Drei Arbeiten starben: Ein Jahr danach: Gedenktafel für die Opfer des Horber Hochbrückenunfalls

Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder und Oberbürgermeister Michael Keßler gedenken der Toten.
Stadt Horb- Ein Jahr nach dem Unfall an der Horber Hochbrücke gibt es eine Gedenktafel am Standort.
- Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder und OB Michael Keßler nahmen an einer Trauerrunde teil.
- Der Stein trägt eine Inschrift für die drei Arbeiter, die am 20. Mai 2025 starben.
- Die Ermittlungen sind abgeschlossen – das Ergebnis will die Staatsanwaltschaft zeitnah mitteilen.
- Zuletzt richteten sich die Ermittlungen gegen den Kranführer, technische Ursachen wurden ausgeschlossen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Am ersten Jahrestag des tödlichen Arbeitsunfalls an der Horber Hochbrücke gab es am Mittwoch, 20. Mai, eine stille Trauerrunde am Ort der Tragödie. Daran nahmen Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder, Horbs Oberbürgermeister Michael Keßler sowie die Firmenvertreter Matthias Lang (Röro) und Markus Jahn (Porr) teil. Darüber informieren die Stadt Horb und das Regierungspräsidium Karlsruhe in einer gemeinsamen Pressemitteilung.
Unterhalb der Brücke, wo an den Tagen nach dem Unfall zahlreiche Menschen Kerzen aufgestellt hatten, steht nun außerdem ein Gedenkstein mit einer Tafel. Sie trägt die Inschrift: „In Erinnerung an die drei Arbeiter, die am 20. Mai 2025 an der Neckartalbrücke Horb bei einem tragischen Arbeitsunfall ihr Leben verloren. Ihr Einsatz und ihr Leben bleiben unvergessen. In stillem Gedenken.“
Der Unfall, bei dem das Seil einer Gondel riss und drei Arbeiter in den Tod stürzten, „hat uns tief erschüttert – und er schmerzt bis heute“, sagt Felder. „Unsere Gedanken sind weiterhin bei den Familien, Freunden sowie Kolleginnen und Kollegen der Verstorbenen. Mit der Gedenktafel setzen wir ein bleibendes Zeichen des Erinnerns und schaffen einen Ort, an dem Trauer und stilles Gedenken ihren Platz haben.“

Gemeinsam haben das Regierungspräsidium Karlsruhe und die Stadt Horb einen Gedenkstein mit einer Tafel aufgestellt.
Stadt HorbAuch Oberbürgermeister Keßler wird in der Mitteilung zitiert: „Der Verlust von drei Menschenleben hat Horb tief getroffen. Gerade in solchen Momenten zeigt sich, wie wichtig Zusammenhalt ist – auf der Baustelle, in den Betrieben und in der gesamten Stadt. Die Gedenktafel ist ein Ort des gemeinsamen Innehaltens. Sie erinnert uns daran, füreinander da zu sein und die Verstorbenen nicht zu vergessen.“
„Wir sind mit den Ermittlungen fertig“
Derweil teilt Oberstaatsanwalt Markus Wagner von der Staatsanwaltschaft Rottweil der SÜDWEST PRESSE mit: „Wir sind mit den Ermittlungen fertig und wir haben auch eine Entscheidung getroffen.“ Ob es zu einer Anklage kommt, will die Staatsanwaltschaft zeitnah mitteilen: „Das Ergebnis wird öffentlich bekanntgegeben, nachdem die Verfahrensbeteiligten informiert wurden.“ Zuletzt hatten sich die Ermittlungen gegen den Kranführer gerichtet, weil Gutachter eine technische Ursache ausschließen konnten.
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