Am Samstag, 14.05.2022, fand in Turin der 66. Eurovision Song Contest statt. Im größten Musikwettbewerb der Welt traten insgesamt 40 Ländern an. Nach den beiden Halbfinalen standen noch 25 Teilnehmer im Finale auf der großen Bühne. Nach einer dreistündigen Show wurde der Sieger des ESC 2022 gekürt.
  • Wer hat den ESC 2022 gewonnen?
  • Wie war die Platzierung?
  • Welche Teilnehmer standen im Finale?
  • In welcher Startreihenfolge traten sie auf?
  • Wer trat für Deutschland an?
In dieser Übersicht haben wir euch alle Informationen zu den diesjährigen ESC-Kandidaten zusammengefasst.

ESC 2022: Gewinner und Siegerlied

Knapp 200 Millionen Menschen fieberten am Samstagabend, 14.05.222, beim Eurovision Song Contest 2022 mit, als 25 Nationen um den Sieg beim Musikwettbewerb wetteiferten. Das ESC-Finale in Italien war wie gewohnt musikalisch laut, schrill, bunt und dieses Jahr nahm es auch politische Dimensionen an. Wie von den Buchmachern erwartet, ging die Ukraine als Gewinner beim ESC 2022 hervor. Das Kalush Orchestra setzte sich mit seinem Siegerlied „Stefania“ vor allem bei den Zuschauerinnen und Zuschauern durch und konnte am Ende 639 Punkte ergattern. Der nächste Eurovision Song Contest findet somit im Jahr 2023 in der Ukraine statt.
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ESC 2022: Ukraine-Song

Den Ukraine-Song „Stefania“ des Kalush Orchestra hat ursprünglich der rappende Frontmann Oleh Psiuk über seine Mutter geschrieben. Doch durch den Krieg hat der Song eine tiefere Bedeutung erlangt. Die besungene „Mamo“ steht nicht mehr nur für die Mutter des Frontmanns, sondern für alle Mütter des kriegsgepeinigten Heimatlandes, die von ihren Söhnen getrennt sind, weil sie vom Krieg geflohen sind, während ihre Männer und Söhne in der Ukraine geblieben sind, um ihr Land zu verteidigen.
Auch die Mitglieder des Kalush Orchestra waren bis vor kurzem noch im Krieg im Einsatz. Dank einer Sondergenehmigung durften sie ihre Kriegsmontur ablegen und zum ESC nach Turin reisen. Sie galten als die Sympathie-Träger des ESC 2022. Auch der deutsche Teilnehmer Malik Harris drehte nach seinem Auftritt die Gitarre um und bekannte mit der gelb-blauen Fahne und dem Schriftzug „Peace“ Farbe.

Malik Harris wünschte der Ukraine den Sieg beim ESC 2022

Der deutsche Kandidat beim Eurovision Song Contest (ESC), Malik Harris, wünschte der Ukraine einen Sieg im Finale. „Ich hoffe es sehr!“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Ich wäre froh und stolz, wenn das Kalush Orchestra in diesem Jahr gewinnen würde.“ Die ukrainische Band galt als klarer Favorit beim Finale des ESC am Samstag im italienischen Turin.
„Es wäre doch ein sehr starkes Zeichen, wenn Europa die Ukraine zum Sieger erklären würde“, sagte Harris. „Und darüber hinaus finde ich den Titel 'Stefania' auch echt mega.“ Harris selbst war mit seinem Song „Rockstars“ bereits am Freitag in den Wettbüros auf den letzten Platz abgerutscht.
Den 24-Jährigen störte das nach eigenen Angaben nicht. „Das ist für mich wirklich vollkommen irrelevant. Im Licht der Politik rückt alles andere in den Hintergrund“, sagte er. „Ich habe hier zwei Ziele: Ich will mein Bestes geben, und ich will es genießen. Und wenn mir diese beiden Dinge gelingen, bin ich glücklich.“

ESC 2022 Platzierung: Auf welchem Platz stand Deutschland?

Mit ihrem Titel „Stefania“ gewinnt die Ukraine den ESC 2022 in Turin. Auf Platz zwei stand Sam Ryder für Großbritannien mit seinem dem Song „Space Man“, gefolgt von der Spanierin Chanel mit „SloMo“. Der deutsche Hoffnungsträger Malik Harris bekam von den Juroren keine Punkte und vom Publikum nur sechs und landet mit seinem Song „Rockstar“ auf dem letzten Platz. Wie die anderen Platzierungen waren und wer wie viel Punkte hatte, findet ihr hier in der Übersicht:
Land – Sänger – Song – Punkte
  • 01 Ukraine: Kalush Orchestra – Stefania“, 631 Punkte
  • 02 Großbritannien (UK): Sam Ryder – „Space Man“, 466 Punkte
  • 03 Spanien: Chanel – „SloMo“, 459 Punkte
  • 04 Schweden: Cornelia Jakobs – „Hold Me Closer“, 438 Punkte
  • 05 Serbien: Konstrakta – „In corpore sano“, 312 Punkte
  • 06 Italien: Mahmood & Blanco – „Brividi“, 268 Punkte
  • 07 Moldau: Zdob și Zdub & Fraţii Advahov – „Trenuleţul“, 253 Punkte
  • 08 Griechenland: Amanda Georgiadi Tenfjord – „Die Together“, 215 Punkte
  • 09 Portugal: Maro – „Saudade, saudade“, 207 Punkte
  • 10 Norwegen: Subwoolfer – „Give That Wolf A Banana“, 182 Punkte
  • 11 Niederlande: S10 – „De Diepte“, 171 Punkte
  • 12 Polen: Ochman – „River“, 151 Punkte
  • 13 Estland: Stefan – „Hope“, 141 Punkte
  • 14 Litauen: Monika Liu – „Sentimentai“, 128 Punkte
  • 15 Australien: Sheldon Riley – „Not The Same“, 125 Punkte
  • 16 Aserbaidschan: Nadir Rustamli – „Fade To Black“, 106 Punkte
  • 17 Schweiz: Marius Bear – „Boys Do Cry“, 78 Punkte
  • 18 Rumänien: WRS – „Llámame“, 65 Punkte
  • 19 Belgien: Jérémie Makiese – „Miss You“, 64 Punkte
  • 20 Armenien: Rosa Linn – „Snap“, 61 Punkte
  • 21 Finnland: The Rasmus – „Jezebel“, 38 Punkte
  • 22 Tschechische Republik: We Are Domi – „Lights Off“, 38 Punkte
  • 23 Island: Systur – „Með hækkandi sól“, 20 Punkte
  • 24 Frankreich: Alvan & Ahez – „Fulenn“, 17 Punkte
  • 25 Deutschland: Malik Harris – „Rockstars“, 6 Punkte

ESC 2022 Finale: Die Teilnehmer und Startreihenfolge

Die sogenannten Big-Five-Länder stehen automatisch im Finale des Wettbewerbs. Deutschland, Frankreich, Spanien, Großbritannien und Italien haben beim ESC immer einen gesicherten Finalplatz. Neben den Big Five waren außerdem immer auch das Gastgeber-Land fest im Finale gesetzt. Nach den beiden Halbfinals, in denen sich weitere 20 Länder qualifizierten, standen alle Finalisten fest.
Die Teilnehmer und Startreihenfolge im Finale:
  • 1 Tschechische Republik: We Are Domi – „Lights Off“
  • 2 Rumänien: WRS – „Llámame“
  • 3 Portugal: Maro – „Saudade, saudade“
  • 4 Finnland: The Rasmus – „Jezebel“
  • 5 Schweiz: Marius Baer – „Boys Do Cry“
  • 6 Frankreich: Alvan & Ahez – „Fulenn“
  • 7 Norwegen: Subwoolfer – „Give That Wolf A Banana“
  • 8 Armenien: Rosa Linn – „Snap“
  • 9 Italien: Mahmood & Blanco – „Brividi“
  • 10 Spanien: Chanel – „SloMo“
  • 11 Niederlande: S10 – „Die Diepte“
  • 12 Ukraine: Kalush Orchestra – „Stefania“
  • 13 Deutschland: Malik Harris – „Rockstars“
  • 14 Litauen: Monika Liu – „Sentimentai“
  • 15 Aserbaidschan: Nadir Rustamli – „Fade to Black“
  • 16 Belgien: Jérémie Makiese – „Miss You
  • 17 Griechenland: Amanda Tenfjord – „Die Together“
  • 18 Island: Systur Country – „Með hækkandi sól“
  • 19 Moldau: Zdob și Zdub – „Trenuleţul“
  • 20 Schweden: Cornelia Jacobs – „Hold Me Closer“
  • 21 Australien: Sheldon Riley – „Not The Same“
  • 22 Großbritannien: Sam Ryder – „Space Man“
  • 23 Polen: Ochman – „River“
  • 24 Serbien: Konstrakta – „In Corpore Sano“
  • 25 Estland: Stefan – „Hope“
Eurovision Song Contest 2022 Das sind die diesjährigen Favoriten

Ulm

ESC 2022 Deutschland: Malik Harris sang „Rockstars“

Insgesamt waren 944 Bewerbungen von Künstlern eingegangen, die Deutschland beim diesjährigen ESC vertreten wollten. Sechs dieser Musik-Acts waren von einer ESC-Fachjury ausgewählt worden. Danach lag die Entscheidung beim ARD-Publikum. Nachdem in den vorigen beiden Jahren der deutsche Teilnehmer ausschließlich von der Jury bestimmt worden war, durften die Zuschauer dieses Mal in der Show „Germany 12 Points – der deutsche ESC-Vorentscheid“ für ihre Favoriten abstimmen.
Die Mischung der Talente war durchaus bunt: Von süßem Pop über Singer-Songwriter-Musik mit Streichinstrumenten bis hin zu mitreißender Rockmusik war alles dabei. Am Ende konnte sich der Sänger Malik Harris mit seinem Song „Rockstars“ durchsetzen.

ESC 2022: Wer waren die bisherigen Gewinner?

Der ESc gehört zu den größten Musikwettbewerben auf der ganzen Welt. Vor dem Eurovision Song Contest 2022 in Turin gab es bislang insgesamt 68 Gewinner beim beim internationalen Gesangswettbewerb. Wer seit 1956 gewonnen hat, seht ihr hier in der Liste

ESC 2022: Diese Teilnehmer sind im 1. Halbfinale ausgeschieden

Am Dienstag, 10.05.2022, fand das erste Halbfinale im PalaOlimpico in Turin statt. 17 Teilnehmer traten an, zehn davon qualifizierten sich fürs große Finale am Samstag.
Diese Teilnehmer sind im ersten Halbfinale ausgeschieden:
  • Albanien: Ronela Hajati – „Sekret“
  • Lettland: Citi Zēni – „Eat Your Salad“
  • Slowenien: LPS – „Disko“
  • Bulgarien: Intelligent Music Project – „Intention“
  • Kroatien: Mia Dimšić – „Guilty Pleasure“
  • Dänemark: Reddi – „The Show“
  • Österreich: LUM!X & Pia Maria – „Halo“

ESC 2022: Diese Teilnehmer im 2. Halbfinale ausgeschieden

Am Donnerstag, 12.05.2022, fand das zweite Halbfinale im PalaOlimpico in Turin statt. 18 Teilnehmer traten an, zehn davon qualifizierten sich fürs große Finale am Samstag.
Diese Teilnehmer sind im zweiten Halbfinale ausgeschieden:
  • Israel: Michael Ben David – „I.M“
  • Georgien: Circus Mircus – „Lock Me In“
  • Malta: Emma Muscat – „Out Of Sight“
  • San Marino: Achielle Lauro – „Stripper“
  • Zypern: Yared Dibaba – „Ela“
  • Irland: Brooke – „That’s Rich“
  • Nordmazedonien: Andrea – „Circles“
  • Montenegro: Vladana – „Breathe“

ESC 2022: Alle Länder, Teilnehmer und Songs

Insgesamt nehmen 40 Länder am ESC 2022 teil. Die Höchstgrenze der Teilnehmer liegt generell bei 44 Ländern, doch diese Anzahl wurde noch nie erreicht.
Nach zwei Jahren Pause kehrt Montenegro 2022 zum Wettbewerb zurück. Nach der Suspendierung im Vorjahr darf Belarus auch in diesem Jahr nicht an dem Wettbewerb teilnehmen. Ebenfalls nicht dabei ist Russland. Die European Broadcasting Union hat das Land nach dem Einzug der russischen Truppen in die Ukraine ausgeschlossen.
Wir haben euch alle Länder und deren Kandidaten aufgelistet.
Land: Teilnehmer – Song
  • Albanien: Ronela Hajati – „Sekret“
  • Armenien: Rosa Linn – „Snap“
  • Aserbaidschan: Nadir Rustamli – „Fade to Black“
  • Australien: Sheldon Riley – „Not The Same“
  • Belgien: Jérémie Makiese – „Miss You
  • Bulgarien: Intelligent Music Project – „Intention“
  • Dänemark: Reddi – „The Show“
  • Deutschland: Malik Harris – „Rockstars“
  • Estland: Stefan – „Hope“
  • Finnland: The Rasmus – „Jezebel“
  • Frankreich: Alvan & Ahez – „Fulenn“
  • Georgien: Circus Mircus – „Lock Me In“
  • Griechenland: Amanda Tenfjord – „Die Together“
  • Großbritannien: Sam Ryder – „Space Man“
  • Irland: Brooke – „That’s Rich“
  • Island: Systur Country – „Með hækkandi sól“
  • Israel: Michael Ben David – „I.M“
  • Italien: Mahmood & Blanco – „Brividi“
  • Kroatien: Mia Dimšić – „Guilty Pleasure“
  • Lettland: Citi Zēni – „Eat Your Salad“
  • Litauen: Monika Liu – „Sentimentai“
  • Malta: Emma Muscat – „Out Of Sight“
  • Moldau: Zdob și Zdub – „Trenuleţul“
  • Montenegro: Vladana – „Breathe“
  • Niederlande: S10 – „Die Diepte“
  • Nordmazedonien: Andrea – „Circles“
  • Norwegen: Subwoolfer – „Give That Wolf A Banana“
  • Österreich: LUM!X & Pia Maria – „Halo“
  • Polen: Ochman – „River“
  • Portugal: Maro – „Saudade, saudade“
  • Rumänien: WRS – „Llámame“
  • San Marino: Achielle Lauro – „Stripper“
  • Schweden: Cornelia Jacobs – „Hold Me Closer“
  • Schweiz: Marius Baer – „Boys Do Cry“
  • Serbien: Konstrakta – „In Corpore Sano“
  • Slowenien: LPS – „Disko“
  • Spanien: Chanel – „SloMo“
  • Tschechische Republik: We Are Domi – „Lights Off“
  • Ukraine: Kalush Orchestra – „Stefania“
  • Zypern: Yared Dibaba – „Ela“