Wann werden neue Corona-Regeln beschlossen? Die Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder trafen sich bei einer Corona-Konferenz am Montag, 16.11.2020. Die Teilnehmer wollen laut Medienberichten über Maßnahmen aus einer Beschlussvorlage entscheiden. Zur Eindämmung der Corona-Pandemie wolle der Bund die geltenden Kontaktbeschränkungen noch einmal verschärfen, hieß es, bevor offenbar viele wichtige Punkte auf Ende November vertagt wurden. Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit solle künftig „nur mit den Angehörigen des eigenen und maximal zwei Personen eines weiteren Hausstands gestattet“ sein, hieß es in der Beschlussvorlage des Bundes für die Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Länderregierungschefs am Montagnachmittag, die der Nachrichtenagentur AFP vorlag.
Dies solle verbindlich gelten, Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen sollten „entsprechend von den Ordnungsbehörden sanktioniert“ werden. Am Vormittag meldete AFP dann jedoch, dass sich der Beschluss bis 25. November verzögern dürfte. Bereits am 17. November haben im Vorfeld der nächsten Corona-Konferenz die Kultusminister der Länder getagt, um eine gemeinsame Linie festzulegen.

Corona Konferenz der Bundesregierung: Maskenpflicht auch an Grundschulen?

Außerdem sprach sich der Bund in seiner ersten Beschlussvorlage für eine generelle Maskenpflicht in Schulen aus – auch für ganz junge Kinder. Angesichts der Entwicklung der Corona-Pandemie sei es „geboten, das verpflichtende Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge sowie Lehrerinnen und Lehrer auf dem Schulgelände und während des Unterrichts vorzusehen“, hieß es in der Beschlussvorlage. Zudem sollten in den Schulen ausnahmslos feste Gruppen gebildet und die Größe der Gruppen in Klassenräumen gegenüber dem Regelbetrieb halbiert oder aber größere Räumlichkeiten für den Schulbetrieb genutzt werden. Laut AFP sind vor dem 23. November jedoch keine bundesweit einheitlichen Regeln für Schulen und Kitas in Sicht.

Corona Konferenz: Die laut Beschlussvorlage geplanten Maßnahmen im Überblick

In der Beschlussvorlage, die „Bild“ veröffentlichte, appelliert die Bundesregierung zunächst an die Bevölkerung, ihre Kontakte auf eine Minimum zu reduzieren. Desweiteren spricht sie folgende Empfehlungen aus:
  • Kontakte sollen auf ein absolutes Minimum reduziert werden.
  • Bei Erkältungssymptomen soll man sich umgehend in Quarantäne begeben.
  • Auf private Feiern soll bis Weihnachten verzichtet werden.
  • Private Treffen mit Freunden und Bekannten sind auf einen weiteren Hausstand zu beschränken.
  • Freizeit-Aktivitäten und Besuche in Bereichen mit vielen Menschen soll man unterlassen.
  • Wenn ein Aufenthalt in einem geschlossenen Raum nicht nötig ist, soll man darauf verzichten.
  • Wenn nicht unbedingt nötig, soll man keine ÖPNV wie Busse, Straßenbahnen oder Ähnliches benutzen.
  • Besuche bei älteren Familienmitgliedern oder Freunden sollen nur dann unternommen werden, wenn man frei von Symptomen ist.
Neben diesen Empfehlungen zählt die Beschlussvorlage konkrete Maßnahmen auf:
  • Kontaktbeschränkungen: Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit soll ab sofort nur mit den Angehörigen des eigenen und maximal zwei Personen eines weiteren Hausstandes gestattet sein.
  • Hotspots: In Corona-Hotpsots können weitere Maßnahmne beschlossen werden. Hotspots sind Städte oder Kreise, die den Grenzwert sprengen.
  • Cluster: Einem Vorschlag des Virologen Christian Drosten folgend sollen Cluster schneller isoliert und in Quarantäne gesetzte werden können. Das soll auch ohne einen positiven Test gelten.
  • Schulen: Schulen und Kitas sollen geöffnet bleiben.
  • Maskenpflicht an der Schule: Der Bund plant eine umfangreiche Maskenpflicht in der Schule einschließlich des Unterrichts
  • Größe der Klassen: Die Größe der Klassen soll halbiert werden.
  • Schulbusse: Auch in Schulbussen soll der Abstand von 1,5 Metern eingehalten werden.
  • Schutz von Risikogruppen: Menschen, die zu einer Risikogruppe gehören, sollen ab Anfang Dezember FFP2-Masken gegen eine geringe Eigenbeteiligung erhalten.

Corona-Video aus Kampagne der Bundesregierung geht viral

Aktuell geht ein Video der Bundesregierung viral und sorgt in den sozialen Medien für Aufsehen. Darin werden Nichtstuer auf der Couch zu Corona-Helden kürt. Regierungssprecher Steffen Seibert teilte den Clip am Samstag mit dem Hashtag „#besonderehelden“ auf Twitter. Der fiktive ältere Mann Anton Lehmann berichtet darin aus der Zukunft, wie er die zweite Welle „damals im Corona-Winter 2020“ erlebt hat.

Corona Beschlüsse nach Konferenz: Das haben Bund und Länder beschlossen

Keine neuen Gesetz, aber viele Appelle an der Bürger - das ist das Ergebnis der Konferenz von Bund und Ländern am Montag. Die Kanzlerin bat am Abend eindringlich alle Bürger, ihre Kontakte weiter einzuschränken und auf private Feiern zu verzichten. Gleichzeitig kündigte sie für die kommende Woche ein längerfristig geltendes Corona-Konzept an.
Was nächste Woche beschlossen wird, ist noch unklar. Allerdings könnten die neuen regeln massive Auswirkungen auf Weihnachten und Silvester haben.
Grundschule Kita Maskenpflicht Neue Corona-Regeln: Länder legen Linie fest

Mainz