Früher und heute
: So haben sich Ulm und Neu-Ulm verändert

Neue Bahnhöfe, Einkaufszentren und weniger Autos in der Innenstadt. Sehen Sie sich zu vier Orten in Ulm und Neu-Ulm Bilder von früher und heute an.
Von
Daniel Wydra
Ulm
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80 Jahre SWP: Früher und heute - so haben sich Ulm und Neu-Ulm verändert

Der Ulmer Hauptbahhof musste nach dem Zweiten Weltkrieg neu gebaut werden. Jahrzehnte später wurde gegenüber das Quartier Sedelhöfe (rechts oben) umgebaut. Die Glacis-Galerie rechts unten steht dort, wo früher der Neu-Ulmer Bahnhof war.

Collage: Bundesbahndirektion München, Lars Schwerdtfeger und Matthias Kessler
  • Ulm und Neu-Ulm haben sich in 80 Jahren stark verändert – neue Bahnhöfe und Einkaufszentren prägen das Bild.
  • Der Ulmer Hauptbahnhof wird seit 2024 modernisiert, Fertigstellung für Ende 2026 geplant.
  • In Neu-Ulm wurde der Bahnhof 2007 verlegt, die Glacis-Galerie und ein Busbahnhof entstanden.
  • Der Münsterplatz in Ulm ist seit 1993 autofrei, angrenzende Bereiche wurden ebenfalls modernisiert.
  • Sedelhöfe eröffnen 2020 neu – alte Kultorte wie Linie1 und Döner-Laden sind nicht mehr dabei.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die SÜDWEST PRESSE wird diesen November 80 Jahre alt. Einige Gebäude, die in Ulm nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut wurden, sind schon längst abgerissen. Andernorts stehen jahrhundertealte Fachwerkhäuser, mehr oder weniger renoviert. Und es gibt Plätze, die bewusst komplett umgestaltet wurden.

Wie haben sich Ulm und Neu-Ulm in den vergangenen 80 Jahren entwickelt? Diese Frage lässt sich nicht in ein paar Sätzen oder Bildern beantworten. Doch einige Großprojekte haben die Stadtbilder beiderseits der Donau entscheidend geprägt. Es wurden neue Wohngebiete errichtet, Einkaufszentren eröffnet, ein Bahnhof unter die Straße verlegt und Fußgängerzonen eingerichtet. Wir haben zu vier Orten Bilder von früher und heute gegenübergestellt. Ziehen Sie den Schieberegler von der Mitte nach rechts, um das historische Bild zu sehen. Ziehen Sie ihn nach links, erscheint das neuere Foto in voller Größe. Die Bilder zeigen jeweils nicht genau dieselben Perspektiven, dennoch zeigen sie deutlich, was sich am jeweiligen Ort verändert hat.

Die Sedelhöfe am Ulmer Hauptbahnhof

Die alten Geschäftshäuser machen Platz für neue: Im Sommer 2020 wurden die neuen Sedelhöfe eröffnet. In die Geschäfte sind vor allem große Mode- und Restaurantketten eingezogen. In den alten Sedelhöfen waren auch die Kult-Kneipe Linie1 und ein kleiner Döner-Laden (gegenüber des ehemaligen McDonalds) untergebracht – beide haben im Neubau nicht mehr aufgemacht. Zeitgleich zu den Neubauten wurde die Bahnhofspassage neu gestaltet.

Nachkriegsbau marode: Ulmer Hauptbahnhof wieder Baustelle

Das Empfangsgebäude des alten Ulmer Hauptbahnhofs wurde im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört. Als Ersatz wurde wie in vielen anderen deutschen Städten ein kantiger, grauer Zweckbau errichtet. Weil dieser den heutigen Anforderungen nicht genügt, wird er seit Herbst 2024 umgebaut: Das Gebäude wird erst vollständig entkernt, bevor der Aufenthaltsbereich neu gestaltet und mehrere Räume neu aufgeteilt werden. Ende 2026 soll alles fertig sein.

Gewinnspiel: 80 Jahre SÜDWEST PRESSE

Wir feiern Geburtstag! Im November vor 80 Jahren erschien die erste Ausgabe der „Schwäbischen Donauzeitung“ und heutigen SÜDWEST PRESSE. Zu diesem Anlass können Sie vom 1. bis zum 30. November zahlreiche Geschenke gewinnen:

  • Tagespreise: Täglich 5 Drogerie- oder Tankgutscheine im Wert von je 10 Euro
  • Wochenpreise: Einmal pro Woche jeweils ein iPad oder Samsung Tablet
  • Monatspreis: unter allen Teilnehmenden verlosen wir zusätzlich einen Reisegutschein im Wert von 1.500 Euro

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Einkaufszentrum statt Bahnhof: die Glacis-Galerie in Neu-Ulm

Was Stuttgart will, hat Neu-Ulm längst erreicht: „Neu-Ulm 21“ wurde schon 2007 abgeschlossen. Der Bahnhof wurde ein paar hundert Meter nach Süden und unter die Straße verlegt. Somit war genug Platz, um auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände das Einkaufszentrum Glacis-Galerie zu bauen. Zwischen Einkaufszentrum und Bahnhof wurde außerdem ein Busbahnhof gebaut. Nur auf eins muss Neu-Ulm verzichten: Die Bahnhofstraße führt nicht mehr direkt zum Bahnhof.

Fußgänger statt Autos hinter dem Ulmer Münster

Schon seit 1993 dürfen auf dem Münsterplatz keine Autos mehr parken (der Lieferverkehr ist natürlich ausgenommen). Doch auf der Nordseite des Münsters verlief auch vier Jahre später eine Autostraße. Doch nur wenige Jahre später wurde der Bereich modernisiert: Die Autos wurden verbannt, außerdem wurde die Ladenzeile rechts der Straße ersetzt. Heute gibt es dort eine Bäckerei-Filiale, zwei Haushaltswaren-Geschäfte, einen Juwelier, zwei Mode-Geschäfte und einen Tabak-Laden.