„Die Höhle der Löwen“ ist in eine neue Runde gestartet. Am 11.04.2022 lief Folge 2 von Staffel 11 auf Vox. In die Arena wagten sich dieses Mal auch Krispin Schulz, Mario Dreals, Christian Lehmann und Jan Gerlach aus Cottbus. Mit im Gepäck hatten sie Toolbot – die automatisierte Verleihstation für Elektrowerkzeuge.
  • Wie funktioniert Toolbot genau?
  • Welchen Deal erhofften sich die Gründer?
Alle Infos zur automatisierten Verleihstation Toolbot aus Folge 2 findet ihr hier im Überblick.

„Die Höhle der Löwen“ Toolbot: Automatisierte Verleihstation für Elektrowerkzeuge

Unter dem Motto „Sharing is caring“ haben die Gründer Jan Gerlach, Dr. Christian Lehmann, Mario Drelas und Krispin Schulz gemeinsam Toolbot entwickelt – eine automatisierte Verleihstation für Elektrowerkzeuge, die für alle rund um die Uhr verfügbar ist. Die Idee hatte Jan Gerlach. Beim Ausbau seines Berliner Studios benötigte der Industriedesigner kurzfristig eine Stichsäge. Doch die Leihe entpuppte sich aufwendiger sowie zeit- und kostenintensiver als gedacht. Am Ende entschied sich der 39-Jährige dazu, ein Billigprodukt zu erwerben. „Dabei ist es viel besser, Werkzeug zu leihen als es zu besitzen. Dann hätte man eine größere Auswahl und eine bessere Qualität, als man sich allein leisten könnte zu kaufen oder zu verstauen. Viel nachhaltiger ist es außerdem auch, denn teilen sich 100 Menschen ein Werkzeug, lassen sich 99% der Emissionen und der Ressourcen sparen. Aber Leihen ist heute noch teuer, denn für eine Tagesleihgebühr bei den konventionellen Verleihern kann man ein Billigwerkzeug kaufen, das aber oft nichts taugt und schnell kaputt ist. Die Verleihstationen sind meist weit entfernt am Stadtrand, Öffnungszeiten sind beschränkt und es ist alles sehr umständlich“, erklärt der Gründer.

„Die Höhle der Löwen“: So funktioniert Toolbot

Das Gründerteam stellte mit Toolbot eine Lösung für genau dieses Problem vor. Über die Toolbot-Website oder über die App können sich Nutzer registrieren, sich das benötigte Werkzeug reservieren und an einer gewünschten Toolbot-Station abholen. Zu den Werkzeugen sind im Paket auch die Akkus und Ladegeräte enthalten. Damit bei der Rückgabe alles reibungslos funktioniert, haben die Gründer einen elektronischen Kofferdeckel entwickelt. Durch einen Scan erkennt dieser, ob alle Teile im Koffer enthalten sind. Der Leihbetrag wird als Stunden- oder Tagestarif abgerechnet.

Toolbot im Überblick: Preise, Instagram, App

„Wir wollen ‚sharing is caring’ in die Welt hinaustragen“ – neben gutem Werkzeug für alle, ist das einer der Motive der Cottbuser. An drei Standorten in Berlin wird seit einem Jahr ein Testlauf durchgeführt.
Alle Infos zu Kosten und Homepage von Toolbot gibt es hier in der Übersicht:
  • Preise: Abrechnung in Stunden bis zu einem Tageshöchstsatz von 30 Euro.
  • Instagram: toolbot_de
  • Onlineshop: toolbot.de

Toolbot: Das erhofften sich die Gründer

Die Gründer möchten ihren Werkzeugverleihroboter Toolbot in ganz Deutschland aufzustellen. Die ersten Prototyp-Maschinen sind fertig, eine halbe Millionen Euro ist bereits in die erste Finanzierung geflossen. Um ihre Idee weiter zu skallieren, wollten die Cottbuser von den Investoren 500.000 Euro und boten im Gegenzug zehn Prozent ihrer Firmenanteile.

Das sagten die Investoren von „Die Höhle der Löwen“ zu Toolbot

„Irre. Ich dachte so langsam, in der Sharing-Industrie gibt es schon alles. Und jetzt kommt ihr mit Toolbot und das ist wieder was Neues“, stellte Carsten Maschmeyer erstaunt fest. Auch Georg Kofler bestätigte ihn: „Ja, das ist ja wirklich neu.“ Die Neugier der Investoren hatten die Gründer auf alle Fälle geweckt.

„Die Höhle der Löwen“: Kein Deal für Toolbot

„Ihr vier steht für fähige Baumeister. Ich nehm’ euch das ab, doch der bereits erzielte Umsatz ist nicht befriedigend“, stellte Nils Glagau nüchtern fest. Er war nicht überzeugt und stieg als Erster aus. Auch wenn Carsten Maschmeyer die Idee Toolbot gut fand, stieg er aus, da die Gründer keinen klaren Plan für die automatisierte Verleihstation hatten. Dagmar Wöhrl sah das Projekt als Geldschluckmaschine. Als Investorin brauche sie ein Ziel, das sehe sie in Toolbot nicht und stieg daher aus. Auch Nico Rossberg sah sich nicht als Investor, da den Gründern ein genauer Business-Plan fehlte. Für Georg Kofler war Toolbot eine Innovation: „Aber ich befürchte das wird erstmal eine riesige kapitalintensive Investition-Phase brauchen“, befürchtete der Löwe. Er glaubte, der nationale Rollout wird am hohen Kapitalbedarf scheitern und war auch raus. Kein Deal für Toolbot!

„Die Höhle der Löwen“: Alle Produkte aus Folge 2

In der zweiten Folge der 11. Staffel von „Die Höhle der Löwen“ präsentieren insgesamt fünf Start-ups ihre Produkte. Wer am 11.04.2022 dabei ist, seht ihr hier: