Nach tödlichem Arbeitsunfall: Bauarbeiten an der Horber Hochbrücke wieder aufgenommen

Die Horber Hochbrücken-Baustelle nach dem Unfall, bei dem am 20. Mai drei Arbeiter mit einer Arbeitsgondel in den Tod stürzten.
Marijan Murat/dpa- Bauarbeiten an Horber Hochbrücke nach tödlichem Unfall wieder aufgenommen.
- Drei Arbeiter starben am 20. Mai bei einem Gondelabsturz.
- Baustelle wieder freigegeben, Arbeiten nur in den nicht vom Unfall betroffenen Bereichen.
- Porr versichert: freiwillige Arbeitsaufnahme und psychologische Unterstützung für Mitarbeitende.
- Gedenkgottesdienst in deutscher und polnischer Sprache für die Mitarbeitenden auf der Baustelle geplant.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach dem Arbeitsunfall auf der Baustelle an der Hochbrücke Horb, bei dem am 20. Mai drei Menschen mit einer Arbeitsgondel in den Tod stürzten, haben die Behörden die Baustelle wieder freigegeben. Wie die Baufirma Porr mitteilt, seien die Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft vor Ort abgeschlossen.
Der Kran, an dem die Arbeitsgondel hing, geht vorerst nicht in Betrieb. Wie Markus Wagner, Sprecher der Staatsanwaltschaft in Rottweil, auf Nachfrage mitteilt, haben die Ermittler einen Gutachter miteinbezogen. Teil der Ermittlungen sind auch Kamera-Aufnahmen, die derzeit gesichtet und ausgewertet werden. Darunter sei auch das Video, das kurzzeitig im Netz zu sehen war, den Ermittlern zu dem Zeitpunkt aber schon vorlag. Zudem habe die Polizei weitere Aufnahmen gesichert, die ebenfalls ausgewertet werden.
Arbeiten in anderen Bereichen wieder aufgenommen
Die Untersuchungen zur Klärung der genauen Umstände des Unglücks dauern weiter an. „Wir stehen in engem Austausch mit den Ermittlungsbehörden sowie dem beauftragten Gutachter und unterstützen deren Arbeit nach besten Kräften“, teilt das Unternehmen mit. Die Ermittlungen dauern an, mehr kann auch die Staatsanwaltschaft dazu am Montagmorgen nicht sagen. „Wir werden Bescheid geben, sobald wir mehr wissen.
Die Bauarbeiten wurden in Absprache mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe am Montag wiederaufgenommen – allerdings nur in den von dem tödlichen Unfall nicht betroffenen Bereichen. Porr: „Die Arbeitsaufnahme erfolgt für die Mitarbeitenden ausschließlich auf freiwilliger Basis.“
Viele Kolleginnen und Kollegen der Verunglückten hätten in den vergangenen Tagen das Angebot zur professionellen psychologischen Unterstützung in Anspruch genommen, teilt Porr weiter mit. „Diese Hilfe wird auch weiterhin in mehreren Sprachen bereitgestellt.“
Gedenkgottesdienst für die Kollegen
Auf Wunsch der Belegschaft werde zudem auf der Baustelle ein nicht-öffentlicher Gedenkgottesdienst in deutscher und polnischer Sprache abgehalten. Die Firma stehe im engen Austausch mit dem zuständigen Nachunternehmer, um umfassende Unterstützung für die Angehörigen der Verstorbenen, einschließlich finanzieller Hilfe, sicherzustellen, so Porr.
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