• Am 10. August, fand der Corona-Gipfel statt – er wurde aufgrund der aktuell antsiegenden Corona-Zahlen und Inzidenz vorgezogen
  • Der für 12.30 Uhr geplante Corona-Gipfel läuft, hat aber etwas später begonnen; im Anschluss stellte Angela Merkel bei einer Live-Pressekonferenz die Beschlüsse vor
  • Welche Maßnahmen haben Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten beim Bund-Länder-Treffen beschlossen?
  • Es wurde über neue Corona Regeln, eine Verlängerung der Maskenpflicht und Verbote für Ungeimpfte diskutiert
  • Werden neben den neuen Corona-Regeln auch Lockerungen umgesetzt?
  • Alle Infos aktuell hier im Corona-Gipfel-Liveticker

Neue Corona-Regeln, Maskenpflicht, Testpflicht für Ungeimpfte - Beschlüsse der MPK am 10. August

Nach langer Zeit fand wieder ein Corona-Gipfel statt. Beginn des Treffens von Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten war auf 12:30 Uhr angesetzt, wurde aber verschoben. Um einer vierten Corona-Welle im Herbst entgegen zu treten, machte sich Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bereits im Vorfeld für neue Corona-Regeln stark. Unter anderem für eine Verlängerung der Maskenpflicht bis ins Frühjahr 2022 verlängert.
Da die Impfkampagne in Deutschland nicht auf dem Gewünschten Stand ist, werden auch hier neue Maßnahmen umgesetzt. So sollen alle, die sich gegen das Coronavirus impfen lassen können, es aber nicht tun, ab Mitte Oktober einer Testpflicht unterstehen - die Kosten der Corona-Schnelltest sind vom 11.10.2021 an dann selbst zu tragen.
Darüber hinaus ging es um folgende Themen:

Alle Beschüsse und News im Liveticker zum Corona Gipfel am Dienstag, 10.08.2021

Welche Beschlüsse sind beim Bund-Länder-Treffen am 10. August, beschlossen worden? Hier alle Infos und Veränderungen im Liveticker:

Spahn: Kein neuer Corona-Lockdown oder Beschränkungen für Geimpfte

Update: Dienstag, 10.08.21, 21:48 Uhr

Nach den Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn allen Geimpften Hoffnung auf einen entspannteren Herbst und Winter gemacht. „Für diese drei von vier Erwachsenen, die sich haben impfen lassen, wird es keinen erneuten Lockdown geben“, sagte der CDU-Politiker in einem ARD-„Extra“ am Dienstagabend (10.08.). Das sei aktuelle Rechtslage und bundesgesetzlich geregelt. Die Geimpften könnten sich sicher sein, dass es für sie keine neuen Beschränkungen gebe.
Spahn appellierte erneut an die Bevölkerung, sich impfen zu lassen. Noch seien nicht genügend Menschen geimpft, um eine sehr starke Belastung oder Überlastung des Gesundheitswesens zu vermeiden.

Winfried Kretschmann: 3G-Regeln lösen aktuelle Coronaverordnung ab

Update: Dienstag, 10.08.21, 20:28 Uhr

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat die Vereinbarungen von Bund und Ländern zum künftigen Umgang mit Geimpften und Ungeimpften in der Corona-Pandemie begrüßt. „Wir haben uns zielgerichtet auf den Herbst und Winter vorbereitet, die jetzigen Verordnungen werden sehr bald durch ein 3-G-Regelwerk abgelöst“, sagte Kretschmann der Deutschen Presse-Agentur im Anschluss an die Ministerpräsidentenkonferenz am Dienstag. Geimpfte und Genesene erhielten einen Großteil ihrer Freiheiten zurück, Nichtgeimpfte müssten einen negativen Corona-Test vorweisen.
„Ich begrüße, dass die Tests ab dem 11. Oktober nicht mehr kostenfrei sind, denn wir haben für alle Menschen ein kostenloses Impfangebot, das jeder wahrnehmen kann“, sagte der Grünen-Politiker. „Für die, die es nicht wahrnehmen möchten, kann die Allgemeinheit nicht auf ewig aufkommen.“ Die Grundregeln wie Abstandhalten, Hygiene, Lüften und Maskenpflicht würden weiterhin gelten.

Lob für Verlängerung der Wirtschaftshilfen und Sonderregelungen zum Kurzarbeitergeld

Update: Dienstag, 10.08.21, 20:02 Uhr

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) lobte die vereinbarte Verlängerung der Wirtschaftshilfen und der Sonderregelungen zum Kurzarbeitergeld. „Solange die coronabedingten Einschränkungen im Wirtschaftsleben andauern, haben auch die Ziele dieser Maßnahmen weiterhin ihre Gültigkeit: die Sicherung von Arbeitsplätzen und die Stabilisierung der betroffenen Unternehmen.“

Impf-Appell: Bund und Länder drängen auf schnellstmögliche Corona-Impfung

Update: Dienstag, 10.08.21, 19:36 Uhr

Im Beschluss des jüngsten Corona-Gipfels heißt es: „Wer im Herbst einen vollständigen Impfschutz haben möchte, muss jetzt mit der Impfung beginnen“. Vollständig geimpft sind aktuell (Impfquote Stand: 10.08.2021) 55,1 Prozent aller Einwohner Deutschlands. Für einen Grundschutz der ganzen Gesellschaft reicht das aber auch wegen der ansteckenderen Delta-Virusvariante noch nicht, wie Merkel deutlich machte. Es wäre gut, „deutlich über 70 Prozent und hin zu 80 Prozent zu kommen“, was im Augenblick aber nicht gesichert sei. Die Kanzlerin bat auch die mehr als 50 Millionen schon Geimpften, bei anderen dafür zu werben.

Berlins OB Michael Müller zum Ende der kostenlosen Schnelltests: „Es ist Richtig“

Update: Dienstag, 10.08.21, 19:18 Uhr

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte: „Es ist richtig, diesen Schritt zu gehen.“ Tests ließen sich leicht durch Impfen umgehen - dafür sind nun acht Wochen Zeit. Wer das Angebot nicht annehme, könne nicht erwarten, dass die Solidargemeinschaft die Kosten trage. Der Bund finanziert seit März mindestens einen Schnelltest pro Woche für alle, das kostete schon mehr als drei Milliarden Euro. Künftig soll ein „angemessener Preis“ selbst zu zahlen sein, hatte die Bundesregierung erläutert. Zur Orientierung: Für Testanbieter wurde die Vergütung zum 1. Juli auf 11,50 Euro für Sachkosten und das Testabnehmen gesenkt.

Laschet: Keine 3G-Regeln für Gottesdienste und Co.

Update: Dienstag, 10.08.21, 18:56 Uhr

Die von Bund und Ländern vereinbarte Corona-Testpflicht für den Besuch bestimmter Einrichtungen soll laut Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nicht für Gottesdienste gelten. Ein Gottesdienst sei etwas anderes als ein Diskobesuch, sagte Laschet am Dienstag in Düsseldorf nach den Bund-Länder-Beratungen über den weiteren Umgang mit der Corona-Pandemie. Es gehe um das Grundrecht der Religionsausübung.
Er gehe allerdings davon aus, „wenn ich die Erfahrung insbesondere aus den christlichen Kirchen höre, dass jeder, der da ist, in der Regel auch doppelt geimpft ist“, sagte Laschet.

Wo gilt die Testpflicht für Ungeimpfte ab 11. Oktober?

Update: Dienstag, 10.08.21, 18:36 Uhr

Das kann teuer werden: Wer nicht gegen das Coronavirus geimpft ist und etwa ins Kino, Theater, Restaurant oder zum Friseur, braucht bald einen negativen Testnachweis. Doch der Schnelltest ist bald nicht mehr kostenlos - mit wenigen Ausnahmen. Wo genau kommen Ungeimpfte dann nur noch mit negativem Test rein?

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zu den Beschlüssen und Schule

Update: Dienstag, 10.08.21, 17:26 Uhr

Auch das Thema Schule wurde bei der Ministerpräsidentenkonferenz besprochen. Die Länderchefs waren sich hier nach Angaben des bayerischen Ministerpräsidenten, Markus Söder, einig:
  • Präsenzunterricht an Schulen
  • Corona-Tests für Schülerinnen und Schüler
  • Schülerausweis als Nachweis - auch für andere Bereiche
Zudem möchte Söder die beschlossene 3G-Regelung verschärfen: Er ließ erkennen, dass eine Debatte über Zugänge nur für Geimpfte und Genesene („2G-Regel“) wohl bald folgen dürfte. „Wir testen seit einem Jahr wie die Weltmeister“, sagte der CSU-Chef. Die Erfahrung zeige aber auch: Testen alleine reiche nicht.

Live-PK der Bundeskanzlerin: Das wurde laut Angela Merkel beschlossen

Update: Dienstag, 10.08.21, 17 Uhr

Zwei Tagesordnungspunkte standen bei der Ministerpräsidentenkonferenz auf der Agenda:
  • Hilfspaket für die Hochwasserschäden
  • Bewältigung der Corona-Pandemie
Die Bundeskanzlerin trat um 17 Uhr in einer Live-PK vor die Presse und informierte über die aktuellen Entwicklungen des Bund-Länder-Treffens. Merkel betonte, dass Inzidenz mittlerweile anders zu betrachten ist, wenn man davon ausgeht, dass alle Geimpften keine schweren Verläufe mehr haben. Das sind die Beschlüsse der MPK heute laut Merkel:
  • AHA-Regeln bleiben bestehen - Abstand, Hygiene, Alltagsmaske
  • Weiterhin Maskenpflicht im Einzelhandel und ÖPNV
  • Geimpft, genesen, gestestet: 3G-Regeln bei Veranstaltungen in Innenräumen ab einer Inzidenz von 35
  • Bürgertests nur noch bis 11. Oktober 2021 kostenlos - Corona-Schnelltestsfür dann für alle kostenpflichtig, die ein Impfangebot erhalten haben
  • Feiern in Bars und Clubs: Länder können weitere Corona-Regeln auferlegen
  • Regeln für Großveranstaltungen
  • Überbrückungshilfen - Verlängerung der Wirtschaftshilfen
  • Sonderregelungen zum Kurzarbeitergeld
Ebenso müsse der weitere Verlauf der Corona-Pandemie im Blick behalten werden:
  • Der Inzidenzwert und die Impfquote sowie die Zahl der schweren Verläufe und die Intensivbettenbelegung stetig beobachten.
  • Impfquote soll deutlich gesteigert werden
  • Epidemische Lage wird um drei Monate verlängert - beschränkende Maßnahmen bleiben wie bisher bestehen

MPK heute: Pandemische Lage wird verlängert

Update: Dienstag, 10.08.21, 16.41 Uhr

Erste Berichte aus der Ministerpräsidentenkonferenz zu einer Verlängerung der Pandemischen Lage sind bekannt. Doch was bedeutet das? An die sogenannte Pandemischen Lage sind festgelegte Grenzwerte und Kennzahlen geknüpft. Was gilt ab welcher Inzidenz und welche Maßnahmen dürfen dann ergriffen werden? Aktuell läuft die Pandemische Lage bis 11.09.2021 - am 07.09 muss der Bundestag erneut darüber entscheiden. Wird in dieser Sitzung des Deutschen Bundestags tatsächlich entschieden, dass die Lage verlängert wird, könnten bestimmte Entscheidungen aufgeschoben werden und das bisher festgelegte Szenario wäre weiter gültig.

Corona-Tests: Pflicht für Innenräume und ab Oktober kostenpflichtig

Update: Dienstag, 10.08.21, 15.30 Uhr

Kostenlose Bürgertests werden ab dem 11. Oktober kostenpflichtig. darauf haben sich Medienberichten zufolge Bund und Länder heute geeinigt. Ungeimpfte, die dann ins Kino, Theater, Restaurant und Co. wollen, müssen die benötigten Corona-Tests für den Nachweis dann selbst bezahlen. Menschen, die sich bisher nicht impfen lassen konnten, wie Kinder und Schwanger, bekommen die Tests weiterhin bezahlt. Eine Testpflicht für Ungeimpfte in Innenräumen soll Medienberichten zufolge außerdem ab einer Inzidenz von 35 gelten.

3. Corona-Impfung: Stiko-Chef warnt vor übereilter dritter Impfung

Update: Dienstag, 10.08.21, 13.30 Uhr

Thomas Mertens, der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), kritisiert die von der Bundesregierung ab September geplanten Drittimpfungen von Risikopatienten. „Der Aktionismus der Politik verunsichert die Menschen“, sagt Mertens der „Welt“. „Bei den Auffrischimpfungen zum Beispiel ist der vermittelte Zeitdruck gar nicht gegeben. Da kommt es nicht auf eine oder zwei Wochen früher oder später an.“

Corona-Gipfel heute beginnt mit leichter Verzögerung

Update: Dienstag, 10.08.21, 13:00 Uhr

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder haben am Dienstagmittag Beratungen über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie aufgenommen. Das ursprünglich auf 12:30 Uhr angesetzte Spitzentreffen begann etwas später als geplant, wie es aus Regierungskreisen weiter hieß.

Schulstart und Corona-Impfungen: Mehr als eine Million Kinder ab 12 Jahren geimpft

Update: Dienstag, 10.08.21, 11:25 Uhr

Die Corona-Impfungen bei Kindern und Jugendlichen gehen weiter voran. Bei den 12- bis 17-Jährigen haben mittlerweile mehr als eine Million eine erste Impfung erhalten, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Dienstag auf Twitter mitteilte. Dies entspricht nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 22,5 Prozent dieser Altersgruppe. Spahn betonte erneut: „Wir haben genug Impfstoff für alle Altersgruppen.“ Bund und Länder hatten angekündigt, mit Blick auf den Schulstart nach den Sommerferien mehr Impfgelegenheiten für Kinder anzubieten – auch in Impfzentren wie bereits in Praxen. Insgesamt sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums nun 45,8 Millionen Menschen oder 55,1 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig mit der meist nötigen zweiten Spritze geimpft. Mindestens eine erste Impfung haben 52 Millionen Menschen oder 62,5 Prozent der Bevölkerung. Deshalb wird darüber beraten, ob es mehr Nachteile und damit Impf-Anreize für Ungeimpfte geben soll.
Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, fordert das Ende von Gratis-Schnelltests für alle, die ein Impfangebot bekommen haben.
Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, fordert das Ende von Gratis-Schnelltests für alle, die ein Impfangebot bekommen haben.
© Foto: Bernd Weissbrod/dpa

Inzidenzwert, Impfquote und Krankenhausbelegung: Laschet erwartet neuen Corona-Maßstab

Update: Dienstag, 10.08.21, 10:30 Uhr

Nordrhein-Westfalens Regierungschef Armin Laschet (CDU) erwartet von der Ministerpräsidentenkonferenz Beschlüsse zur Ergänzung der Sieben-Tage-Inzidenz als Maßstab für Maßnahmen gegen Corona. „Mit zunehmender Impfquote müssen wir ein breiteres Spektrum berücksichtigen“, sagte Laschet am Dienstag im Düsseldorfer Landtag. Auf der Grundlage verschiedener Indikatoren wie der Krankenhausbelegung und dem Impffortschritt gelte es, einen klaren Mechanismus für Schutzmaßnahmen zu entwickeln. Dazu werde bei der Konferenz der Regierungschefs über einen Vorschlag beraten. „Ein erster Durchbruch wird am heutigen Tag gelingen“, sagte der CDU-Vorsitzende und Unions-Kanzlerkandidat. Krankenhausbelegung, Impfquote und Inzidenz reichten allein aber nicht aus. „Das muss weiterentwickelt werden“, sagte Laschet. Die Ministerpräsidenten schalten sich am Dienstag zu einer Videokonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zusammen.

Lockdown im Herbst verhindern – Laschet: „Kein neuer Lockdown“

Update: Dienstag, 10.08.21, 09:45 Uhr

In der Coronakrise wird es Kanzlerkandidat Armin Laschet zufolge keinen neuen Lockdown mehr geben. Der Vorsitzende der Union meint, das müsse dringend verhindert werden. „Wir wollen, müssen und werden einen neuen Lockdown verhindern“, sagte er. Dabei setzt er auf den 5-Punkte-Plan, den er Anfang der Woche bereits vorgestellt hat. Darin fordert Laschet unter anderem neue Impfanreize und flächendeckende Corona-Tests für Ungeimpfte. Auch Laschet plädiert allerdings dafür, dass Nicht-Geimpfte ihre Tests bald selbst bezahlen müssen. Die Impfung gegen das Coronavirus bezeichnete der Ministerpräsident als einen „Akt des Eigenschutzes und der Solidarität“. „Es gibt nicht nur die eigene Freiheit, sondern auch die Freiheitsrechte der Anderen“, mahnte Laschet.
Armin Laschet vor dem Corona-Gipfel: "Wir wollen, müssen und werden einen neuen Lockdown verhindern."
Armin Laschet vor dem Corona-Gipfel: „Wir wollen, müssen und werden einen neuen Lockdown verhindern.“
© Foto: Marius Becker/dpa

Druck auf Nicht-Geimpfte: Söder will durch Nachteile mehr Anreiz schaffen

Update: Dienstag, 10.08.21, 09:10 Uhr

In der Corona-Krise will der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mit finanziellem Negativanreiz den Druck auf Ungeimpfte erhöhen, sich gegen das Virus impfen zu lassen. „Wer sich nicht impfen lässt, trägt auch die Verantwortung“, sagte Söder am Dienstag im Bayerischen Rundfunk. „Und dieheißt dann auch, dass die Steuerzahler dafür nicht alle Kosten übernehmen können. Und das muss man dann selbst zahlen“, sagte er mit Blick auf bislang kostenlose Corona-Tests.

+++ Bundestagsabgeordnete Ingrid Remmers ist tot +++

Update: Dienstag, 10.08.21, 09:01 Uhr

Zwischendurch eine Breaking News, die nicht im Zusammenhang mit dem Corona-Gipfel, aber mit der Bundespolitik steht: Ingrid Remmers ist tot. Die Bundestagsabgeordnete der Linken ist im Alter von 56 Jahren gestorben, wie mehrere Parteikolleginnen und -kollegen auf Twitter veröffentlichten.

MPK-Chef Müller: Kostenlose Corona-Tests für Ungeimpfte bis Oktober – „3G-Regel“ bleibt

Update: Dienstag, 10.08.21, 08:45 Uhr

Die Menschen in Deutschland können sich nach Erwartung des Berliner Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) noch bis Mitte Oktober kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. „Ich gehe davon aus: Ab Mitte Oktober wird dieses kostenlose Angebot aufgehoben“, sagte Müller als Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) im ZDF-„Morgenmagazin“ vor den Beratungen der Runde am Dienstag.Als sehr wahrscheinlichen Umstellungstermin nannte Müller den 10. oder 11. Oktober. „Dann hat ab jetzt jeder acht Wochen Zeit, sich impfen zu lassen. Wer dieses Angebot leider nicht in Anspruch nimmt, der muss dann für Tests auch bezahlen.“ Ausgenommen seien Menschen, die nicht geimpft werden können, Schwangere und Kinder. Beratungsgrundlage der Konferenz seien Antigentests. PCR-Tests nannte Müller „die nächste Eskalationsstufe“.

Update: Dienstag, 10.08.21, 08:45 Uhr

Bestehen bleibt nach Müllers Erwartung die sogenannte 3G-Regel. Danach erhalten zu Veranstaltungen nur die Menschen Zutritt, die geimpft, genesen oder negativ getestet sind. „In die Richtung geht es, dass wir bei den 3G bleiben. Wer nicht mit einer Impfung nachweisen kann, dass er sicher ist für andere, der muss das dann eben mit einem Test machen.“ Quarantänepflichten sollen nach Müllers Worten für Geimpfte und Genesene gelockert oder aufgehoben werden. „Auch bei der Reiserückkehr wird man dann nicht mehr in Quarantäne müssen.“ Für Innenräume etwa von Hotels und Restaurants oder bei Veranstaltungen seien verbindliche Testnachweise notwendig, sagte Müller. „Einkaufen wird davon ausgenommen sein.“ Da gelte aber wie im öffentlichen Personennahverkehr die Maskenpflicht.

Kostenlose Corona-Tests? CSU und Freie Wähler in Bayern vor Gipfel uneins

Update: Dienstag, 10.08.2021, 08:15 Uhr

Der erste Bürgermeister von Hamburg, Peter Tschentscher (SPD) spricht sich vor dem heutigen Corona-Gipfel für PCR-Tests für Nicht-Geimpfte aus. Der Grund: Schnelltests seien zu unsicher Von Ungeimpften gehe ein erhöhtes Infektionsrisiko aus – und in Hamburg steigt die Zahl der Infizierten täglich schnell an. Mit einer Inzidenz von 59,4 hat Hamburg aktuell den höchsten Wert im bundesweiten Vergleich.

Update: Dienstag, 10.08.2021, 07:16 Uhr

Vor der Ministerpräsidentenkonferenz zur künftigen Corona-Politik gibt es weiterhin unterschiedliche Positionen in Bayerns Regierungskoalition. Die Freien Wähler wollen die kostenlosen Corona-Tests für alle vorerst beibehalten. „Eine Debatte um kostenpflichtige Tests ist aktuell nicht zielführend, da Testen neben Impfen, Maske und Abstand nach wie vor ein zentrales Element der Corona-Bekämpfung ist“, sagte Freie-Wähler-Parteichef und Vizeregierungschef Hubert Aiwanger der „Augsburger Allgemeinen“.
Die CSU um Ministerpräsident Markus Söder vertritt eine andere Position: Es gebe einen klaren Vorrang für Geimpfte und Genesene gegenüber negativ Getesteten, es dürften nicht alle über einen Kamm geschoren werden, hatte CSU-Generalsekretär Markus Blume bei bild.de erklärt. Söder hatte wiederholt erklärt, dass er kostenpflichtige Corona-Tests für ein geeignetes Mittel halte, um die Impfbereitschaft im Freistaat zu erhöhen.
Kein Herz und keine Seele in Bayern? Hubert Aiwanger von den Freien Wählern und Ministerpräsident Markus Söder funken aktuell nicht immer auf einer Wellenlänge – auch nicht in der Frage von kostenlosen Corona-Tests vor dem Bund-Länder-Treffen.
Kein Herz und keine Seele in Bayern? Hubert Aiwanger von den Freien Wählern und Ministerpräsident Markus Söder funken aktuell nicht immer auf einer Wellenlänge – auch nicht in der Frage von kostenlosen Corona-Tests vor dem Bund-Länder-Treffen.
© Foto: Peter Kneffel/DPA

Stoch vor Corona-Gipfel: Geimpfte und Ungeimpfte nicht gleich behandeln

Update: Dienstag, 10.08.2021, 06:15 Uhr

In der Corona-Pandemie sollten Getestete und Geimpfte nach Ansicht des baden-württembergischen SPD-Fraktionschef Andreas Stoch nicht länger in allen gesellschaftlichen Bereichen gleich behandelt werden. „Es ist bei Geimpften deutlich weniger wahrscheinlich als bei Ungeimpften, dass sich das Virus überträgt“, sagte Stoch der Deutschen Presse-Agentur vor den Bund-Länder-Beratungen am Dienstag.

Beschlussvorlage: Neue Regeln für Restaurants, Schnelltests und Corona-Beschränkungen

Update: Montag, 09.08.2021, 21:25 Uhr

Es könnte sein, dass bald bestimmte Aktivitäten des öffentlichen Lebens nur noch mit Impfung, Corona-Test oder Genesungsnachweis möglich sind. Das berichtet die Bild-Zeitung, der nach eigenen Angaben eine Beschlussvorlage zum Gipfel vorliegt. Demnach wären unter anderem Besuche im Restaurant, beim Frisör oder im Fitnessstudios nur noch geimpft, getestet oder genesen möglich. Ungeimpfte hätten also keine Nachteile, sie müssten sich aber testen lassen.
Schnelltests könnten laut des Berichts der Bild-Zeitung kostenpflichtig werden, allerdings frühestens ab Oktober. Ein genaues Datum stehe noch nicht fest.
Details zu den vorgesehenen Maßnahmen gegen die Pandemie findet ihr in folgendem Artikel:

Wird die „epidemische Lage“ verlängert?

Update: Montag, 09.08. 2021, um 20:07 Uhr

Die Gesundheitsminister der Länder haben sich dafür ausgesprochen, dass der Bundestag die vorerst bis 11. September bestehende „epidemische Lage von nationaler Tragweite“ verlängert. Hintergrund sei, dass eine Fortführung von Infektionsschutzmaßnahmen auch danach absehbar sei, heißt es in einem einstimmigen Beschluss der Ressortchefs von Montag. Der Bundestag hatte zuletzt am 11. Juni festgestellt, dass die Sonderlage wegen der Corona-Pandemie fortbesteht – ohne eine erneute Bestätigung des Parlaments würde sie nach drei Monaten auslaufen.
Die festgestellte Lage gibt dem Bund das Recht, direkt ohne Zustimmung des Bundesrates Verordnungen zu erlassen, etwa zu Tests, Impfungen, zum Arbeitsschutz oder zur Einreise. Zudem beziehen sich konkrete Maßnahmen wie Maskenpflicht oder Kontaktbeschränkungen, die die Länder festlegen können, laut Infektionsschutzgesetz auf die Feststellung dieser „epidemischen Lage“.

Fünf-Punkte-Plan von Laschet vor Ministerpräsidentenkonferenz durchgesickert

Update: Montag, 09.08.2021, 15:34 Uhr

Armin Laschet hat einen Tag vor der Ministerpräsidentenkonferenz einen Fünf-Punkte-Plan präsentiert. Impfung, Testpflicht, Lockdown – welche Pläne gibt es zum weiteren Vorgehen in der Pandemie?
Vor dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern heute ist bereits am Montag ein Fünf-Punkte-Plan des CDU-Chefs Armin Laschet durchgesickert.
Vor dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern heute ist bereits am Montag ein Fünf-Punkte-Plan des CDU-Chefs Armin Laschet durchgesickert.
© Foto: Marius Becker/DPA

Weiterhin kostenlose Corona-Schnelltests? Diese Politiker sind dagegen

Update: Montag, 09.08.2021, 11:34 Uhr

Vor der Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel am Dienstag, den 10.08., gibt es starke Stimmen für eine Ende des Gratisangebots an Corona-Schnelltests.
Die Ministerpräsidenten von Niedersachsen und Baden-Württemberg, Stephan Weil (SPD) und Winfried Kretschmann (Grüne), sprachen sich beide dafür aus. Auch SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz plädierte in der „Süddeutschen Zeitung“ erneut dafür.
Ein Vorschlag des Bundesgesundheitsministeriums sieht dafür Mitte Oktober als Termin vor. Dabei geht es nur um jene Menschen, für die es eine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission gibt - also nach derzeitigem Stand keine Kinder - und bei denen keine medizinischen Gründe dagegen sprechen.

Corona-Strategie vor Sozialausschuss BW: Gewählte Abgeordnete sollen neue Maßnahmen mitbestimmen

Update: Montag, 09.08.2021, 10:41 Uhr

Einen Tag vor dem Corona-Gipfel will der baden-württembergische Landtag über die nächsten Schritte in der Corona-Pandemie beraten. Inhalt einer von den Fraktionen der SPD und der FDP beantragten und zum Teil öffentlichen Sondersitzung des Sozialausschusses heute sei eine Debatte über die Ziele des Landes, teilten Sprecher der Parteien vorab mit. Die Vorentscheidungen dürften nicht allein in der Hand von Regierungen liegen. „Wir gewählten Abgeordneten müssen einbezogen werden“, sagte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion, Dorothea Kliche-Behnke.