Die Stadt Rosenheim überschreitet seit Tagen den bundesweit geltenden 7-Tage-Grenzwert bei den Corona-Infektionen überschritten. Darauf hatte die Stadt mit Beschränkungen des öffentlichen Lebens reagiert. Der Wert lag am Freitag bei 52,1. Am Wochenende lag er bei 53,7 Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner gelegen, teilte die Stadt am Montag mit. Damit ist nicht nur der Frühwarnwert für Bayern von 35 Neuinfektionen überschritten, sondern auch die von Bund und Ländern vereinbarte Schwelle für verschärfte Beschränkungen des öffentlichen Lebens.

Corona-Zahlen: Stadt Rosenheim führt neue Beschränkungen ein

Deshalb gelten nun unter anderem stärkere Beschränkungen für private Veranstaltungen und für Gruppen in der Öffentlichkeit.
  • Etwa dürfen nur noch maximal 50 Menschen an nicht öffentlichen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen teilnehmen, unter freiem Himmel sind höchstens 100 Leute zugelassen.
  • In der Öffentlichkeit dürfen sich nur noch Mitglieder eines Hausstands oder maximal fünf Menschen in Gruppen aufhalten.
  • Reiserückkehrer aus Risikogebieten werden zu einem zweiten Test nach fünf bis sieben Tagen verpflichtet. Er ist Voraussetzung für die Aufhebung der häuslichen Quarantäne. Diese Anordnung gilt für Stadt und Landkreis Rosenheim.
  • Allen Reiserückkehrern aus dem Ausland, vor allem aus südosteuropäischen Ländern wird zudem dringend empfohlen, das kostenlose Testangebot in Anspruch zu nehmen.

Steigende Neuinfektionen: Oberbürgermeister ruft Bürger zu verantwortungsvollem Handeln auf

Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März sieht angesichts der neuerlich erhöhten Infektionszahlen die positiv Getesteten in einer besonderen Verantwortung: „Bitte halten Sie sich dringend an die geltenden Quarantäneregeln, auch wenn nicht wenige Infizierte, gerade jüngere Menschen, symptomfrei sind. Es geht um die Verantwortung für Ihre Mitmenschen.“ Der Oberbürgermeister bittet speziell auch die städtische Gastronomie, auf die Einhaltung der geltenden Hygieneschutzkonzepte zu achten. Deren Einhaltung werde angesichts der steigenden Infektionszahlen ab sofort intensiver überwacht, so der städtische Ordnungsdezernent Herbert Hoch.

RKI-Dashboard: So sehen die Corona-Zahlen für Rosenheim aus

Laut RKI-Dashboard liegt Rosenheim mit einem 7-Tage-R-Wert von 52,1 deutlich über der Grenze. So sehen die Zahlen für Rosenheim aus (Stand 28.08.20, 0:00 Uhr):
  • Zahl der Infizierten: 612
  • Veränderung zum Vortag: +4
  • Zahl der Toten: 23
  • Veränderung zum Vortag: 0
  • Fälle pro 100.000 Einwohner: 966,5
  • Fälle letzte 7 Tage pro 100.000 Einwohner: 52,1
Auch im Kreis Kelheim (31,1), im Kreis Dillingen a.d. Donau (32,3) im Kreis Ebersberg (26,0), im Kreis Neumark in der Oberpfalz (27,7), in der Stadt Straubing (27,2), in Augsburg (28,1) und im Kreis Ingolstadt (31,4) drohen aufgrund der erhöhten Werte von Neuinfektionen neue Beschränkungen.

Heilbronn über kritischem Wert - Erstmals wieder Vorwarnstufe in Baden-Württemberg

Zum ersten mal seit Monaten ist nach Medienberichten in Baden-Württemberg die kritische Marke für Corona-Neuinfektionen überschritten worden. Nach Informationen des SWR gilt deshalb in der Stadt Heilbronn nun eine Vorwarnstufe.

RKI-Zahlen: Sieben-Tage-R-Wert in Heilbronn über kritischer Marke

In Heilbronn liegt nach Information des RKI Dashboards der 7-Tage-R-Wert bei 38,9 und damit über der Marke von 35, die eine Vorwarnstufe auslöse. Der 7-Tage-R-Wert gibt an, wie viele von 100.000 Einwohnern sich in den letzten sieben Tagen mit dem Coronavirus infiziert haben.

Hohe Corona-Zahlen in Heilbronn: Neuinfektionen in Zusammenhang mit Reiserückkehrern

Die hohe Zahl an Neuinfektionen sei nach Informationen des Landratsamtes auf Reiserückkehrer zurückzuführen, berichtete der SWR. Die Entwicklung habe sich bereits in den vergangenen Tage abgezeichnet. Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha hatte sich bereits am Wochenende eingeschaltet. Lucha habe am Samstag mit dem Heilbronner Oberbürgermeister Harry Mergel (SPD) telefoniert und ihn über die Infektionslage informiert, sagte am Sonntag dem SWR ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.
Der Gesundheitsminister hätte angekündigt, dass die Tests in Heilbronn nun ausgeweitet werden. Lucha appellierte an die Heilbronner, vorsichtig zu sein.

RKI-Dashboard: So sehen die Corona-Zahlen für München aus

Laut Dashboard des RKI liegt auch München mit einem 7-Tage-R-Wert von 31 nahe an der Grenze zum Frühwarnwert. So sehen die Zahlen für München aus (Stand 28.08.20, 0:00 Uhr):
  • Zahl der Infizierten: 8518
  • Veränderung zum Vortag: +101
  • Zahl der Toten: 223
  • Veränderung zum Vortag: 0
  • Fälle pro 100.000 Einwohner: 578,9
  • Fälle letzte 7 Tage pro 100.000 Einwohner: 31
München rückt seit Tagen immer näher an den Frühwarnwert heran. Laut Zahlen der Stadt hat München den Grenzwert am Freitag überschritten.

Corona in München: Alkoholverbot bei steigenden Zahlen beschlossen

In München gilt nach einem weiteren Anstieg der Corona-Zahlen von Freitag an ein nächtliches Alkoholverbot für den öffentlichen Raum. Der Warnwert von 35 Infizierten pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen war am Freitag nach Zahlen des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) überschritten und lag bei 35,27. „Damit tritt die Allgemeinverfügung in Kraft, die wir erlassen haben“, sagte ein Sprecher der Stadt.
Der Verkauf von Alkohol ist ab 21 Uhr bis 6 Uhr morgens verboten. Zudem darf Alkohol im öffentlichen Raum ab 23 Uhr bis 6 Uhr nicht mehr konsumiert werden. Ausnahmen gelten jeweils für den Ausschank in der Gastronomie und bei genehmigten Veranstaltungen.
Auch in anderen bayerischen Städten gibt es bereits Alkoholverbote im öffentlichen Raum. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte schon vor Wochen die Kommunen aufgefordert, den Erlass entsprechender Regelungen zu prüfen. In Bamberg und Nürnberg ist es in Teilen der Altstadt bereits verboten, an den Wochenenden abends Alkohol zum Mitnehmen zu verkaufen.