• Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen seit Wochen
  • Zum Ende der vergangenen Wochen wurden neue Rekordwerte bei der Zahl der Neuinfektionen erreicht
  • Mit dem beschlossenen „Lockdown Light“ versucht die Politik gegenzusteuern
  • Das sind die aktuellen Corona-Zahlen für Deutschland heute, am Sonntag, 8.11.2020
Die Corona-Pandemie hat Deutschland und die Welt weiter fest im Griff. Die erste knappe Woche des seit 2. November geltenden „Lockdown Light“ in Deutschland ist vorüber. Die Ende Oktober beschlossenen schärferen Corona-Maßnahmen sollen helfen, die zuletzt stark ansteigenden Zahlen der Neuinfektionen abzubremsen. Ob und wie die Maßnahmen wirken, werden die kommenden Tage und Wochen zeigen - erst dann wird sich ein erstes verlässliches Bild über die Wirksamkeit ergeben.
Doch auch jetzt blicken die Menschen in der Bundesrepublik jeden Tag auf die Entwicklung der Corona-Zahlen - zumal in der kalten Jahreszeit, die ohnehin Infektionskrankheiten wie Schnupfen und Grippe mit sich bringt und eine weitere Ausbreitung des Coronavirus noch weiter begünstigen könnte.

Corona RKI-Zahlen Deutschland: Neue Fallzahlen am 8.11.2020

Wird der „Lockdown light“ die Infektions-Kurve abflachen lassen und Covid-19-Erkrankungen verhindern? Und wie hoch sind die neuen Corona-Fallzahlen in Deutschland heute, am Sonntag, 8.11.2020?
Die wichtigsten Zahlen des RKI - die Zahl der Neuinfektionen, der Inzidenzwert sowie die Zahl der Toten und Genesenen - hier im Überblick:
  • Neuinfektionen: Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag 16.017 Neuinfektionen. Am Ende der Woche waren immer neue Rekordwerte der Neuinfektionen veröffentlicht worden. Zum Vergleich: Am Freitag war mir mit mehr als 21.000 neuen Fällen binnen 24 Stunden ein neuer Rekord aufgestellt worden, der am Samstag mit mehr als 23.000 Neuinfektionen sofort gebrochen wurde. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen jedoch meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird und viele Gesundheitsämter die Daten verzögert übermitteln. Am vergangenen Sonntag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 14.177 gelegen.
  • Infizierte: Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 658.505 Menschen in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert.
  • Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 11.289. Das sind 63 mehr als am Vortag.
  • Genesene: Die Zahl der Genesenen beläuft sich laut dem RKI auf etwa 419.300.
  • Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen hat sich in den vergangenen zwei Wochen von 851 Patienten am 19.10.2020 auf 2243 Patienten am 2.11.2020 fast verdreifacht.
  • Sieben-Tage-R-Wert: Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein so genanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,04 (Vortag: 0,99). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Die RKI-Zahlen für Bundesländer und Kreise im RKI-Dashboard

Viele Menschen interessiert aber nicht nur die Entwicklung in der nationalen Betrachtung, sondern auch mit Blick auf ihre nähere Umgebung - also in ihren Bundesländern oder Landkreisen. Die Bundesländer wie Bayern oder Baden-Württemberg mussten die neuen Regeln umsetzen - umso spannender ist nun also der Blick in die jeweiligen Länder und Regionen.
Auf dem RKI Dashboard können die Zahlen für die Bundesländer und die Kreise eingesehen werden.
Auf dem RKI Dashboard können die Zahlen für die Bundesländer und die Kreise eingesehen werden.
© Foto: Screenshot: RKI

Mehr Schnelltests in bayerischen Krankenhäusern

In bayerischen Krankenhäusern werden schrittweise mehr Corona-Schnelltests eingeführt. Mit den Antigen-Tests könne man neben dem standardmäßigen Abstrich aus Mund und Nase mehr und schneller Infektionen erkennen. Das teilte der Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft, Siegfried Hasenbein, am Freitag mit.
Die Antigen-Schnelltests seien grundsätzlich für Besucher, Beschäftigte und Patienten von Krankenhäusern geeignet. Sie zeigten aber lediglich eine „Momentaufnahme“. Außerdem müsse man die Ungenauigkeit der Test bedenken.
„Ein negatives Ergebnis im Antigentest schließt eine Infektion nicht aus, insbesondere, wenn eine niedrige Viruslast vorliegt“, sagte Hasenbein. Das gelte etwa in der frühen oder späten Phase einer Ansteckung. Ein positives Testergebnis müsse zudem mit einem Abstrich nachgetestet werden.
Ein Vorteil der Schnelltests sei aber, dass sie auch außerhalb eines Labors ausgewertet werden könnten. Das sei also auch in kleineren Krankenhäusern möglich.
Schwierigkeiten sieht Hasenbein zunächst in der Lieferbarkeit der Tests. Nicht immer sei klar, ob Kliniken die Schnelltests auch beziehen könnten. Das erschwere die Testungen noch. Doch gehe er davon aus, dass der Einsatz bald zunehmen werde.