Termine, Gesetze, neue Regeln
: Steuererklärung, Zeitumstellung und Wahlen: Das ist im Oktober 2023 wichtig

Nicht nur die Abgabefrist der Steuererklärung steht bevor, im Oktober treten auch weitere Regeln und Änderungen in Kraft.
Von
Amelie Schröer
Ulm
Jetzt in der App anhören

Steuererklärung, WhatsApp und Gas – das gilt es im Oktober zu beachten!

dpa; Collage: befunky

Neuer Monat — neue Termine und Regeln. Auch im Oktober kommen auf Verbraucherinnen und Verbraucher einige Dinge zu, die sie beachten sollten. Wir haben die wichtigsten Neuerungen im Überblick.

Steuererklärung 2022: Abgabefrist endet

Die eigentliche Abgabefrist für die Steuererklärung für das vergangene Jahr ist der 30. September. Da dieser Tag auf einen Samstag fällt, verlängert sich die Frist automatisch bis auf den nächsten Werktag. In diesem Jahr ist das der 2. Oktober. Noch bis Montag haben Verbraucher also die Möglichkeit, ihren Steuerbescheid beim Finanzamt einzureichen. Wer diesen von einem Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein machen lässt, hat noch deutlich länger Zeit: bis zum 31. Juli 2024.

Heizkostenzuschuss: Antrag noch bis Ende Oktober

Auch wer nicht mit Gas oder Fernwärme, also mit Holz, Öl, Flüssiggas oder Kohle heizt, muss eine Frist berücksichtigen: Noch bis zum 20. Oktober können betroffene Bürgerinnen und Bürger eine Härtefallhilfe beantragen, um rückwirkend für das Jahr entlastet zu werden.

Gleichzeitig können Haushalte in Baden–Württemberg und Rheinland–Pfalz mit Entlastungen in der Heizsaison hoffen, denn zwei Gas–Umlagen, die auf den Preis aufgeschlagen werden, fallen ab dem 1. Oktober weg. Aber nicht automatisch: Kunden sollten auf jeden Fall ihren bestehenden Vertrag überprüfen.

Mindestlohn: Diese Branchen bekommen ab Oktober mehr Geld

Geld gibt es nicht nur fürs Heizen. Auch zwei Handwerksbranchen bekommen ab dem 1. Oktober mehr Lohn. Im Gerüstbau steigt der Mindestlohn von 12,85 Euro auf 13,60 Euro, Dachdecker bekommen ab diesem Monat sogar mindestens 21,12 Euro.

Landtagswahlen 2023: Hier wird im Oktober gewählt

Für Bürger in Hessen und Bayern wird es in diesem Monat ernst, denn am Sonntag, 8. Oktober, finden die Landtagswahlen in beiden Bundesländern statt. Seit einigen Wochen befinden sich die Parteien und ihre Spitzenkandidaten im Wahlkampf. Welche Partei bei der Wahl für Sie persönlich die Richtige ist, können Sie über den Wahl–O-Mat herausfinden.

Herbstferien und Zeitumstellung: Das wird im Oktober wichtig

Einige Bundesländer starten am letzten Tag des Septembers in ihre Herbstferien. Rheinland–Pfalz und Baden–Württemberg erst in einigen Wochen. In RLP können sich Schülerinnen und Schüler auf zwei Wochen Ferien freuen (16.-27.10.2023), in Baden–Württemberg auf eine Woche (30.10.-03.11.2023).

Auch für Studentinnen und Studenten geht es im Oktober wieder in der Uni los: Offiziell startet das Wintersemester am 1. Oktober, die Vorlesungen und Seminare starten an den Hochschulstandorten im Normalfall aber erst Mitte oder Ende des Monats.

Peu à peu zeigt sich im Südwesten inzwischen auch der Herbst — am ehesten zu merken an den langen Nächten. Ende Oktober werden die Rhythmen dann nochmal durcheinandergewirbelt, wenn die Uhren auf die Winterzeit umgestellt werden: In der Nacht auf den 29. Oktober werden die Uhren von 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt.

WhatsApp, Jugend–Bahncard und Corona–Impfstoff: Weitere wichtige Änderungen

Der Messaging–Dienst WhatsApp ist aus dem Alltag der Menschen kaum mehr wegzudenken. Seit 2009 ist die App auf dem Markt. Obacht gilt nun für all jene, die ein altes Smartphone nutzen, denn darauf verliert WhatsApp ab dem 24. Oktober seine Funktion. Danach wird die App nur noch auf Handys mit dem Android–Betriebssystem der Version 5.0 oder aktueller unterstützt. Betroffene Nutzer sollen von dem Dienst vorher entsprechend gewarnt werden.

Aufpassen müssen auch Jugendliche bis 19 Jahre, die eine Jugend–Bahncard haben, denn die wird zum 1. Oktober deutlich teurer. Bisher zahlten Menschen zwischen 6 und 18 Jahre einmalig 12 Euro und können sie dann bis zum 19. Geburtstag nutzen. Ab Sonntag wird sie für Neukunden acht Euro pro Jahr kosten.

Für Kinder und Jugendliche gibt es im kommenden Monat noch etwas anderes zu beachten: Ab dem 2. Oktober wird ein angepasster Corona–Impfstoff für Kinder auf dem Markt erhältlich sein. Die Stiko empfiehlt eine Impfung allerdings nur für Risikogruppen.