Am Rosenmontag findet der Höhepunkt des rheinischen Karnevals statt. Wegen der Corona-Pandemie konnten die traditionellen Umzüge in Köln, Düsseldorf, Mainz und Co. nicht stattfinden. Und auch dieses Jahr scheint der Karneval nicht in gewohnter Form stattfinden zu können. In diesem Artikel sollen folgende Fragen beantwortet werden:
  • Wann ist Rosenmontag 2022?
  • Woher kommen die Bräuche und Traditionen?
  • Wo wird Rosenmontag wie gefeiert?
  • Was ist der Unterschied zwischen Fasching und Karneval?

Wann ist Rosenmontag 2022?

Rosenmontag findet dieses Jahr am 28. Februar statt. Er kommt vor dem Aschermittwoch, an dem traditionell im Christentum die Fastenzeit beginnt. Der Rosenmontag ist kein Feiertag, weder in Deutschland noch in der Schweiz oder Österreich. In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ist es aber üblich, dass Arbeitgeber Sonderregeln am Rosenmontag haben, sodass nicht jeder an dem Brauchtumstag arbeiten muss.

Rosenmontag: Traditionen und Bräuche

Am Rosenmontag ist der Höhepunkt der Karnevalssaison. Das bedeutet: Es wird gefeiert. Dabei gibt es einige Traditionen und Bräuche. Gegessen werden häufig Krapfen (oder Berliner oder Pfannkuchen). Das kommt aus dem Fasching: Vor der Fastenzeit sollte es noch eine fettige, süße Mahlzeit geben. Beim Rosenmontagsumzug verkleiden sich alle – dabei gibt es keine Regeln. Jedes Kostüm ist willkommen beim Straßenkarneval. Bei den Rosenmontagsumzügen geht es vor allem darum, politisch zu werden. So haben die bunten Mottowägen oft eine politische Botschaft, die darauf abzielt, die Machthaber bloßzustellen.

Rosenmontag 2022: Wo gibt es Umzüge in Deutschland?

Die größten Karnevalsumzüge in Deutschland gibt es in Köln und Düsseldorf. Auch Mainz ist für seine großen Rosenmontagsumzüge bekannt.

Karneval 2022: Köln und Düsseldorf verschieben Umzüge

Der Rosenmontagszug in Köln mit Hunderttausenden Zuschauern wird voraussichtlich wegen der Pandemielage nicht stattfinden. So sollen wie 2021 Persiflagewagen an verschiedenen Stellen zu sehen sein. Neben den verschiedenen Standorten für die Persiflagewagen in mehreren Stadtvierteln prüft das Festkomitee auch die sogenannte Rio-Variante für die Zuschauer. Dabei stehen feste Tribünen auf beiden Seiten eines deutlich verkürzten Zugwegs. Dabei könnten auf Sitzplätzen die nötigen Abstände eingehalten werden, und die Rückverfolgung der Besucher wäre möglich. Auch ein Umzug durch das Fußballstadion des 1. FC Köln werde als Alternative unter 2G-Plus-Bedingungen (Zutritt für Geimpfte und Genesene plus Test) geprüft.
Der traditionell am Sonntag stattfindende Umzug der Schulen („Schull- un Veedelszöch“) wurde bereits abgesagt. Die Logistik am Vortag baue auf dem Rosenmontagsumzug auf. Ein Alleingang sei deshalb nicht möglich, teilte das Festkomitee mit.
Bereits Mitte Dezember war entschieden worden, dass der Großteil des Sitzungskarnevals in Nordrhein-Westfalen auch in der laufenden Saison 2021/22 wegen Corona ausfällt. Darauf hatte sich die Landesregierung mit Vertretern des organisierten Karnevals geeinigt. Die Düsseldorfer Karnevalisten haben ihren Rosenmontagszug wegen Corona bereits auf den 29. Mai verschoben.
Auch in Mainz wurde der Rosenmontagsumzug bereits abgesagt. Eine Verschiebung des Karnevals wie in Düsseldorf wurde ausgeschlossen.

Unterschied zwischen Karneval und Fasching

Ganz genau kann man natürlich nicht sagen, wo Karneval und wo Fasching bzw. Fasnet gefeiert wird. Als Richtlinie wird aber oft gesagt: Nördlich der Linie Bonn-Erfurt gibt es nur noch Karnevalsvereine. Südlich davon kann es beides geben: Im Rheinland ist aber der Karneval vorherrschend, im Schwäbisch-Bayerischen Raum spricht man von Fasching, Fastnacht oder Fasnet.