DFB-Frauen: Was passiert bei einer verpassten Olympia-Qualifikation?

Der Blick von Bundestrainer Horst Hrubesch und Marina Hegering geht Richtung Qualifikation für Olympia. Doch was passiert, wenn diese nicht gelingt?
Arne Dedert/dpaKlappt es mit der Qualifikation für die Olympischen Spiele 2024 oder verpassen die DFB-Frauen um Interimstrainer Horst Hrubesch die große Chance? Das Team hat es selbst in der Hand. Und spielt auch um seine Zukunft. Was passiert, wenn die Quali verpasst wird?
Die Trainerfrage stellt sich erneut
Interims-Bundestrainer Horst Hrubesch soll die DFB-Frauen bis nach den Olympischen Spielen in Paris betreuen. Klappt es nicht mit der Teilnahme an den Sommerspielen (26. Juli bis 11. August), steht ein Neustart bevor. Bereits im April beginnt die Qualifikation für die EM 2025. Laut Sportdirektorin Nia Künzer ist der Deutsche Fußball-Bund „handlungsfähig“ und „auf alles vorbereitet“.
Stefan Kuntz, Friederike Kromp, Christian Wück - die Gerüchteküche brodelt
Bislang kursierten in den munteren Spekulationen rund um die Personalie unter anderem DFB-nahe Namen, belastbar sind noch keine Informationen. Ex-U21-Nationalcoach Stefan Kuntz wurde ebenso gehandelt wie die frühere U-Nationaltrainerin Friederike Kromp oder U17-Weltmeistertrainer Christian Wück.
Was ändert sich im DFB-Kader der Frauen?
Das Highlight Olympia lassen sich die erfahrenen Spielerinnen wie Alexandra Popp sicher nicht nehmen. Bei einem Scheitern ist unklar, wer aus der Ü30-Fraktion im DFB-Team wie lange weitermacht. Kapitänin Popp (32) spricht bereits seit dem WM-Debakel im Vorsommer offen über Rücktrittsgedanken. Vom Stammpersonal könnten auch Svenja Huth, Marina Hegering (beide 33) und Kathrin Hendrich (31/alle VfL Wolfsburg) einen Schlussstrich in der Nationalmannschaft in Erwägung ziehen.
Was bringt die Zukunft der DFB-Frauen?
Nach EM 2022 und WM 2023 stünde im Worst Case ein turnierloser Sommer bevor - ohne Sichtbarkeit für den Frauenfußball. Am 5. März werden die European Qualifiers ausgelost, ausgespielt wird die Quali für die EM 2025 in der Schweiz von April bis Juli in drei Länderspielfenstern analog zum Nations-League-Modus. Deutschland spielt weiter in der A-Liga und muss in seiner Vierergruppe mindestens Zweiter werden, um eines der direkten EURO-Tickets zu ergattern. Sonst droht der steinige Weg über die Play-offs.


