• Die Wahllokale für die Bundestagswahl 2021 sind geschlossen, die meisten Wahlbezirke und Briefwahlbezirke ausgezählt
  • Die Prognosen und Hochrechnungen zum Ergebnis der Wahl sehen die SPD vor der CDU
  • Wie viele Stimmen und Sitze im Bundestag kommen die jeweiligen Partien?
  • Wer wird Nachfolger von Angela Merkel im Bundeskanzleramt - Olaf Scholz (SPD) oder Armin Laschet (CDU)?
  • Und welche Koalitionen sind möglich?
  • Hier im Liveticker bekommt ihr Infos zu den aktuellen Entwicklungen, Ergebnissen und möglichen Koalitionen auf Bundesebene sowie in den Städten oder jeweiligen Kreisen und Gemeinden
Am Sonntag, den 26. September fand die Bundestagswahl 2021 statt. Dabei hatten wie Wählerinnen und Wähler je zwei Stimmen – die Erststimme für den Direktkandidaten aus dem eigenen Wahlkreis und die Zweitstimme für die Partei. Wer hat genügend Stimmen, um über die Fünf-Prozent-Hürde und damit in den Bundestag zu gelangen? Und wie ist die Sitzverteilung? Alle aktuellen Hochrechnungen, Prognosen und erste sowie endgültige Ergebnisse gibt es hier im Liveticker:

Die Bundestagswahl 2021 hier im Liveticker – Wahlergebnisse, Hintergründe, News:

Die Bundestagswahl und Wahlergebnisse im Liveticker: Welcher der Spitzenkandidaten hat ein Direktmandat erhalten oder konnte durch Überhangmandat in den Bundestag einziehen? Wie sind die amtlichen vorläufigen Endergebnisse? Welche Partei hat wie viele Sitze und wie ist die aktuelle Sitzverteilung im Bundestag? Wie viele Abgeordnete gilt es jetzt? Alle Infos zu SPD, Linke, CDU, Grüne, FDP und Co. sowie rund um die Bundestagswahl und zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern, dem Volksentscheid in Berlin zum Thema Mieten und Wohnen sowie zur Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin (bei unserem Partnerportal moz.de) im Folgenden.

Erste AfD-Sitzung - Streit um Personalien

Die konstituierende Sitzung der AfD-Fraktion geht mit einer Überraschung los. Zwei der neuen Parlamentarier sollten nach Ansicht einiger Abgeordneter gar nicht erst in die Fraktion aufgenommen werden. Noch vor der Wahl der neuen Fraktionsvorsitzenden beriet die Fraktion am Mittwoch darüber, ob die erstmals in den Bundestag gewählten Abgeordneten Matthias Moosdorf aus Sachsen und Matthias Helferich aus Nordrhein-Westfalen der Fraktion angehören sollen oder nicht. Als die Debatte hitzig wird, werden die Mitarbeiter der Fraktion vor die Tür geschickt.

SPD, Grüne und FDP: Welche Parteien haben wie stark von Wählerwanderung profitiert?

Während CDU, AfD und Linke zu den Verlierern der Bundestagswahl gehören, konnten SPD, Grüne und FDP zulegen. Doch woher kommen die Zugewinne in der Wählerwanderung?

Vizekanzler der Grünen: Habeck an der Spitze?

Die Grünen-Vorsitzenden Annalena Baerbock und Robert Habeck haben schon vor den Verhandlungen über eine Regierungsbildung geklärt, wer von ihnen den Vizekanzlerposten übernehmen würde. „Gehen Sie davon aus, dass wir komplett sortiert sind“, sagte Habeck am Montag auf eine entsprechende Frage. Für wen sich die beiden entschieden haben, verrieten sie laut der Deutschen Presseagentur aber noch nicht. Der F.A.Z. hingegen sollen schon Informationen zur Vizekanzlerfrage vorliegen: Demnach soll Habeck an die Spitze der Grünen und Vizekanzler werden.

Ampel-Koalition als neue Regierung: Habeck und Baerbock nach Ergebnissen der Wahl

Update, 27.09.21, 17.05 Uhr

Auch Ko-Parteichefin Annalena Baerbock hob hervor, zentral sei, jetzt „die Erneuerung dieses Landes anzugehen“. Dabei müsse der Klimaschutz Querschnittsaufgabe über alle Ressorts hinweg sein. „Robert Habeck und ich werden Gespräche mit den anderen Parteien führen“, kündigte auch Baerbock an. In einer ersten Phase sollten diese „im geschützten Raum“ und auch „im kleineren Kreis“ stattfinden.
Die Grünen seien auch mit Blick auf die angestrebte neue Regierung weiterhin überzeugt, dass Geld für Investitionen in den Umbau hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft aufgebracht werden müsse und wollten daher die Schuldenbremse reformieren, bekräftigte Grünen-Parteichef Habeck. Wer dies nicht wolle, müsse erklären, woher das Geld stattdessen kommen solle, denn wenn Klimaneutralität nicht hergestellt werde, „dann scheitert diese Regierung“.

Update, 27.09.21, 16:30 Uhr

Die Grünen halten angesichts des Wahlsiegs der SPD eine Ampelkoalition für die wahrscheinlichste Variante einer künftigen Regierung. Die Ampel sei „die naheliegendste Option“, sagte Parteichef Robert Habeck am Montag in Berlin. Die SPD liege nach dem Wahlergebnis vorn, „daraus ergibt sich ein Prä der Gespräche mit der SPD und der FDP“. Die Grünen zeigten sich aber ausdrücklich auch offen für Gespräche mit der Union. Es gehe darum, die Regierung zu bilden, die am entschlossensten sei, die anstehenden Probleme zu lösen, betonte Habeck. „Es gibt aber eine gewisse Logik, die Gespräche mit der SPD und FDP zu führen“. Dabei dürfe es jedoch nicht um eine „Politik des kleinsten gemeinsamen Nenners gehen“. Neben der SPD bemüht sich auch die Union weiter um die Bildung einer von ihr geführten Regierung – ebenfalls mit Grünen und FDP als Partnern für ein sogenanntes Jamaika-Bündnis.
Habeck sagte zu der von ihm als wahrscheinlicher bezeichneten Option einer SPD-geführten Ampel, dabei müsse etwas Neues entstehen, damit diese Koalition funktionieren könne. Die Ampel dürfe nicht „Rot-Grün plus ein bisschen gelber Kitt sein“, sagte der Parteichef. Vielmehr folge jede Koalition ihrer eigenen Logik. „Es könnte schlimmere Antworten geben als etwas Neues in einer neuen Zeit“, betonte Habeck weiter. Die Union sei dabei, „sich aus der Regierungsfähigkeit ein Stück weit zu verabschieden“, fügte Habeck hinzu. „Das heißt aber nicht, dass wir mit der Union nicht reden werden.“ Angesprochen auf die Ambitionen von FDP-Chef Christian Lindner bezüglich des Finanzministeriums sagte Habeck: „Die Finanzpolitik muss auf der Höhe der Zeit sein.“ Wenn dies gelinge, sei es eine gute Finanzpolitik. Der Grünen-Chef räumte allerdings ein, dass es zwischen Grünen und FDP in diesem Bereich „trennende Positionierungen“ im Wahlkampf gegeben habe.

Nach SPD-Sieg will FDP mit Grünen in Vorsondierungen für gemeinsame Regierung

Update, 27.09.21, 15:15 Uhr

FDP und Grüne sehen das Ergebnis der Bundestagswahl als Regierungsauftrag – wie auch die SPD. Die Liberalen beschließen ein Angebot: Zunächst sollen die kleineren Partner eine Linie finden. Dann wird mit den Großen gesprochen. Daher will die FDP nach der Bundestagswahl in schnelle Gespräche mit den Grünen über eine gemeinsame Regierungsbeteiligung. Die Parteiführung habe beschlossen, „Vorsondierungen“ mit den Grünen aufzunehmen, sagte der Vorsitzende Christian Lindner am Montag in Berlin nach den Beratungen von Bundesvorstand und Präsidium. Die Gespräche sollten möglichst „zeitnah“ beginnen. Lindner machte deutlich, dass er auch bereits mit Robert Habeck (Grüne) sowie Armin Laschet (CDU) und Olaf Scholz (SPD) telefoniert habe.
FDP und Grüne seien die Parteien, die sich am stärksten gegen den Status quo der großen Koalition gewandt hätten, sagte Lindner. „Und deshalb ist es sinnvoll, dass diese beiden zuerst miteinander das Gespräch suchen, um zu prüfen, ob daraus bei allen Unterschieden ein fortschrittliches Zentrum einer neuen Koalition werden könnte.“ Lindner betonte: „Weder die Union noch die SPD stehen für Aufbruch. Beide Parteien regieren lange.“
Nach diesen Gesprächen mit den Grünen sei die FDP offen, „Einladungen von CDU/CSU oder SPD anzunehmen, wenn sie denn kommen, über weitergehende Gespräche“, sagte Lindner. Angesprochen auf die von ihm genannte Polarisierung zwischen FDP und Grünen wies er auf die unterschiedliche Herangehensweise an das Thema Klimaschutz hin. Die FDP verfolge hier „eher ein technologisch getriebenes Modell“, die Grünen machten daraus bisweilen eine „Lebensstilfrage“.

Mit diesem Team will die SPD in die Sondierungsgespräche mit Grünen und FDP starten

Update, 27.09.21, 14:04 Uhr

Mit sechs Spitzenpolitikern aus Bund und Ländern will die SPD nach ihrem Sieg bei der Bundestagswahl in die Sondierungsgespräche mit Grünen und FDP gehen. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus einer Parteivorstandssitzung erfuhr, sollen folgende SPDler dabei sein:
  • Kanzlerkandidat Olaf Scholz
  • Partei-Chefin Saskia Esken
  • Partei-Chef Norbert Walter-Borjans
  • Generalsekretär Lars Klingbeil
  • Fraktionschef Rolf Mützenich
  • Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer.
Scholz hatte am Vormittag angekündigt, nach dem Wahlsieg mit Grünen und FDP über die Bildung einer „sozial-ökologisch-liberalen“ Regierung zu sprechen. Alle drei Parteien hätten eine „Fortschrittserzählung“. „Wenn drei Parteien, die den Fortschritt am Beginn der 20er Jahre im Blick haben, zusammenarbeiten, kann das etwas Gutes werden, selbst wenn sie dafür unterschiedliche Ausgangslagen haben“, betonte er.

Mögliche Koalitionen und Sondierungsgespräche – So geht es nach der Bundestagswahl weiter

Update, 27.09.21, 12:00 Uhr

Mit wem spricht Wahlsieger Olaf Scholz (SPD) zuerst in Sondierungen – und mit welchen Parteien sind Koalitionen überhaupt möglich für eine neue Bundesregierung mit stabiler Mehrheit im Bundestag? Und wie verhalten sich die unterlegene Union aus CDU und CSU mit ihrem Kandidaten Armin Laschet?

Kanzlerkandidat Olaf Scholz sieht neue Regierung unter SPD, Grüne und FDP - CDU als Opposition

Update, 27.09.21, 09:46 Uhr

Der SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat am heute Morgen den Anspruch der Sozialdemokraten zur Regierungsbildung bekräftigt. Die SPD habe den Auftrag bekommen, die Regierung zu bilden - im Bund, und bei den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin, sagte Scholz am Montag im Willy-Brandt-Haus in Berlin.
Die Wählerinnen und Wähler hätten drei Parteien gestärkt, sagte er mit Blick auf SPD, Grüne und FDP. Dies sei ein „sichtbarer Auftrag“ für eine Regierung. Die Union hingegen solle nicht mehr regieren. „Sie sollen jetzt nicht mehr in der Regierung sein“, sagte Scholz, „sondern in die Opposition gehen“. Scholz sagte: „Jetzt ist Pragmatismus und Führungskunst gefragt.“ Die SPD wolle „in Ruhe“ zustande bringen, was nun gefragt sei. „Wir werden das, was uns die Bürgerinnen und Bürger als Aufgabe gegeben haben, umsetzen.“
Die vorläufigen Wahlergebnisse der Bundestagswahl zeigen die SPD als Wahlsieger: Kanzlerkandidat Olaf Scholz, sieht den Auftrag der Regierungsbildung daher nun klar bei seiner Partei - mit der FDP und den Grünen.
Die vorläufigen Wahlergebnisse der Bundestagswahl zeigen die SPD als Wahlsieger: Kanzlerkandidat Olaf Scholz, sieht den Auftrag der Regierungsbildung daher nun klar bei seiner Partei - mit der FDP und den Grünen.
© Foto: DPA

CDU-Parteivize Silvia Breher lehnt Personaldiskussionen aktuell ab

Update, 27.09.21, 09:18 Uhr

Direkt nach der Bundestagswahl soll es keine Personaldiskussionen bei der Union geben. CDU-Parteivize Silvia Breher hat sich dagegen ausgesprochen. Jetzt gehe es bei der Union um Gespräche über die Bildung einer neuen Bundesregierung. "Wir werden das Ergebnis analysieren und erstmal schauen, dass wir eine Koalition zustande bringen - alles andere sehen wir dann", sagte Breher am Montag im ARD-"Morgenmagazin" auf eine Frage zur Zukunft von Parteichef und Kanzlerkandidat Armin Laschet für den Fall, dass es nicht zu der von der Union angepeilten Jamaika-Koalition mit Grünen und FDP kommt.

Bundestagswahl 2021: Wann steht der neue Bundestag und wann wird der neue Bundeskanzler gewählt?

Update, 27.09.21, 08:04 Uhr

Einige Schritte des Übergangs sind zeitlich eindeutig geregelt, andere nicht. Was ist mit Wahlperiode des alten Bundestags, und Kanzleramt?

Wann startet der neue Bundestag mit seinen Mitgliedern?

Mit dem Zusammentritt des neuen Bundestags. Das legt Artikel 39 des Grundgesetzes fest. Bis zu dieser konstituierenden Sitzung „spätestens am dreißigsten Tag nach der Wahl“ behalten die bisherigen Abgeordneten ihr Mandat. Die konstituierende Sitzung des neuen Parlaments hat der Ältestenrat derzeit für den 26.10.2021 geplant.

Wann endet die Amtszeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel?

Mit der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Bundestags endet die Amtszeit der Bundeskanzlerin sowie ihrer Ministerinnen und Minister formal. Allerdings bleibt die bisherige Regierung bis zur Wahl des neuen Bundeskanzlers geschäftsführend im Amt - was nichts an ihren Kompetenzen ändert. Offiziell geschieht dies „auf Ersuchen des Bundespräsidenten“.

Bis wann muss der neue Bundeskanzler gewählt werden?

Das Grundgesetz setzt dafür keine Frist. „Der Bundeskanzler wird auf Vorschlag des Bundespräsidenten vom Bundestage ohne Aussprache gewählt“, so Artikel 63. In Kommentierungen zum Grundgesetz heißt es, dass der Bundespräsident seinen Vorschlag innerhalb einer angemessenen Frist machen solle. Nach der Bundestagswahl 2017 vergingen wegen der langen Koalitionsverhandlungen 171 Tage zwischen dem Wahltag und der Wahl der Kanzlerin - ein Höchststand. Davor hatte es zwischen 23 und 86 Tage gedauert.

SPD-Generalsekretär Klingbeil: „SPD liegt auf Platz eins“

Update, 27.09.21, 07:41 Uhr

Der SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sieht den Auftrag zur Bildung einer neuen Regierung bei seiner Partei. „Man muss ganz klar sagen: Die SPD liegt auf Platz eins. Wir haben die Wahl gewonnen“, sagte Klingbeil am Montagmorgen nach der Bundestagswahl im ARD-„Morgenmagazin“. Die Union sei der „große Verlierer“ des Wahlabends. Aus dem Ergebnis von CDU und CSU leite sich kein Regierungsauftrag ab, sagte der SPD-Politiker. Die SPD werde in den kommenden Tagen dafür kämpfen, dass „Olaf Scholz Bundeskanzler wird“.
Lars Klingbeil, Generalsekretär der SPD, sieht den Regierungsauftrag ganz klar bei seiner Partei.
Lars Klingbeil, Generalsekretär der SPD, sieht den Regierungsauftrag ganz klar bei seiner Partei.
© Foto: Britta Pedersen, dpa
Man werde an diesem Montag im Präsidium zusammenkommen, um über die nächsten Schritte zu beraten, sagte Klingbeil. „Wir wollen jetzt schnell Gespräche führen.“ Er sei außerdem gespannt auf den Verlauf der Gespräche zwischen FDP und Grünen, insbesondere auf das Verhalten der Grünen, sagte Klingbeil. „Ich kann mir kaum vorstellen, dass gerade die Grünen einen Armin Laschet stabilisieren wollen, jemanden, der so deutlich die Wahl verloren hat.“

Neuer Rekord: Insgesamt 735 Abgeordnete im neuen Bundestag - bisher 709

Update, 27.09.21, 07:01 Uhr

Nach der Bundestagswahl gestern steht die Zahl der Mandate und Sitze im Bundestag fest. Dem neuen Bundestag wird eine Rekordzahl von Abgeordneten angehören. Laut dem am Montagmorgen (27.09.) vom Bundeswahlleiter veröffentlichen vorläufigen Endergebnis der Bundestagswahl wird das Parlament 735 Mitglieder haben. Bisher waren es 709 - das war bereits die bis dahin höchste Zahle von Bundestagsabgeordneten.

Vorläufiges Endergebnis der Bundestagswahl sieht SPD vor CDU – Linke bei 4,9 Prozent

Update, 27.09.21, 06:00 Uhr

Die SPD mit ihrem Kanzlerkandidaten Olaf Scholz hat die Bundestagswahl nach dem Auszählungsergebnis für alle Wahlkreise gewonnen. Die Sozialdemokraten kamen auf 25,7 Prozent der Stimmen, wie auf der Website des Bundeswahlleiters in der Nacht zum Montag mitgeteilt wurde. Die Union aus CDU und CSU mit Armin Laschet als Kandidat erzielte mit 24,1 Prozent ihr historisch schlechtestes Ergebnis, die Grünen wurden mit 14,8 Prozent drittstärkste Kraft.
Die Zahlen sind noch nicht das offizielle vorläufige amtliche Endergebnis. Dieses will Bundeswahlleiter Georg Thiel "ab 5.45 Uhr" bekannt geben, wie seine Behörde mitteilte. Es wird dann neben der Mandatsverteilung auch die Größe des künftigen Bundestages enthalten, der voraussichtlich eine neue Rekordzahl von Abgeordneten umfassen wird.
Die FDP landete nach den Daten der Wahlkreisauszählung mit 11,5 Prozent auf Platz vier, gefolgt von der AfD mit 10,3 Prozent. Die Linke scheitert den Angaben zufolge mit 4,9 Prozent zwar an der Fünf-Prozent-Hürde, konnte aber drei Direktmandate erringen und würde damit in der Stärke der für sie abgegebenen Zweistimmen in den Bundestag einziehen.

Neueste Hochrechnung zur Bundestagswahl - Wie viel Prozent haben die Parteien

Update, 26.09.21, 21:30 Uhr

  • SPD: 25,7
  • CDU/CSU: 24,5
  • Grüne: 14,3
  • FDP: 11,5
  • Linke: 5,0
  • AfD: 10,5
  • Sonstige: 8,5
  • (Quelle: Tagesschau)

Mögliche Sitzverteilung im neuen Bundestag

  • SPD: 202
  • CDU/CSU: 197
  • Grüne: 110
  • FDP: 93
  • Linke: 40
  • AfD: 87
  • SSW: 1

Ergebnis der Wahl: Das sind die möglichen Koalitionsoptionen für SPD, CDU, Grüne und FDP

Update, 26.09.21, 23:00

Die SPD liegt vor der CDU, Scholz vor Laschet. Das heißt aber noch nicht, dass die SPD auch den nächsten Kanzler stellt. Denn es geht nun sehr wahrscheinlich darum, eine möglichst stabile und harmonische Dreierkonstellation aufzubauen. Die wichtigsten Fragen dazu im Folgenden:

Grüne und FDP: Zwei Parteien als Kanzlermacher

Nach der spannendsten Wahl der letzten Jahrzehnte steht damit eine wohl noch spannendere Regierungsbildung bevor. Sowohl Laschet als auch Scholz werden ihre Koalitionsoptionen ausloten - egal ob sie auf Platz eins oder zwei liegen. Beide werden um dieselben Partner buhlen: Grüne und FDP. Die sogenannte Ampel (Rot-Grün-Gelb) tritt also an gegen eine nach den Landesfarben Jamaikas benannte Koalition von Union, Grünen und FDP.
Die beiden Parteien, die nun Kanzlermacher sind, haben vor der Wahl ziemlich deutlich gesagt, zu welcher Koalition sie tendieren: Für die FDP ist es Jamaika, den Grünen ist die Ampel lieber. Festlegen will sich am Sonntagabend aber niemand mehr.
Die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock, die weit abgeschlagen auf Platz drei hinter Laschet und Scholz gelandet ist, spricht lediglich von einem „Wählerauftrag, für eine Erneuerung im Land zu sorgen“.
Auch FDP-Chef Christian Lindner vermeidet es, sich klar für Union oder SPD als Koalitionspartner zu positionieren. Stattdessen stellt er lieber die Gemeinsamkeiten mit den Grünen heraus, mit denen er im Wahlkampf nicht besonders glimpflich umgegangen ist. „Grüne und FDP verbindet, dass beide einen eigenständigen Wahlkampf geführt haben. Beide haben sich - aus unterschiedlicher Perspektive - gegen den Status quo der großen Koalition gewandt“, sagt er.

Auf der Suche nach Koalitionen: Sondierungen kreuz und quer

Außerdem bringt er eine ganze neue Variante der Sondierung ins Spiel: Die beiden potenziellen Kanzlermacher werden erst einmal untereinander klären, mit wem sie koalieren wollen. „Uns geht's um Inhalte“, sagt er in der traditionellen Elefantenrunde nach der Wahl bei ARD und ZDF. Baerbock erklärt sich prompt dazu bereit.
Förmliche Regeln für die Regierungsbildung gibt es nicht. Normalerweise lädt die stärkste Partei zu Gesprächen ein. Es hat aber auch schon Wahlen gegeben, in denen die zweitstärkste Kraft eine Koalition gebildet hat. Gegen Sondierungsgespräche kreuz und quer ist also nichts einzuwenden.

Rückfalloption Rot-Grün-Rot scheidet wohl aus

Ein Trumpf fällt für Scholz dabei wohl weg. Die Rückfalloption Rot-Grün-Rot mit der Linken wird es für ihn wohl nicht geben. Die Linke kratzte am Sonntagabend noch an der Fünf-Prozent-Marke und selbst wenn sie in den Bundestag einzieht, dürfte es nach allen Hochrechnungen nicht für eine Mehrheit reichen. Eine Drohkulisse kann Scholz damit also nicht aufbauen.
Mit den besten Karten geht trotzdem derjenige in die Sondierungen, der nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis die Nase vorne hat. Und da wiesen die Zeichen am Abend klar auf die SPD.

Für den Notfall: Rot-Schwarz

Wenn alles schief läuft, gibt es doch noch eine Notfalloption: das Bündnis, mit dem Merkel 12 ihrer 16 Amtsjahre regiert hat. Die große Koalition der beiden stärksten Kräfte Union und SPD war schon nach der letzten Bundestagswahl der Notnagel nach dem Platzen der Jamaika-Verhandlungen. Die SPD quälte sich damals regelrecht in die sogenannte GroKo, die sie für ihr schlechtes Wahlergebnis mitverantwortlich machte.
Auch Laschet machte am Sonntagabend aber klar, dass er kein Interesse mehr an einer Neuauflage hat. Der Arbeitsstil dieses Bündnisses sei „nicht zukunftsträchtig“, sagte er. „Wir brauchen hier einen echten Neuanfang.“
Zuschauer wird bei den bevorstehenden Sondierungen neben der Linken übrigens auch die AfD sein. Sie ist die einzige Partei, mit der grundsätzlich niemand regieren will. Und sie wird wohl auch nicht mehr stärkste Oppositionspartei sein. Diese Rolle wird wohl Union oder SPD zukommen.

Schwierige Verhandlungen: Regierung erst nach Weihnachten?

In der Regel dauert es nach einer Bundestagswahl ein bis drei Monate bis zur Vereidigung eines neuen Kabinetts. Bis Weihnachten war man fast immer fertig. Mit einer Ausnahme: Nach der letzten Wahl 2017 gab es eine beispiellose Hängepartie. Erst am 14. März - fast ein halbes Jahr nach dem Wahltermin - hatte Deutschland eine Regierung. Dass es sehr viel schneller gehen kann, haben Willy Brandt (SPD) 1969 und Helmut Kohl (CDU) 1983 gezeigt, die nur 24 Tage brauchten, um Koalitionen mit der FDP zu schmieden.

Laschet will Frage des CDU-Fraktionsvorsitzes offen lassen

Update, 26.09.21, 21:00 Uhr

Ungeachtet der schweren Unions-Niederlage bei der Bundestagswahl will Kanzlerkandidat Armin Laschet CDU-Parteichef bleiben. Hinsichtlich des Vorsitzes der Unions-Bundestagsfraktion legte er sich am Sonntagabend in der „Berliner Runde“ von ARD und ZDF aber nicht fest. „Ich habe die Absicht, die Gespräche der Sondierung zu führen aus dem Amt des Parteivorsitzenden. Und wie wir die Fraktion aufstellen, das entscheiden wir dann“, sagte Laschet. Die nächste Bundesregierung solle eine sein, in der „wirklich alle, die da starten, nachdem sie sich geeinigt haben, auch mit Lust diese nächsten Jahre gestalten und nicht dauernd mit Verdruss“, betonte Laschet. „Es ist eine Aufgabe, wozu man den Willen aller braucht. Und dazu will ich auch Parteivorsitzender bleiben.“

SPD, CDU, Grüne: Das sagen die Spitzenkandidaten Scholz, Laschet und Baerbock zur Hochrechnung

Update, 26.09.21, 19:41 Uhr

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz sieht angesichts der Zugewinne bei der Bundestagswahl einen Regierungsauftrag für seine Partei. „Dass wir jetzt die ersten Hochrechnungen haben, die zeigen, die SPD kriegt viel Unterstützung von den Bürgerinnen und Bürgern, das ist ein Auftrag, dafür zu sorgen, dass all das, was in dieser Wahl besprochen wurde und was wir vorgeschlagen haben, auch umgesetzt wird“, sagte Scholz am Sonntagabend in Berlin.
Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) hat unterdessen trotz der erheblichen Stimmenverluste für die CDU/CSU einen Anspruch zur Regierungsbildung angemeldet. Er werde alles daran setzen, "eine Bundesregierung unter Führung der Union zu bilden", sagte der CDU-Vorsitzend. Es brauche jetzt eine "Zukunftskoalition", fügte er offenbar mit Blick auf ein mögliches Jamaika-Bündnis aus Union, Grünen und FDP hinzu. Bundeskanzler werde derjenige, "dem es gelingt, Gegensätze zu verbinden".
Die Grünen haben trotz des eher mageren Abscheidens bei der Bundestagswahl am Sonntag den Anspruch erhoben, künftig politische Verantwortung zu übernehmen. "Diesmal hat es noch nicht gereicht", sagte Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock mit Blick auf ihr ursprüngliches Ziel, die künftige Regierung anzuführen. "Aber wir haben einen Auftrag für die Zukunft. Diesen Auftrag gehen wir jetzt beherzt an."

Aktuelle Hochrechnung zur Bundestagswahl - so viel Prozent haben die Parteien jetzt

Update, 26.09.21, 19:26 Uhr

  • SPD: 24,9
  • CDU/CSU: 24,7
  • Grüne: 14,6
  • FDP: 11,7
  • Linke: 5,0
  • AfD: 11,1
  • Sonstige: 8,0

Was ist der Südschleswigsche Wählerverband (SSW)? – Bundestagswahl 2021

Update, 26.09.21, 19:03 Uhr

Der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) hat bei der Bundestagswahl 2021 so viele Stimmen geholt, dass er einen Sitz im Bundestag bekommen hat. Doch wofür steht SSW und wer steckt hinter der Partei?
Der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) hat am späten Sonntagabend die wahrscheinliche Rückkehr in den Bundestag nach mehreren Jahrzehnten gefeiert. Die von der Fünf-Prozent-Hürde befreite Minderheitenpartei aus Schleswig-Holstein stellt Hochrechnungen zufolge künftig einen Abgeordneten in Berlin. „Das ist eine Riesensensation für unsere kleine, aber fantastisch tolle Partei“, sagte Spitzenkandidat Stefan Seidler, der künftig als fraktionsloser Abgeordneter im Bundestag sitzen will. „Das ist der reine Wahnsinn. Wir sind drin. Ein Mandat. Es muss jetzt auch mit ganz wilden Dingen zu gehen, wenn es nicht klappt.“
Ob der SSW tatsächlich ins nationale Parlament einziehen wird, wird voraussichtlich erst am frühen Montagmorgen feststehen. Die Partei der dänischen Minderheit und der nationalen Friesen hatte zum ersten Mal seit 60 Jahren wieder an einer Bundestagswahl teilgenommen. Die Fünf-Prozent-Hürde gilt für sie als Partei einer nationalen Minderheit nicht. Sie musste nur so viele Stimmen gewinnen, dass ihr nach dem Berechnungsverfahren ein Sitz zusteht.

Erste Hochrechnung der ARD: So sieht das Ergebnis Stand 18:45 Uhr aus

Update, 26.09.21, 18:45 Uhr

  • SPD: 24,9
  • CDU/CSU: 24,7
  • Grüne: 14,8
  • FDP: 11,2
  • Linke: 5,0
  • AfD: 11,3
  • Sonstige: 8,1

Sitzverteilung im Bundestag - so viele Sitze haben SPD, CDU, Grüne und Co. jetzt laut Hochrechnung

Update, 26.09.21, 18.45 Uhr

Wie ist die Sitzverteilung im Bundestag nach den jüngsten Prognosen zur Bundestagswahl 2021? Daraus ergibt sich nach den Prognosen der beiden Sender folgende Sitzverteilung im neuen Bundestag - So viele Mandate haben die jeweiligen Parteien:
  • SPD: 197
  • CDU/CSU: 198
  • Grüne: 117
  • FDP: 88
  • Linke: 40
  • AfD: 89
  • SSW: 1

Prognosen zu Ergebnissen der Bundestagswahl - Welche Partei holt wie viel Prozent?

Update, 26.09.21, 18.17 Uhr

Bei der Bundestagswahl liefern sich CDU/CSU und SPD das erwartete Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach den Prognosen von ARD und ZDF um 18 Uhr liegen Union und Sozialdemokraten fast gleichauf vor Grünen und FDP. Der Linken droht ein Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde.
Die SPD kommt demnach auf 25 bis 26 Prozent, die Union auf 24 bis 25 Prozent. Für die Grünen entschieden sich 14,5 bis 15 Prozent, für die FDP 11 bis 12 Prozent. Die AfD holt 10 bis 11 Prozent. Die Linke liegt bei 5 Prozent.

Prognose zur Bundestagswahl: Aktuelle Hochrechnung der Ergebnisse für SPD, CDU, Grüne & Co.

Update, 26.09.21, 18 Uhr

  • SPD: 26
  • CDU: 24
  • Grüne: 14,5
  • FDP: 12
  • Linke: 5
  • AfD: 10
  • Sonstige: 8,5

Wahlmanipulation durch Hubert Aiwanger (Freie Wähler)? Prognose der Wahlergebnisse bei Twitter

Update, 26.09.21, 17.17 Uhr

Der Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger hat nach Angaben der CSU noch vor Schließung der Wahllokale Ergebnisse für seine Partei aus Prognosen für die Bundestagswahl veröffentlicht. CSU-Generalsekretär Markus Blume veröffentlichte am Sonntag bei Twitter den Auszug eines zwischenzeitlich offenbar gelöschten Tweets von Aiwanger, in dem dieser aus einer Prognose der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF zitiert und dies mit einem Wahlaufruf für die Freien Wähler verbunden haben soll.
Blume schrieb: "Hubert Aiwanger verbreitet vor 18 Uhr Prognoseergebnisse und verbindet sie mit einem Wahlaufruf. Ein unglaublicher Fall von Wahlmanipulation und Wählerbeeinflussung." Dieses Vorgehen sei zutiefst undemokratisch und müsse Konsequenzen haben, schrieb der CSU-Generalsekretär über den Koalitionspartner seiner Partei in Bayern.
Hubert Aiwanger (Freie Wähler) wird Wahlmanipulation vorgeworfen - er soll bei Twitter Prognosen der Wahlergebnisse vor 18 Uhr veröffentlicht haben. Das könnte ihn 50.000 Euro kosten.
Hubert Aiwanger (Freie Wähler) wird Wahlmanipulation vorgeworfen - er soll bei Twitter Prognosen der Wahlergebnisse vor 18 Uhr veröffentlicht haben. Das könnte ihn 50.000 Euro kosten.
© Foto: Matthias Balk, dpa
Nach dem Bundeswahlgesetz ist das Veröffentlichen von Wählerbefragungen vor der Schließung der Wahllokale eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße von bis zu 50.000 Euro geahndet werden kann. Wahlforscherinnen und Wahlforscher machen bei Bundestags- und Landtagswahlen Wählerbefragungen, aus denen sie dann ihre Prognosen erstellen. Diese werden ab 18 Uhr an Wahltagen veröffentlicht, erste Hochrechnungen auf Grundlage tatsächlicher Stimmabgaben folgen erst später.

BTW 2021: So schneiden SPD, FDP, AfD, CDU, Grüne und Linke aktuelle ab

Update, 26.09.21, 16.21 Uhr

In den letzten Umfragen führt in diesem Jahr die SPD mit Kanzlerkandidat Olaf Scholz knapp vor der Union mit ihrem Kandidaten Armin Laschet (CDU). Deutlich dahinter lagen die Grünen mit Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock. Die FDP strebt erneut ein zweistelliges Ergebnis an. Erstmals seit 1957 könnte eine Dreierkoalition nötig sein, um die nötige Mehrheit zu erreichen.
Die AfD steht vor ihrem Wiedereinzug in den Bundestag. Die Linke dürfte den Umfragen zufolge an Stimmen einbüßen, aber wieder im Parlament vertreten sein.

Aktuelle Wahlbeteiligung der Bundeswahl 2021 - im Vergleich mit BTW 2017

Update, 26.09.21, 15.12 Uhr

Auch bisher fehlt noch die Angabe zur bundesweiten Wahlbeteiligung. Inzwischen gehen aber immer mehr Daten aus den verschiedenen Bundesländern und Hauptstädten ein. Hier die Wahlbeteiligungen aktuell in der Übersicht:
  • Nordrhein-Westfalen (Stand: 12 Uhr) 44,8 Prozent (2017: 40,1 Prozent)
  • Köln (Stand: 11 Uhr) 19,37 Prozent (2017: 17,37 Prozent)
  • Hamburg (Stand: 11 Uhr) 50,2 Prozent (2017: 37,4 Prozent)
  • Berlin (Stand 12 Uhr) 27,4 Prozent (2017: 27,2 Prozent)
  • München (Stand: 11 Uhr) knapp 60 Prozent (2017 wurden erst gegen 14 so viele Stimmen abgegeben)
  • Niedersachsen (Stand: 12.30 Uhr) 36,56 Prozent (2017: 32,08 Prozent)
  • Bremen (Stand: 12 Uhr) 27,2 Prozent (2017: 27,1 Prozent)
  • Sachsen (Stand: 12 Uhr) 25,9 Prozent (2017: 27,1 Prozent)
  • Sachsen-Anhalt (Stand: 12 Uhr) 26,5 Prozent (2017: 29,6 Prozent)
Der Bundeswahlleiter wird am Nachmittag einen Zwischenstand zur bundesweiten Wahlbeteiligung bekanntgeben. Es wird damit gerechnet, dass diesmal so viele Menschen wie nie zuvor per Briefwahl wählen. Nach Angaben der Bundeswahlleitung könnten es mindestens 40 Prozent sein.
2017 machten bereits 28,6 Prozent der Wahlberechtigten von der Briefwahl Gebrauch. Die Wahlbeteiligung lag vor vier Jahren bei 76,2 Prozent.

In Berlin ist die Wahlbeteiligung bisher höher als 2017

Update: 26.09.2021, 14:10 Uhr

Bei den Wahlen in Berlin zeichnete sich am Sonntag eine leicht höhere Beteiligung ab. Nach Angaben der Geschäftsstelle der Landeswahlleiterin gingen bis Mittags (12.00 Uhr) 27,4 Prozent der Wahlberechtigten zur Abstimmung. Bei der Bundestagswahl 2017 waren es 27,2 Prozent.
Die höchste Wahlbeteiligung wurde mit 30,1 Prozent aus dem Bezirk Steglitz-Zehlendorf gemeldet, die niedrigste aus Neukölln, wo es 25,5 Prozent waren.
Bei der Berechnung wird für diese Uhrzeit ein Drittel der beantragten Wahlscheine mitgerechnet. Nach den Angaben wurden insgesamt 988 201 Wahlscheine ausgestellt. Damit liegt die Zahl der Menschen, die sich die Briefwahlunterlagen haben zukommen lassen, 44 Prozent über der Bundestagswahl 2017. Vor vier Jahren waren es 686.177 Wahlscheine.

BTW 2021: Kretschmann wählt nach dem Kirchgang mit Frau Gerlinde und Sohn und Kandidat Johannes

Update, 26.09.2021, 13:05 Uhr

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat am Sonntag in Sigmaringen seine Stimme für die Bundestagswahl abgegeben. Der 73-Jährige wählte nach dem Kirchgang im Ortsteil Laiz. Begleitet wurde er unter anderem von seiner Frau Gerlinde und Sohn Johannes, der als Grünen-Bundestagskandidat für den Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen antritt.

Winfried Kretschmann (Bündnis 90/ Die Grünen, links), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, steht mit seiner Ehefrau Gerlinde und Sohn Johannes Kretschmann (Bündnis 90/ Die Grünenl), der für die Bundestagswahl kandidiert, auf dem Rathausplatz für ein Familienfoto zusammen.
Winfried Kretschmann (Bündnis 90/ Die Grünen, links), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, steht mit seiner Ehefrau Gerlinde und Sohn Johannes Kretschmann (Bündnis 90/ Die Grünenl), der für die Bundestagswahl kandidiert, auf dem Rathausplatz für ein Familienfoto zusammen.
© Foto: Felix Kästle/DPA

Scholz, Laschet & Co. - die ersten prominenten Politiker haben gewählt

Update, 26.09.2021, 12:26 Uhr

Bei der Bundestagswahl heute haben die ersten prominenten Politiker ihre Stimmen abgegeben. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender wählten in Berlin. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz ging an seinem Wohnort Potsdam ins Wahllokal, CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet in Aachen. Beide wurden ebenfalls von ihren Ehefrauen begleitet. CSU-Chef Markus Söder und seine Frau Karin wählten in Nürnberg.

So steht es bei der Bundestagswahl um CDU, SPD, Grüne und Co. in Südwesten

Update, 26.09.2021, 11:58 Uhr

CDU verliert weiter Stimmen: Die Union erreichte bei der Bundestagswahl vor vier Jahren im Südwesten mit 34,4 Prozent ihr bisher schlechtestes Ergebniss. Bei Umfragewerten zwischen 22 und 23 Prozent im Bund ist ein weiterer Absturz wohl kaum vermeidbar.
SPD gewinnt Stimmen: Dank Olaf Scholz sieht sich die Landes-SPD im Aufwind. Vor vier Jahren war auch sie auf ihr schlechtestes Ergebnis jemals abgerutscht: 16,4 Prozent. Das dürfte sie nach den neuesten Umfragen überbieten: SPD im Bundesdurchschnitt bei 25 Prozent.
Grüne über Bundesdurchschnitt und legen zu: Die Südwest-Grünen hoffen auf ein dickes Plus im Vergleich zum letzten Mal. 2017 schafften sie 13,5 Prozent (4,6 Punkte mehr als die Bundespartei). Da die Grünen in Umfragen diesmal bei 15 Prozent liegen, dürfte es die Partei im Südwesten noch höher hinaus tragen.
FDP könnte leicht zulegen: Auch die FDP lag vor vier Jahren in ihrem Stammland mit 12,7 Prozent zwei Punkte über der Bundespartei, auch hier könnte es etwas mehr werden - über 13 Prozent.
AfD könnte Stimmen verlieren: Die AfD erreichte im Südwesten 12,2 Prozent und war damit etwas schwächer als auf Bundesebene: Unter 12 Prozent.
Linke knapp an Fünf-Prozent-Hürde: Die Linke schaffte hier 6,4 Prozent und damit deutlich weniger als im Bund. Bei beiden könnte es laut Umfragen etwas bergab gehen: Unter 6 Prozent.

Wahlsieg für AfD in Sachsen mit 26 Prozent laut aktueller Umfrage zur Bundestagswahl

Update, 26.09.2021, 11:04 Uhr

Auch dieses Mal werden der AfD Chancen auf einen Sieg in Sachsen eingeräumt. Eine Woche vor der Bundestagswahl kam die AfD in einer Insa-Umfrage auf 26 Prozent. Die CDU landete weit abgeschlagen und auf Augenhöhe mit der SPD bei 18 Prozent. Die Linken erreichten ebenso wie die FDP 11 Prozent, die Grünen 8 Prozent.

Neuer Bundestag könnte über 900 Abgeordnete bekommen

Update, 26.09.2021, 9.43 Uhr

Aktuell ist der Bundestag mit 709 Abgeordneten schon so groß wie nie zuvor. Und er könnte jetzt um einiges größer werden. Entscheidend wird dabei sein, wie die Wählerinnen und Wähler Erst- und Zweitstimme verteilen. Der nächste Bundestag, der heute gewählt wird, könnte nach Berechnungen des Wahlforschers Robert Vehrkamp mehr als 900 Abgeordnete groß werden. Auf der Basis des letzten ZDF-„Politbarometers“ vor der Wahl vom Donnerstag berechnete der Wissenschaftler von der Bertelsmann Stiftung eine Bandbreite von 672 bis 912 Mandaten.

Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen zur Bundestagswahl 2021

So viel Prozent für die jeweilige Partei wurde von der Forschungsgruppe Wahlen für das „Politbarometer“ am Donnerstag vor der Bundestagswahl ermittelt:
  • SPD 25 Prozent
  • CDU/CSU 23 Prozent
  • Grüne 16,5 Prozent
  • FDP 11 Prozent
  • AfD 10 Prozent
  • Linke 6 Prozent.

Die Wahllokale sind geöffnet - Erste Stimmen zur Bundestagswahl abgegeben

Update, 26.09.2021, 8.03 Uhr

Um 8 Uhr haben bundesweit die Wahllokale ihre Türen für die Wählerinnen und Wähler geöffnet. Vielerorts wurden bereits die ersten Wahlzettel ausgefüllt und mit den Kreuzen für die Erststimme und Zweitstimme versehen in die Wahlurne gesteckt. Noch ist das Ergebnis der Bundestagswahl völlig offen - mit Spannung dürften die ersten Umfragen des Wahlsonntags erwartet werden.

Bundestagswahlen 2021: CDU könnte im Südwesten abstürzen

Update, 26.09.2021, 7.45 Uhr

Verhelfen die Baden-Württemberger tatsächlich Olaf Scholz zur Kanzlerschaft? Oder halten sie der CDU und Armin Laschet trotz vieler Vorbehalte die Stange? Die Union muss im Südwesten damit rechnen, dass nicht nur die SPD ihr Stimmen abnimmt, auch die Grünen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann und die FDP fischen fleißig in ihrem Wählerbecken. Die große Frage im Finale ist: Wie taktisch wählen die Menschen im wirtschaftsstarken Ländle? Baden-Württemberg ist für den Ausgang der Wahlen sehr wichtig. Es können deutschlandweit mehr als 60 Millionen Bundesbürger abstimmen, etwa 7,7 Millionen von ihnen leben in Baden-Württemberg.

Bundestagswahl 2021: Wahllokale öffnen um 8 Uhr

Update, 26.09.2021, 7.00 Uhr

In einer Stunde öffnen die Wahllokale in ganz Deutschland. Wer dann seine beiden Stimmen zur Bundestagswahl abgegeben möchte, hat zehn Stunden Zeit für den Weg zur Wahlurne. Schnell wird es erste Umfragen, und nach Schließung der Wahllokale auch erste Hochrechnungen und Prognosen geben, die einen Trend der Wahlergebnisse wiedergeben. Doch bis es soweit ist, bleiben noch elf Stunden - und genügend Zeit um zu wählen.

Bundestagswahl 2021: Wer wird nach Angela Merkel neuer Bundeskanzler oder neue Bundeskanzlerin?

Zum ersten Mal bewirbt sich kein amtierender Bundeskanzler um seine Wiederwahl. Angela Merkel hört auf und ebnet den folgenden Kanzlerkandidaten und Kandidatinnen den Weg zum Kanzleramt:
  • Armin Laschet (CDU)
  • Olaf Scholz (SPD)
  • Annalena Baerbock (Grüne)
Sie traten im Vorfeld der Wahl neben ihren zahlreichen Auftritten im Wahlkampf bereits in drei TV-Triellen an. Dort vertraten sie ihre Standpunkte in den unterschiedlichsten Themen. Doch wer konnte das TV-Triell für sich entscheiden? Anschließende Umfragen ergaben klare Gewinner der Talkrunden im Free-TV.

Wahlomat zur Bundestagswahl 2021 starten: Hier geht’s zum Wahl-O-Mat

Der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2021 ist online verfügbar. Hier könnt ihr den Wahl-O-Mat ausprobieren:
38 Klicks, und ich weiß, wen ich in den Bundestag wählen soll? Ganz so einfach ist es nicht. Zudem gibt es keine Fragen zu Corona-Einschränkungen. Aber warum eigentlich? Rede und Antwort steht  Wahl-O-Mat-Projektleiter Martin Hetterich von der Bundeszentrale für politische Bildung im Interview.

Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert – Wir halten euch in Sachen BTW 2021 auf dem Laufenden!