Kaum ein Bundesland ist von der zweiten Welle der Corona-Pandemie so heftig betroffen wie Bayern. Im Freistaat gab es zahlreiche Städte, die die Grenzwerte überschritten haben. München und Würzburg haben neue strengere Corona-Regeln eingeführt. Am Montag meldete das RKI erneut mehr als 1000 Neuinfektionen in Deutschland. Auch in Bayern steigt die Zahl der Neuinfektionen. Das wichtigste zur Lage in Kürze:
  • Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet am Montag Neuinfektionen für Bayern.
  • Auch die Zahlen des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Bayern zeigen einen Anstieg.
  • Es gab am Montag keine Hotspots in Bayern.

LGL Bayern Corona Zahlen: So sehen die Fallzahlen laut Landesamt aus

Das Bayrische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) meldete am Montag wieder steigende Corona-Zahlen in Bayern. Diese unterscheiden sich von denen des RKI aufgrund von Verzögerungen bei der Meldung.
Diese Zahlen meldet das LGL am Montag (05.10, 8:00 Uhr):
  • Zahl der Infizierten: 69.641
  • Zahl der Neuinfektionen: 135
  • Zahl der Toten: 2.670

RKI Zahlen in Bayern: So viele Infizierte und Neuinfektionen meldet das RKI

Das RKI gibt die aktuellen Zahlen der Infektionen mit dem Coronavirus für Bundesländer und Landkreise in einem Dashboard aus. Nach Angaben dieses Dashboard hat Bayern die zweit meisten Coronainfektionen aller Bundesländer in Deutschland. Nordrhein-Westfalen hat mit 72.995 nachgewiesenen Fällen seit Beginn der Pandemie die meisten. Bayern belegt mit 69.631 den zweiten Platz. In Baden-Württemberg sind seit Beginn der Pandemie 50.934 Fälle nachgewiesen worden (Stand 05.10., 0:00 Uhr).
So sehen die Zahlen für Bayern am Montag im Detail aus:
  • Zahl der Infizierten: 69.631
  • Zahl der Neuinfektionen: 145
  • Zahl der Toten: 2.672
  • Zahl der Genesenen: 62.100
  • Fälle pro 100.000 Einwohner: 532,5

Neue Corona Regeln in Bayern: Diese Maßnahmen beschließen die Städte

Erreicht eine Stadt in Bayern den Grenzwert können neue Einschränkungen des öffentlichen Lebens beschlossen werden. Welche ist jedoch von Stadt zu Stadt unterschiedlich. Die Regeln werden in Absprache mit den Gesundheitsbehörden angepasst:
  • In Rosenheim und Landshut gelten Kontaktbeschränkungen. Es dürfen sich nur Gruppen bis fünf statt zehn Personen in der Öffentlichkeit oder in Gaststätten treffen.
  • In Landshut gilt zudem eine Maskenpflicht im Unterricht auch für Schüler der Grundschule.
  • In Rosenheim sollen die bereits am 25. August in Kraft getretenen Beschränkungen. Dort sind Teilnehmerzahlen von Veranstaltungen begrenzt worden.
  • Memmingen will keine neuen Regeln einführen, weil es sich bei den neuen Fälle fast ausschließlich um Reiserückkehrer handle.
  • In München ist nach Überschreiten des Frühwarnwerts ein nächtliches Alkoholverbot für den öffentlichen Raum beschlossen worden.
  • Würzburg hat den Konsum von Alkohol auf der alten Mainbrücke an Wochenenden eingeschränkt. Zudem gilt eine schärfere Begrenzung der Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen. Am Montag hat die Stadt zudem die Kontaktbeschränkungen weiter verschärft.