Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus steigt in Deutschland rasant. Am Samstag wurde ein neuer Höchststand gemeldet. Immer mehr Städte und Landkreise überschreiten die Grenzwerte. Auch am Samstag (24.10.2020) meldet das Robert-Koch-Institut alarmierend hohe Fallzahlen. Bereits am Freitag (23.10.20) meldete das RKI einen neuen Rekord mit 11.424 Neuinfektionen.

Corona-Deutschland: Aktuelle Fallzahlen am Samstag, 24.10.2020

Wie hoch sind die aktuellen Fallzahlen in Deutschland am Samstag, den 24.10.2020? Alle wichtigen Angaben des RKI über die Zahl der Neuinfektionen, den Inzidenzwert und die Zahl der Genesenen im Überblick:
  • Neuinfektionen: Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen 14.714 Neuinfektionen.
  • Infizierte: Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 418.005 Menschen in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert (Stand: 24.10.2020, 0 Uhr).
  • Tote: Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 10.003. Das sind 49 mehr als am Vortag.
  • R-Wert: Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht von Donnerstag bei 1,23 (Vortag: 1,11).
  • Sieben-Tage-R-Wert: Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,30 (Vortag: 1,23). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Datenlücken und Unstimmigkeiten bei Corona-Zahlen

Da es allerdings am Donnerstag zeitweise zu Datenlücken bei der Übermittlung von Infektionszahlen gekommen war, könnten in der jüngsten Zahl der Neuinfektionen entsprechende Nachmeldungen enthalten sein. Auch am Samstagmorgen gab es zeitweise Unstimmigkeiten bei den angegebenen Zahlen.
Durch einen Ausfall eines Webservers waren am Donnerstagnachmittag laut RKI Übermittlungen von den Gesundheitsämtern zu den zuständigen Landesbehörden und von denen zum RKI knapp drei Stunden lang gestört gewesen. Auch die Internetseite des RKI war am Donnerstag einige Stundenlang nicht erreichbar. Anschließend habe der Server aber wieder funktioniert. Die fehlenden Daten sollten am Freitag automatisch im Laufe des Tages übermittelt worden sein und somit in der Publikation vom Samstagmorgen erscheinen. Die Größe der Datenlücke war zunächst nicht bekannt. Betroffen von der Panne waren zum Beispiel Corona-Hotspots in Nordrhein-Westfalen.
Zudem sind die jetzigen Werte nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Jetzt mehr als 10.000 Corona-Tote in Deutschland

In Deutschland sind seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 10.000 Menschen an den Folgen der Infektion gestorben. Wie das RKI am frühen Samstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden bis Freitag insgesamt 10.003 Todesfälle verzeichnet. Die Zahl lag damit um 49 Todesfälle höher als der in der Nacht zum Freitag vom RKI bekanntgegebene Stand.

Forderung nach einheitlichen Corona-Regeln immer lauter

Vor einem erneuten Treffen von Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder in der kommenden Woche werden die Rufe nach schärferen und vor allem einheitlicheren Corona-Regeln lauter. Wirtschaftsminister Peter Altmaier sprach sich wie zuvor Bayerns Ministerpräsident Markus Söder dafür aus, notfalls auch mehr Kompetenzen auf den Bund zu verlagern.

Gefahr vor Corona-Infektionen: Hier ist das Ansteckungsrisiko am größten

Die Zahl der Neuinfektionen steigt in Deutschland Tag für Tag. Doch wo ist das Risiko, sich mit dem Coronavirus zu infizieren am größten? Nach Angaben des RKI hängen die hohen Fallzahlen stark mit Ansteckungen im privaten Bereich zusammen. Aktuell stiegen die Infektionszahlen stark und mehrere Ministerpräsidenten mahnen zur Einhaltung der Schutzmaßnahmen. Ein erneuter Lockdown wird immer wahrscheinlicher und dessen Risiko immmer häufiger genannt - falls der rasante Anstieg der Infektionszahlen und die Ausbreitung des Coronavirus nicht gestoppt oder eingedämmt werden kann.