken seinen Weg zum Korb.

„Ich lag schon schräg in der Luft, da sah ich Gary ganz frei, hab ihm den Ball gegeben und gehofft“, schilderte Walker später die spielentscheidende Szene dem SWP-Reporter Joachim Spiegler. Es war die richtige Entscheidung: Center Gary von Waaden, 2,10 Meter groß, versenkt den Ball mit der Schlusssirene. Der SSV Ratiopharm Ulm ist deutscher Pokalsieger.

Das feierten die Ulmerinnen und Ulmer gebührend: „Mit Pauken und Trompeten sind die Ulmer Basketballer gestern auf dem Marktplatz empfangen worden“, berichtete Reporterin Ute Gallbronner. Anschließend empfing Oberbürgermeister Ivo Gönner die frischgebackenen Pokalsieger im Rathaus – und versprach ihnen einen Parkettboden für die Kuhberghalle.

Der SSV Ratiopharm Ulm 1846 in den 1990er Jahren

  • 1990: Basketball-Profi Jarvis Walker wechselt zum SSV Ulm. Mit und durch ihn wird der Sport in Ulm zum Massenphänomen. Der Point Guard prägt das Ulmer Spiel das ganze Jahrzehnt.
  • 18. Februar 1996: Der SSV Ratiopharm Ulm gewinnt in einem Herzschlagfinale gegen Bayer Leverkusen den deutschen Basketball-Pokal. 1994 und 1995 war der SSV noch im Finale gescheitert.
  • 1997: Die Basketball-Abteilung wird in eine Kapitalgesellschaft ausgegliedert.
  • 1997: Nach einer Niederlage im Derby gegen den SV Oberelchingen muss der SSV Ratiopharm Ulm in die Relegationsrunde. Erst dort gelingt ihm der Klassenerhalt.
  • 17. Mai 1998: Als Siebter nach der Hauptrunde schafft es der SSV Ratiopharm Ulm ins Finale um die deutsche Basketball-Meisterschaft, unterliegt dort Alba Berlin mit 0:3.

Eine perfekte Volleyball-Saison

Jahre später sollten auch die Volleyballerinnen des SSV Ulm vom Holzboden profitieren. Als den „Schmetterkünstlerinnen“ 2003 das Double gelang, sie Meisterschaft und Pokal gewannen, war die Kuhberghalle ihre Heimspielstätte.

Den Weg zu diesem Erfolg ebneten sie allerdings in der Blauringhalle. Dort in der Ulmer Weststadt spielten sie in den 1990er Jahren – und erarbeiteten sich an jenem Märzabend im Jahre 1999 auf dem Hallenparkett ebenfalls einen Empfang bei Ivo Gönner.

  • Ulm, 2. Bundesliga, SSV Ulm 1846 - TV Dingolfing (3:2): Jubel vor einer vollen Haupttribüne: Janine Ast (r.), Anthrin Schäfle (Nr. 7) und Elena Schlegel (Nr.11).

    Jubel vor einer vollen Haupttribüne in der Blauringhalle: Janine Ast (r.), Anthrin Schäfle (Nr. 7) und Elena Schlegel (Nr.11) vom SSV Ulm 1846 gehen beim Spiel gegen den TV Dingolfing (3:2) einen wichtigen Schritt in Richtung Aufstieg in die Volleyball-Bundesliga.

    Oliver Schulz
  • Ulm, 2. Bundesliga, SSV Ulm 1846 - TV Dingolfing (3:2): Eine Ulmer Spielerin (von der Seite gesehen) springt hoch und holt aus zum Schmetterball.

    Eine Ulmer Spielerin im blauen Trikot springt hoch und holt aus zum Schmetterball.

    Oliver Schulz
  • Ulm, 2. Bundesliga, SSV Ulm 1846 - TV Dingolfing (3:2): Die Ulmer Spielerinnen feiern ihren Sieg, indem sie mit "Kleinen Feiglingen" anstoßen.

    Die Volleyball-Spielerinnen von Zweitligist SSV Ulm 1846 stoßen nach ihrem Sieg gegen den TV Dingolfing (3:2) mit kleinen Feiglingen an. Der Bundesliga-Aufstieg wird immer wahrscheinlicher.

    Oliver Schulz
  • Ludwig Arnd: Der Ulmer Volleyballtrainer gibt seiner Mannschaft Anweisungen. Beachten: erschien am 02.04.2000 in der Sonntag Aktuell

    In seiner ersten Saison als Cheftrainer gelingt Arnd Ludwig direkt der Aufstieg.

    Oliver Schulz
  • Ulm, SSV Ulm 1846, Mannschaft, Jubel über den Aufstieg in die Bundesliga: Die Volleyballdamen haben den Aufstieg in die Bundesliga geschafft. Die Mannschaft steht in einer Reihe und winkt mit Blumensträußen.

    Das Team steht in einer Reihe und winkt mit Blumensträußen. Nach dem Sieg über den TuS Erfurt (3:0) haben die Volleyballerinnen des SSV Ulm 1846 es geschafft: Sie sind in die Bundesliga aufgestiegen.

    Volkmar Könneke
  • Ulm, 2. Bundesliga, SSV Ulm 1846 - TuS Erfurt (3:0): Die Volleyball-Damenmannschaft des SSV (von hinten gesehen) bei ihrem Jubel über den Aufstieg in die 1. Bundesliga.

    Nach dem Sieg über den TuS Erfurt (3:0) haben die Volleyballerinnen des SSV Ulm 1846 es geschafft: sie jubeln in der vollbesetzten Blauringhalle über den Aufstieg in die 1. Bundesliga.

    Volkmar Könneke
  • Ulm, Volleyball-Damen des SSV bei OB Ivo Gönner: Die Mannschaft der Volleyball-Damen des SSV Ulm 1846 zu Gast bei Ulms Oberbürgermeister Ivo Gönner.

    Die Volleyballerinnen des SSV Ulm 1846 zu Gast bei Ulms Oberbürgermeister Ivo Gönner (rechts).

    Volkmar Könneke
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„Punkt 20.23 Uhr war am Samstag das Volleyball-Wunder perfekt“, schrieb Winfried Vogler nach dem 3:0 Sieg über den TuS Erfurt in der SWP. Zwei Spieltage vor Saisonende stand der SSV Ulm Aliud Pharma als Bundesliga-Aufsteiger fest – und jubelte vor 800 Zuschauerinnen und Zuschauer mit reichlich Schampus.

Mit einer makellosen Bilanz von 22 Siegen in 22 Spielen sicherten sich die Volleyballerinnen im vierten Zweitliga-Jahr die Meisterschaft. „Bravo“, kommentierte Redakteuer Klaus Vestewig. „Die Doppelstadt und ihre Umgebung: jetzt erst recht ein Zentrum des Leistungssports.“

Fußballer machen Ulm gaga

In dieser Spitzensportstadt galt den Fußballern die größte Aufmerksamkeit. Ihr Erfolg überstrahlte alles. Dabei war der Klub zu Beginn des Jahrzehnts wenig attraktiv. Lange scheiterten die Versuche, sich professionell aufzustellen. Das Vertrauen der Ulmerinnen und Ulmer war gering.

Das änderte sich, als Rolf Zanchettin „die Regie in der Fußball-Abteilung des SSV Ulm 1846 übernahm“, schrieb Knehr im Juni 1999 rückblickend. „Eine seiner ersten Amtshandlungen: Er holte als Trainer Ralf Rangnick an die Donau.“

Seine Mission startete Rangnick vor leeren Rängen. Als die Spatzen im November 1997 nach einem Sieg über Wacker Burghausen die Tabellenspitze in der Regionalliga Süd erklommen, verloren sich nur 1400 Zuschauerinnen und Zuschauer im Donaustadion.

Auszug aus der SÜDWEST PRESSE vom 17. Juni 1999

Am Tag des entscheidenden Zweitliga-Spiels gegen die SpVgg Greuther Fürth schrieb SWP-Sportchef Alfred Koch einen Meinungsbeitrag mit dem Titel „Herzklopfen“.

„Es gibt Tage, da bekommen selbst hartgesottene Sportjournalisten noch Herzklopfen und klamme Finger. Nicht wegen der zunehmenden Stresssituationen beim Spätdienst oder im Umgang mit der Computer-Technik, sondern einfach nur als mitfiebernde Augenzeugen eines Fußballspiels, das für Ulm und Umgebung den Eintritt in eine neue Dimension ermöglichen soll. Heute ist so ein besonderer Tag, an dem auch Berufskritiker ihre selbst auferlegte Distanz zum sportlichen Objekt für zwei Stunden vergessen dürfen.“

„Die Fußball-Euphorie, die in den letzten Tagen die sonst so abgeklärte Region Ulm/Neu-Ulm hereingebrochen ist, können auch kühle Reporter nicht ignorieren. Und sie werden heute ebenso wie die knapp 20.000 Glücklichen, die fürs Live-Erlebnis im Donaustadion eine Eintrittskarte ergattert haben, mitzittern und die Daumen drücken, daß den Spatzen auch die letzte Etappe ihres wundersamen Durchflugs von den Grauzonen der Regionalliga bis hinauf in den Bundesliga-Olymp gelingt.“

Doch mit dem Erfolg wuchs die Fangemeinde. Erst stiegen die Spatzen in die zweite Liga auf, dann spielten sie auch dort eine gute Rolle. Auch nachdem Rangnick den SSV Ulm im März 1999 verließ, setzten die Ulmer ihren Höhenflug fort.

Und so war an diesem 17. Juni 1999 das Donaustadion voll und das Tor zur Bundesliga weit geöffnet. Gegen die SpVgg Greuther Fürth war die Stimmung aber zunächst angespannt. „Die Atmosphäre war lange Zeit nicht so, wie sie die Kulisse hätte erwarten lassen. Die Fans bibberten und bangten mit ihren Spatzen und vergaßen darüber die lautstarke Unterstützung. Und den elf Ulmer Akteuren auf dem Rasen schlotterten die Knie“, beschrieb Knehr.

  • Ulm, 2. Bundesliga, SSV Ulm 1846 - SpVgg Greuther Fürth (0:0), Fans: Blick in die jubelnde Menschenmenge, viele Fans schwenken einen schwarz-weißen Schal mit dem Aufdruck: "SSV Ulm 1846 e.V.". Der SSV Ulm 1846 spielt in der kommenden Saison in der 1. Bundesliga. Am letzten Spieltag der 2. Liga reichte dem SSV zu Hause gegen SpVgg Greuther Fürth ein torloses Unentschieden, um den Durchmarsch ins Oberhaus zu schaffen. Beachten: erschien am 10.11.2005 in der Jubiläumsausgabe "60 Jahre Südwest Presse Schwäbische Donau Zeitung 1945/2005 - täglich mehr vom Leben"

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    Nach Abpfiff gibt es kein Halten mehr. Die jubelnde Menschenmenge stürmt den Platz, viele Fans schwenken einen schwarz-weißen Schal.

    Oliver Schulz
  • Gönner Ivo, Merk Beate Dr.: Ulms Oberbürgermeister Ivo Gönner (Mitte) und Neu-Ulms Oberbürgermeisterin Dr. Beate Merk verfolgen das Ulmer Spiel von der Tribüne aus. Der SSV Ulm 1846 spielt in der kommenden Saison in der 1. Bundesliga. Am letzten Spieltag der 2. Liga reichte dem SSV zu Hause gegen Greuther Fürth ein torloses Unentschieden, um den Durchmarsch ins Oberhaus zu schaffen.

    Ulms Oberbürgermeister Ivo Gönner (Mitte) und Neu-Ulms Oberbürgermeisterin Dr. Beate Merk verfolgen das Ulmer Spiel des SSV Ulm 1846 gegen Greuther Fürth von der Tribüne aus. Ein torloses Unentschieden reicht aus, dann steht fest: Die Spatzen marschieren in die Bundesliga durch.

    Oliver Schulz
  • Ulm, SSV Ulm 1846, Aufstieg in die 1. Bundesliga: Über 10 000 Fans verfolgten auf der Gänswiese das entscheidende Spiel des SSV Ulm 1846 auf einer Großbild-Leinwand. Dem SSV Ulm 1846 reichte ein torloses Unentschieden gegen Greuther Fürth zum Aufstieg in die 1. Bundesliga.

    Zeitgleich verfolgen über 10.000 Fans auf der Gänswiese das entscheidende Spiel des SSV Ulm 1846 auf einer Großbild-Leinwand.

    Oliver Schulz
  • Ulm, 2. Bundesliga, SSV Ulm 1846 - SpVgg Greuther Fürth (0:0): Der Ulmer David Zdrilic (links) im Zweikampf mit einem Fürther Spieler. Der SSV Ulm 1846 spielt in der kommenden Saison in der 1. Bundesliga. Am letzten Spieltag der 2. Liga reichte dem SSV zu Hause gegen Greuther Fürth ein torloses Unentschieden, um den Durchmarsch ins Oberhaus zu schaffen.

    Der Ulmer Aufstiegsheld David Zdrilic (links) im Zweikampf mit einem Fürther Spieler.

    Volkmar Könneke
  • Ulm, 2. Bundesliga, SSV Ulm 1846 - SpVgg Greuther Fürth (0:0): Die Ulmer Fans im Donaustadion halten weiße und schwarze Ballone (die Ulmer Farben) in die Höhe. Der SSV Ulm 1846 spielt in der kommenden Saison in der 1. Bundesliga. Am letzten Spieltag der 2. Liga reichte dem SSV zu Hause gegen Greuther Fürth ein torloses Unentschieden, um den Durchmarsch ins Oberhaus zu schaffen. Beachten: erschien am 13.08.1999 in der Sonderbeilage "SSV Ulm 1846, Start in die 1. Bundesliga"

    Die Ulmer Fans im Donaustadion halten weiße und schwarze Ballone in die Höhe.

    Oliver Schulz
  • Ulm, 2. Bundesliga, SSV Ulm 1846 - SpVgg Greuther Fürth (0:0): Der Ulmer Miguel Coulibaly (links) versucht, sich gegen den Torwart von der SpVgg Greuther Fürth durchzusetzen.

    Der Ulmer Miguel Coulibaly (links) versucht, sich gegen den Torwart von der SpVgg Greuther Fürth durchzusetzen.

    Volkmar Könneke
  • Ulm, 2. Bundesliga, SSV Ulm 1846 - SpVgg Greuther Fürth (0:0): Die Ulmer Fans schwenken weiß-schwarze Fahnen. Der SSV Ulm 1846 spielt in der kommenden Saison in der 1. Bundesliga. Am letzten Spieltag der 2. Liga reichte dem SSV zu Hause gegen Greuther Fürth ein torloses Unentschieden, um den Durchmarsch ins Oberhaus zu schaffen. Beachten: Titelbild von der Neckarchronik und der Rundschau.

    Schwarz und weiß sind die Farben des SSV Ulm. Sie sind omnipräsent an diesem Tag. Nicht nur im Donaustadion, sondern in ganz Ulm und Neu-Ulm. Sogar eine Meisterschale hat es nach Ulm ins Donaustadion geschafft: ein Fan reckte die Replika in die Höhe.

    Maria Müssig
  • Otto Oliver, Widmayer Rainer: Die Sensation ist perfekt: Die Spieler Oliver Otto und Rainer Widmayer (rechts) jubeln. Der SSV Ulm 1846 spielt in der kommenden Saison in der 1. Bundesliga. Am letzten Spieltag der 2. Liga reichte dem SSV zu Hause gegen Greuther Fürth ein torloses Unentschieden, um den Durchmarsch ins Oberhaus zu schaffen. Aufstieg in die 1. Bundesliga

Serie: "Die Bundesliga 10 Jahre danach" (27.08.2009)

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    Die Sensation ist perfekt: Die Spieler Oliver Otto und Rainer Widmayer (rechts) jubeln.

    Volkmar Könneke
  • Ulm, SSV Ulm 1846, Aufstieg in die 1. Bundesliga, Fans: Unzählige Fans haben sich vor dem Podest im Ulmer Donaustadion versammelt und jubeln über den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Der SSV Ulm 1846 spielt in der kommenden Saison in der 1. Bundesliga. Am letzten Spieltag der 2. Liga reichte dem SSV zu Hause gegen SpVgg Greuther Fürth ein torloses Unentschieden, um den Durchmarsch ins Oberhaus zu schaffen.

    Tausende Fans haben sich vor dem Podest im Ulmer Donaustadion versammelt und jubeln über den Aufstieg in die Bundesliga.

    Volkmar Könneke
  • Ulm, 2. Bundesliga, SSV Ulm 1846 - SpVgg Greuther Fürth (0:0): Ulmer Fans durchschneiden das Tornetz. Der SSV Ulm 1846 spielt in der kommenden Saison in der 1. Bundesliga. Am letzten Spieltag der 2. Liga reichte dem SSV zu Hause gegen Greuther Fürth ein torloses Unentschieden, um den Durchmarsch ins Oberhaus zu schaffen.

    Ein Erinnerungsstück: Ulmer Fans durchschneiden das Tornetz.

    Oliver Schulz
  • Trkulja Dragan: Der Spieler des SSV Ulm 1846 steht neben einem Mann, umarmt diesen und freut sich über den Aufstieg. Der SSV Ulm 1846 spielt in der kommenden Saison in der 1. Bundesliga. Am letzten Spieltag der 2. Liga reichte dem SSV zu Hause gegen SpVgg Greuther Fürth ein torloses Unentschieden, um den Durchmarsch ins Oberhaus zu schaffen.

    SSV-Legende Dragan Trkulja steht neben Zeugwart Klaus Seefried, umarmt diesen und freut sich über den Aufstieg.

    Volkmar Könneke
  • Ulm, SSV Ulm 1846, Mannschaft, Aufstieg in die 1. Bundesliga: Die Mannschaft vom SSV Ulm 1846 steht auf einem Podest, die Spieler strecken ihre Arme in die Luft, jubeln und feiern den Bundesligaaufstieg nach dem 0:0 gegen die SpVgg Greuther Fürth im Ulmer Donaustadion.

    Die Mannschaft steht auf einem Podest, die Spieler strecken ihre Arme in die Luft, jubeln und feiern den Bundesliga-Aufstieg nach dem 0:0 gegen die SpVgg Greuther Fürth im Ulmer Donaustadion.

    Volkmar Könneke
  • Ulm, SSV Ulm 1846, Aufstieg in die 1. Bundesliga: Der Trainer des SSV Ulm 1846 Martin Andermatt steht jubelnd zwischen zwei seiner Spieler und hält den linken Arm in die Luft. Im Hintergrund stehen unzählige Fans vor dem Podest im Donaustadion. Der SSV Ulm 1846 spielt in der kommenden Saison in der 1. Bundesliga. Am letzten Spieltag der 2. Liga reichte dem SSV zu Hause gegen SpVgg Greuther Fürth ein torloses Unentschieden, um den Durchmarsch ins Oberhaus zu schaffen.

    Der Trainer des SSV Ulm 1846 Martin Andermatt steht jubelnd zwischen zwei seiner Spieler. Im Hintergrund stehen unzählige Fans vor dem Podest im Donaustadion.

    Volkmar Könneke
  • Ulm, SSV Ulm 1846, Aufstieg in die 1. Bundesliga: Jubelnde Fans fahren durch die Ulmer Innenstadt. Sie halten eine Fahne aus dem Fenster mit der Aufschrift: "Super SSV, you'll never walk alone". Der SSV Ulm 1846 spielt in der kommenden Saison in der 1. Bundesliga. Am letzten Spieltag der 2. Liga reichte dem SSV zu Hause gegen Greuther Fürth ein torloses Unentschieden, um den Durchmarsch ins Oberhaus zu schaffen.

    Jubelnde Fans fahren durch die Ulmer Innenstadt. Sie halten eine Fahne aus dem Fenster mit der Aufschrift: "Super SSV, you'll never walk alone".

    Maria Müssig
  • Ulm, SSV Ulm 1846, Aufstieg in die 1. Bundesliga: Jubelnde Fans fahren durch die Ulmer Innenstadt. Sie halten eine Fahne aus dem Fenster mit der Aufschrift: "Super SSV, you'll never walk alone". Der SSV Ulm 1846 spielt in der kommenden Saison in der 1. Bundesliga. Am letzten Spieltag der 2. Liga reichte dem SSV zu Hause gegen Greuther Fürth ein torloses Unentschieden, um den Durchmarsch ins Oberhaus zu schaffen.

    Jubelnde Fans fahren durch die Ulmer Innenstadt. Sie halten eine Fahne aus dem Fenster mit der Aufschrift: „Super SSV, you'll never walk alone“.

    Maria Müssig
  • Steer Erich, Andermatt Martin: Auf dem Weg zu Höherem: SSV 1846-Manager Erich Steer (links) und "Spatzen"-Trainer Martin Andermatt (rechts). Beim Korso durch die Innenstadt fahren beide am Ulmer Münster vorbei (Münsterturm im Hintergrund). Der SSV Ulm 1846 spielt in der kommenden Saison in der 1. Bundesliga. Am letzten Spieltag der 2. Liga reichte dem SSV zu Hause gegen SpVgg Greuther Fürth ein torloses Unentschieden, um den Durchmarsch ins Oberhaus zu schaffen.

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    SSV-Manager Erich Steer (links) und Spatzen-Trainer Martin Andermatt. Beim Korso durch die Innenstadt fahren beide am Ulmer Münster vorbei.

    Volkmar Könneke
  • Ulm, Innenstadt, Autokorso, SSV Ulm 1846, Mannschaft: Das BILD DER WOCHE zeigt, daß die Ulmer alles andere als sauertöpfisch sind und die Feste eben doch feiern, wie sie fallen: Den am Donnerstag erfolgreichen Fußballern des SSV 1846 brandeten auch gestern beim Korso durch die Innenstadt Wogen der Begeisterung und Wellen der Sympathie entgegen.

    Beim Korso durch die Innenstadt feiern tausende Fans die Mannschaft des SSV Ulm 1846.

    Volkmar Könneke
  • Andermatt Martin, Unsöld Oliver: Labten sich bei der Saison-Abschlußfeier am warmen Büffet im Maritim-Hotel: Trainer Martin Andermatt (links) und Oliver Unsöld. Der SSV Ulm 1846 ehrte seine Fußballer in den Donaustuben des Hotel Maritim mit einer Saison-Abschlußfeier, ehe die Kicker in den Urlaub entlassen wurden.

    Erfreuen sich bei der Saison-Abschlusseier am warmen Buffet im Maritim-Hotel: Trainer Martin Andermatt (links) und Oliver Unsöld. Der SSV Ulm 1846 ehrt seine Fußballer in den Donaustuben, ehe die Kicker in den Urlaub entlassen werden.

    Matthias Kessler
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Der erlösende Treffer wollte nicht fallen, es blieb beim 0:0. Doch auch Aufstiegsrivale Karlsruher SC patzte – und so marschierten die Spatzen völlig überraschend mit dem niedrigsten Etat der Liga aus der Regionalliga in die Bundesliga durch, die ausgelöste Euphorie kannte keine Grenzen.

„Gesänge, Hupkonzerte, Sprechchöre, Fahnen und ein Feuerwerk – akustisch und optisch war einiges geboten“, schrieb Knehr. „Das hat Ulm noch nie erlebt. Der Aufstieg in die Fußball-Bundesliga macht eine ganze Stadt gaga.“

Natürlich bekamen auch die Fußballer eine Audienz beim Oberbürgermeister. Nach einer kurzen Nacht fuhren die Ulmer Fußball-Helden im Autokorso vom Stadion zum Rathaus, wo Oberbürgermeister Ivo Gönner die Spatzen empfing.

Fußball-Abteilungsleiter Zanchettin durfte die Krönung nicht mehr erleben. Er war an Weihnachten 1998 einem schweren Krebsleiden erlegen. Doch auch er war in diesen Stunden des Erfolgs in den Köpfen und Herzen dabei. „Rolf, du bist ganz tief in unseren Herzen“, erinnerte Keeper Philipp Laux an Zanchettin.

Die Fußballer des SSV Ulm 1846 in den 1990er Jahren

  • 1992, 1994, 1995, 1997: WFV-Pokal-Sieger
  • 1993: Oberliga-Meister, Scheitern in der Aufstiegsrunde
  • 1994: Oberliga-Meister, Scheitern in der Aufstiegsrunde
  • 1996: Deutscher Amateurmeister
  • 1. Januar 1997: In der Winterpause der Saison 1996/97 engagieren die Spatzen Ralf Rangnick als Fußball-Trainer. Es ist ein klares Zeichen: Der Verein will raus aus dem Amateurlager.
  • 1998: Aufstieg in die 2. Bundesliga als Regionalliga-Meister
  • 17. Juni 1999: Der SSV Ulm 1846 steigt nach einem 0:0 am letzten Spieltag gegen Greuther Fürth in die Fußball-Bundesliga auf.

Fußball-Höhenflug in den 2020ern

Ein drückend warmer Augusttag im Jahre 2021, Freitag der Dreizehnte. Der damalige Fußball-Regionalligist startet mit ihrem neuen Cheftrainer Thomas Wörle in die Saison, einem Mann ohne Erfahrung im Männer-Bereich. Der SSV Ulm trennt sich im Heimspiel 3:3 gegen den FSV Frankfurt. Im Donaustadion verlieren sich 1573 Zuschauer – der Viertligist ist für die Ulmer wenig attraktiv.

Dann der 20. Mai 2023. 10.282 Fans feiern nach dem 5:0-Sieg gegen Fulda mit einem Platzsturm die Rückkehr in den Profifußball. Euphorie ist ausgebrochen an der Donau. Schwarz-Weiß spielt wieder bundesweit. Bis heute.

SSV Ulm 1846

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