Bayern verschärft seine Corona-Regeln drastisch. Nicht nur auf Ungeimpfte kommen durch die neuen Maßnahmen ab 24.11. starke Einschränkungen vor. Die neuen Regeln treffen in Bayern auch Geimpfte und Genesene – denn es wird einen „Lockdown light“ geben. Die Rede ist von einem „echten Wellenbrecher“.
  • Clubs, Bars und Schankwirtschaften sollen komplett geschlossen werden.
  • Doch was gilt für die Gastronomie?
  • Sperrstunde, Schließung in Hotspots und Co.: Alle geplanten Beschränkungen im Überblick.

Neue Corona-Regeln in Bayern ab 24.11.2021

Bayern reagiert mit harten Gegenmaßnahmen auf die außer Kontrolle geratene Corona-Pandemie: Von nächsten Mittwoch, 24. November 2021, an greifen neue Regeln. Für Ungeimpfte gelten dann strikte Kontaktbeschränkungen. Alle Clubs, Diskotheken und Bars müssen für die nächsten drei Wochen schließen, Weihnachtsmärkte soll es in diesem Jahr nicht geben. Kultur- und Sportveranstaltungen dürfen nur noch in deutlich kleinerem Rahmen stattfinden. Auch für die Gastronomie gibt es Einschränkungen.

Regierungserklärung von Söder zur aktuellen Lage in Bayern

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert im Freistaat die „epidemische Lage“. Am 23.11. gibt er eine Regierungserklärug zur aktuellen Corona-Lage in Bayern. Bayerns Gesundheitssystem steht nach Ansicht von Söder wegen der Wucht der vierten Corona-Welle vor einem Kollaps. Alle Infos zur Erklärung im folgenden Artikel:

2G Regel und Sperrstunde in der Gastronomie in Bayern

Verschiedene Bereiche des öffentlichen Lebens in Bayern sollen in den nächsten Wochen eingeschränkt werden oder sogar heruntergefahren. Wie Söder sagte, soll für Ungeimpfte in Bayern ein „De-facto-Lockdown" gelten. Dies werde durch die flächendeckende 2G-Regel erreicht. Grundsätzlich bleibt die Gastronomie damit also geöffnet. Es wird jedoch eine Sperrstunde geben, diese gilt ab 22 Uhr – und zwar für alle Gäste, unabhängig davon, ob sie geimpft, genesen oder getestet sind. Schon seit 16.11.2021 gilt in der Gastronomie in Bayern ohnehin die 2G-Regel.

Schließung der Gastronomie in Hotspots in Bayern

In extremen Hotspots werden zudem weite Teile des öffentlichen Lebens heruntergefahren. Als Corona-Hotspots gelten Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 1000. Dort müsse unter anderem der Besuch der Gastronomie untersagt werden. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Freitag nach Beratungen der CSU-Freie-Wähler-Koalition in München an.
Derzeit haben acht bayerische Landkreise eine Inzidenz über 1000. Söder sagte, er erwarte hier aber einen Anstieg.

Regeln zur Maskenpflicht in der Gastronomie in Bayern

Angesichts der dramatisch steigenden Corona-Zahlen greifen in Bayern seit 16.11. noch einmal verschärfte Regeln. Bei roter Krankenhaus-Ampel wie derzeit gilt auch in Gaststätten, dass nur noch Geimpfte und Genesene (2G) Zutritt haben. Ein alternativer PCR-Test reicht also künftig nicht mehr aus. Es gibt zudem eine Reaktion auf die zunehmende Zahl von Impfdurchbrüchen: Auch in allen Bereichen, in denen nach der 2G-Regel nur Geimpfte und Genesene Zugang haben, gilt nun eine Maskenpflicht - es sei denn, der 1,5-Meter-Mindestabstand wird eingehalten. Die Maskenpflicht greift auch in der Gastronomie (außer am Platz).

Das gilt für Kinder in der Gastronomie in Bayern

Für minderjährige Schülerinnen und Schüler, die regelmäßig in der Schule auf Corona getestet werden, gilt in Bayerns Gastronomie, in Hotels und Ferienwohnungen ab sofort eine Ausnahme von der 2G-Regel. 12- bis 17-Jährige dürfen damit bis auf Weiteres auch dann Gaststätten und Hotels besuchen, wenn sie nicht geimpft oder genesen sind. Das ging aus der Änderungsverordnung des Gesundheitsministeriums hervor, die am Mittwoch in Kraft trat.

Clubs, Discos und Bars werden geschlossen

Alle Clubs, Diskotheken, Bars und Schankwirtschaften müssen schließen für die nächsten drei Wochen. Es müsse dort vorgegangen werden, wo es die meisten Ansteckungen gebe, sagte der Regierungschef Markus Söder zur Begründung.Alle Infos dazu gibt es im folgenden Artikel:

Weihnachtsmärkte 2021 in Bayern komplett abgesagt

In Bayern wird es in diesem Jahr laut der Staatsregierung keine Christkindlmärkte geben. Man werde alle Weihnachtsmärkte absagen, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Freitag nach Beratungen der CSU-Freie-Wähler-Koalition in München.