In vier Tagen ist Weihnachten. Zum Fest fahren zahlreiche Menschen zu ihren Familien. Um dabei Ansteckungen zu vermeiden, sollte man sich in Vorquarantäne begeben oder einen Corona-Test machen. In Baden-Württemberg können sich die Menschen in zahlreichen Städten kostenlos testen lassen.

Corona Zahlen Deutschland heute: Das sind die aktuellen Werte laut RKI

Wie steht es heute um das Infektionsgeschehen in der Bundesrepublik? Das Robert Koch-Institut aktualisiert jeden Tag die Angaben zu den Corona-Zahlen in Deutschland. Das sind die Neuinfektionen, die Todesfälle, die 7-Tage-Inzidenz und die Genesenen am Sonntag, den 20.12.2020:
  • Neuinfektionen: Wie das RKI am Morgen bekannt gab, haben sich innerhalb von 24 Stunden 22.771 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. Außerdem meldet auch „Zeit Online“ täglich die aktuellen Fallzahlen. Laut Zeit Online gibt es heute sogar 23.753 Neuinfektionen. Die Zahlen von Zeit Online basieren auf den direkten Angaben aus den Landkreisen. Sie sind weniger als die Statistiken des Robert Koch-Instituts von verzögerten Meldeketten betroffen und können deshalb abweichen.
  • Neuinfektionen der vergangenen Tage: Am gestrigen Samstag gab es 31.300 Neuinfektionen mit dem Virus. Am Freitag ist ein Höchststand an Infektionen gemeldet worden. Am Donnerstag waren es mehr als 20.000. Am Sonntag vergangener Woche hatte die Zahl bei 20.200 gelegen.
  • Infizierte: Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie deutschlandweit und nach jüngsten Angaben des RKI 1.494.009 Menschen mit dem Virus angesteckt.
  • Todesfälle: In Deutschland sind 26.049 Menschen mit oder an Corona gestorben. 409 Menschen also mehr, als am Tag zuvor.
  • Genesene: Die Zahl der Genesenen beträgt, so das RKI, 1.097.400.
  • R-Wert: Das RKI gibt in seinem aktuellen Lagebericht ein so genanntes Sieben-Tage-R an. Dieser Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Dieser Wert wurde heute mit 1,06 angeben. Der Wert sei aber aufgrund von noch ausstehenden Datenermittlungen nur eingeschränkt verwertbar. Er bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Corona Zahlen Deutschland: Werte für Land- und Stadtkreise

Wer sich auch für die Zahlen einzelner Land- und Stadtkreise interessiert, kann sich auf dem Dashboard des RKI über das Infektionsgeschehen einzelner Regionen informieren. Auch werden hier die Werte für die Bundesländer angezeigt. Das Dashboard ist eine interaktive Karte.
Das Dashboard des RKI zeigt die aktuellen Inzidenzen und anderen Fallzahlen aus den Städten und Landkreisen.
Das Dashboard des RKI zeigt die aktuellen Inzidenzen und anderen Fallzahlen aus den Städten und Landkreisen.
© Foto: Screenshot Dashboard RKI

Corona Mutation: Neue Corona-Variante in Großbritannien viel ansteckender

Millionen Menschen müssen in London und Südostengland an Weihnachten zu Hause bleiben. Die Regierung hat die Restriktionen deutlich verschärft - der Grund ist eine Mutation des Coronavirus.

Corona Urlaub: Schweiz verhängt Lockdown

Die Schweiz steuert angesichts unverändert hoher Corona-Zahlen auf einen zweiten harten Lockdown zu. Auch wenn die Skigebiete eigentlich geöffnet bleiben dürfen, habe einige Kantone angekündigt, diese doch zu schließen.
Corona Impfung Deutschland Bund sichert mehr Corona-Impfdosen

Berlin

Inzidenz und Neuinfektionen - Die wichtigsten Kennzahlen der Corona-Pandemie erklärt

Seit Beginn der Corona-Pandemie werden jeden Tag Zahlen veröffentlicht, die den Verlauf nachzeichnen sollen. Hier die Erklärung, welche Zahlen was bedeuten.

Reproduktionszahl (R-Wert)

Die Reproduktionszahl - oder kurz R-Wert - beschreibt, wie viele Menschen ein Infizierter während seiner Erkrankung ansteckt. Liegt die Zahl über eins, breitet sich eine Krankheit immer weiter in der Bevölkerung aus. Je weiter sie sich von der eins entfernt, desto schneller und bedrohlicher verläuft der Trend. Dabei handelt es sich aber immer nur um eine pauschale bundesweite Lageeinschätzung.
Es gibt außerdem gewisse Ungenauigkeiten durch Meldeverzüge und andere Faktoren. In Deutschland schwankt der Wert nach Schätzungen des RKI derzeit um eins. Nach Angaben der Experten dort gilt das schon als Erfolg und weist darauf hin, dass Gegenmaßnahmen zur Kontaktreduzierung wirken. Diese verringern die Chance, dass ein Infizierter weiterer Menschen ansteckt und drücken so den R-Wert. Sonst könnte dieser durchaus bei drei oder vier liegen.

Neuinfektionen

Der R-Wert allein sagt nicht unbedingt etwas aus über die Dramatik der gesamten Entwicklung. Sie ergibt sich erst aus der Kombination mit der Zahl der täglichen oder wöchentlichen Neuinfektionen. Der Grund ist einfach: Bei gleichem R-Wert macht es einen gewaltigen Unterschied, ob täglich 50.000 Ansteckungen hinzukommen oder einige hundert. Die Ausbreitungsdynamik ist theoretisch gleich, belastet die Kapazitäten der Gesundheitssysteme im Fall der höheren Zahlen allein durch die schiere Masse aber mit wesentlich größerer Wucht.
In Deutschland bewegt sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen inzwischen zwischen 12.000 und 30.000 Fällen. Das ist ein extremer Anstieg in relativ kurzer Zeit. Noch Anfang Oktober lag die Zahl der täglich neu gemeldeten Fälle laut RKI bei nur tausend bis 4000. In anderen europäischen Ländern ist die Entwicklung noch dramatischer.

Siebentage-Inzidenz

Die sogenannte Siebentageinzidenz ist ein zentraler Maßstab, um die Infektionsdynamik in einem bestimmten Gebiet zu beurteilen und über Gegenmaßnahmen zu entscheiden. Sie wird in Deutschland auf Gemeinde- oder Landkreisebene erfasst und drückt aus, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen registriert wurden.
Dahinter verbergen sich aber regional unterschiedliche Trends. Als wesentliche Schwelle zur Einführung strengerer Eindämmungsmaßnahmen wurde in Deutschland ein Inzidenzwert von 50 eingeführt, der inzwischen fast flächendeckend aber deutlich überschritten wurde.

Schwere Verläufe und Intensivbettenbelegung

Letztlich entscheiden nicht die Fallzahlen allein darüber, wie gut ein Land die Pandemie bewältigen kann. Von entscheidender Bedeutung ist vielmehr, ob die Kapazitäten des Gesundheitssystems ausreichen, um die Erkrankten zu behandeln. Deshalb beobachten Experten und Politik sehr genau, wie sich die Zahl der schweren Verläufe und der verfügbaren Behandlungsplätze entwickelt.
Erstere wird vor allem dadurch beeinflusst, wie sich das Virus innerhalb der Risikogruppen verbreitet, bei denen schwere Verläufe viel wahrscheinlicher sind. Besonders genau betrachtet wird die Anzahl der Intensivpatienten, die lebensbedrohlich erkrankt sind. Kapazitäten in diesem Bereich sind immer begrenzt, allein schon mit Blick auf das Fachpersonal.
Die Zahl ist auch noch aus anderem Grund ein wichtiger Maßstab bei Entscheidungen über die Eindämmungsmaßnahmen: Es gibt dabei keine Dunkelziffer. Anders als bei Meldezahlen zu Infektionen, die auch durch Teststrategien beeinflusst werden, gibt es bei den künstlich beatmeten Intensivpatienten in Kliniken keine „Untererfassung“. Zu beachten ist aber ein Zeitverzug von zwei Wochen. So lange dauert es nach einer Ansteckung, bis sich schwere Verläufe einstellen. Die Zahl der Intensivpatienten hinkt der Infektionsdynamik hinterher.