• Weihnachten ist vorbei. Wie haben sich die Corona-Zahlen in Deutschland entwickelt?
  • Impfstart in Deutschland: Heute geht es los mit den Impfungen gegen das Coronavirus.
  • Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die aktuellen Corona-Fallzahlen veröffentlicht. Wie hoch liegt die 7-Tage-Inzidenz? Wie viele Neuinfektionen und Todesfälle gibt es heute, am Sonntag?
Seit Mittwoch vergangener Woche gilt in ganz Deutschland ein harter Lockdown. Ein Großteil der Geschäfte ist geschlossen. Auch die Schulen und Kitas machten weitgehend dicht. Die Maßnahmen sind vorerst bis zum 10. Januar befristet. Voraussichtlich am 5. Januar wollen Bund und Länder über das weitere Vorgehen beraten. Die Corona-Zahlen sind in Deutschland trotz des Lockdowns in den vergangenen Wochen nicht signifikant nach unten gegangen. Nun ist Weihnachten mit seinen temporären Lockerungen vorbei - und in gut einer bis anderthalb Wochen werden wir sehen, inwiefern diese Entscheidung Einfluss auf das Infektionsgeschehen in der Bundesrepublik hat.
Das Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlicht in seinem Dashboard täglich die neuesten Corona-Fallzahlen im Zusammenhang mit der Pandemie für Deutschland. Dabei lohnt sich immer der Blick in die Vergangenheit. Da die Inkubationszeit des Coronavirus nach Angaben des RKI etwa eine Woche beträgt, spielen die Zahlen von vor einer Woche auch heute noch eine Rolle. Am Sonntag, den 20.12.2020, gab es 22.771 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Wie hat sich die Zahl der 7-Tage.-Inzidenz entwickelt? Der deutschlandweite Inzidenzwert lag dem RKI zufolge am Sonntag vergangener Woche bei 192,2.Weitere konkrete Zahlen von vor einer Woche gibt es hier.

Corona Zahlen Deutschland: Neuinfektionen, Todesfälle und Inzidenz laut RKI am Sonntag

Wie steht es also heute, am Sonntag, 27.12.20, um das Infektionsgeschehen in Deutschland? Ein Blick auf die detaillierten Fallzahlen am Tag nach den Weihnachtsfeiertagen:
  • Neuinfektionen: Wie das RKI berichtet, wurden am Sonntag binnen 24 Stunden mindestens 13.755 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland registriert. Zum Vergleich: Am Sonntag vor einer Woche waren es 22.771 Neuinfektionen. Am gestrigen Samstag waren es knapp 14.500 gewesen, und am Freitag waren es mehr als 25.000 neue Infektionen. Diese Zahlen sind aber nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar, da das RKI während der Feiertage mit einer geringeren Zahl an Tests und auch weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern rechnete. Vor genau einer Woche waren, wie oben erwähnt, 22.771 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet worden.
  • „Zeit Online“ berichtet, dass es heute 13.551 neue Infizierte gibt. Die Zahlen von Zeit Online basieren auf den direkten Angaben aus den Landkreisen. Sie sind weniger als die Statistiken des Robert Koch-Instituts von verzögerten Meldeketten betroffen und können deshalb abweichen.
  • Infektionen der letzten sieben Tage: Nach Angaben von „Zeit“ haben sich in den letzten sieben Tagen 152.772 Menschen mit dem Virus angesteckt.
  • Infizierte: Insgesamt wurden, wie das RKI berichtet, seit Beginn der Pandemie in Deutschland 1.640.858 positive Fälle registriert.
  • Tote: Die Gesamtzahl der Menschen, die mit oder an einer Corona-Infektion gestorben sind, beträgt heute deutschlandweit 29.778 Personen. Das sind 356 Tote mehr als am Tag zuvor. „Zeit Online“ zufolge gab es 271 neue Todesfälle zu verzeichnen. Bei den Todesfällen war der Höchststand von 952 am Mittwoch vergangener Woche (16.12.20) registriert worden.
  • Genesene: Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut RKI wieder 1.236.700 Menschen von der Erkrankung erholt.
  • R-Wert: Das RKI gibt in seinem aktuellen Lagebericht ein so genanntes Sieben-Tage-R an. Dieser Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Dieser Wert wurde mit 0,89 (Vortag: 0.97) angeben. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Das RKI verweist in seinem Bericht am Samstag aber darauf hin, dass während der Feiertage Covid-Fälle nur verzögert angezeigt, erfasst und übermittelt werden, „so dass der R-Wert zudem ggf. unterschätzt wird“.
  • 7-Tage-Inzidenz: Die zur Lagebeurteilung und für Beschlüsse rund um den Lockdown maßgebliche 7-Tage-Inzidenz ist weiter deutschlandweit sehr hoch. Der Wert beziffert die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen und liegt aktuell bei 161,3. Ihr bisheriger Höchststand war am Dienstag mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten am Sonntag Sachsen mit 375,8 und Thüringen mit 290,2, den niedrigsten Wert hatte Mecklenburg-Vorpommern mit 77,5.

Corona RKI Dashboard: Fallzahlen der Bundesländer

Das RKI ist nach eigenen Angaben auf seiner Homepage „das Public-Health-Institut für Deutschland“. Ziel sei es, die Bevöl­ke­rung in Deutschland vor Krank­heiten zu schützen und ihren Gesundheits­zu­stand zu verbessern. Daran arbeiten und forschen im RKI jeden Tag gemein­sam 1100 Menschen aus 90 verschiedenen Berufen.
Ausführliche Auskunft über die Corona-Zahlen einzelner Bundesländer gibt es auf den RKI-Dashboard. Auf der interaktiven Karte können außerdem die Werte für Stadt- und Landkreise eingesehen werden.
In seinem Dashboard veröffentlicht das RKI jeden Tag die aktuellen Corona-Zahlen für Deutschland, die Bundesländer und die Landkreise.
In seinem Dashboard veröffentlicht das RKI jeden Tag die aktuellen Corona-Zahlen für Deutschland, die Bundesländer und die Landkreise.
© Foto: Screenshot; Quelle: RKI

Corona Impfung Deutschland: Am Sonntag werden die ersten Menschen geimpft

Heute ist es so weit: Die ersten Menschen werden in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft. Gesundheitsminister Jens Spahn möchte jedem, der 2021 geimpft werden möchte, „so bald wie möglich ein Impfangebot machen“. Wer kommt zuerst dran? Und wie kann man einen Termin für die eigene Impfung vereinbaren? Informationen dazu gibt es hier.

Corona Zahlen Deutschland: Rekord-Inzidenz zu Beginn der Woche

Zu Beginn der zurückliegenden Woche erreichte der Wert der 7-Tage-Inzidenz zwei Mal in Folge in Deutschland einen neuen Höchststand seit Beginn der Pandemie. Am Montag betrug er 197,1. Am Dienstag kletterte die Zahl auf 197,6. Trotz des deutschlandweiten Lockdowns und noch vor den Lockerungen, die über die vergangenen Weihnachtsfeiertage galten, lag die Inzidenz also bei beinahe 200.

Reproduktionszahl und Neuinfektionen - Die wichtigsten Kennzahlen der Corona-Pandemie erklärt

Seit Beginn der Corona-Pandemie werden jeden Tag Zahlen veröffentlicht, die den Verlauf nachzeichnen sollen. Hier die Erklärung, welche Zahlen was bedeuten.

Reproduktionszahl (R-Wert)

Die Reproduktionszahl - oder kurz R-Wert - beschreibt, wie viele Menschen ein Infizierter während seiner Erkrankung ansteckt. Liegt die Zahl über eins, breitet sich eine Krankheit immer weiter in der Bevölkerung aus. Je weiter sie sich von der eins entfernt, desto schneller und bedrohlicher verläuft der Trend. Dabei handelt es sich aber immer nur um eine pauschale bundesweite Lageeinschätzung.
Es gibt außerdem gewisse Ungenauigkeiten durch Meldeverzüge und andere Faktoren. In Deutschland schwankt der Wert nach Schätzungen des RKI derzeit um eins. Nach Angaben der Experten dort gilt das schon als Erfolg und weist darauf hin, dass Gegenmaßnahmen zur Kontaktreduzierung wirken. Diese verringern die Chance, dass ein Infizierter weiterer Menschen ansteckt und drücken so den R-Wert. Sonst könnte dieser durchaus bei drei oder vier liegen.

Neuinfektionen

Der R-Wert allein sagt nicht unbedingt etwas aus über die Dramatik der gesamten Entwicklung. Sie ergibt sich erst aus der Kombination mit der Zahl der täglichen oder wöchentlichen Neuinfektionen. Der Grund ist einfach: Bei gleichem R-Wert macht es einen gewaltigen Unterschied, ob täglich 50.000 Ansteckungen hinzukommen oder einige hundert. Die Ausbreitungsdynamik ist theoretisch gleich, belastet die Kapazitäten der Gesundheitssysteme im Fall der höheren Zahlen allein durch die schiere Masse aber mit wesentlich größerer Wucht.
In Deutschland bewegt sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen inzwischen zwischen 12.000 und 30.000 Fällen. Das ist ein extremer Anstieg in relativ kurzer Zeit. Noch Anfang Oktober lag die Zahl der täglich neu gemeldeten Fälle laut RKI bei nur tausend bis 4000. In anderen europäischen Ländern ist die Entwicklung noch dramatischer.

Siebentage-Inzidenz

Die sogenannte Siebentageinzidenz ist ein zentraler Maßstab, um die Infektionsdynamik in einem bestimmten Gebiet zu beurteilen und über Gegenmaßnahmen zu entscheiden. Sie wird in Deutschland auf Gemeinde- oder Landkreisebene erfasst und drückt aus, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen registriert wurden.
Dahinter verbergen sich aber regional unterschiedliche Trends. Als wesentliche Schwelle zur Einführung strengerer Eindämmungsmaßnahmen wurde in Deutschland ein Inzidenzwert von 50 eingeführt, der inzwischen fast flächendeckend aber deutlich überschritten wurde.

Schwere Verläufe und Intensivbettenbelegung

Letztlich entscheiden nicht die Fallzahlen allein darüber, wie gut ein Land die Pandemie bewältigen kann. Von entscheidender Bedeutung ist vielmehr, ob die Kapazitäten des Gesundheitssystems ausreichen, um die Erkrankten zu behandeln. Deshalb beobachten Experten und Politik sehr genau, wie sich die Zahl der schweren Verläufe und der verfügbaren Behandlungsplätze entwickelt.
Erstere wird vor allem dadurch beeinflusst, wie sich das Virus innerhalb der Risikogruppen verbreitet, bei denen schwere Verläufe viel wahrscheinlicher sind. Besonders genau betrachtet wird die Anzahl der Intensivpatienten, die lebensbedrohlich erkrankt sind. Kapazitäten in diesem Bereich sind immer begrenzt, allein schon mit Blick auf das Fachpersonal.
Die Zahl ist auch noch aus anderem Grund ein wichtiger Maßstab bei Entscheidungen über die Eindämmungsmaßnahmen: Es gibt dabei keine Dunkelziffer. Anders als bei Meldezahlen zu Infektionen, die auch durch Teststrategien beeinflusst werden, gibt es bei den künstlich beatmeten Intensivpatienten in Kliniken keine „Untererfassung“. Zu beachten ist aber ein Zeitverzug von zwei Wochen. So lange dauert es nach einer Ansteckung, bis sich schwere Verläufe einstellen. Die Zahl der Intensivpatienten hinkt der Infektionsdynamik hinterher.

Silvester 2020: Feiern trotz Böllerverbot und Ausgangssperre?

In wenigen Tagen ist Silvester. Die Lockerungen bezüglich Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen, die über Weihnachten galten, gelten an Silvester nicht. Der Verkauf von Böllern und Feuerwerk ist untersagt, ebenso wie Ansammlungen im Freien.

Video Lockdown in Deutschland - Was darf man Silvester noch?

Wie also feiert man im Corona-Jahr 2020 den Rutsch ins neue Jahr? Da Silvester in diesem Jahr im kleinen Rahmen stattfinden wird, eignen sich digitale Neujahrswünsche. Ideen findet ihr hier.