Einen Tag nach dem Corona-Gipfel vom 03.03.2021 gibt es Neues zum Thema Schule in Baden-Württemberg. Die folgenden Klassen sollen von Montag, den 15.03.21 an, wieder in den Präsenzunterricht in den Klassenzimmern:
  • Klasse 1
  • Klasse 2
  • Klasse 3
  • Klasse 4
  • Klasse 5
  • Klasse 6
Das Bundesland Baden-Württemberg geht also am 15. März den nächsten Öffnungsschritt. In den weiterführenden Schulen sollen bis zu den Osterferien zunächst die Klassen 5 und 6 wieder Präsenzunterricht bekommen. Es sollen alle Schülerinnen und Schüler ins Schulgebäude kommen und dort auf mehrere Räume verteilt werden. Das gab die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag nach Informationen aus Regierungskreisen in Stuttgart bekannt. Die aktuelle Lage, Regeln und Perspektiven zu Schule und Kita in Baden-Württemberg auf einen Blick.

Grundschule BW: Von Wechselunterricht zu eingeschränktem Regelbetrieb ab 15. März

Nachdem schon die Grundschulen vor knapp zwei Wochen mit Wechselunterricht gestartet waren, sollen diese nun am 15.03.2021 in den „eingeschränkten Regelbetrieb“ übergehen, das heißt die Präsenzpflicht bleibt ausgesetzt. In Baden-Württemberg sind außerdem die Abschlussklassen teilweise wieder im Präsenzunterricht. Wann es für die Mittelstufe wieder losgeht, soll erst später entschieden werden.
Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) wollte eigentlich schon am kommenden Montag (08.03.) den nächsten Öffnungsschritt gehen. Doch Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte sich skeptisch gezeigt, ob es so schnell gelingen kann, die Wiedereröffnung der Schulen mit genügend Schnelltests bei Schülerinnen und Schülern abzusichern.

Philologenverband hält Öffnungsschritt bei Schulen für fahrlässig

Der Philologenverband Baden-Württemberg hat den für 15. März geplanten Öffnungsschritt für Fünft- und Sechstklässler als fahrlässig kritisiert. Es sei absehbar, dass wegen der Virusvariationen die Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen wieder schnell ansteigen würden, sagte der Landesvorsitzende Ralf Scholl am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. „Solange wir das nicht in den Griff kriegen, fliegt uns das um die Ohren, und wir gehen zu Ostern in einen noch härteren Lockdown, als wir ihn bisher hatten.“ Der geplante Präsenzunterricht in der Unterstufe ab 15. März führe dazu, dass wieder zigtausende Schülerinnen und Schüler unterwegs seien.
Pädagogisch sei es zwar wichtig, dass diese Kinder wieder in Präsenz unterrichtet würden. Doch das nütze ja nichts, wenn die Inzidenzen wieder durch die Decke gingen. Scholl beklagte, dass für die Schnelltests bei Schülern noch keine Strukturen aufgebaut seien. Wenn Schülerinnen und Schüler ins Schulgebäude kämen, müssten sie unbedingt zweimal pro Woche getestet werden.
Er kritisierte auch den Plan von Kultusministerin Eisenmann, alle Fünft- und Sechstklässler auf einmal in die Schule zurückkehren zu lassen, auch wenn die Klassen geteilt würden. „Das ist wieder mal ein neues Konzept, das die Schulen überrascht.“ Er frage sich, wie das gehen solle, dass die Lehrkräfte in mehreren Räumen gleichzeitig unterrichten sollen. „Die Aufsichtspflicht ist dann wohl aufgehoben“, sagte Scholl.
Sein Verband vertritt die Gymnasiallehrer und die gymnasialen Lehrkräfte, die an Gemeinschaftsschulen unterrichten. Er hat nach eigenen Angaben über 9000 Mitglieder.

Entscheidung beim Corona-Gipfel: Weitere Öffnungen von Schulen ist Ländersache

Beim Corona-Gipfel am Mittwoch (03.03.2021) wurde entschieden, den Bundesländern in Sachen Schule die Entscheidung über weitere Öffnungen und Lockerungen zu überlassen. In dem Beschluss heißt es lediglich: „Für einen sicheren Schulbetrieb und eine sichere Kinderbetreuung stellen die Länder im Rahmen von Testkonzepten sicher, dass das Personal in Schulen und Kinderbetreuung sowie alle Schülerinnen und Schüler pro Präsenzwoche das Angebot von mindestens einem kostenlosen Schnelltest erhalten. Soweit möglich, soll eine Bescheinigung über das Testergebnis erfolgen.“

Neue Corona Regeln BW: Welche Lockdown-Lockerungen gibt es in Baden-Württemberg?

Über Lockerungen und Öffnungen im Lockdown wurde beim Corona-Gipfel am 03.03.2021 mit Angela Merkel und den Länderchefs beraten. Kommen neue Corona-Regeln für BW? Ein Überblick über die Beschlüsse zu Schule, Einzelhandel, Gastronomie und Co.

Das sagt Ministerpräsident Kretschmann zur Corona-Verordnung

Am Freitag, 05.03., hat Ministerpräsident Kretschmann die neuen Corona-Regeln für Baden-Württermberg im Stuttgarter Landtag in einer Regierungserklärung erläutert. Er stellte klare Perspektiven für Lockerungen in Aussicht. Dabei spielen vor allem Tests und Impfungen eine Rolle. Schnelltests sollen in Schulen für alle zur Verfügung gestellt werden.